Seit dem Fall Snowden ist es offensichtlich: Wir haben die Kontrolle verloren. Das gilt für alle – für Regierungen, Unternehmen, Individuen. Im täglich weiter anschwellenden Datenstrom, in den sich die Welt verwandelt hat, wird kopiert, geklaut, geschnüffelt, systematisch überwacht. Wie sollen wir damit umgehen? Michael Seemann bezieht dazu eine radikale Position. Er plädiert dafür, den Kontrollverlust zu akzeptieren und uns mit seinen Mechanismen vertraut zu machen. Wenn wir schwimmen lernen, anstatt uns der übermächtigen Welle entgegenzustemmen, kann sie uns nicht umwerfen. In seinem Buch fasst Seemann zusammen, was wir dafür wissen müssen. Und er macht konkrete Vorschläge für eine Gesellschaft, in der Ordnung, Wissen und Macht nicht mehr funktionieren werden wie gewohnt. Wer »Das neue Spiel« gelesen hat, versteht die komplexen Diskurse, die das digitale Zeitalter mit sich bringt, und erkennt dessen Potenzial – in negativer, aber auch in positiver Hinsicht.
Michael Seemann, auch bekannt als @mspro, ist Kulturwissenschaftler, Netztheoretiker, Blogger, Dozent und Autor. Er betreibt einen populären Podcast zu Netzpolitik und Weltgeschehen (wir.muessenreden.de) und schreibt seit 2010 über den Verlust der Kontrolle über die Daten (ctrl-verlust.de) sowie u.a. für ZEIT-Online, SPIEGEL-Online, SPEX, das Kulturmagazin DU. Das neue Spiel entsteht selbst nach den neuen Spielregeln. Über Crowdfunding mehr als erfolgreich vorfinanziert, zeigt es die Kraft von Vernetzung und Vertrauen; den Fortgang des Projekts macht der Autor laufend auf seinem Blog mspr0.de transparent.
Ich mach' mir ein bisschen Sorgen um meine politischen Ansichten. In diesem Buch lese ich Sätze wie: »Im Grunde ist Vollüberwachung jetzt ein dauerhafter Zustand, mit dem wir leben lernen müssen.« Oder: »Echte Netzpolitik ist nur gegen den Staat möglich, nicht mit ihm.« Oder: »Es wird Zeit, das Wehklagen der Nostalgiker zu ignorieren.« Und ich denke: Der Mann hat recht.
Der erste Teil des Buches wirkt noch ein wenig wie eine Fleißarbeit, ein Etablieren von Begrifflichkeit, die so oder auch anders sein könnte. Im zweiten Teil fliegt das Buch dann regelrecht auseinander. Die Thesen sind plausibel und konsequent, aber sie ergeben kein kohärentes Weltbild mehr. Keine Utopie, die wir anstreben könnten, sondern eine offene Welt, über die sich eigentlich nur sagen läßt, dass sie in vieler Hinsicht anders ist als alles, was wir kennen.
Ein paarmal fällt er seiner eigenen Courage ins Wort. Zum Beispiel, wenn es um die Überwachung geht, die er einerseits als unvermeidlich und dauerhaft diagnostiziert, und dann heißt es im nächsten Satz: »Gegen manche Dinge jedoch kann immer noch gekämpft werden«. Wie jetzt? Wofür kämpfen? Kontrollverlust oder nicht? Das wirkt wie eine Konzession an die allgemeine netzpolitische Empörung, und eine Inkonsequenz gegenüber den eigenen Thesen.
Da wird einerseits beobachtet, die Macht der Nationalstaaten nehme ab. Andererseits nehme die der Geheimdienste zu, weil sie zu einem nationenübergreifenden Überwachungskomplex werden. (»Sie sind auf die NSA angewiesen wie wir auf Facebook.«) Worin, allerdings, sollte die Macht eines Geheimdienstes bestehen, wenn die zugrundeliegende Macht der Nationalstaaten abnimmt? Und schließlich: Die Geheimdienste seien, so heißt es, ihrerseits verwundbar durch den Kontrollverlust, weil man ihnen plötzlich auf die Finger schauen kann. Aber warum sollte ihnen das etwas ausmachen?
Und manchmal stürzt die riskante Offenheit, die das Buch aufspannt, dann doch in rosafarbenen Kitsch: »Stellen wir uns ein Netz ohne Grenzen vor, ein Weltwissen ohne Zugangsbeschränkung, eine Remix-Kultur ohne Transaktionskosten, eine ungebändigte Kreativität, in der jeder Gedanke und Text oder Film unmittelbar anschlussfähig bleibt und zu neuen Gedanken führen kann, für jede und von jedem, weltweit.«
Aber diese Ungereimtheiten und Ausrutscher ändern für mich nichts an der Leistung und Wichtigkeit des Buches. »Dieser Prozess ist als Horrorgeschichte erzählbar oder als ein Akt kollektiver, gegenseitiger Bewusstwerdung.« Packen wir's an.
Den Punkt Abzug bei der Bewertung muss ich mir selbst zuschreiben: Warum habe ich das Buch nicht bei seinem Erscheinen gekauft und gelesen? Heute ist es nicht mehr ganz aktuell und einige der Einschätzungen/ Lösungsvorschläge stellen sich angesichts der Verquickung der Staaten (vor allem, aber nicht nur der USA) mit den großen Plattformen etwas anders, nämlich weniger optimistisch dar. Aber im Prinzip macht das nichts, denn grundsätzlich bleibt der Text erhellend und ist auch aktuell, da seine Argumentation bisher mitnichten durchgedrungen ist, aber definitiv mehr Aufmerksamkeit der allgemeinen Öffentlichkeit verdient hätte.
Warum? Seemanns Grundproblem steht bis heute quer nicht nur zum staatlichen Narrativ oder dem der Plattformen selbst, sondern auch zu der des netzkritischen Mainstreams, wie u.a. die Debatte um Altersbeschränkungen für den Zugang zu den Social Media für Jugendliche zeigt. Der Autor ist nämlich nicht für mehr Datenschutz und immer mehr Regulierung, sondern plädiert dafür, die negativen Effekte des totalen Kontrollverlusts über die Daten anzunehmen, weil sie das kleinere Übel darstellen und Kontrollverlust die Bedingung für ein wirklich freies und produktiv nutzbares Netz ist. Klingt paradox, ist aber logisch: Das Internet ist eine dezentrale Struktur, die es prinzipiell einem jeden Mitglied im Netzwerk ermöglicht, mit einem beliebigen anderen in Kontakt zu treten und Daten (=Informationen) auszutauschen. Bestes Beispiel: Habe ich einen interessanten Text als PDF, kann ich ihn beliebig vielen meiner am Thema interessierten Bekannten zu einem Preis zukommen lassen, der nahe Null liegt. Damit könnte ich dem Verfasser, meist allerdings dem hinter ihm stehenden Verlag, Einkünfte entziehen, weshalb es die kapitalistische Verwertungslogik erforderlich macht, die dezentrale Struktur der Informationsweitergabe zugunsten einer zentralen Zugangsbeschränkung aufzuheben. Über Napster konnte man mp3-Files beliebige tauschen, bis die Musikindustrie eine kontrollierte Zugangsbeschränkung durchsetzte, die Bezahlkunden bevorzugt. Damit wird durch die Forderung nach Zugangskontrolle dem diesen Zugang verwaltenden Plattformbetreiber Macht eingeräumt, die er vorher nicht hatte. Mit jedem den Informationsfluss beschränkenden Eingriff wird die potentiell allen zur Verfügung stehende Datenmenge der verdateten Welt eingegrenzt und verknappt, womit man Geld verdienen (für die Freischaltung) oder Macht akkumulieren (was oft dasselbe ist) kann. "Macht" bedeutet in diesem Falle jedoch auch, dass die Exklusivität einer Information, die z.B. "nur" Geheimdiensten zugänglich ist, jenseits aller öffentlichen Kontrolle zu Manipulationen, Diversionen, gezielten Tötungen, Erpressungen, Einschüchterung usw. genutzt werden kann. Wären alle Daten von meinem Porno-Konsum bis hin zu Hate-Speech frei verfügbar, würde hingegen nicht mehr passieren, als dass ich mich a) von meiner Scheinmoral befreien und ehrlich zu mir stehen müsste, womit der inkriminierende Effekt verpufft, und ich b) eine andere, nämlich meine Macht nutzen müsste/ könnte, mir unliebsame Follower zu blocken. Niemand sollte das Recht haben im Internet gehört zu werden; aber niemand sollte sich auch das Recht vorbehalten können, andere vom Reden (ins Allgemeine hinein) auszuschließen. "Mein" Internet wären dann die Antworten, die ich auf "meine Fragen" bekomme und der Austausch mit den Menschen, mit denen Kontakt zu halten oder in Kontakt zu treten ich für gut und richtig befinde (ohne Vorschlagsrecht für "Freunde", "Nachrichten" oder Kaufempfehlungen durch eine andere Instanz).
Blauäugig? Seemann ist sich der Tatsache bewusst, dass er die Problematik einer Bedrohung der Netzfreiheit vom Staat, den Geheimdiensten oder den Plattformbetreibern weg und hin zu uns Nutzern verschiebt. Aber das ist nur konsequent, denn weder die an Überwachung und Kontrolle ihrer Bürger interessierten Staaten noch die international vernetzten Geheimdienste und erst Recht nicht die am Geld interessierten Plattformbetreiber haben ein wirkliches Interesse an einem freien Netz und dem freien Austausch von Kulturgütern, Meinungen und dezentraler Organisationsmacht. Das Gerede von "Datenschutz" oder einem "Recht an seinen Daten", so zeigt Seemann überzeugend, ist ohnehin lächerlich, denn geschützte Daten gibt es schon lange nicht mehr. (Das Buch ist von 2014 ;-) und bezieht sich auf Enthüllungen, die sich aus WikiLeaks ergeben, aus denen zu lernen die Medien durch ihre sensationsfixierte Berichterstattung systematisch verunmöglicht haben.) Sowieso schreien die Leute nach Datenschutz, wenn jemand anhand einer ID- Nummer oder mittels Klarnamenpflicht identifiziert werden soll, haben aber längst all ihre Adressdaten, die Namen und die Anschriften der Familienmitglieder, denen sie über Amazon ein Weihnachtsgeschenk zukommen lassen etc., im Netz öffentlich gemacht. Öffentlich? Klar, Amazon kennt sie und nutzt sie gezielt für Ansprachen und Werbung und der BND sowie die NSA und all die anderen kennen die Angaben auch und können sie - besser als Amazon - noch mit Flugbuchungs- oder Hotelübernachtungsdaten etc. abgleichen und daraus Profile erstellen, die wie Trumpfkarten funktionieren: Werden sie gebraucht, kann man sie ziehen.
Nichts Neues. Das wissen im Prinzip alle, aber warum interessiert es nicht wirklich? Nun, die Trumpfkarten bleiben in der Hand der Dienste, solange sie nicht gebraucht werden, was den Internetnutzern die Illusion gibt, die Vorteile der Datenfreigabe überwögen das Risiko des Verlusts über ihre Kontrolle bei weitem. Daher hat Seemann Recht: Was wir sowieso tun, sollten wir nicht bejammern, sondern zur Grundlage unseres Handelns machen. Das kann also nur darin bestehen, die Plattformmacht misstrauisch zu beobachten und konsequent gegen alle Versuche ihres missbräuchlichen Gebrauchs durch meist analoge Gewalten (also den Staat!) vorzugehen. Wie man mit den neuen und im Buch noch nicht berücksichtigten Gefahren der KI und des Suchtpotentials etwa von TikTok umgehen sollte, sind dann Fragen zum Weiterdenken, wobei die zu diskutierenden Antworten jedoch nicht hinter den hier erreichten Stand der Einsicht zurückfallen sollten: Verbote und regulierende Einschränkungen sind nicht zielführend; es kommt darauf an, die positiven Freiheiten einer Nutzung FÜR sozial und pädagogisch akzeptable Zwecke zu stärken.
Eigentlich behandeln die bisherigen Bemerkungen nur den zweiten Teil des Buches und hier besonders die am Ende formulierten 10 Thesen zum Umgang mit den skizzierten Problemen. Im Teil I beschreibt Seemann in populärer Sprache, aber deswegen nicht allzu vereinfachend, wie der Aufbau und die grundsätzliche Struktur des WWW wie die der Suchalgorithmen etc. seine Folgerungen stützen. Erklärt wird, wie das Netz über seine Knoten funktioniert, wie darüber Oberflächen errichtet werden (Plattformen), die (und warum sie) zur Konzentration und dazu neigen, dass es auf einem Gebiet am Ende nur noch einen Anbieter gibt, der alle anderen platt macht. Nebenbei fallen erhellende Bemerkungen, die fragmentarisch Einblick in das Wesen der Plattformökonomie geben. So war mir vorher z.B. nicht klar, warum man etwa den ÖPNV als "Plattform" behandeln kann und welche Einsichten das mit Blick auf künftige ökonomische Entwicklungen bereit hält. Wer sich darüber informieren will, mag selbst nachlesen. Das Buch ist - bis auf die geschilderten Begrenzungen - gut gealtert und immer noch lesenswert, wenn es um das Verständnis von Facebook & Co. und das interessengetriebene Geschwafel von europäischen Servern, einer europäischen Netzinfrastruktur usw. geht, die alle das Problem nicht lösen, aber der Telekom und anderen einschlägig Interessierten neue Gewinnmöglichkeiten eröffnen würden. (Wenn man das überhaupt befürworten möchte, dann lediglich als Übergangslösung, um die Machtkonzentration bei amerikanischen Betreibern zu reduzieren und sie gegen die bei europäischen Pendants einzutauschen.) Los werden wir das Elend jedenfalls nur, wenn wir das Profitprinzip als Treiber der Schließung und Zentralisation von Datenverwendung beenden, also das System der Datenerhebung- und Nutzung insgesamt verändern. Aber um Mehrheiten dafür zu bekommen, muss Otto Normalverbraucher erst einmal verstehen, was das existierende System an bösen Überraschungen für ihn bereit hält. Dazu ist das Buch geschrieben.
Also empfehlenswert für alle, die eine andere Sicht auf das Thema Datenschutz gewinnen und die Utopie von einem offenen Netz nicht aufgeben wollen.
Ich denke, es lohnt sich das Buch zu lesen. Für jeden.
Auf jeden Fall lohnt es sich bei jenen, die sich für kulturelle Entwicklungsprozesse interessieren. Aber auch für die Menschen, die sich zeitweilig überfordert mit der Datenflut, oder auch ansatzweise ohnmächtig gegenüber der massenhaften Datenerfassung, fühlen.
Auch wenn man nicht komplett alles, was aufgrund der Komplexität des Themas verständlich ist, gleich im ersten Moment verstehen mag, bin ich mir doch sicher, dass es viele zum Weiterdenken anregen, und die Entwicklung eines besseren Verständnisses für solche Zusammenhänge fördern wird. Zwei Eigenschaften, die unsere Gesellschaft dringend nötig hat, besonders in der stetig wachsenden Digitalisierung unserer Welt.
Hier ein Einblick zu einer von vielen markanten Erkenntnissen aus dem Buch (keine Spoiler-Gefahr) :
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[…] hat zur Folge, dass wir oft mehr mit Daten interagieren als mit der physischen Welt […] Es ist, als würde alles von einem immer dichter und mächtiger werdenden digitalen Layer überformt (*1), der unser Leben nicht nur repräsentiert, sondern in alle Richtungen erweitert. Ein Großteil unserer Arbeitswelt und unserer Freizeit spielt sich bereits in diesem Layer ab. Darin gelten andere Regeln als in der physischen Welt. Der Umgang mit virtuellen Dingen eröffnet andere Möglichkeiten als der mit festen Gegenständen. Ökonomen nennen physische Güter - wie ein Auto oder eine Tasse - »rivalisierend«, das heißt, ich stehe mit allen anderen Menschen in Konkurrenz um dieses Gut. Wenn ich die Tasse weggebe, steht sie mir nicht mehr zur Verfügung. Anders verhält es sich mit informationellen Gütern: Einen Witz kann ich erzählen, ohne dass ich hinterher einen weniger besitze. Diejenige, der ich den Witz erzählt habe, kann ihn ihrerseits weitererzählen, ohne dass sie oder ich davon einen Nachteil haben. Informationen sind nichtrivalisierend. […]
[…] Eigentum ist ein Konzept, das prima auf die physische Welt passt. Entweder die Tasse gehört mir oder sie gehört die. Weil wir sie nicht gleichzeitig nutzen können, haben wir das Konzept des Eigentums, das darüber entscheidet, wer wen von der Nutzung ausschließen darf. Bei geistigem Eigentum dagegen stellt sich die Frage, was das überhaupt soll […]
[…] Viele wollen all die nichtrivalisierenden Güter der digitalen Welt gern unter der Eigentumslogik belassen. Sie sprechen von Raub, Piraterie oder Diebstahl, wenn Daten kopiert werden, obwohl es niemanden gibt, der nach diesem »Diebstahl« weniger hat als vorher. Das Konzept des »geistigen Eigentums« hat ganz gut funktioniert, solange Inhalte an eine physische Form gebunden waren. Mit der fortschreitenden Verdatung der Welt wird es infrage gestellt - und zu einer der entscheidenden Güterverteilungsfragen der Zukunft. […]
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[…] Neuordnung der Verhältnisse durch die Query (=Abfrage, Suchauftrag). Institutionen verlieren an Macht, da sie besser kontrolliert werden können, Konkurrenz bekommen und an Vertrauen verlieren. Wir dagegen gewinnen an Macht. Wenn wir einander über die Query suchen und finden, brauchen wir keine externen Instanzen mehr, die Komplexität reduzieren und Transaktionskosten gering halten. Diese Emanzipation hat aber ihren Preis. Die Query erweitert nicht nur meine Möglichkeiten, sondern vor allem die der anderen. Wenn wir die Query und ihr Potential erfassen wollen, müssen wir unsere Sicht umkehren: wir dürfen nicht vom Suchen her denken, sondern vom Gefundenwerden. Nur wenn ich Daten von mir preisgebe - wenn ich sage wer ich bin, was ich will, was ich habe, was ich liebe, für was ich kämpfe, welche sexuellen Präferenzen ich habe, wie ich über alles mögliche denke - werden die anderen mich finden. […]
Ein unpolitisches Buch, welches versucht sich mit absurd technischen Erklärungen zu rechtfertigen. „Alles was ein Computer tut, ist auf der Hardwareebene kopieren, also müssen Daten frei fließen können“
„Wer speichert denn noch Sachen? Wenn ich einen Film zum zweiten Mal gucken will, streame ich ihn halt nochmal.“ Nein. Denn meine Internetverbindung ist zu schlecht. Alles, was so ein Satz sagt ist: Wenn du nicht in der Großstadt wohnst hast du halt Pech gehabt. Dein Problem.
Flüssig geschriebenes, nicht hundertprozentig zu Ende gedachtes Sachbuch über unsere digitale Zukunft, Überwachung, soziale Netzwerke usw. Viele Vergleiche, die Seeman heranzieht, kommen mir arg bemüht und vor allen Dingen zu stark vereinfacht vor, zumal er die Rolle, die vor allen Dingen die Wirtschaft in Digitalien derzeit spielt und spielen wird, viel zu stark ausblendet. Yvonne Hofstetters Buch "Sie wissen alles" bietet eine konsequentere, genauere Analyse und den schärferen Kristallkugel-Blick.
The book you should recommend your local politicians, your parents, your siblings and your colleagues. It does a remarkable job at explaining the effect the Internet has on a global scale without requiring a familiarity with the technical aspects of computing and networking.