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Weil ein #Aufschrei nicht reicht

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***Feminismus? Fuck yeah!***
Moderne Geschlechterbilder statt Schubladendenken

Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden – im Großen wie im Kleinen.

333 pages, Paperback

First published September 25, 2014

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About the author

Anne Wizorek

6 books1 follower

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Community Reviews

5 stars
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4 stars
56 (46%)
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19 (15%)
2 stars
3 (2%)
1 star
3 (2%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Christoph.
67 reviews13 followers
December 2, 2014
Der Untertitel für das zweite Kapitel von Anne Wizoreks Buch "Weil ein #aufschrei nicht reicht" könnte auch ein guter Untertitel für das ganze Buch sein: Ein Rekrutierungsversuch. Das Buch hat viele Stärken: Eine gute Einführung/Übersicht zu #aufschrei und aktuellen Themen aus dem Bereich Netz- bzw. Popfeminismus. Es liest sich wie ein Buch, dass aus dem bloggen entstanden ist, und das meine ich nicht negativ: Der Stil ist ein Mix aus Umgangssprache, harten Fakten, humorvollen Einschüben, persönlichen Be(r)ichten und Snark. Nur gifs können leider nicht auf Papier übersetzt werden...
Wizorek versucht auch inklusiv bzw. intersektionell zu argumentieren, andere Positionen als die ihre mitzudenken, was mal besser und mal weiger gut funktioniert. Oft sind es die flapsig-umgangssprachlichen Formulierungen, die das Intersektionelle wieder in den Hintergrund rücken lassen (z.B. Formulierungen wie "zum anderen Geschlecht"; Fokus aus "sexy" feminism) Buch gewordener Neutz/Popfeminismus ist es auch in der Hinsicht, dass es klar die Sicht/POV/Subjektivität/Bubble der Autorin im Fokus hat, in einer Art und Weise wie sie eben in diesem Internet öfter vorkommt. Geht mir ja auch so.
Anti-feministen und Erzkonservative werden wohl nicht bekehrt, und es ist auch kein radikales oder akademisch-abstraktes Buch, aber es ist ein gut nachvollziehbarer, verständlicher Einstieg in die Welt der Feminismen, das das Potential hat Interessierte zu Mitstreiter_innen (oder Unterstützer_innen) zu machen.
Profile Image for Michi.
575 reviews4 followers
January 10, 2015
It was really interesting to read a book not only written by a modern German feminist with a German focus (- I say while reviewing in English... -)but also written by someone who very clearly got to feminism the same way I did: Through blogging and social networks, occasionally even through precisely the same blogs I (used to) read. Still, even though a lot of the book sounded familiar, the rather fun style ("professional journalism" mixed with blogging speak) and the above-mentioned German focus (I've found it quite difficult to find good feminist writers who aren't writing from an American perspective) really made it worth reading!
Profile Image for Utmost Cookie.
261 reviews
December 3, 2015
<3
Herrlich formuliert, genauso wie ich das tatsächlich aus dem Freundeskreis und online kenne. Spricht die Dinge an, die ich in den letzten Feminismuseinstiegswerken vermisst habe, besonders Intersektionalität, Menschen of Colour und Heteronormativität. Macht sehr wütend über noch bestehende Zustände, gibt aber auch Mut, Tatendrang und Tools, daran was zu ändern.
Endlich die "Stimme des neuen Feminismus", von der ich mich wirklich repräsentiert fühle (allein schon wegen Annes Liebe zu Buffy und Sookee)!
Wird gleich weiterverliehen.
Profile Image for Kathi.
8 reviews
December 6, 2015
Man kann nicht 300 Seiten über Gleichberechtigung schreiben und dann dezidiert ein Kapitel an Männer richten mit dem Titel "Mitmachen für Männer: Was es heißt, ein guter Verbündeter zu sein", in dem auch tatsächlich noch genauso klischeehaft ein Satz beginnt mit "Männer sind keine schlechten Menschen, aber..."
Profile Image for Svenja.
257 reviews
October 22, 2014
Nach einem Aufschrei von Anne Wizorek im Internet, startete in Deutschland eine Debatte über Sexismus, nach rund einem Jahr greift Anne Wizorek dieses Thema nun noch einmal auf.
In diesem Buch zeigt sie die Probleme, die durch den Sexismus, entstehen auf und erklärt was der Feminismus dagegen tun will und warum er genau deshalb so wichtig ist.


Gestaltung:
Das Cover und der Titel nehmen direkten Bezug auf zur Twitter-Aktion, es ist schlicht, schafft es aber dennoch aufzufallen, da der Titel einem förmlich ins Gesicht springt. :)


Meinung:
Dieses Buch zu rezensieren fällt mir nicht unbedingt leicht, gerade hier wird man doch sehr von seinen eigenen Ansichten beeinflusst, so dass wahrscheinlich viel Objektivität verloren geht - dennoch habe ich mich bemüht, es auch aus dieser Perspektive zu betrachten.

Aus meiner subjektiven Sicht, konnte mich die Autorin häufig überzeugen. Seit Jahren bin ich eine bekennende Feministin, dadurch habe ich mich natürlich schon sehr viel mit dem Feminismus auseinander gesetzt.
Die Autorin erzählt auf eine anschauliche und leicht verständliche Art und Weise, wie sehr unsere Gesellschaft vom Sexismus geprägt ist.
Ernste Themen werden mit einer lockeren und teils auch sarkastischen Art erzählt, was gerade auch für jüngere Leser sehr ansprechend sein könnte - mir hat es jeden Falls gut gefallen, wurde dem Buch dadurch ein bisschen Steifheit genommen, ohne - und das ist ganz wichtig - direkt an Sachlichkeit zu verlieren.
Gerade für Menschen die sich weniger intensiv damit befassen, wird hier gut dargestellt, wie viele Problematiken es eigentlich noch gibt, der Begriff zeigt deutlich wo Sexismus anfängt und ich denke, dass kann ein Erwachen sein, das schon recht schockiert. Weil man dadurch feststellen muss, wie sehr man eigentlich selbst vom Sexismus betroffen ist. Außerdem zeigt die Autorin auf, warum der Sexismus eigentlich so schlimm ist, gerade auch bei Kleinigkeiten. ;)
Diesbezüglich bin ich sehr bei der Autorin und konnte sie vollkommen verstehen, empfinde ich es doch auch sehr schlimm, dass bereits kleinen Kindern unterbewusst klar gemacht wird, wo die Unterschiede zwischen ihnen liegen und was ihrem Geschlecht entspricht und was auf keinen Fall. Das prägt fürs ganze Leben und deswegen sollte meiner Meinung nach, davon Abstand genommen werden.

Auch ernstere Themen werden thematisiert, wie zum Beispiel sexuelle Gewalt. Hier wird ziemlich deutlich gezeigt, wie schwer Opfer es heutzutage haben und das selbst ein Nein manchmal nicht ausreicht, damit jemand für Vergewaltigung bestraft wird. All das wird natürlich auch durch entsprechende Quellen belegt.
Gerade solche Themen, haben mich doch sehr emotional werden lassen und haben eine regelrechte Wut herbei gerufen, denn auch wenn mir das vorher schon klar war, war die direkte Konfrontation mit den Fakten, doch recht hart. Vor allem wenn man dann kurz darauf zu lesen bekommt, dass gerade diejenigen die, die Macht hätten etwas zu verändern, keinen Bedarf dafür sehen.

Subjektiv empfindeich die Auflistung der Probleme und auch deren angebotenen Lösungsvorschläge als gelungen und mir wurde dadurch wirklich klar, wieso es so wichtig ist, dass es den Feminismus sowie auch den Humanismus gibt.

Die Frage ob der Autorin es hiermit gelingen kann Skeptiker zu überzeugen, kann ich aber nur mit einem klaren Nein beantworten. Das Buch erweckte auf mich nicht unbedingt den Eindruck als wolle man die Frau bevorteilen, sorgt aber auch nicht dafür, dass klar wird, dass es im Feminismus eben auch darum geht die Probleme der Männer beiseite zu schaffen.
Zwar wirft die Autorin immer mal wieder ein, dass es Männer ja hier und da ja auch schwierig haben, aber im nächsten Atemzug wird gleich wieder erwähnt, dass es Frauen ja noch viel schlimmer ergehe, was direkt davor schon thematisiert wurde.
Probleme die hauptsächlich den Mann betreffen aber ebenfalls durch Sexismus verursacht sind, werden dann schon mal gar nicht thematisiert. Dabei gibt es auch da so einiges, man nehme nur Sorgerecht der Kinder im Falle einer Scheidung als Beispiel. ;)

Das Buch erweckte selbst auf mich den Eindruck um den "Schutz" des Feminismus genießen zu können, muss man als Mann entweder homosexuell sein oder einen Migrationhintergrund besitzen etc.
Weiße Männer spielen das Leben ja eh auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad, wozu brauchen sie also Unterstützung? ;) (Das ist sicherlich etwas überspitzt formuliert, aber so kommt es häufig rüber - das Beispiel mit der Schwierigkeitsgrad stammt tatsächlich von der Autorin)

Ich fand das unglaublich schade, weil es meiner Meinung nach so einfach wäre Kritiker vom Feminismus zu überzeugen (wollen wir die Hardcore Fraktion mal außen vor lassen, die Frauen am liebsten wieder das Wahlrecht nehmen würden), man müsse einfach nur mal aufzeigen, wie sehr beide Geschlechter, alle Menschen von einer gleichberechtigten Welt eigentlich profitieren würden. Und dazu zählt nun einmal auch, dass man sich der Probleme des Mannes annimmt.

Besonders dreist empfand ich auch, dass die Autorin gegen Ende des Buches eine kleine Ansprache direkt an den Mann hält, in dem sie alle Männer dazu auffordert sich ihrer Schuld bewusst zu sein. Denn selbst wenn sie sich bemühen frei von Sexismus zu denken und zu handeln, unterstützen sie ihn ja dennoch in dem sie nichts dagegen tun. Und da die weißen Männer, also gerade die, alle Privilegien nutzen die sie haben anstelle sie abzulehnen, sind sie halt sowieso mitschuld. Das fand ich sehr anmaßend, konnte es allerdings auch nicht sonderlich ernst nehmen - das könnte generell auch noch mal ein Problem des Buches sein. ;)

Im letzten Teil gab es noch eine Tabelle über die Entwicklung der Frauenrechte, die empfand ich wirklich als sehr interessant, auch wenn ich es schon schockierend fand wie viel, vor nicht allzu langer Zeit den Frauen noch verwehrt gewesen ist. Selbst wenn man sich dessen ebenfalls irgendwo bewusst war. ;)

Außerdem hat sich die Autorin gegen Ende doch sehr in den Mittelpunkt gerückt, hat viel von sich erzählt und ihren Werdegang, das mag für einige natürlich interessant sein, für mich war es hier eher Fehl am Platz, wenn ich etwas über den Autor lesen will, dann lese ich eine Biografie o.Ä.


Fazit:
Subjektiv gesehen trifft dieses Buch in vielerlei Hinsicht genau den richtigen Nerv. Objektiv betrachtet wird das Buch gerade Kritiker nicht überzeugen können, weil es dem Buch einfach nicht gelingt ein neues (das wahre) Bild des Feminismus zu schaffen.
Profile Image for Nadja.
178 reviews1 follower
May 8, 2019
Interessant, lesenswert. Es stand viel von dem drin, was ich wusste und einiges, was ich nicht wusste, oder nein, worüber ich nicht nachgedacht hatte. Allerdings gebe ich trotzdem nur drei Sterne, weil ich finde, es gibt keine Botschaft. Es ist einfach eine Ansammlung von längst bekannten Ideen. Die Autorin hat das Buch geschrieben, weil sie wegen #aufschrei zum Medieninteresse aufstieg. Das wars.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Janice.
30 reviews25 followers
February 19, 2016
Eines der besten Bücher, die ich über dieses Thema gelesen habe. Anne Wizorek hat einen Schreibstil, der selbst dichte und informativlastige Informationen spannend und unterhaltsam zu vermitteln. Ihre Erfahrung als Bloggerin spielt dabei eine, wie sie selbst sag, maßgebliche Rolle. Ich hatte die tolle Möglichkeit sie zu treffen und an einer Gesprächstrunde mit ihr teilzunehmen; sie ist wirklich eine inspirierende Persönlichkeit, die ihren Standpunkt klar und deutlich an ihr Publikum vermitteln kann.
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