Nach dem Untergang der Sowjetunion brauchte der Westen ein neues Feindbild. Osama Bin Laden lieferte es. 9/11 gab George W. Bush die Gelegenheit zu zwei Kriegen, die für alle Beteiligten desaströs ausgingen. “Feindbild Islam – Thesen gegen den Hass“ schildert prägnant und packend das Verhältnis der westlichen zur muslimischen Welt. Es zeigt die Ignoranz und Gefährlichkeit unserer Politik gegenüber dem Orient. Jürgen Todehöfer zieht die Bilanz von 50 Jahren Reisen in die muslimische Welt und zehn Jahren falscher Antworten auf die Herausforderung 9/11.
Jürgen Todenhöfer is a German executive, author and former politician.
Todenhöfer studied law at the universities of Munich, Paris, Bonn and Freiburg. He graduated as a doctor of law in 1969 and worked as a judge from 1972 on. He became a member of German political party Christian Democratic Union of Germany (CDU) of Rhineland-Palatinate in 1970 and was a member of the German parliament from December 13, 1972, to December 20, 1990, (five election periods). He also acted as party spokesman for development policy.
In 1980 he visited soviet occupied Afghanistan and started to raise money for the country. Todenhöfer is one of the most prominent German critics of the US-led wars against Afghanistan and against Iraq starting in the years 2001 and 2003, respectively. He is a member of the executive board at German media company Hubert Burda Media.
He says the media is deceiving the public and the USA war in Iraq has killed a million people and the Bush administration has committed grand theft of Iraq's oil. He has visited Iraq and did original research for his book "Why do you kill, Zaid".
Keine Bewertung. Weil jeder das selbst lesen und für sich bewerten sollte. Für mich inhaltlich ebenso viel wert wie die zehn Gebote.
Unbedingt empfehlenswert als Einstieg in die Lektüre Todenhöfer.
10 Thesen Jürgen Todenhöfers zum Feindbild Islam:
1. Der Westen ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Millionen arabische Zivilisten wurden seit Beginn der Kolonialisierung getötet. 2. Nichts fördert den Terrorismus mehr als die „Antiterrorkriege“ des Westens. Sie sind ein Terrorzuchtprogramm. 3. Terrorismus ist kein typisch muslimisches, sondern ein weltweites Problem. 4. Islamisch getarnte Terroristen sind Mörder. Christlich getarnte Anführer völkerrechtswidriger Angriffskriege auch. 5. Muslime waren und sind mindestens so tolerant wie Juden und Christen. Sie haben die westliche Kultur entscheidend mitgeprägt. 6. Nicht nur in der Bibel, auch im Koran sind die Liebe zu Gott und Nächstenliebe die zentralen Gebote. 7. Die westliche Politik gegenüber der muslimischen Welt leidet unter einer erschreckenden Ignoranz einfachster Fakten. 8. Der Westen muss die muslimische Welt genauso fair und großzügig behandeln, wie er zu Recht Israel behandelt. Muslime sind genauso viel wert wie Juden und Christen. 9. Die Muslime müssen sich wie ihr Prophet Mohammed für einen Islam des Fortschritts und der Toleranz einsetzen. Sie müssen dem „muslimischen Terrorismus“ die religiöse Maske vom Gesicht reißen. 10. Das Gebot der Stunde heißt Staatskunst, nicht Kriegskunst – in Afghanistan, in Pakistan, im Irak, im Iran, in Syrien und in Palästina.
تودينهوفر يستعين بالحقائق والأرقام لتفنيد قضية شيطنة الإسلام، بل حتى أنه يوضح دوافع الهجمات الإرهابية الإسلاموية رغم ندرتها مقارنة بشتى تصنيفات الإرهاب الأخرى! الكتاب لا يتجاوز ٩٠ صفحة من الحجم الصغير وممتزج بمعلومات مهمة..يعني تستطيع قراءته وفنجال قهوتك لم يبرد بعد :) انصح به
Jürgen Todenhöfer zeigt in "Feindbild Islam - Zehn Thesen gegen den Hass" wie der Westen den Islam völlig falsch darstellt um seine Angriffskriege im Nahen Osten zu rechtfertigen.
In 63 Seiten wiederlegt Todenhöfer die Illusion des "guten" Westen und "bösen" Ostens. Die traurige Realität ist nämlich, dass summa summarum der Westen mit seinen "Antiterror-Kriegen" viel mehr unschuldige Menschen getötet hat als der sogenannte "islamische Terrorismus".
Todenhöfer erklärt auch dass der Islam überhaupt nichts mit Intoleranz, Frauenfeindlichkeit oder Terrorismus zu tun hat. Im Gegenteil: der Islam ist das genaue Gegenteil! Ein Zitat in Todenhöfer's Buch von Mohammed das mir gefallen hat: "Wer einem Juden oder Christen unrecht tut, dem werde ich am Tage des Jüngsten Gerichts entgegetreten".
Kann dieses Buch jedem empfehlen der sich an einem Nachmittag etwas mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte. Die 63 Seite hat man auf jeden Fall schnell durch ;)