*4,5. Hach, Sportfolgen-Experte Ben Nevis, when he's good he's GREAT! Diesmal schafft er es gleichzeitg, Genderklischees zu bestätigen (der eifersüchtige renitente Ex, der der Ex-Freundin die Karriere nicht gönnt) und zu unterlaufen, denn es ist das erste (und iirc leider auch einizge) Mal, dass der weibliche Profisport und somit die Spitzensportlerinnen in den Fokus rücken. Für Lesende, die sich mit dem Skisport der 1990er auskennen, macht es bestimmt auch Spaß, diese Folge lose als Schlüsselliteratur zu betrachten (Karen Sulzenberger = Katja Seizinger).
Unterm Strich kommt eine gute Folge bei raus, die als Roman dank der waghalsigen Schneemobilverfolgungsjagd etwas actionlastiger daherkommt als die eher auf cosy winter vibes setzende Adaption.
That being said: F*ck everyone and everything except for whatever was going on between Bob und Toni. Ich sag mal so- Bob kann selber mal drüber nachdenken, wieso Justus in Botschaft aus der Unterwelt entscheidet, Peter zu retten anstatt ihn.
"'[...] Aber nebenbei: Ich mag lieber das Eis am Schwedenplatz. Es ist nicht so süß, aber dafür viel cremiger. Aber ihr Amerikaner steht ja auf süß...' Toni grinste [Bob] an." //
"Toni wurde zunächst von einem Betreuer hinausgestoßen, doch Bob zog ihn wieder in den Wagen hinein. "Der gehört zu uns." Justus warf ihm einen äußerst kritischen Blick zu." //
"Mit einem säuerlichen Lachen verabschiedete er sich von den beiden Freunden. [...] Justus schien eher erleichtert. Bob spürte das. Justus war ohnehin sehr kühl zu Toni gewesen. Vielleicht war er eifersüchtig darauf, dass Bob sich auf Anhieb so gut mit ihm verstanden hatte. Als er Justus kurz darauf ansprach, erhielt er nur eine knappe Antwort: 'Auf ein viertes Fragezeichen habe ich keine Lust." Bob ließ es fürs Erste dabei bewenden." //
"Justus blickte [Peter] entnervt an. 'Du bist ja schon genauso wie Toni.'
'Wer bitte ist Toni?'
'Ach ja, du kennst ihn ja noch nicht', sagte Justus. 'Sei froh. Toni ist aus Wien und kurvt mit seinem Snowboard dauernd um Bob herum.'
'Er ist ziemlich gut mit seinem Bord', warf Bob ein [...]. //
"Toni war beeindruckt, aber auch ein bisschen neidisch. Zu gerne wäre er dabei gewesen. 'Und wie war es bei deinen Eltern', frabgte Justus. 'Aufregend?' Etwas frech, wie Bob fand. //
"'Ist doch toll, so einen Freund zu haben, der einem hilft. Schau mich an, ich habe gar keine Freundin.' [Toni] blinzelte Bob an. //
"Das Nächste, woran sich [Toni] wieder erinnerte, war Bobs Stimme. 'Meine Güte, Toni, du lohnst mir meine Hilfe schlecht. Erst erschlägst du mich beinahe mit deinem Snowboard und nun erdrückst du mich fast.' Aber Bob ließ Toni gewähren. Glücklich hielten sie sich in den Armen."