»Heino Falcke ist der Mario Götze der Radioastronomie.« Jörg Thadeusz, WDR
Vom Geheimnis des Lebens und von der Suche nach der Geschichte der Menschheit
Der Astrophysiker Heino Falcke begibt sich mit dem Wissenschaftsjournalisten Jörg Römer auf die Suche nach den Ursprüngen unseres Universums und unserer Zivilisation. Sie fragen Was war am Anfang? Woher kommt das Leben? Wie konnte unsere heutige Welt entstehen? Welche Rolle spielt Gott für unser Dasein? Wie geht es mit uns weiter? Eine atemberaubende Reise vom Anfang bis zum Ende unserer Welt.
Seit Urzeiten erzählen Menschen sich mythische Geschichten über die Entstehung und den Untergang der Welt. Dank dramatischer Durchbrüche in der Forschung haben wir heute eine neue, große Erzählung über unseren Ursprung und unsere Zukunft. Aus einem Urchaos entstand vor 13,8 Milliarden Jahren in einem schicksalhaften Moment das erste Licht des Kosmos, danach Materie, Sterne, Galaxien und Planeten. Von einer Klimakatastrophe zur nächsten schlingernd entwickelte sich unsere Erde. Am Ende steht der weite Blick in die Hat die Welt ein Ende oder gelingt uns der Weg durch die Apokalypse? Heino Falcke und Jörg Römer gehen Herkunft und Zukunft unserer Welt auf den Grund. Sie sprechen mit Persönlichkeiten aus Quantenphysik, Evolutionsbiologie, Klimaforschung, Philosophie und Theologie und entwerfen eine anschauliche und lebendige Geschichte unseres blauen Planeten und der Entwicklung des Menschen.
Heino Falcke is a German professor of radio astronomy and astroparticle physics at the Radboud University Nijmegen. He was a winner of the 2011 Spinoza Prize. His main field of study is black holes. He lives in Berlin.
Dieses Sachbuch zum Thema Urknall und Apokalypse ist für ein wissenschaftliches Werk außergewöhnlich spannend geschrieben. Der Autor schafft es, die Physik des Urknalls, des Universums und insbesondere die oft schwer verständliche Quantenphysik auf eine zugängliche und zugleich anspruchsvolle Weise zu erklären. Besonders gelungen ist der „herrlich altmodische“ Erzählstil, der Naturwissenschaft und Philosophie miteinander verbindet. Man liest dieses Buch nicht mit dem Gefühl, sich durch trockene Fakten arbeiten zu müssen, sondern mit echter Neugier auf die nächste Seite. Es geht nicht nur darum, was passiert, sondern vor allem darum, warum und wie wir zu unserem heutigen Verständnis gelangt sind. Ein weiterer großer Pluspunkt ist der respektvolle Umgang mit klassischen christlichen Schöpfungsmythen. Diese werden nicht genutzt, um der Wissenschaft zu widersprechen, sondern dienen vielmehr dazu, gedankliche Räume dort zu öffnen, wo wissenschaftliche Erklärungen an ihre (derzeitigen) Grenzen stoßen. Der Autor macht dabei stets klar, was gesicherte Wissenschaft ist, wie weit diese reicht – und ab welchem Punkt Fragen offenbleiben. Das Buch vermittelt sehr deutlich die Haltung, dass sich Glaube und Wissenschaft nicht ausschließen müssen, sondern nebeneinander existieren können – getragen von gegenseitiger Wertschätzung, Differenzierung und Toleranz. Fachlich ist das Werk absolut kompetent, gleichzeitig aber so geschrieben, dass es auch für interessierte Laien gut lesbar bleibt. Alles in allem ein äußerst lesenswertes, kluges und inspirierendes Buch, das zeigt, wie spannend und tiefgründig moderne Naturwissenschaft sein kann, wenn sie gut erzählt wird.
Falcke und Römer entfalten eine moderne Kosmologie als große Erzählung, die Urknall, Evolution, Klimakrisen und Zivilisationsgeschichte mit wissenschaftlicher Präzision und erzählerischem Atem verbindet. Das Buch überzeugt dort am meisten, wo es die naturwissenschaftlichen Befunde nicht zur Ersatzreligion aufbläst, sondern sie offen mit philosophischen und theologischen Fragen konfrontiert – als Einladung, die Geschichte unseres Planeten zugleich staunend und verantwortlich weiterzudenken.