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Arno Groth #2

Die Farbe des Schattens

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Matti Beck wird von seinen Eltern zum Einkaufen geschickt. Er kehrt nie zurück. Wenige Tage später wird seine Leiche gefunden. Die Spur führt zu einem Serienmörder – und mitten hinein in die großen Verwerfungen der Wendezeit. Nach ihrem gefeierten Auftakt um Hauptkommissar Arno Groth ist Susanne Tägder zurück mit einem packenden Krimi über die Suche nach Gerechtigkeit in einer Welt voller Umbrüche.

Januar 1992. Wochenlang schlägt sich Hauptkommissar Arno Groth in der ostdeutschen Kleinstadt Wechtershagen nur mit Kioskeinbrüchen und gestohlenen Autos herum. Doch dann erreicht ihn ein Notruf: Auf dem Mönkeberg, einer Plattenbausiedlung, wird ein Junge vermisst. Groth startet eine großangelegte Suchaktion. Nichts. Erst Tage später wird im Keller eines Wohnblocks die Leiche des elfjährigen Matti Beck gefunden. Die Tat trägt die Handschrift eines Serienmörders. Während Groth die Einsatzgruppe »Nachtschatten« gründet, kämpft Ina Paul, eine alleinerziehende Taxifahrerin, mit den Schatten ihrer Vergangenheit. Sie ist mit ihrem Sohn am Mönkeberg untergetaucht. Doch sind sie hier wirklich in Sicherheit? Oder hat sie längst jemand aufgespürt?

336 pages, Paperback

Published September 13, 2025

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Susanne Tägder

3 books1 follower

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5 stars
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Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Wal.li.
2,546 reviews68 followers
September 13, 2025
Matti verschwunden

Eigentlich sollte der elfjährige Matti Beck nur ein paar letzte Einkäufe erledigen. Und dann kommt er einfach nicht wieder. Die Eltern sind schnell besorgt und beginnen nach ihrem Jungen zu suchen. Leider erfolglos. Die Polizei wird eingeschaltet und Kommissar Arno Groth wird mit den Ermittlungen betraut. Im Jahr 1992 sind in Mecklenburg-Vorpommern die Folgen der Wende zu spüren. Nicht alle empfinden die Zeit als positiv. Die Lage ist sowieso nicht gut und nun wird auch noch ein Kind vermisst. Irgendwie jedoch hat der Täter genau den Moment erwischt, in dem keiner aufgepasst hat.

Auch in seinem zweiten Fall fragt sich der als Aufbauhelfer in den Osten gekommene Kommissar Groth noch, ob er denn nun am Ziel ist. Well er bleiben oder zurück? Erstmal muss er das allerdings beiseite schieben. Der Junge ist viel wichtiger als persönliche Befindlichkeiten. Und doch bleibt er verschwunden. Die fieberhafte Suche ändert nichts daran. Kommissar Groth und seine Kollegen versuchen den Tag von Matti zu rekonstruieren. Der Junge wirkte still, aber sehr selbstständig. Liegt das an seiner Familie? Der Vater arbeitslos, die Mutter sorgt als Krankenschwester für das Finanzielle. Der große Bruder ist bei der Bundeswehr, der Kleine ist eben klein, aber pfiffig.

Nach der Wende wissen die Menschen, dass sie die Freiheit gewollt haben und sie wissen, was sie verloren haben. Durch die großen Umbrüche scheint aber unklar, was sie gewonnen haben. Und so kommt Kommissar Groth relativ schnell damit in Berührung, dass sich zum Teil gerade auch unter den Jungen ein rechtes Milieu bildet. Die behaupten immerhin, sie wüssten Bescheid und würden alles ändern. Falsch, aber sie bedienen den Wunsch nach der Anleitung oder Bevormundung, die wohl jedes diktatorische System zu bieten hat. Doch vor Verbrechen hat auch die ehemalige DDR nicht bis ins Detail geschützt. Und so ahnt Kommissar Groth, der immer noch um seine Tochter trauert, nicht was auf ihn zukommt. Langsam und präzise ermittelt er und er folgt im richtigen Moment seinem Baugefühl. Die melancholische Grundstimmung entspricht dabei seiner eigenen Gemütslage. Wo passt Groth besser hin, in den Osten, wo er auch herstammt, oder in den Westen, wo er lange gewissenhaft gearbeitet hat, wo er aber auch seine Tochter verlor? Wie wird sich Mattis Schicksal klären? Mit einer überraschenden Wendung, die etwas über den Täter sagt, aber auch über den ehemaligen Staat. Ein packender Krimi, den zur Lektüre gerne empfohlen wird.

Das Cover passt sehr gut zu dem winterlichen Setting und der ein wenig düsteren Grundstimmung.

4,5 Sterne
Profile Image for Buchdoktor.
2,364 reviews187 followers
September 13, 2025
Hauptkommissar Arno Groth wird Anfang der 90er als Aufbauhelfer Ost in seine alte Heimat Mecklenburg geschickt, um sich nach einem Zusammenbruch wieder in den Polizeidienst zu integrieren. Groth arbeitet u.a. als Dozent für Vernehmungstaktik in der Polizeiausbildung in Pasewalk. Er ist noch dabei, sich mit erfahrenen Kollegen wie Gerstacker zusammenzuraufen, die nicht einsehen, nach der Pfeife der „Neuen“ aus dem Westen zu tanzen, die hier in kurzer Zeit die Karriereleiter hinauf fallen. Als der 12-Jährige Matthias/Matti vermisst gemeldet wird, trifft Groth, der den Unfalltod seiner Tochter längst nicht verarbeitet hat, auf eine Familie, in der die Eltern mit ihren Problemen beschäftigt sind und kaum etwas über die Wege ihrer jugendlichen Kinder wissen. Zeugenbefragungen zeigen das Bild einer Bevölkerung, die nur die allernötigsten Aussagen herausrückt und zugleich darüber klagt, dass die Polizei früher schneller reagierte und den Bürgern nach der Wende noch ein höheres Sicherheitsgefühl schuldet. Wer hätte sich zu DDR-Zeiten Vertretern der Staatsmacht gegenüber diesen Ton herausgenommen …

Die Suche nach Matti führt die Ermittler in einen offiziell unbewohnten Wohnblock, in den Jugendclub, der Jugendlichen aller politischen Einstellungen offen steht, und konfrontieren sie mit der Faszination der jüngeren Kinder für rechtsradikale Aktivitäten der Älteren. Der Kiez, in dem Groth und seine junge Polizeischülerin Marlene Thiese unterwegs sind, besteht aus einer Reihe von Wohnblocks, der Kaufhalle, einer ehemaligen Brauerei, Kleingärten und den Fußwegen, auf denen die Kinder relativ unbeobachtet unterwegs sind. Als Matti in einem Keller tot aufgefunden wird und man sich an einen früheren Vermisstenfall erinnert, stellt die Frage, ob eher nach einem fremden Täter oder einer Matti vertrauten Person gefahndet werden soll. Zu einer Zeit, als private PKWs und Telefonanschlüsse noch selten waren, wäre z. B. ein Ansatz, mit welchem Verkehrsmittel ein Verdächtiger an seinen Tatort gelangt sein könnte.

Uwe-Johnson-Liebhaber Arno Groth fühlt sich aktuell wie zwischen Baum und Borke, als er sich entscheiden muss, ob er sich nach seinem Einsatz als Interimsleiter der Dienststelle für den Posten des Dienststellenleiters bewerben will. Seit sein Kollege Gerstacker wegen eines lässlichen Fehlers (wie alle finden) suspendiert ist und ein forscher junger Staatsanwalt aus Westdeutschland seinen Dienst antrat, hat sich auch für Groth das Betriebsklima unangenehm entwickelt. Indem Groth sich mit Gerstacker austauscht, Kontakt zu einem erfahrenen ostdeutschen Profiler aufnimmt und eine Zeugin auftaucht, die gute Gründe hat, anonym zu bleiben, konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Frage: vertrauter Täter oder „großer Unbekannter“. Groth entdeckt dabei seine wahren Talente und hat sich damit auseinanderzusetzen, auf welcher Seite er steht.

Fazit
Susanne Tägder nimmt ihre Leser:innen auf eine atmosphärisch überzeugende Zeitreise in die 90er Jahre und erzählt an realen Ereignissen entlang, die 1983-94 stattgefunden haben. Das fast dörfliche Setting, in dem die beteiligten Figuren einander über den Weg laufen, die Atmosphäre der Unzufriedenheit der 90er Jahre und die differenziert gezeichneten Figuren fügen sich zu einem fesselnden Krimi. Auf eine Fortsetzung mit Arno Groth bin ich schon gespannt.

564 reviews3 followers
October 25, 2025
Groth und Gerstacker gehen einen oft steinigen Weg

Buchmeinung zu Susanne Tägder – »Die Farbe des Schattens«

»Die Farbe des Schattens« ist ein Kriminalroman von Susanne Tägder, der 2025 bei Tropen erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für Hauptkommissar Groth, der in der Nachwendezeit in Mecklenburg ermittelt.

Zum Autor:
Susanne Tägder, geboren 1968 in Heidelberg, hat in Deutschland und den USA studiert und arbeitete danach als Richterin in Karlsruhe. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Schweiz und in Kalifornien. Für ihre literarischen Texte wurde sie u. a. mit dem Walter-Serner Preis und dem Harder Literaturpreis ausgezeichnet.

Zum Inhalt:
Mecklenburg, 1992. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da erreicht Hauptkommissar Arno Groth ein Notruf: Im Mönkebergviertel, einer Plattenbausiedlung, verschwindet der elfjährige Matti Beck auf dem kurzen Weg zum Einkaufen spurlos. Aus der Suchaktion wird bald eine Mordermittlung.

Meine Meinung:
Wie schon im ersten Fall stehen eher die Figuren und ihre Geschichte im Mittelpunkt als der eigentliche Fall. Kommissar Groth wirkt auch diesmal angeschlagen, obwohl er vorsichtig Kontakte knüpft. Groth leitet eine Suchaktion nach einem verschwundenen Jungen, die zu einer Mordermittlung führt. Schnell rückt ein Obdachloser als Hauptverdächtiger in das Zentrum der Ermittlungen, aber Groth ist nicht überzeugt, zumal er einen Hinweis auf einen ähnlichen Fall in der Vorwendezeit erhält. Kollege Gerstacker ist wegen seiner Stasi-Vergangenheit aus dem Dienst entfernt worden, doch er kennt den alten Fall und er geniest das Vertrauen Groths. Groth überzeugt Gerstacker zu einer Zusammenarbeit und gemeinsam machen sie sich auf die Tätersuche.
Das Buch wirkt unauffällig, leise und unspektakulär, und doch wurde ich mehr und mehr in den Bann der Geschichte gezogen. Meist wird die Geschichte aus der Perspektive des Hauptkommissars erzählt, aber einige Kapitel folgen einer jungen Frau, die als Taxifahrerin arbeitet. Oft geht es um Alltägliches, das ein Gefühl für die jeweilige Zeit und die betroffenen Personen erzeugt. Die meisten Figuren wirken angeschlagen und vom Leben gezeichnet. Viel Zeit steckt die Autorin in die Beschreibung des Lebensgefühls und der damaligen Zustände. Der angenehm zu lesende Schreibstil schildert unaufdringlich, aber dennoch präzise die Entwicklung der Ereignisse. Groth, die Taxifahrerin und der ostdeutsche Kollege wirken mit Abstrichen sympathisch, denn sie haben ihre Ecken und Kanten und sie haben jeweils etwas zu verdauen. Obwohl lange Zeit relativ wenig passiert, hat mich die Geschichte mehr und mehr fasziniert und gefesselt. Zum Ende hin zieht das Tempo deutlich an und die Ermittlungen können erfolgreich beendet werden.
Der Reiz der Geschichte liegt vor allem in den Milieuschilderungen und den aussagekräftigen Figuren, die ihren Weg gehen, auch wenn am Ende nicht alle gewonnen haben. Groth ist ein reflektierender Mensch, der seine Schwächen erkennt, sich aber schwer tut, etwas dagegen zu tun.

Fazit:
Ein Kriminalfall, der oft wie eine Milieustudie wirkt, mich aber erneut mehr und mehr fesseln und begeistern konnte. Deshalb vergebe ich fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.
Profile Image for JoanStef.
354 reviews
September 25, 2025
Gelungen!

Mit einem Blick zurück - sehr gut & mitnehmend, spannend

DIE FARBE DES SCHATTENS:

Der 2. Kriminalroman von Susanne Tägder ist da! Der 2. Kriminalfall für Hauptkommissar Arno Groth spielt in 1992 in Meck-Pomm.



Mein Fazit
Bei DIE FARBE DES SCHATTENS handelt es sich um einen wirklich sehr gut recherchierten und nah am Menschen erzählten Kriminalroman.

Der Lesende wird sofort mitgenommen in die frühen 90er.
Die Kerngeschichte hat auch heute absolute Brisanz.

So ganz nebenbei bekommen die Lesenden wichtige Einblicke in das damalige Leben im Osten Deutschlands.
Auch wurden die Herausforderungen der West-Ost -Transformation in der Kriminalarbeit ungeschönt herausgearbeitet.
Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich diese Erzählung in ihrem Bann gehalten.
Hier wurden alle Zutaten für einen gelungenen Kriminalroman eingebracht.

Ich vergebe ausgezeichnete 5* Lesesterne & verbinde dieses mit einer klaren Leseempfehlung!
Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes:
DAS SCHWEIGEN DES WASSERS, war ein Einstieg absolut einfach möglich.

Meine genauere Analyse

Cover:
Das hier genutzte Styling weist die Richtung zu Autorin und Genre.
Auch ist auf den ersten Blick vieles, von dem, worum sich hier alles drehen wird, schon abgebildet. Sehr gut gemacht!

Aufbau & Protagonisten:
Diese Story zeichnet sich durch sein Grundthema, das Verschwinden eines Jungen, aus.
Kaum jemand kann sich der Brisanz eines solchen Vermisstenfalls entziehen. Die Autorin nutzt einen Erzählstil, der das durchweg schwierige Thema, gut lesbar macht.
Das Eintauchen in die Welt des Ostens, die 90er Jahre und die Begebenheiten rund um den Hauptkommissar Arno Groth fiel mir leicht.
Die Protagonisten sind glaubhaft. Für die Neueinsteiger in diese Serie wird der Hauptprotagonist sehr gut eingeführt.
Spannung & Ermittlungen
Die unterschiedlichen Spannungsbögen ergeben sich wie natürlich im Verlauf der Geschichte.
Der Lesende ist bei den Ermittlungen sozusagen live mit dabei. Ohne Handy, Internet und anderen Annehmlichkeiten der modernen Kriminalistik.
Der Deutsch-Deutsche Aufbruch wird für mich ganz plastisch, je mehr ich lese. Schon allein diese eingebundenen Hintergründe ziehen mich in ihren Bann,

Lesefluss & Momentum
Obgleich viele historische Gegebenheiten und Insuffizienzen in diesem Buch mitbehandelt werden, verliert die Story weder an Momentum noch an Lesefluss.
Es fällt schwer, das Buch beiseite zu legen.

Finale
Ich habe den gesamten Roman wirklich genossen. Ein runder Kriminalroman, geschmückt mit historischen Tatsachen & Begebenheiten, der aber seinen Fokus auf den Kern der Geschichte nicht verliert.

443 reviews1 follower
October 3, 2025
In der Plattenbausiedlung am Mönkeberg verschwindet der junge Matti spurlos. Seine Eltern melden ihn bei der Kripo als vermisst und Hauptkommissar Arno Groth und sein Team nehmen die Suche nach dem Jungen auf. Doch in der Siedlung ist es schwer für die Beamten, da keiner etwas gesehen hat und auch nur wenige mit ihnen sprechen möchten. Nach einigen Tagen wird der Junge tot aufgefunden und nun sucht das Team einen Mörder. Sie finden auch einen Tatverdächtigen und durch den Druck der Öffentlichkeit auf die Beamten nehmen sie ihn in Haft. Sie haben allerdings wenig Beweise und auch ein Motiv kann nicht gefunden werden. Arno Groth hat seine Bedenken in diesem Fall und ermittelt weiter, denn er sieht auch Spuren zu einem vergangenen Fall und möchte den entlassenen ehemalige Kollegen mit in die Ermittlungen einbauen. Vielleicht ergeben sich ja hieraus neue Ansätze, die dringend gebraucht werden.
Der Krimi „Die Farbe des Schattens“ von Susanne Tägder spielt in einem fiktiven Ort in der ehemaligen DDR, der typische Strukturen eines beginnenden Verfalls aufweisen. Hier ermittelt der aus Hamburg stammende Hauptkommissar nun an einem Fall Kindestötung. Groth will nach dem Tod seiner Tochter in dem Ort neu anfangen. Doch dieser Fall setzt ihm schwer zu. Die Autorin beschreibt die Hilflosigkeit der Ermittler sehr intensiv und man kann die Ablehnung gegen die Polizei spüren und auch die wachsende Armut und Verzweiflung wird immer wieder an die Oberfläche gespült. In dieser Situation zu ermitteln ist sehr schwer für die Beamten. Geschickt baut die Autorin einen Fall vor der Wende in diesen Krimi ein und schafft so die Verknüpfung zwischen dem neuen Kommissar Groth und dem alten unter Stasi Verdacht entlassenen, ehemaligen Kommissar Gerstacker. Die beiden sind ein gutes Team und zusammen mit den anderen Kommissaren machen sie sich an die Recherchearbeit. Diesen Krimi zeichnet auch die menschliche Komponente, die immer bei dem Mord an Kindern vorliegt, nochmal deutlich auf. Die Story ist in meinen Augen sehr authentisch und wird auch im Nachwort beschrieben. Der Erzählstil ist sehr bildhaft, so dass das Kopfkino gut zu tun hat. Auch der Spannungsbogen ist gut entwickelt, so dass sich am Ende alles, wie ein Puzzle zusammenfügt.
Ich möchte den vorliegenden Krimi gerne empfehlen, da er sich fiktiv mit der Zeit kurz nach der Wende beschäftigt und hier auch die Atmosphäre der damaligen Zeit sehr gut wiedergibt. Ein Stück Geschichte wird in einem Krimi verarbeitet.
Profile Image for Die Bücherfanten.
14 reviews
September 16, 2025
Ein Junge verschwindet in Mecklenburg, 1992 – eine Geschichte über Ängste, Neuanfänge und Verloren sein – und den Tod

Darum geht es:

In einer Stadt in Mecklenburg verschwindet ein 11-jähriger Junge. Kriminalhauptkommissar Groth, nach über 25 Jahren Dienst in Hamburg zurück in seine alte Heimat gekehrt, organisiert die Suche, zuerst noch mit ein wenig Hoffnung, den Jungen in der kalten Januarzeit lebend zu finden. Dann stößt er auf ein Verbrechen, das schon sechs Jahre zurückliegt, ungeklärt ist und vielleicht den Durchbruch bedeuten könnte. Gegen den Willen seiner Vorgesetzten beginnt Groth zu ermitteln.


Mein Eindruck:
Alle Figuren dieses Buches sind gebrochene Menschen, haben tragische Geschichten erlebt oder erleben sie gerade. Und doch wirkt dies nicht aufgesetzt, aufdringlich, zu viel, sondern zeigt Schicksale, wie sie waren.
Da ist die Taxifahrerin mit ihrem Sohn, die vor dem gewalttätigen Ehemann abtaucht, die Lehrerin, die nicht mehr vor ihre Schüler treten kann, die »Ossis«, die mit der Wende und den Änderungen zurechtkommen müssen oder eben nicht, und der »Wessi«-Hauptkommissar, der nach einem traumatischen Verlust in seiner Heimat einen Neuanfang wagt, wagen muss.
Ich komme diesen Menschen nahe in der Sprache und der Charakterisierung. Die in Präsenz geschriebene Geschichte entwickelt ihren eigenen Sog. So liest sich gerade der Anfang, die Suche nach dem vermissten Jungen, als würde es jetzt passieren, als würde ich alles live miterleben. Und bis zur Auflösung bin ich nah dran an dem Kommissar, aber auch an den anderen Personen.
Geschickt verwebt die Autorin die unterschiedlichen Erzählperspektiven zu einer dichten Geschichte über Ängste, Neuanfänge und Verloren sein.


Fazit:
Ein Wendezeitkrimi, der das Leben und die Gefühle der Menschen in Mecklenburg aufzeigt und mit einem schockierenden Fall verbindet. Für mich authentisch, lebensnahe und intensiv geschrieben. Das Buch öffnet einen Blick für damals und ist spannend zu lesen.
93 reviews1 follower
October 4, 2025
Spannender Krimi mit einem Stück Zeitgeschehen
„Die Farbe des Schattens“ ist bereits der zweite Band rund um Hauptkommissar Arno Groth. Schon der Vorgänger „Das Schweigen des Wassers“ hatte mir sehr gut gefallen, daher war ich gespannt wie es nun weitergeht.
Auch dieser Fall ist wieder in der Zeit kurz nach der Wende angesiedelt. In Wechtershagen, einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern,wird der elfjährige Matti Beck von seinen Eltern zum Einkaufen geschickt und kehrt nicht mehr zurück. Die Suche bleibt zunächst erfolglos, bis Tage später seine Leiche gefunden wird. Eine Spur führt zu einem Serientäter, aber auch zu einem ungeklärten Fall aus den 80ern.

Susanne Tägder versteht es vorbildlich die Stimmung und Atmosphäre der früheren 90er einzufangen. Die Unterschiede zwischen Ost und West sind noch groß und täglich spürbar. Groth, der ursprünglich aus Wechtershagen stammt, aber die meiste Zeit seines Lebens im Westen verbrachte fungiert hier als Aufbauhelfer Ost.
Erzählt wird auf eine sehr ruhige Art und Weise mit dem Blick aufs Detail. Man kann daher gut in die Geschichte eintauchen, auch wenn man diesen Abschnitt deutscher Geschichte nicht miterlebt hat. Parallel dazu lernt man die Taxifahrerin Ina Paul kennen, die hier mit ihrem Sohn Benno einen Neuanfang wagt. Und natürlich fragt man sich, diese beiden Erzählstränge miteinander verwoben sind. Trotz seiner ruhigen Art ist die Handlung sehr spannend. Lediglich in der Mitte tritt der Fall etwas auf der Stelle.
Die Figuren sind fein säuberlich herausgearbeitet und besitzen ausreichend Tiefe. Groth hat noch immer nicht den Tod seiner Tochter überwunden und hadert oft mit sich selbst.
Hervorragend fand ich das Cover. Ein verlassenes Fahrrad irgendwo im nirgendwo in der Dämmerung. Aussagekräftiger geht es kaum.
Wer also einen unblutigen, aber dennoch spannenden Krimi, der einem sogar noch ein Stück Zeitgeschichte vermittelt lesen möchte, ist bei Susanne Tägder genau richtig.
209 reviews
October 4, 2025
gelungener 2. Teil


" Die Farbe des Schattens" ist der zweite Teil einer Krimiserie, die im Osten Deutschlands spielt und Kommissara Arno Groth als Ermittler hat.
Schon der erste Teil " Das Schweigen des Wassers" hat mir gut gefallen und so begab ich mich voller Vorfreude an den zweiten Teil

Dieser Spielt in einer fiktiven Stadt im Osten Deutschland in einer Plattenbausiedlung. Der elfj#ährige Matti Beck kehrt nicht vom Einkaufen nach Hause und die Eltern beginnen zu suchen. Nach einer Zeit wird die Politzei an der Suche beteiligt, doch ohne Erfolg . Einige Tage später findet man den Jungen tot in einem leerstehenden Haus. Kommissar Groth, der nach jahrelanger Berufstätigkeit in Hamburg in den Osten zurückgekehrt ist, steht vor einem schweren Fall. Die Aufklärung gestaltet sich schwierig und da Groth kommissarische die Leitung des Kommissariats übernimmt, bittet er einen alten Kollegen hinzu, der wegen Stasiverdacht freigestellt wurde. Gerstacker und Groth finden Hinweise zu einem alten Fall aus der DDR und nachdem sie erst eine falsche Person festgenommen haben, kommen sie dem Täter immer näher.

Der Krimi ist genauso wie der erste Teil sehr atmosphärisch ,geschrieben. Man meint den alten Mief der DDR zu spüren, die Leute sind misstrauisch und versuchen Gesprächen mit der Politzei aus dem Weg zu gehen. Dadurch gestaltet sich die Aufklärung des Falles sehr schwierig. Auch das Privatleben von Groth spielt wieder eine Rolle, der Tod seiner Tochter lastet noch schwer auf ihm.

Der Autorin gelingt es sehr gut, die agierenden Figuren zu beschreiben und auch Bilder des Ortesin dem der Krimi spielt vor den Augen des Lesers entstehen zu lassen.
Das Tempo des Krimis ist eher gemächlich, doch auch Spannungselemente fehlen nicht.

Ich habe das Buch wieder gerne gelesen und freue mich auf Teil 3.
98 reviews
September 5, 2025
„Die Farbe des Schattens“ ist bereits der zweite Band der rund um den Hauptkommissar Arno Groth. Geschrieben wurde das Buch von der Autorin Susanne Tägder.

Ich kenne tatsächlich nicht den ersten Band dieser Serie „Das Schweigen des Wassers“ aber nachdem ich diesen Band gelesen habe, bin ich schon auf die vorherigen Ereignisse gespannt und vor allem was es alles für Informationen über den Ermittler Arno Groth zu wissen gibt.

Diese Figur hat sich als sehr interessant herausgestellt und ich mochte seine Art und seinen Scharfblick sehr. Ich fand es tatsächlich sehr beeindruckend, dass der erstbeste Beschuldigte vielleicht doch nicht der Täter ist und ein falsches Geständnis liefert. Arno hatte schon früh einige Bedenken. Die Zusammenarbeit mit dem Ermittler von dem sechs Jahre alten Cold Case, bei dem er glaubt, die Fälle haben einen Zusammenhang, waren auf Augenebene und ich fand dies richtig gut umgesetzt. Oftmals sind es eben auch Emotionen und Gedanken, die man nicht in einer Fall-Akte finden kann.

Den Verlust von einem Kind hat mich wirklich sehr berührt und die Wichtigkeit von diesem Fall wurde sehr deutlich. Man spürte, dass auch für Arno der Fall nicht so einfach war. Die Darstellung der 90er Jahre in Mecklenburg kurz nach der Wende fand ich zudem auch sehr gelungen und atmosphärisch. Man konnte sehr gut in die Handlung abtauchen und die Spannungsbögen wurden immer wieder angezogen.

Insgesamt ein toller Krimi, der mit einem spanenden Fall und tollen Charakteren punkten kann. Ich halte auf jeden Fall die Augen offen für einen neuen Band der Autorin. Daher gibt es auch eine klare Leseempfehlung von mir.
11 reviews
September 24, 2025
“Die Farbe des Schattens” ist der zweite Band von Susanne Tägders Krimireihe mit dem Ermittler Arno Groth, der als “Aufbauhelfer Ost” Anfang der 90er Jahre im Nordosten Deutschlands zugange ist. Ich kenne Band eins noch nicht, habe davon aber beim Lesen absolut nichts gemerkt.
Wenn ich dieses Buch mit ein paar Worten beschreiben müsste, dann wäre das: Nüchtern, sachliche, aber spannende Ermittlungsarbeit - rundum gelungen.
Das Cover erzeugt schon eine etwas mulmig, düstere Atmosphäre, die sich dann in der Beschreibung der Szenen in der fiktiven Kleinstadt Wechtershagen fortsetzt. Kurz nach der Wende hat sich im Nordosten Deutschland alles verändert, Viele sind in den Westen abgehauen und eine gewisse Trostlosigkeit liegt über der Stadt.
Ein 11-jähriger Junge kommt eines Abends nicht nach Hause und die Suche beginnt. Schnell geht die Polizei von einem Verbrechen aus und versucht den Tathergang zu ermitteln.

Man muss gar nicht so viel zur Handlung erzählen - lest das Buch einfach ;-).
Susanne Tägder beschreibt die Ermittlungen passend zur schon erwähnten Gesamtstimmung: nüchtern, sachlich und irgendwie auch ein bisschen trostlos. Als Leser ist man den Ermittlern um Kommissar Arno Groth stets auf den Fersen, erfährt also nicht allzu viel mehr, als der Polizei bekannt ist. Nur bei kleineren Nebenhandlungen, wie die der im Klappentext erwähnten Taxifahrerin, haben wir Leser einen kleinen Vorsprung. Das verstärkt den Drang mitzuermitteln aber eher noch, als dass es Dinge vorweg nimmt.

Fazit: Wie schon gesagt, ein rundum gelungenes Gesamtpaket und einfach ein guter Krimi ohne viel Schnickschnack.
Profile Image for yesterday.
488 reviews3 followers
bücherregal
October 5, 2025
Die Stärke dieses Krimis liegt in seinem Mix aus Geradlinigkeit und richtigem Maß an “Nebengeräuschen”. “Die Farbe des Schattens” ist Band 2 um Kriminalhauptkommissar Arno Groth, man vermisst jedoch nichts, wenn man Teil 1 (“Das Schweigen des Wassers) nicht kennt. Man kann allem gut folgen und auch die Andeutungen sind nie übertrieben.

Groth, gebürtig aus Wechtershagen, hat lange in Hamburg gelebt und ermittelt nun wieder in der Heimat. Die Handlung spielt 1992, die Wende ist noch relativ frisch und diese Dinge spielen immer unbewusst mit, Wessis und Ossis, davor und danach.

All das beleuchtet Autorin Susanne Tägder im Detail oder sich darin allzu sehr zu verlieren. Die Atmosphäre wird dadurch gerade stark genug gezeichnet, aber nicht überzeichnet. Man erfährt auch Dinge über Groth und die anderen Charaktere, aber immer genau in der richtigen Dosis.

Groths Fall dreht sich um einen verschwundenen Jungen. Während der Ermittlungen, die meiner Meinungen nach recht authentisch dargestellt werden (kein Handy, Internet, Datenbankenzugriff überall etc.), erfahren wir unter anderem, warum gerade so ein Fall Groth richtig nahegeht.

Die einzelnen Kapitel sind chronologisch geordnet und nur mit Zahlen markiert. Es gibt viele kurze und das macht die rund 310 Seiten zu einem recht flüssigen Lesevergnügen. Sehr stark in Erinnerung bleiben mir die speziellen Metaphern, die nicht nur einfach sprachlicher Bilder sind, sondern auch in die damalige Zeit passen - beispielsweise “Der Himmel war weiß wie in die Innenseite eines Topfdeckels”.
123 reviews
September 5, 2025
Schon den ersten Teil um Hauptkommissar Arno Groth habe ich verschlungen und bin sehr gespannt in diesen zweiten Teil eingestiegen :
Der kleine Matti verschwindet beim Einkaufen spurlos – hat er sich verlaufen, ist ihm etwas zugestoßen ? Als Matti ermordet aufgefunden wird, weckt das Arno Groths Erinnerungen an einen ganz ähnlichen Fall aus ergangenen Jahren, den er wieder neu betrachtet.
Susanne Tägder versteht es hier perfekt, die leisen Töne im Hintergrund spielen zu lassen und trotzdem beherrscht die düstere Atmosphäre und das Unheilvolle das ganze Buch. Das gefällt mir sehr gut, denn ein Krimi muss nicht immer laut oder aggressiv sein, auch so versteht es die Autorin wunderbar, den Leser / die Leserin mit auf die Reise nach Mecklenburg zu den Ermittlungen.
Die Figuren sind allesamt authentisch und realistisch dargestellt, allen voran Hauptkommissar Arno Groth, der so menschlich und unaufgeregt dargestellt ist, dass diese Figur absolut authentisch ist.
Mir hat der zweite Teil der Reihe um Kommissar Groth sehr gut gefallen, ich hatte wundervolle Lesestunden und bin absolut begeistert.
Ich gebe dafür sehr gerne eine klare Leseempfehlung und freue mich, wenn aus der Feder von Susanne Tägder wieder etwas Neues kommt.
460 reviews2 followers
September 24, 2025
"Ein fesselnder Krimi"

1992: Hauptkommissar Arno Groth erhält einen Notruf, dass der elfjährige Matti Beck auf dem Weg zum Einkaufen verschwunden ist. Die Suchaktionen bleiben erfolglos. Bei seinen Ermittlungen stößt Arno Groth auf einen bisher ungelösten Mordfall, mit dem damals der Kollege Gerstacker betraut war, der jedoch inzwischen wegen seiner Stasi-Vergangenheit entlassen wurde.


Das düster gestaltete Cover und der spannende Klappentext haben mich sofort neugierig auf diesen Krimi gemacht. Zudem war es mein erstes Buch dieser Autorin - und nun mit Sicherheit nicht das letzte.

Der Schreibstil war unglaublich fesselnd. Ich konnte problemlos in die Geschichte hinein kommen und folgen. Die Personen und Szenen wurden bildhaft beschrieben und die Charaktere besaßen Tiefe und Individualität. 

Der Plot war prima durchdacht und sehr spannend konstruiert. Ich mochte die düstere Atmosphäre, die während des Lesens entstand, sehr gerne, denn das passte hervorragend zur Spannung. Die damalige Zeit, auch mit den Unterschieden zwischen Ost und West, wurde anschaulich beschrieben. Ich fühlte mich mittendrin und war gefesselt von der Geschichte.


Ein spannender und fesselnder Krimi, der mir sehr gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

2,266 reviews12 followers
September 22, 2025
Zum Inhalt:
Hauptkommissar Groth erreicht ein Notruf. Ein Junge wird auf dem Mönkeberg vermisste. Sofort wird ein Suchaktion gestartet, die aber nichts bringt. Tage später wird die Leiche des Jungen im Keller eines Wohnblicks gefunden. So wie es aussieht ist ein Serientäter zugange. Während die Sonderkommission an der Aufklärung des Verbrechens arbeitet, macht eine alleinerziehende Frau sich Sorgen, ist sie doch hier mit ihrem Sohn untergetaucht. Ist sie schon entdeckt worden?
Meine Meinung:
Ich habe mich zunächst irgendwie schwer getan mit dem Schreibstil, wobei ich nicht so genau sagen kann, was es eigentlich war, aber irgendwie fiel es mir schwer in die Geschichte reinzukommen und mein Gefühl war, dass es am Schreibstil lag. Die Geschichte ist irgendwie sehr düster, verbindet die Vor- und Nachwendezeit durch die unterschiedlichen Ereignisse, was für mich hier auch das Besondere ausmacht. Den Hauptkommissar Groth fand ich gut, er gibt sich nicht mit der einfachen Lösung zufrieden, nein er blickt hinter die Kulissen, was mit gefällt. Auch wenn ich anfangs etwas Mühe hatte, hat mir das Buch am Ende ganz gut gefallen.
Fazit:
Düsterer Wendekrimi
62 reviews
September 7, 2025
Ruhiger Vermisstenfall

Susanne Tägder hat mit "Die Farbe des Schattens" einen ruhigen Kriminalfall geschrieben in dessen Mittelpunkt ein vermisstes Kind steht.
Kommissar Arno Groth muss im Fall eines vermissten Jungen ermitteln und dies im Jahr 1992. Dabei gibt es keine Funkzellenauswertungen oder moderne Recherchemethoden sondern die reine pure Ermittlungsarbeit des Hauptkommissars. Diese führt in schrittweise voran.
Susanne Tägder schafft es mit ihrer Art zu erzählen und ihrem Schreibstil den Zeitgeist einzufangen und die Emotionen, Erfahrungen und Lebensumstände der Menschen nach der Wende so zu schildern, dass die Atmosphäre des Kriminalromans davon lebt und man tief eintauchen kann. Die einzelnen Schicksale werden bildhaft und haben mir beim Lesen sehr viel Tiefe gegeben. Ein Krimi der die leisen Töne lebt und so zurückhaltend ist wie das Buchcover dass prägnant wenig in den Mittelpunkt nimmt.
Dabei aber auch nicht vom Wesentlichen ablenkt. Eine Empfehlung für alle die gerne in der Zeit zurückreisen und sich darauf einlassen können.
Profile Image for Luisa Rosenkranz.
48 reviews1 follower
September 23, 2025
Ich bin nach diesem Buch Fan von Susanne Tägder. Dies war mein zweiter Krimi von ihr und ich war wieder sehr gefesselt und fand ihn sehr spannend.



Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Das Bild mit dem liegenden Fahrrad, passt zur Geschichte.



Es geht um den kleinen Matti, welcher von seinen Eltern zum Einkaufen geschickt wurde und nie wieder aufgetaucht ist. Paar Tage später wird seine Leiche eines Wohnblock im Keller gefunden und der aus dem ersten Roman bekannte Protagonist Arno Groth kommt ins Spiel. Der Roman spielt im Jahr 1992 also quasi während der Wende im Osten. Er versucht den Serienmörder ausfindig zu machen. In einer Nebengeschichte wird von Ina Paul erzählt, welche ebenfalls einen Sohn hat und welche nun unter taucht und hofft, dass sie bzw. ihr Sohn nicht gefunden wird.



Insgesamt ist das Buch wieder großartig geschrieben und ich fand es von vorne bis hinten spannend.
8 reviews
September 23, 2025
Das Buch fängt sehr verwirrend an, doch langsam baut die sich sehr spannend auf!
Ich liebe gute Buchfortsätzungen.

Die Geschichte im Buch ist schon spannend, aber in diesem Fall lässt die sich nicht besonders gut ohne den ersten Band lesen. Es gab Elemente der Understatement.
Was nicht das Problem des Buches selber ist!

Aber ungefähr ab der Mitte, hat mich diese Geschichte so mitgenommen, dass ich das Buch innerhalb einer Nacht beendet habe.

Wir haben hier einen Kriminalhauptkommisar der mit seinen großen Last der Vergangenheit zu kämpfen hat. Also neben spannender Ermittlung gibt es noch eine riesige Persönliche Tragödie.
Ich fand es sehr berührend wie er sich an seine Verstorbene Tochter immer wieder erinnert .

Bei dem Buch Cover dominieren kalte Blautöne was bei mir ein düsteres Gefühl erzeugt. Man spürt sofort, dass es um ein Verbrechen geht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Chiona.
62 reviews
September 16, 2025
Meine neue Lieblingskrimiautorin. Frei von female torture porn, zeitgenössisch, sprachlich ungewöhnlich scharf und gleichzeitig extrem rund geschliffen (verglichen mit meinen Leseerfahrungen in diesem Genre). Wie Juli Zeh sagt, Tägder ist „eine Meisterin der scharfen Kontur“.
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