Europa steht an einer historischen Schwelle. In ZeitenWenden seziert Ulrike Guérot den geistigen, politischen und gesellschaftlichen Zerfall unserer Zeit. Mutig und unerschrocken legt sie offen, wie Demokratien zerbröckeln, Freiheit preisgegeben und Europa in Kriegsrhetorik erstickt wird. Guérot schreibt gegen das Vergessen, das Wegsehen und die Lüge - und für die Rückbesinnung auf Vernunft, Mut und bürgerliche Verantwortung. Sie ruft auf zur Verteidigung der Freiheit gegen Angstpolitik, gegen autoritäre Tendenzen und technologische Entmündigung. Ein leidenschaftliches Manifest gegen die politische Lähmung und ein Weckruf an alle, die Europa als Projekt der Freiheit und des Friedens nicht aufgeben wollen.
Guérot ist eine Intellektuelle und hat paar interessante Gedanken die sie hier aufführt, aber dieses ständige Untergangs-gerede ist einfach nervig und mMn zu undifferenziert.
Bei der Diskursbeschreibung leistet sie einen großen apokalyptischen Beitrag, zu schnell den Untergang zu beschwören. Und mein Gott, darf und soll sie doch, aber von einer Professorin???? Da frage ich mich was mit Differenzierung passiert ist. Und Präzision? Und wissenschaftlicher Genauigkeit?
Das ist kein Sachbuch. Guérot zieht alles in den Schmutz, die Demokratie, Europa, das Establishment, und die Universitäten (!). Sie hat ihren Groll rausgeschrieben und verpackt das als geistreiche Kritik. Finde sie trotzdem sympathisch, aber wtf
Dass man Intellektuelle erst canceln muss, damit sie offen schreiben wie in diesem Buch, ist schade. Unsere Debatten könnten so viel gesitreicher sein, wenn wir sie nur zulassen würden.