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Blaue Tage
Die Schwestern Leo und Emma werden von ihrem Vater überraschend nach Griechenland eingeladen. Er möchte mit seinen Töchtern und ihren Partnern seinen sechzigsten Geburtstag mit einem Segeltrip feiern – nach Jahren des losen Kontaktes. Doch Leo hat mehr im Gepäck als Badekleidung und Sonnencreme. Sie nimmt, entgegen der Absprache mit Karl, die Pille Die anstehende Projektleitung geht für Leo vor. Ganz im Gegensatz zu Emma, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Kind mit Onur. Und der Vater führt mittlerweile ein Leben, von dem die Schwestern nichts ahnen. Auf dem engen Katamaran lassen sich die Spannungen in der Familie nicht lange verbergen. Nach einem misslungenen Manöver droht die Stimmung schließlich zu kippen, und die Skipperin Alex kommt der unerfahrenen Segelgruppe zur Hilfe. Als Leo und Alex sich annähern, wird klar, dass noch weit mehr endlich an die Oberfläche muss.
- GenresQueerGerman Literature
174 pages, Kindle Edition
Published July 17, 2025
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Community Reviews
Displaying 1 - 29 of 29 reviews
August 1, 2026
Würd jetzt auch gern auf einem Segelboot im Mittelmeer sein
May 6, 2026
3,5⭐️
„Jedes Leben kann ich mir ausmalen. Nur mein eigenes nicht mehr“
„Wo wohnst du, wenn du nicht hier bist?“
„In Bremen“ Die Antwort dreht sich in mir. Eine Stunde entfernt „Ihr?“
„Hamburg“
„Jedes Leben kann ich mir ausmalen. Nur mein eigenes nicht mehr“
„Wo wohnst du, wenn du nicht hier bist?“
„In Bremen“ Die Antwort dreht sich in mir. Eine Stunde entfernt „Ihr?“
„Hamburg“
July 16, 2025
Auf einem Katamaran durch die Ägäis segeln stelle ich mir unglaublich entspannt vor. Vorausgesetzt, man kann Segeln und man nimmt keine problematischen Familienmitglieder an Bord.
Leo und Emma haben ihre Mutter verloren, als Leo gerade vier Wochen alt war. Der Vater hat den Verlust nicht wirklich überwunden, trägt seine Trauer wie eine Trophäe vor sich her und hat sich in Arbeit vergraben während seine Kinder nebenher mitlaufen. So entwickelte sich eine Distanz zwischen ihm und seinen Töchtern, die sich im Erwachsenenalter vergrößert und manifestiert hat. Nun ist er 60, und seine Töchter Anfang 30. Er lebt in New York, sie in Hamburg. Beide planen mit ihren Partnern die Zukunft. Emma möchte unbedingt Mutter werden, doch die Schwangerschaft stellt sich nicht ein. Leo hingegen hat mit ihrem Freund vereinbart die Pille abzusetzen, verheimlicht ihm aber, dass sie diese noch weiter nimmt.
Da lädt der Vater zu einem Segeltörn in der Ägäis ein und wiederwillig folgt im Leo, während Emma sich zu freuen scheint. Samt Partner wollen sie in See stechen doch schon beim auslaufen aus dem Hafen stellt sich heraus, dass keiner von Ihnen so richtig gut segeln kann. Also kommt Alex an Bord, die professionelle Skipperin, ebenfalls aus Deutschland stammt, und irgendwie in Griechenland gestrandet. Für Leo ist diese Frau eine Offenbarung. Vergangenes holt sie ein und Gefühle machen sich breit, die sie erfolgreich verdrängt hatte.
Die Konstellation ist also alles andere als unproblematisch. Aus der ICH Perspektive von Emma sehen wir die Dysfunktionalität ihrer Familie. Da sind nicht nur ihre Lügen und der Vertrauensbruch an ihrem Freund, sondern Rivalitäten unter den Geschwistern, unterschiedliche Perspektiven und Wünsche machen sich breit und der Vater scheint auch ein Geheimnis zu haben.
Van der Beek tollt langsam das Netz der Familienbeziehungen auseinander. Am Anfang hatte ich das Gefühl, ein chaotisches Knäuel in der Hand zu haben, doch mit geschickter Erzählkunst entwirrt sich nach und nach die diffuse Zusammensetzung. Schritt für Schritt lernen wir die Protagonisten und ihre Hintergründe kennen. Das schafft die Autorin mit wenigen Hinweisen. Dabei geht es nicht nur um die Frage des Kinderwunsches, sondern einmal mehr um Lebensträume und wie unterschiedlich wir sie sehen können. Außerdem sind wir hautnah an jemandem dran, der mit seiner sexuellen Orientierung ringt. Selbst in einer aufgeklärten Gesellschaft wie unserer, kann es Hürden geben, die belasten, und das hat die Autorin deutlich herausgearbeitet.
Mir hat besonders die ruhige Erzählweise gefallen, die Raum lässt für eigene Gedanken. Ich war nicht immer auf der Seite von Leo. Ihre mangelnde Fähigkeit Konflikte auszutragen, hat mich manchmal etwas genervt, aber genauso anstrengend fand ich auch ihre Schwester Emma die fordernd und raumnehmend jegliche Sensibilität missen lässt. Auch der Vater hat bei mir einen schweren Stand. Es ist sehr klischiert, wie er sich einfach aus allem raus hält und trotzdem gut dabei wegkommen möchte. Er hat den Namen Rolle nie ausgefüllt und ist auch jetzt nur auf sein. Wohl bedacht. Lediglich Onur und Karl wirkte auf mich sympathisch. Aber darum geht es in diesem Buch auch nicht, denn Familien sind oft mit sich gegenseitig abstoßend Charakteren durchsetzt und man sollte zumindest versuchen miteinander klarkommt. Gelöst hat die Autorin das für mich nicht. Wir sind beim Lesen Gast in einer Familie, die nicht funktioniert und bleiben am Ende mit der Frage zurück, wie es weitergehen könnte.
Die Liebesgeschichte hat den gleichen episodenhaften Charakter wie die Darstellung der Beziehungen aller Protagonisten zueinander.
Ein minimalistisches Sommerbuch, das in die Tiefe geht und uns gleichzeitig viel Raum zur Reflektionen lässt.
Leo und Emma haben ihre Mutter verloren, als Leo gerade vier Wochen alt war. Der Vater hat den Verlust nicht wirklich überwunden, trägt seine Trauer wie eine Trophäe vor sich her und hat sich in Arbeit vergraben während seine Kinder nebenher mitlaufen. So entwickelte sich eine Distanz zwischen ihm und seinen Töchtern, die sich im Erwachsenenalter vergrößert und manifestiert hat. Nun ist er 60, und seine Töchter Anfang 30. Er lebt in New York, sie in Hamburg. Beide planen mit ihren Partnern die Zukunft. Emma möchte unbedingt Mutter werden, doch die Schwangerschaft stellt sich nicht ein. Leo hingegen hat mit ihrem Freund vereinbart die Pille abzusetzen, verheimlicht ihm aber, dass sie diese noch weiter nimmt.
Da lädt der Vater zu einem Segeltörn in der Ägäis ein und wiederwillig folgt im Leo, während Emma sich zu freuen scheint. Samt Partner wollen sie in See stechen doch schon beim auslaufen aus dem Hafen stellt sich heraus, dass keiner von Ihnen so richtig gut segeln kann. Also kommt Alex an Bord, die professionelle Skipperin, ebenfalls aus Deutschland stammt, und irgendwie in Griechenland gestrandet. Für Leo ist diese Frau eine Offenbarung. Vergangenes holt sie ein und Gefühle machen sich breit, die sie erfolgreich verdrängt hatte.
Die Konstellation ist also alles andere als unproblematisch. Aus der ICH Perspektive von Emma sehen wir die Dysfunktionalität ihrer Familie. Da sind nicht nur ihre Lügen und der Vertrauensbruch an ihrem Freund, sondern Rivalitäten unter den Geschwistern, unterschiedliche Perspektiven und Wünsche machen sich breit und der Vater scheint auch ein Geheimnis zu haben.
Van der Beek tollt langsam das Netz der Familienbeziehungen auseinander. Am Anfang hatte ich das Gefühl, ein chaotisches Knäuel in der Hand zu haben, doch mit geschickter Erzählkunst entwirrt sich nach und nach die diffuse Zusammensetzung. Schritt für Schritt lernen wir die Protagonisten und ihre Hintergründe kennen. Das schafft die Autorin mit wenigen Hinweisen. Dabei geht es nicht nur um die Frage des Kinderwunsches, sondern einmal mehr um Lebensträume und wie unterschiedlich wir sie sehen können. Außerdem sind wir hautnah an jemandem dran, der mit seiner sexuellen Orientierung ringt. Selbst in einer aufgeklärten Gesellschaft wie unserer, kann es Hürden geben, die belasten, und das hat die Autorin deutlich herausgearbeitet.
Mir hat besonders die ruhige Erzählweise gefallen, die Raum lässt für eigene Gedanken. Ich war nicht immer auf der Seite von Leo. Ihre mangelnde Fähigkeit Konflikte auszutragen, hat mich manchmal etwas genervt, aber genauso anstrengend fand ich auch ihre Schwester Emma die fordernd und raumnehmend jegliche Sensibilität missen lässt. Auch der Vater hat bei mir einen schweren Stand. Es ist sehr klischiert, wie er sich einfach aus allem raus hält und trotzdem gut dabei wegkommen möchte. Er hat den Namen Rolle nie ausgefüllt und ist auch jetzt nur auf sein. Wohl bedacht. Lediglich Onur und Karl wirkte auf mich sympathisch. Aber darum geht es in diesem Buch auch nicht, denn Familien sind oft mit sich gegenseitig abstoßend Charakteren durchsetzt und man sollte zumindest versuchen miteinander klarkommt. Gelöst hat die Autorin das für mich nicht. Wir sind beim Lesen Gast in einer Familie, die nicht funktioniert und bleiben am Ende mit der Frage zurück, wie es weitergehen könnte.
Die Liebesgeschichte hat den gleichen episodenhaften Charakter wie die Darstellung der Beziehungen aller Protagonisten zueinander.
Ein minimalistisches Sommerbuch, das in die Tiefe geht und uns gleichzeitig viel Raum zur Reflektionen lässt.
August 15, 2026
gutes buch für den sommer! hat mich nicht ganz gekriegt, aber ich bilde mir ein, dass ich jetzt einen katamaran steuern kann!
September 7, 2025
wunderschöner Schreibstil, perfekte Sommeratmosphäre 🫰🏻🌼
March 16, 2026
Eine Geschichte über zwei Frauen, ihren Vater und ihre Partner, die auf einem Segelboot in Griechenland herausfinden, was sie wirklich wollen. Schön geschrieben, in toller Landschaft platziert, viele kleine Nebengeschichten, die die Charaktere formen.
August 4, 2025
Die Autorin versteht es, Spannungen subtil aufzubauen und mit einer unheilvollen Grundstimmung zu spielen, die sich von Anfang an spürbar durch die Handlung zieht. Es passiert ständig etwas – mal offensichtlich, mal wie ein Zufall getarnt –, sodass man als Leser*in ständig überlegt: Ist das noch Zufall oder will hier jemand bewusst etwas auslösen?
Besonders gelungen ist die psychologische Tiefe der Figuren. Leo steht zwischen Karriere und Kinderwunsch und auch ihre Schwester Emma hat einen Kinderwunsch und ersehnt sich ein Familienleben mit ihrem Partner. Zwischen Leo und Emma entsteht eine spürbare Konkurrenz, vor allem im Umgang mit dem Thema Kinderwunsch – während Emma sich sehnlichst ein Kind wünscht, stellt Leo ihre Karriere vor die Familienplanung. Auch der Vater hat seine eigene Geschichte, die langsam ans Licht kommt. Auf dem engen Raum des Katamarans lassen sich die wachsenden Spannungen nicht mehr unterdrücken.
Der Roman greift viele relevante Themen auf: Selbstbestimmung, weibliche Lebensentwürfe, Eltern-Kind-Beziehungen, verdrängte Vergangenheit und die Frage, wie viel Nähe eine Familie eigentlich aushält. Als sich Leo und die Skipperin Alex näherkommen, öffnen sich neue emotionale Dimensionen, die die Geschichte noch komplexer und facettenreicher machen.
Fazit:
Blaue Tage ist ein atmosphärisch dichter Roman, der durch seine spannungsgeladene Stimmung und seine vielschichtigen Charaktere überzeugt. Man spürt von Anfang an, dass unter der Oberfläche mehr brodelt, als die Figuren zugeben wollen – und gerade das macht die Geschichte so fesselnd.
Besonders gelungen ist die psychologische Tiefe der Figuren. Leo steht zwischen Karriere und Kinderwunsch und auch ihre Schwester Emma hat einen Kinderwunsch und ersehnt sich ein Familienleben mit ihrem Partner. Zwischen Leo und Emma entsteht eine spürbare Konkurrenz, vor allem im Umgang mit dem Thema Kinderwunsch – während Emma sich sehnlichst ein Kind wünscht, stellt Leo ihre Karriere vor die Familienplanung. Auch der Vater hat seine eigene Geschichte, die langsam ans Licht kommt. Auf dem engen Raum des Katamarans lassen sich die wachsenden Spannungen nicht mehr unterdrücken.
Der Roman greift viele relevante Themen auf: Selbstbestimmung, weibliche Lebensentwürfe, Eltern-Kind-Beziehungen, verdrängte Vergangenheit und die Frage, wie viel Nähe eine Familie eigentlich aushält. Als sich Leo und die Skipperin Alex näherkommen, öffnen sich neue emotionale Dimensionen, die die Geschichte noch komplexer und facettenreicher machen.
Fazit:
Blaue Tage ist ein atmosphärisch dichter Roman, der durch seine spannungsgeladene Stimmung und seine vielschichtigen Charaktere überzeugt. Man spürt von Anfang an, dass unter der Oberfläche mehr brodelt, als die Figuren zugeben wollen – und gerade das macht die Geschichte so fesselnd.
September 9, 2025
Ich habe sehr oft erfahren wessen Haut warum welche Temperatur hatte..
July 21, 2025
Segeltrip der unausgesprochenen Wahrheiten
Blaue Tage lässt die Ägäis glitzern und deckt zugleich Risse in einer scheinbar heilen Familie auf. Zwei Schwestern, Leo und Emma, folgen zögerlich der Einladung ihres entfremdeten Vaters zu einem zehntägigen Törn. Schon beim Ablegen wird klar: Unter Sonnensegeln und Salzwind brodeln verdrängte Konflikte. Leo, ehrgeizige Projektleiterin, verschiebt den lange angepeilten Kinderwunsch heimlich zugunsten der Karriere. Emma dagegen sehnt sich verzweifelt nach einem Baby und ringt mit dem Gefühl, im Leben auf der Stelle zu treten. Zwischen den Schwestern spannt sich ein unsichtbares Tau aus Neid, Schuld und Liebe. Der Vater präsentiert seiner Crew ein neues Leben, das ebenso viele Fragezeichen aufwirft wie seine Vergangenheit. Und als Skipperin Alex an Bord kommt, gerät das fragile Gleichgewicht endgültig ins Wanken. Leos Selbstbild prallt auf unerwartete Gefühle und lange verschlossene Fragen nach Identität.
Tatjana von der Beek erzählt in klaren, fast filmischen Bildern von Hitze, Wellenschlag und dem engen Raum eines Katamarans, einem Schauplatz, der jede Unstimmigkeit verstärkt. Mal leichtfüßig, mal beklemmend legt der Roman Schicht um Schicht familiärer Rollen offen: Karrieredruck, Kinderwunsch, queere Selbstfindung, Midlife‑Neuanfang. Jede Figur trägt ein Päckchen aus Versäumnisse, jede hofft, es in diesen blauen Tagen endlich abwerfen zu können. Besonders überzeugend ist dabei der ruhige, eindringliche Ton. Dialoge wirken unaufgeregt, treffen aber Ziel um Ziel ins Mark. Kleine Gesten wie ein verweigerter Blick oder eine Berührung am Relingseil sagen oft mehr als jede Aussprache. Wenn schließlich ein Segelmanöver misslingt und die Masken fallen, sitzt die Spannung so fest wie ein verklemmter Karabiner.
Blaue Tage ist kein lauter Sommerroman, sondern eine subtile, gut beobachtete Geschichte über Selbsttäuschung und den Mut zur Veränderung. Ein Roman, der zwischen türkisfarbenem Meer und inneren Abgründen segelt und dabei noch länger nachhallt.
Blaue Tage lässt die Ägäis glitzern und deckt zugleich Risse in einer scheinbar heilen Familie auf. Zwei Schwestern, Leo und Emma, folgen zögerlich der Einladung ihres entfremdeten Vaters zu einem zehntägigen Törn. Schon beim Ablegen wird klar: Unter Sonnensegeln und Salzwind brodeln verdrängte Konflikte. Leo, ehrgeizige Projektleiterin, verschiebt den lange angepeilten Kinderwunsch heimlich zugunsten der Karriere. Emma dagegen sehnt sich verzweifelt nach einem Baby und ringt mit dem Gefühl, im Leben auf der Stelle zu treten. Zwischen den Schwestern spannt sich ein unsichtbares Tau aus Neid, Schuld und Liebe. Der Vater präsentiert seiner Crew ein neues Leben, das ebenso viele Fragezeichen aufwirft wie seine Vergangenheit. Und als Skipperin Alex an Bord kommt, gerät das fragile Gleichgewicht endgültig ins Wanken. Leos Selbstbild prallt auf unerwartete Gefühle und lange verschlossene Fragen nach Identität.
Tatjana von der Beek erzählt in klaren, fast filmischen Bildern von Hitze, Wellenschlag und dem engen Raum eines Katamarans, einem Schauplatz, der jede Unstimmigkeit verstärkt. Mal leichtfüßig, mal beklemmend legt der Roman Schicht um Schicht familiärer Rollen offen: Karrieredruck, Kinderwunsch, queere Selbstfindung, Midlife‑Neuanfang. Jede Figur trägt ein Päckchen aus Versäumnisse, jede hofft, es in diesen blauen Tagen endlich abwerfen zu können. Besonders überzeugend ist dabei der ruhige, eindringliche Ton. Dialoge wirken unaufgeregt, treffen aber Ziel um Ziel ins Mark. Kleine Gesten wie ein verweigerter Blick oder eine Berührung am Relingseil sagen oft mehr als jede Aussprache. Wenn schließlich ein Segelmanöver misslingt und die Masken fallen, sitzt die Spannung so fest wie ein verklemmter Karabiner.
Blaue Tage ist kein lauter Sommerroman, sondern eine subtile, gut beobachtete Geschichte über Selbsttäuschung und den Mut zur Veränderung. Ein Roman, der zwischen türkisfarbenem Meer und inneren Abgründen segelt und dabei noch länger nachhallt.
July 23, 2025
Ein Roman über Trauerbewältigiung, (Familien)beziehungen, unerfüllten und fehlenden Kinderwunsch und vor allem auch über das Entdecken und sich Abfinden mit der eigenen Queerness als Frau später im Leben. Wir begleiten Leo, die ohnehin ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrem Freund und ihrer Familie hat, weil sie nicht Mutter werden möchte, wie sie begreift, dass vielleicht mehr dahintersteckt als der Karrierewunsch. Wie viel Unsicherheit, Angst und Schmerz darin steckt, erst in den 30ern die eigene Queerness zu erkennen, aber wie aufregend und erfüllend diese Wahrheit auch sein kann, fängt von der Beek gekonnt ein. Auch wenn nicht nur die Menschen um sie herum, sondern auch Leo selbst einige fragwürdige Entscheidungen treffen, fühlt man sich ihr nie lange fremd. Schade fand ich, dass das Betrügen im Zuge eines Coming Outs als fundamental und moralisch dargestellt wird - als würden die Gefühle des Mannes weniger zählen, weil man queer ist, oder als wäre der Betrug weniger schlimm, weil er mit einer Frau geschieht. Ansonsten schreibt von der Beek prägnant und mit leiser und doch intensiver Stimme. Sie zeigt, dass Romane über Queerness ohne viel Aufhebens einfach existieren dürfen - mir zumindest war vorher nicht bewusst, dass Blaue Tage sich mit diesem Thema beschäftigt, und es war so organisch in den Text gewoben, dass es wirklich gut tut, auf diese Art von Queerness lesen zu dürfen.
November 13, 2025
In „Blaue Tage“ geht’s mit den Schwestern Leo und Emma auf einen Segeltrip nach Griechenland – eingeladen von ihrem Vater, der nach Jahren Funkstille plötzlich seinen 60. Geburtstag mit der ganzen Familie feiern will. Klingt nach Idylle, wird aber natürlich schnell ziemlich turbulent. Zwischen zu wenig Platz auf dem Boot, zu viel Sonne und ordentlich aufgestauten Familienproblemen kommt alles hoch, worüber viel zu lange keiner reden wollte.
Leo steckt außerdem mitten in einer kleinen Lebenskrise: Karriere oder Kind? Herz oder Kopf? Und dann ist da auch noch Skipperin Alex, die Leos Gefühlswelt ganz schön durcheinanderbringt. Während Emma von Familienidylle träumt, fragt sich Leo, was sie eigentlich wirklich will – und nicht, was sie wollen soll.
Tatjana von der Beek erzählt ruhig und mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Man spürt beim Lesen den letzten Hauch vom Sommer, hört das Gluckern des Wassers und spürt, wie alte Themen langsam ans Licht kommen. Auch wenn die Geschichte angenehm leicht zu lesen ist, bleibt sie inhaltlich eher an der Oberfläche – die Konflikte werden angerissen, aber nicht allzu tief ausgelotet. Trotzdem ist „Blaue Tage“ ein schönes Buch über Familie, Nähe und die Frage nach dem eigenen Weg – leise, atmosphärisch und perfekt für ein paar späte Sommertage.
Leo steckt außerdem mitten in einer kleinen Lebenskrise: Karriere oder Kind? Herz oder Kopf? Und dann ist da auch noch Skipperin Alex, die Leos Gefühlswelt ganz schön durcheinanderbringt. Während Emma von Familienidylle träumt, fragt sich Leo, was sie eigentlich wirklich will – und nicht, was sie wollen soll.
Tatjana von der Beek erzählt ruhig und mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Man spürt beim Lesen den letzten Hauch vom Sommer, hört das Gluckern des Wassers und spürt, wie alte Themen langsam ans Licht kommen. Auch wenn die Geschichte angenehm leicht zu lesen ist, bleibt sie inhaltlich eher an der Oberfläche – die Konflikte werden angerissen, aber nicht allzu tief ausgelotet. Trotzdem ist „Blaue Tage“ ein schönes Buch über Familie, Nähe und die Frage nach dem eigenen Weg – leise, atmosphärisch und perfekt für ein paar späte Sommertage.
August 3, 2025
Nach jahrelanger Funkstille und einer daher überraschenden Einladung zum Segeltrip in Griechenland sehen die beiden Schwestern Leo und Emma, zusammen mit ihren Partnern Karl und Onur ihren Vater wieder. Nicht nur die mangelnde Segelerfahrung führt zu so einigen Problemen – auch die unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft bringt den ein oder anderen Konflikt zwischen den Paaren und Familienmitgliedern hervor. Ebenso wie die Skipperin Alex…
„Blaue Tage“ spielt, wie der Name schon sagt, vor allem auf dem blauen Wasser des ägäischen Meeres, sowie an griechischen Inselhäfen.
Die Autorin erzählt eine einfühlsame Geschichte über verschiedene Lebensentwürfe, die Entscheidung für oder gegen Kinder, die Folgen für eine Beziehung, sowie über die Fähigkeit Entscheidungen und Verlangen immer wieder neu und offen zu hinterfragen.
Leider blieb der Roman an der ein oder anderen Stelle für mich etwas zu oberflächlich und auch einige Wendungen sind eher vorhersehbar. Dennoch bin ich der Protagonisten Leo und den herausfordernden Beziehungsdynamiken sehr gerne gefolgt.
Fazit: Eine schöne Sommerlektüre vor entsprechender Urlaubskulisse, perfekt für ein paar sommerliche Lesestunden!
„Blaue Tage“ spielt, wie der Name schon sagt, vor allem auf dem blauen Wasser des ägäischen Meeres, sowie an griechischen Inselhäfen.
Die Autorin erzählt eine einfühlsame Geschichte über verschiedene Lebensentwürfe, die Entscheidung für oder gegen Kinder, die Folgen für eine Beziehung, sowie über die Fähigkeit Entscheidungen und Verlangen immer wieder neu und offen zu hinterfragen.
Leider blieb der Roman an der ein oder anderen Stelle für mich etwas zu oberflächlich und auch einige Wendungen sind eher vorhersehbar. Dennoch bin ich der Protagonisten Leo und den herausfordernden Beziehungsdynamiken sehr gerne gefolgt.
Fazit: Eine schöne Sommerlektüre vor entsprechender Urlaubskulisse, perfekt für ein paar sommerliche Lesestunden!
October 4, 2025
Die Liedtexte zwischendurch waren etwas peinlich (und unnötig), aber insgesamt habe ich das Buch sehr gemocht. Die Geschichte war so nachempfindbar das es schmerzhaft war: die ganze erste Hälfte war schwer auszuhalten da das Gefühl, in einer Beziehung festzustecken, während man eigentlich schlussmachen möchte, so extrem gut wiedergegeben wurde. Aua. Sehr realistisch, ich habe beim Lesen nichts neues erlebt und es blieb alles etwas an der Oberfläche, aber manchmal ist es auch okay einfach eine realistische Wiedergabe vom Leben zu lesen. Ich könnte mir vorstellen, dass es für Menschen, die noch nicht sehr lange geoutet sind, einen größeren Eindruck hinterlässt. Ich bin so froh, kein Teil dieser Familie zu sein und mich jetzt von ihr verabschieden zu können!
September 18, 2025
Schöne Griechenland-Urlaubslektüre, inkl. lesbischem Flirt und spätem Coming-out, das allerdings wie die anderen Problemen (vor allem Familienplanung in diversen Konstellationen) eher konstruiert als wirklich emotional spürbar wird. Keinen Kinderwunsch zu haben und "sich in Frauen zu verlieben", sind in meiner Welt einfach keine Tabus mehr, um die man sich mit Lügen drückt. Auf Skipper Alex hätte ich aber sicher auch nen Crush.
Und ich mag Bücher mit integrierter Playlist.
Und ich mag Bücher mit integrierter Playlist.
April 20, 2026
Das Buch handelt von einer Familie, die auf einem Katamaran Ferien macht nachdem sich die ganze Familie seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Das Buch ist sehr einfach geschrieben. Irgendwie sehr normal und man fühlt sich sehr Teil der Reise. Ich konnte mich gut mit der Geschichte identizifizieren. Und trotz der schweren Themen teilweise ist es nicht ultra dramatisch. Es geht um ein Outing von Leo und die Trennung ihres Freundes und um eine neue Verliebtheit in eine Frau, die Skipperin Alex.
July 19, 2026
„Die Worte sind wie Steine, deren Gewicht ich in die Welt schütte. Alex antwortet darauf nur mit den Augen. Es blitzt etwas in ihnen auf, und unsere Blicke verhaken sich ineinander.“ S. 116
„… »Das sind doch die schlimmsten Begegnungen. Bei denen man im Wunsch stecken bleibt.« Das Blitzen in den Augen, das ich schon kenne.
Darin liegt die Andeutung, dass auch wir so eine Begegnung werden könnten. Plötzlich ist da eine Klarheit zwischen uns. Der ich versuche, zu vertrauen.“ S. 156
„… »Das sind doch die schlimmsten Begegnungen. Bei denen man im Wunsch stecken bleibt.« Das Blitzen in den Augen, das ich schon kenne.
Darin liegt die Andeutung, dass auch wir so eine Begegnung werden könnten. Plötzlich ist da eine Klarheit zwischen uns. Der ich versuche, zu vertrauen.“ S. 156
August 17, 2025
Nett aber lame
August 29, 2025
Tatjana von der Beek gelingt es auf beeindruckende Weise, in einem so kurzen Roman eine Fülle an Themen zu verweben: Queerness, Kinderwunsch (oder auch nicht), Trauer, Schwesternbeziehungen, die Brüche in Partnerschaften, Liebe, das Ringen um Anerkennung im Job. Und doch wirkt keines davon überladen oder oberflächlich, jedes entfaltet seine eigene Tiefe. Ihre Sprache ist klar, fast unaufgeregt, und trägt dennoch eine große emotionale Wucht und schafft wieder eine dichte, sehr atmosphärische Wirkung. Ich empfinde nicht so oft Figuren so nah an meiner Lebensrealität, in ihren Gedanken und vor allem in ihren Fehlern. Besonders schön fand ich auch das Setting: das Meer, die Sonne, der Wind (einzig mehr Beschreibungen von griechischem Essen haben mir gefehlt). Ein Sommerbuch, das leicht wirkt und doch voller Gewicht ist.
November 8, 2025
Entscheidungen fürs Leben werden während eines Familienurlaubs überdacht, besprochen und getroffen. Eine Familie die sich teils Jahre nicht gesehen hatte jongliert Gefühle auf dem Meer.
November 24, 2025
Wunderschön geschrieben, so dass Frau das salzige Meer schon fast riechen kann.
December 8, 2025
Nette Geschichte etwas langatmig aber habe es gern gelesen.
June 6, 2026
Süßer Read für zwischendurch & ich mochte die Sprache sehr!!
August 16, 2026
wäre ich auf diesem boot und emma watson ihr nicht zuvorgekommen, hätte alex wohl auch mein gay awakening sein können
August 21, 2026
entspannte leichte Lektüre
May 24, 2026
Nach Jahren des losen Kontaktes werden die Schwestern Leo und Emma plötzlich von ihrem Vater nach Griechenland eingeladen, um dessen 60ten Geburtstag zu feiern. Mit dabei sind ihre Partner und viele unbeantwortet Fragen. Emma Und Onur berichten von ihren bevorstehenden Terminen in einer Kinderwunschklinik, die die beiden endlich ihrem größten Traum näher bringen soll. Karl will auch eine Familie mit Leo gründen, doch Leo nimmt heimlich weiterhin die Pille.
Mit nur zwei Menschen an Bord, die das Schiff wirklich beherrschen, stoßen sie schon bald auf Schwierigkeiten und beschließen, die Skipperin Alex mit zu nehmen. Doch sie bringt nicht nur ihr Können und Kenntnisse der Umgebung mit sich, sondern wird die Dynamik der kleinen Familie und ihren Zusammenhalt komplett durcheinander bringen.
„Blaue Tage“ ist ein erfrischender, ruhig erzählter Sommerroman, der sich komplett auf einem Katamaran zwischen den griechischen Inseln abspielt. Emma, Leo und ihren Vater verbindet eigentlich nur die gemeinsame Trauer um ihre früh verstorbene Mutter und viele Jahre der unausgesprochenen Gefühle. In der griechischen Hitze wird alles offen gelegt und jede einzelne Person an Bord wird bald ihren Lebensweg und die Zukunftspläne hinterfragen. Ruhig erzählt, aber gleichzeitig mit einer unterschwelligen Spannung, kann man den Roman bis zum großen Finale kaum aus der Hand legen.
Mit nur zwei Menschen an Bord, die das Schiff wirklich beherrschen, stoßen sie schon bald auf Schwierigkeiten und beschließen, die Skipperin Alex mit zu nehmen. Doch sie bringt nicht nur ihr Können und Kenntnisse der Umgebung mit sich, sondern wird die Dynamik der kleinen Familie und ihren Zusammenhalt komplett durcheinander bringen.
„Blaue Tage“ ist ein erfrischender, ruhig erzählter Sommerroman, der sich komplett auf einem Katamaran zwischen den griechischen Inseln abspielt. Emma, Leo und ihren Vater verbindet eigentlich nur die gemeinsame Trauer um ihre früh verstorbene Mutter und viele Jahre der unausgesprochenen Gefühle. In der griechischen Hitze wird alles offen gelegt und jede einzelne Person an Bord wird bald ihren Lebensweg und die Zukunftspläne hinterfragen. Ruhig erzählt, aber gleichzeitig mit einer unterschwelligen Spannung, kann man den Roman bis zum großen Finale kaum aus der Hand legen.
July 5, 2026
comphet in a nutshell
Das Buch beschreibt die Situation sehr gut, in der man versucht sich selbst zu überzeugen mit einem Mann eine Zukunft zu wollen, aber der Wahrheit einfach nicht mehr ausweichen kann.
Das Buch beschreibt die Situation sehr gut, in der man versucht sich selbst zu überzeugen mit einem Mann eine Zukunft zu wollen, aber der Wahrheit einfach nicht mehr ausweichen kann.
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