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Identitätspolitik. Zur Zukunft eines umstrittenen Projekts: [Was bedeutet das alles?] (Reclams Universal-Bibliothek)

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Über »Cancel Culture« wird nach wie vor gestritten – und noch heftiger ist der Unmut, den Identitätspolitik allenthalben erregt. Markus Rieger-Ladich erinnert an die Anfänge identitätspolitischer Konzepte, legt deren emanzipatorischen Gehalt frei und rekonstruiert die Gründe für die Verwerfungen. Überdies arbeitet er heraus, wodurch sich emanzipatorische Identitätspolitik von solchen Entwürfen unterscheidet, die aktuell in der Neuen Rechten entwickelt werden. Abschließend zeigt der Autor, wie ein identitätspolitischer Neustart gelingen kann.

131 pages, Kindle Edition

Published November 19, 2025

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Markus Rieger-Ladich

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Profile Image for Markus Amadeus Cosma.
66 reviews16 followers
April 8, 2026
SPONTANE IMPULSE [fortlaufender Posten]:

Ein Zitat von Stuart Hall aus "Rassismus und kulturelle Identität", das Rieger-Ladich auf S. 113 zitiert und ich mich wiederum zu zitieren und adaptieren genötigt sehe:

"'Es gibt überhaupt keinen Grund, warum um Himmels Willen ein Film gut sein sollte, nur weil eine schwarze Person ihn gemacht hat. Es gibt überhaupt keine Garantie dafür, dass jede Politik schon richtig ist, weil eine Frau sie macht.'"

Korrekt. Und genauso gilt:

Es gibt überhaupt keinen Grund, warum um Himmels Willen ein BUCH gut sein sollte, nur weil ein ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTLER AUS TÜBINGEN es gemacht hat. Es gibt überhaupt keine Garantie dafür, dass jedes Argument schon richtig ist, weil ein LINKER AUTOR es macht.

Ich wünschte, es wäre anders, doch... Ist's das ewig gleiche pseudoargumentative politische Präferenzenspiel, dass Rieger-Ladich hier betreibt. Die Formel dieses Spiels lautet (in einfacher Zuspitzung):

Fragwürde Aussagen von ansonsten brillanten Geistern der Europäischen Geistesgeschichte mit "konservativen / neurechten Positionen" in Analogie setzen (als Ausweis ihrer unterstelltermaßen dialektisch verschränkten Boshaftigkeit, führten sie doch der "Dialektik der Aufklärung" gemäß immer "alternativlos" in ein neues barbarisches Dystopia!) und diese Aussagenkonjunktion wiederum mit poststrukturalistischen / dekonstruktivistischen / neomarxistischen (vermeintlich philanthropisch-allliebenden!) Gedanken kontrastieren - [FRAGE: Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer "Partie" zwischen zeitgenössischer Analytischer Philosophie und Postmoderner Philosophie? Ach, hatte ich ganz vergessen... Die hatte die Postmoderne Philosophie ja eigentlich schon in den späten 90ern in Sokals / Bricmonts "Eleganter Unsinn" haushoch verloren...]

Dazu noch ein paar Slogans wie: "Linke, emanzipatorische Identitätspolitik bleibt unverzichtbar und muss immer wieder neu belebt werden". Natürlich. Nicht Brot, Wasser oder seelische Gesundheit sind unverzichtbar... SONDERN (mit apriorisch-transzendentaler Notwendigkeit!) linke Identitätspolitik... Ohne nähere Angabe von Gründen, geschweige denn Begründungen...

Kurzum: Auch dieser Beitrag vermag exakt das zu leisten, was Butler, McIntosh, Spivak und Konsorten schon zu leisten vermochten: herzlich wenig. "Viel Lärm um nichts" - möchte man meinen. Aber weit gefehlt! Es geht um nichts weniger... als um die Rettung der Welt (für "Welt" = die Umverteilung des geistigen Elends durch Verschlimmbesserung der eigenen Selbstgerechtigkeit)!!
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