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GEISTERKIND : Im Land der Wüstenkrieger

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Während eines Schneesturms erblickt Inja das Licht der Welt. Ihre Haut und Haare sind weiß, die Lippen blass und die Augen haben die Farbe von Quellwasser. Die Menschen nennen sie Geisterkind und begegnen ihr mit Misstrauen und Ablehnung. Trost findet sie nur im Wasser, bei den Geschöpfen der Tiefe, zu denen sie von Kindesbeinen an eine seltsame Verbindung verspürt und bei Ban, ihrem einzigen Freund, der als vaterloser Bastard ebenso geächtet wird wie sie.

Als Söldner das Dorf heimsuchen und Injas halbe Familie töten, geben die Menschen ihr die Schuld an dem Geschehen und verkaufen sie an einen Konvent, der viele Tagesreisen entfernt auf einer einsamen Halbinsel liegt. Ban schwört, dass er Inja eines Tages befreien wird. An diesem Versprechen hält er fest. Doch die Götter zeigen sich launisch. Bevor er Inja freikaufen kann, wird der Konvent von einer Kriegerhorde überfallen, die sie und andere Mädchen entführen und in ein fernes Land verschleppen. Inja ist verzweifelt, vor allem als sie erfährt, dass sie mit einem der Krieger vermählt werden soll ...

Neu Auflage des Bestsellers von Christine Millman!

453 pages, Kindle Edition

First published September 25, 2014

22 people want to read

About the author

Christine Millman

21 books1 follower

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Community Reviews

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10 (25%)
4 stars
12 (30%)
3 stars
11 (27%)
2 stars
5 (12%)
1 star
2 (5%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Aleshanee.
1,722 reviews126 followers
November 16, 2014
3,5 Sterne

Zum Inhalt

Inja hat es nicht leicht. Schon seit ihrer Geburt lastet ein Geheimnis auf ihr, dass ihr die Abneigung und den Aberglauben der Dorfbewohner aufzwingt. Sie hat in der dunkelsten Nacht des Jahres das Licht der Welt erblickt, ihre Haut perlweiß und Augen so blau wie Quellwasser: ein Geisterkind.
Der einzige Freund, der zu ihr hält, ist Ban. Mit ihm verbringt sie ihre freie Zeit, wenn sie mal nicht in der Schänke ihrer Eltern helfen oder auf ihre Geschwister aufpassen muss; und auch wenn die anderen sie meiden, erlebt sie doch eine schöne Zeit.

Als eines Tages die Reiter der Söldnergarde des Königs durch das Dorf kommen, geschieht ein großes Unglück, das Injas Leben über Nacht verändern wird. Nur die Liebe zu Ban lässt sie nicht verzweifeln und an eine gemeinsame Zukunft hoffen - doch wie so oft hat das Schicksal anderes völlig anderes im Sinn.

Meine Meinung

Erstmal muss ich ein paar Worte zum Cover loswerden, dass wirklich wunderschön gelungen ist. Das blasse, filigrane Gesicht von Inja, zusammen mit dem Wasser, zu dem sie eine besondere Verbindung hat, passt perfekt zum Inhalt.

Ich konnte sehr gut in die Handlung einsteigen. Im Prolog erlebt man die Geburt von Inja und den Schrecken der Hebamme über ihr Aussehen, die Angst und den Aberglauben, dass etwas Böses in diesem Winterkind steckt. Über Jahre hinweg muss Inja sich mit dem Misstrauen der Dörfler auseinander setzen und findet nur Halt bei ihrer Familie und dem Jungen Ban, der ihr ein guter Freund ist und ihr immer zur Seite steht.

Die Geschichte steigt ein, als Inja 15 Jahre alt ist. Ihr besonderes Verhältnis zum Wasser ist ihr bewusst, ansonsten ist sie ein zurückhaltendes, fleißiges Mädchen, das ihre Familie so gut es geht unterstützt. Recht schnell wird Inja jedoch aus diesem trauten Leben gerissen und ihr Weg ist von Brutalität und Hoffnungslosigkeit gezeichnet. Aber die Jahre ihrer Kindheit haben sie gestärkt und so trotzt sie jedem Schicksalsschlag aufs neue, bis sie tatsächlich Liebe und Geborgenheit findet. Trotzdem scheint ihr nichts vergönnt und ihr Leben gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle.

Die Autorin hat immer wieder zwischen den Perspektiven gewechselt, wodurch man die Charaktere gut kennen lernen konnte. Das Gefühl ist ein bisschen oberflächlich geblieben und auch wenn ich jede Figur gut vor Augen hatte, waren sie nie so ganz greifbar. In der ersten Hälfte gab es für mich eine Phase, in der der "rote Faden" etwas abhanden gekommen und die Geschichte etwas vor sich hingeplätschert ist. Ab der Hälfte wurde es dann aber wieder interessant, es gab überraschende Wendungen und einige spannende Szenen, die mich mitgerissen haben. Besonders gut war, dass ich nie wusste, was als nächstes geschehen wird, denn es kamen immer wieder unerwartete Vorfälle ins Spiel, die meine ganzen Vermutungen über den Haufen geworfen haben.
Injas Leben ist eine Aneinanderreihung von negativen Zufällen und grausamer Willkür. Der magische Aspekt kam erst recht spät zur Wirkung, hat aber eine originelle Verbindung geschaffen, wodurch man vieles wieder aus einem anderen Blickwinkel in Zusammenhang bringen konnte.

Der ganze Aufbau wirkte auf mich allerdings etwas sprunghaft und hätte man noch etwas geschickter verweben können. Manchmal war ich mir nicht sicher, wie alles zusammenpasst und ich konnte auch nicht alle Zusammenhänge verstehen - Erklärungen wurden wenig gegeben und ich musste mir doch viel zusammen reimen. Auch hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinfo über Injas Magie und das Schattenland gewünscht, aber es blieb größtenteils meiner eigenen Phantasie überlassen.
Dadurch, dass das Tempo in der zweiten Hälfte angezogen hat, ist auch ein bisschen an der Tiefe verloren gegangen, was mich aber gar nicht so gestört hat. Die Spannung wurde immer wieder voran getrieben und durch die unerwarteten Veränderungen in Injas Leben hat mich die Neugier nie losgelassen.

Die ungewöhnlichen Namen und Schauplätze haben das Bild dieser Welt abgerundet. Besonders schön fand ich den Vergleich der beiden Schauplätze bzw. Lebensweisen, die mir aus dem Herzen gesprochen haben.

Fazit

Eine ungewöhnliche und vielseitige Geschichte über das Schicksal eines jungen Mädchens, das gegen Vorurteile und für ihre Selbstbestimmung kämpfen muss. Über die Magie hätte ich gerne mehr erfahren und durch die wechselhaften Einflüsse wirkte es etwas unausgeglichen. Trotzdem ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer.

© Aleshanee
Weltenwanderer
Profile Image for ❄ Pixelflocke ❄.
337 reviews42 followers
July 26, 2015
Geisterkind erzählt die Geschichte der jungen Inja, die aufgrund ihres ungewöhnlichen Äußeren einen schweren Stand in ihrem Dorf hat. Nach dem ihre Familie von Söldnern geschändet, teilwese getötet und vertrieben wurde, wird Inja an einen Konvent verkauft, der sich als Arbeitslager entpuppt. Kurz darauf wird sie von einer Horde Krieger aus dem fernen Nubia entführt und dort mit dem ersten Krieger Turay-Ra vermählt. Doch ihre Jugendliebe Ban gibt die Hoffnung nicht auf und lässt sie wiederum nach Gotland, ihrer ursprünglichen Heimat, holen. Doch Inja ist längst mit ihrem Herzen in Nubia und so flieht sie vor ihrem brutalen Bruder Aberlin und Ban über das Schattenland nach Hause zu ihrem Mann Turay.
Die Geschichte ist solide erzählt, aber nicht besonders packend. Obwohl eigentlich sehr viel passiert, plätschert die Handlung irgendwie so hin. Das Gleiche gilt auch für die Charaktere, keiner nimmt einen wirklich gefangen, sie bleiben alle eher oberflächlich und wirken nur grob und klischeehaft skizziert. Obwohl Inja und Djuki und all die anderen Menschen teils unheimlich grausame Dinge erleben, fühlt man kaum mit ihnen mit, zu distanziert sind sie zum Leser. Auch die Liebesgeschichte zwischen Inja und Turay wirkt eher gewollt als gekonnt.
Das Gefühl hatte ich auch im Hinblick auf die dargestellte Welt und die Magie darin. Das bleibt alles eher vage und wird nur so lose mal an einigen Stellen dem Leser hingeworfen. So erwacht Injas Welt einfach nicht zum Leben.
Schade, denn die Geschichte um das Geisterkind Inja könnte so spannend und fesselnd sein, kommt aber so kaum über Mittelmaß hinaus.
20 reviews
June 5, 2016
It was looking for an easy to read and entertaining novel. I liked the story a lot and was surprised by the sudden turnaround during the second half of the book. overall a very good book with interesting characters. It took me only 1 week to finish it.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews

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