Die große Auswanderersaga geht weiter! Amerika im 19. Jahrhundert: Gisela und Walther hat es bei ihrer Flucht aus Preußen in die mexikanische Provinz Tejas verschlagen. Gisela erwartet ihr erstes Kind, während ihr Mann bald schon Bekanntschaft mit den gefürchteten Komantschen macht. Als Gisela einen Sohn zur Welt bringt, erweist sich der friedliche Kontakt mit diesem Stamm als höchst hilfreich, denn Walther kann den Komantschen die junge Nizhoni abkaufen, die den kleinen Josef stillen soll. Die junge Indianerin und Gisela verbindet bald eine tiefe Freundschaft, die sich in vielen Schwierigkeiten bewährt.
Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Autorenehepaar.
Elmar, Iny Lorentz' Ehemann und Co-Autor, stammt aus Bayern und wuchs in einem kleinen Bauerndorf mit fünf Höfen auf. Sein Interesse für Literatur wurde von seiner Religionslehrerin schon früh erkannt und nach Kräften gefördert. Ebenso wie seine spätere Ehefrau begann er bereits als Schüler zu schreiben. Nach einer durch die Umstände bedingten beruflichen Umorientierung, die ihn im Lauf der Jahre in verschiedene Firmen führte, kam er 1981 nach München und erhielt dort eine Stelle im selben Versicherungskonzern wie Iny, die er bereits seit mehreren Jahren kannte und ein Jahr später heiratete. Schon früh entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau, die sich später auf alle weiteren Projekte auswirkte.
Iny Lorentz wurde 1949 in Köln geboren und besuchte dort die Volksschule. Nach dem Schulabgang arbeitete sie in verschiedenen Berufen, bevor sie das Abitur auf dem Abendgymnasium nachholte. Das darauf folgende Medizinstudium musste sie mangels finanzieller Reserven nach drei Semestern an den Nagel hängen und sich beruflich neu orientieren. Zunächst arbeitete sie als EDV-Operator und besuchte nebenbei eine zweijährige Samstagsschule, die sie als Organisationsprogrammiererin abschloss. 1980 zog Iny Lorentz nach München und arbeitet seitdem in einer großen Versicherung als EDV-Spezialistin. Schon früh begann sie zu schreiben, zunächst nur für sich, doch dann bot sich ihr die Gelegenheit Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien zu veröffentlichen. Ein gemeinsam mit ihrem Ehemann Elmar verfasstes Kinderbuch sowie mehrere Bücher zu Fernsehserien markierten den weiteren Weg als Autorin, bis schließlich 2003 mit "Die Kastratin" der erste historische Roman erschien.
Es folgten im Jahr 2004 "Die Goldhändlerin" und „Die Wanderhure“, die sie schlagartig berühmt machten, sowie 2005 "Die Kastellanin" - der Fortsetzungsband der "Wanderhure" - und "Die Tatarin" und im Jahr 2006 „Das Vermächtnis der Wanderhure“ (Teil 3 der Wanderhuren-Saga). Bevor 2008 mit „Die Tochter der Wanderhure“ der vierte Band über die Wanderhure Marie folgte, erschienen „Die Löwin“, „Die Pilgerin“ und „Die Feuerbraut“. 2009 folgten „Die Rose von Asturien“, ein Roman aus der Zeit Karls des Großen, die „Ketzerbraut“ und ihre Lore-Trilogie - „Dezembersturm“, „Aprilgewitter“ und Juliregen" -, die im 19. Jahrhundert spielt. Mit "Töchter der Sünde" ist 2011 der fünfte Band der Wanderhuren-Saga erschienen, deren ersten drei Teile mittlerweile äußerst erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt wurden.
Nachdem Iny und Elmar ihre Romane viele Jahre neben ihren normalen Brotjobs geschrieben haben, leben sie seit 2007 als freie Schriftsteller in einem Ort in der Nähe von München und haben Ideen für noch viele weitere Romane.
3,5 Sterne Ich habe das Hörbuch im Bücherschrank in Herborn entdeckt und gleich gehört. Das es zu einer Reihe gehört, habe ich erst auf den zweiten Blick entdeckt, obwohl hinten groß "Die grosse Auswanderersaga geht weiter" steht ;). Das war aber nicht schlimm, da ich finde, man kann das Buch auch gut als Einzelband lesen bzw. hören. Die Geschichte wird von Anne Moll gut vorgelesen. Die Geschichte gefiel mir auch gut und es war eine gute Beschreibung vom Leben an diesem Ort zur damaligen Zeit. Einzig die ganzen Strategie- und Kampfgeschichten gegen Ende fand ich etwas uninteressant. Aber das ist ja Geschmackssache. Ich fand es nur merkwürdig, dass Texas zwar Techas ausgesprochen wurde, Mexiko aber nicht Mechiko, obwohl ich das so im Spanischunterricht mal gelernt hatte. Alles in allem eine sehr lohneswerte Geschichte! Ich bin froh, sie dort gefunden und gehört zu haben, denn von selbst hätte ich vermutlich nicht zu dem Buch gegriffen!
Habe ich während unseres Italiens-Urlaubes gelesen und leider den 3ten Teil nicht dabei gehabt. Ich habe einiges über Mexiko und Texas gelernt. Ein schönes Buch einfach zum runterlesen.
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Inhalt: Walther und Gisela haben sich in Mexiko ein neues Leben aufgebaut, das hart ist, ihnen aber viele Möglichkeiten bietet. Als sie die ersten Indianer kennenlernen, reagiert Walther besonnen - und rettet somit seinem ungeborenen Sohn das Leben, denn kurz darauf kann er die Indianerin Nizhoni als Amme erwerben. Und sie wird sich noch in weiteren Fällen als große Hilfe beweisen ...
Meine Meinung: Ich war sehr gespannt, zu erfahren, wie es dem Auswandererpaar aus "Das goldene Ufer" in der mexikanischen Provinz ergeht. Das Autorenpaar hat sehr gut gezeigt, dass die Auswanderer es zu der damaligen Zeit nicht leicht hatten und vieles entbehren mussten, um sich ein neues Leben aufzubauen - und dass es nicht jeder geschafft hat.
Mit Walther und Gisela hatten sie ein starkes Paar geschaffen, bei dem man überzeugt war, dass sie alles gemeinsam meistern würden - auf Walther trifft das zu, aber Gisela wurden in diesem Teil von der starken Frau aus Deutschland zu einem schwachen Weib in Mexiko degradiert. Sie hat durch das Erlebte einen großen Knacks erhalten, mit dem ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte. Selbstverständlich ist es nachvollziehbar, aber sie haben Gisela im ersten Teil als viel stärker gezeichnet - und nicht so. Teilweise war ich wirklich genervt von ihr, so leid mir das tut.
Nizhoni dagegen wurde von der von Trauer gebeutelten Frau zu einer, ja, fast schon Amazone aufgebaut, die stark ist - und eigentlich besser zu Walther passt. Sie kämpft, sie weiß sich zu wehren und lässt sich absolut nichts bieten. Und sie liebt Giselas Kinder wie ihre eigenen, die Freundschaft der beiden geht tief und gibt Gisela Kraft.
Auch die anderen Charaktere fügen sich wunderbar in die Geschichte ein - die altbekannten, wie die neuen, nicht immer sympathischen.
Diese Geschichte spielt vor einem sehr interessanten geschichtlichen Hintergrund: die Eingliederung von Tejas als amerikanischer Staat Texas. Ich wusste darüber nicht sehr viel und es war wirklich spannend, mehr darüber zu erfahren, denn bei diesem Autorenpaar weiß man, dass sie gut recherchieren.
Das Ende kam überraschend, aber es passt einfach - sodass man sich auf Band 3 freut und gespannt ist, wie die Geschichte weitergeht.
Info: Teil 2 einer Reihe Teil 1: Das goldene Ufer Teil 3: Das wilde Land Teil 4 soll 2016 kommen
Fazit: Spannende Story vor interessantem Hintergrund
Joah. Der Anfang war gut, die Mitte schrecklich, zum Ende hin wurde es wieder interessanter. Und zumindest hatte ich nicht mit Giselas Tod gerechnet ... aber da sie mir so wie so in diesem Buch zwischendurch ziemlich auf die Nerven gegangen ist, ist es wohl okay so. Mal sehen wann ich den nächsten Teil lese, erstmal hab ich so schnell kein Bedürfnis danach.
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2,5 bis 3 Punkte. Der Anfang war noch okay. Dann hat sich die Story für mich zu lange gezogen. Obwohl ich das Verältnis zu den Indio schön fand, wie auch zu den Mexicano. Die Figuren verloren für mich an Aussagekraft, allen voran Fichtner. Schade.