Die Geschichte Marillions in allen Einzelheiten von Anfang an erzählt.
Der erste Band dieser dreiteiligen deutschsprachigen Marillion Biografie hat unter anderem das bahnbrechende Debütalbum "Script for a Jester's Tear" zum Thema.
Nicht fehlen darf natürlich eine ausführliche Bandbiografie, wie sie in diesem Umfang noch in keinem deutschsprachigen Buch erschienen ist, auf über 60 Seiten von den Anfängen 1977 bis zu Mick Pointers Ausstieg (oder besser: Rauswurf) im Frühjahr 1983.
Auch die detailierten Biografien aller Bandmitglieder enthalten die eine oder andere Überraschung. Besonders ausführlich wird über die Kindheit und Jugend, sowie die musikalische Prägung von Steve Rothery und Fish berichtet.
Ein weiteres Kapitel ist der Debütsingle "Market Square Heroes" inkl. "Grendel" gewidmet.
Erstmalig sind alle Songtexte des Debütalbums und der Debüt EP in deutscher Übersetzung abgedruckt.
Und auch die Songs, die es weder auf's erste Album, noch auf eine B-Seite geschafft haben, werden nicht vergessen. Songs wie "The Madcap’s Embrace", "Snow Angel" oder "Herne the Hunter".
Pures Lesevergnügen für Fans guter Rockmusik. Für Marillion Fans sowieso.
In den 80ger-Jahren war Marillion ein ewiger Begleiter auf meinem Discman (!). Auch heute höre ich die Band noch gerne. In dieser Band-Geschichte geht es um die ersten Jahren wo Fish noch der Sänger war. Hat mir gefallen...
Marillion galten seit den 1980er Jahren als eine der einflußreichsten Bands des Progressive Rock., zunächst mit Frontman Fish, nach dessen Ausscheiden 1988 mit Steve Hogarth. In diesem ersten Teil der Bandbiografie beschäftigt sich der Autor mit der Gründung der Band bis zu dem Zeitpunkt ihrer ersten Erfolge.
Seit ihrem Album Script for a jester's tears sind die Lieder von Marillion ein fester Bestandteil meiner Playlist, egal mit welchem Sänger. Deshalb habe ich mich gefreut, als ich auf diese Biografie gestoßen bin. Leider war ich von dem Buch nicht so begeistert wie von der Band. Die Lektüre war ein ständiges Auf und Ab. Der Teil von der Gründung der Band bis zu der Formation, zu der letztendlich Fish gestoßen ist, hat mir gut gefallen. Auch wenn ich stellenweise den Eindruck hatte, als ob ich vieles von dem Gelesenen schon früher gehört oder gelesen hatte.
Danach kam ein Teil, in dem sich vieles, was ich im ersten Teil gelesen hatte, wiederholte, ohne dass es einen Mehrwert für das Verständnis über die Gruppe hatte. Diesen Teil hätte ich nicht gebraucht und er hat die Biografie unnötig aufgebauscht.
Im letzten Teil beschäftigt sich der Autor mit den Liedern der Band. Da hat mir der Vergleich zu der damals herrschenden gesellschaftlichen und politischen Situation gut gefallen und ich sehe einige meiner Lieblingssongs in einem neuen Licht. Aber insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt und ich werde in Zukunft lieber bei den Liedern als beiden weiteren Teilen der Biografie bleiben.