DSDMT ist jetzt sein...vier, fünf Jahren mein Spezialinteresse? Und man merkt, dass die Qualität deutlich abnimmt.
Zu aller erst: Über den neuen Stil werde ich mich jetzt nicht äußern. "Die hat meine Ideen geklaut" und "Das ist meine Erfindung" hin oder her, es war einfach ein extrem kindischer Streit, aber irgendein Drama ist ja immer irgendwo.
Zu der Geschichte selbst:
Alle Charaktere sind extrem unsympathisch und out of character, irgendwie. Matteo ist auch so dermaßen seltsam geschrieben. In "Hin und Weg" war er vernünftig und hat unter Anthony's Fußball-Besessenheit gelitten. Jetzt ist er der Hauptcharakter und es wurden dir Rollen getauscht. angeblich sind die beiden nicht mal richtige Freunde? Ich finde es ja gut, dass man Kinder über Internetsucht aufklären will, aber es ergibt halt einfach null Sinn, dass Matheo so viel zockt, dass er nicht einmal bemerkt, was für ein guter Freund Anthony ist. Anthony, der nebenan wohnt und in früheren Bändern der beste Freund war. Ah ja. Man hätte zumindest Anthony mit jemand anderen ersetzen können.
Franka verhält sich auch so dämlich. Matheo versucht tausend mal sie auf Luna anzusprechen und sie verhält sich misstrauisch und verzieht sich sofort.
"Seit wann interessiert dich den Luna?" Keine Ahnung, Franka. Wirklich total abwegig, dass ehemalige Klassenkameraden, die ein Geheimnis teilen wieder Kontakt aufnehmen möchten. Die Klassengemeinschaft ist SOOO gut, aber Matheo gelingt es nicht von irgendwem Lunas Nummer zu bekommen. Warum Salim immer wieder zu ihm kommt, weil Franka jetzt ein einziges Mal außer Haus war, erschließt sich mir auch nicht.
Das Thema Mobbing kam schon hundert Mal vor, aber weil Silas, Helene und Jo nur im echten Leben widerlich zu Benni waren, zählt das nicht als Mobbing. Handys erschaffen keine neuen Probleme, sie machen nur alte digital. Man kann auch ohne in Tests schummeln und Leute ausschließen. Natürlich bringt die Anonymität des Internets andere Risiken mit sich, aber inwiefern macht da der Tipp der Autorin Sinn weniger online zu sein? Das ist ein guter Tipp für psychische Gesundheit und gegen Handysucht, aber nicht gegen mangelnde Medienkompetenz. Cyber-Mobbing hört nicht auf, nur weil man offline geht. Die Lehre ist gut gemeint, aber viel zu konservativ angegangen worden.
Leonie...Es freut mich für sie, dass sie Spaß hatte. Wirklich ausgebaut wurde sie nicht. Sie mag eben Ponies und das wars. In "Vierundzwanzig" hat man teilweise tiefere Charaktereigenschaften angekratzt, schade dass sie hier wieder so eindimensional ist.
Die Handlung mit der überfluteten Zoohandlung war unnötig. Ich dachte, man würde mehr über Mary erfahren, aber es wurden nur Pfannkuchen gegessen.
wie genau die Kinder jetzt den Mobber erwischt haben, checke ich nicht. Sie haben ein Foto des Poesie-Clubs gefunden und wussten dann irgendwie gleich wer es war.
Dolores und Heribert sind couple goals. Zumindest das kann man sagen.
Das Buch war nicht schlecht, aber es kann mit älteren Bänden nicht mithalten. Ich hoffe Margit Auer lässt einen "Endlich Ferien-Teil" aus und bringt stattdessen den letzten Teil der Hauptreihe aus. Wer die Reihe mag wird die Nebenreihen weiterlesen. Zu versuchen die Hauptreihe in die Länge zu ziehen, um sie zu melken, wäre wirklich das schlimmste, das man jetzt tun könnte.