Kala liebt es zu trainieren, für sie bedeutet Leben Bewegung. Allerdings hasst sie die Teamtrainingseinheiten - sie ist Einzelkämpferin, kein Teamplayer. Bis sie eines Tages ihrem Trainingspartner Alad näherkommt und feststellt, dass es noch andere Dinge außer dem Training und die Vorbereitung auf Endgame gibt. Gemeinsam fliehen sie aus dem Trainingslager, um ein neues Leben anzufangen. Allerdings beginnt dieses neue Leben anders als gedacht...
James Christopher Frey is an American writer and businessman. His first two books, A Million Little Pieces (2003) and My Friend Leonard (2005), were bestsellers marketed as memoirs. Large parts of the stories were later found to be exaggerated or fabricated, sparking a media controversy. His 2008 novel Bright Shiny Morning was also a bestseller. Frey is the founder and CEO of Full Fathom Five. A transmedia production company, FFF is responsible for the young adult adventure/science fiction series The Lorien Legacies of seven books written by Frey and others, under the collective pen name Pittacus Lore. Frey's first book of the series, I Am Number Four (2010), was made into a feature film by DreamWorks Pictures. He is also the CEO of NYXL, an esports organization based in New York.
Nachdem ich mit "Chiyokos Mission" die erste Novelle zur "Endgame"-Trilogie gelesen habe, musste auch dringend die zweite Kurzgeschichte her und ich war gespannt wie ein Flitzebogen, denn die erste Geschichte hat mir sehr gut gefallen, sodass ich hier ein ähnliches Niveau erwartet habe. Und zum Glück war auch diese Geschichte mehr als gut!
An sich ist die Geschichte spannend und detailliert geschrieben, sodass man sich nicht nur Kala, sondern auch das Trainingscamp sehr gut vorstellen konnte, allerdings habe ich einen kleinen Kritikpunkt, der mich doch etwas gestört hat: Der Titel "Kalas Rache" klingt auf den ersten Blick toll, jedoch verrät er bereits viel zu viel, wenn man auf den ersten Seiten schon feststellt, in welche Richtung die Geschichte gehen könnte. Hier hätte ich mir einen anderen Titel gewünscht, der nicht unbedingt schon verrät, wohin es für Kala geht.
Ansonsten muss man James Frey für seine Ideen und Ausführungen ein Kompliment aussprechen. Er hat es erneut geschafft, seine Figuren auf gerade einmal knapp vierzig Seiten perfekt zu präsentieren, sodass man sich ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Besonders Kala hat mir dabei sehr gefallen.
Sie lebt in einem Trainingslager, nachdem man sie im frühen Kindesalter von ihren Eltern getrennt hat. Grund dafür ist, dass sie eine potentielle Kandidatin ist, um als Spielerin ausgewählt zu werden, allerdings ist sie sich nicht einmal so sicher, ob sie dies tatsächlich werden möchte. Während Chiyoko also in der ersten Novelle gar nicht abwarten konnte, sich als Spielerin zu behaupten, bekommt man es hier mit einem Mädchen zu tun, das noch ihren Platz in der Welt sucht und am liebsten ein ganz normales Leben führen möchte. Hierbei denkt sie auch immer wieder an ihre Familie, an die sie sich zwar nicht mehr erinnern kann, aber die sie unbedingt noch einmal sehen möchte. Ihr Trainingspartner Alad ist dagegen das genaue Gegenteil. Zwar macht auch er sich Gedanken, wie es nach dem Trainingscamp und die Zeit nach dem Spieler-Dasein ablaufen wird, allerdings wirkt er weitaus abgeklärter als Kala. Während sie daran zweifelt, ob sie Spielerin werden möchte, ist dies für Alad sein Lebensziel. Er ist felsenfest davon überzeugt, dass er zum Spieler ernannt wird und kann sich gar nicht vorstellen, dass es Kala oder gar jemand anderes werden könnte.
Der weitere Verlauf der Geschichte wird spannend und authentisch erzählt. Kalas Gedanken und ihr Handeln sind interessant und haben zum Ende hin eine Gänsehaut bei mir erzeugt. Ich bin schon sehr gespannt, welche Rolle sie in "Endgame" spielen wird - falls sie überhaupt darin vorkommt.
Das Cover ist wieder einmal schlicht, aber durchaus passend, weil es gut zur anderen Novelle passt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen. Lediglich der Titel ist hierbei zu kritisieren, aber dies habe ich ja bereits in aller Ausführlichkeit erklärt.
Insgesamt ist "Kalas Reihe" eine packende und interessante Novelle, die mich von der ersten Seite an begeistert hat. Wer also den ersten Band zur "Endgame"-Trilogie noch nicht gelesen hat oder gar unschlüssig ist, sollte diese Novelle auf jeden Fall lesen. Wer "Endgame" jedoch bereits gelesen hat, dürfte hierbei nicht unbedingt die neuesten Erkenntnisse erhalten. Ich werden jedenfalls so bald wie möglich endlich zum ersten Band "Die Auserwählten" greifen und kann diese Novelle nur empfehlen!
Erste Sätze Es beginnt in Bewegung. Für Kala heißt Leben Bewegung.
Klappentext Kala liebt es zu trainieren, für sie bedeutet Leben Bewegung. Allerdings hasst sie die Teamtrainingseinheiten - sie ist Einzelkämpferin, kein Teamplayer. Bis sie eines Tages ihrem Trainingspartner Alad näherkommt und feststellt, dass es noch andere Dinge außer dem Training und die Vorbereitung auf Endgame gibt. Gemeinsam fliehen sie aus dem Trainingslager, um ein neues Leben anzufangen. Allerdings beginnt dieses neue Leben anders als gedacht...
Meine Meinung Die Geschichte ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben. Dabei wird sich auf die Sicht von Kala konzentriert, die nur 5Sigma genannt wird. Von klein auf werden verschiedene Kindern aus jeder Kohorte der Sumerer entrissen und zum Camp gebracht, wo sie Sprachen lernen, Kampftraining bekommen – also ausgebildet werden, um der nächste Spieler zu sein. Den Namen Kala hat sie sich selbst gegeben, da sie die Namen, die den Spieleranwärtern gegeben werden, zu unpersönlich findet. Sie sehnt sich nach ihrer Vergangenheit und Liebe, doch sie weiß es zu verbergen, bis sie auf Alad aufmerksam wird. Ihm erzählt sie all ihrer Ängste und Träume, weil sie etwas lernt, was zu gefährlich ist, denn es ist die Liebe. Ich konnte ihre Handlung gut nachvollziehen, auch wenn sich letztlich herausstellt, dass sie keine Wahl hat.
Die Geschichte ist rasant, spannend und interessant. Ich finde es interessant zu erfahren, wie die Sumerer ihre Spieler auswählen, denn es folgt berechnend. Man trainiert viele und sucht sich den Spieler aus, der den Spieler davor ablösen soll und passend ist. Für mich ist die Art der Auswahl logischer, auch wenn den Nichtspielern leider die Schulbildung fehlt. Ich hätte es wichtig gefunden, wenn die Kinder diese zusätzlich erhalten würde, kann aber auch nachvollziehen, dass das nicht unbedingt Priorität hat.
Bewertung Eine interessante Kurzgeschichte, in der man das Auswahlverfahren der Sumerer kennenlernt und eine ganz andere Kala, wie man sie aus Endgame gewohnt ist. Ich gebe der Geschichte
Kala wurde von ihrer Familie getrennt, um als Spielerin für Endgame ausgebildet zu werden. Doch Kala wehrt sich innerlich dagegen. Sie ist zwar gut, doch sträubt sie sich, als endgültige Spielerin ausgewählt zu werden. Zusammen mit Alad, ihrem heimlichen Freund, versucht sie, die Zeit so gut wie möglich hinter sich zu bringen. Doch dann wird sie ausgewählt und muss sich von ihrem alten Leben trennen. Dies kann Kala aber nicht und zusammen mit Alad flieht sie, um ein neues Leben zu beginnen.
Kala ist eine der härtesten Spielerinnen in Endgame. Doch war sie dies nicht immer. Sie hatte Angst, sehnte sich nach einer Familie und wollte eigentlich nur eines: ein normales Leben.
Doch ihr Training verbietet ihr solche Gedanken und so lebt sie von einem Tag zum anderen und hofft, die Zeit bis zu ihrem 20. Geburtstag einfach nur zu überleben. Denn dann kann sie nicht mehr an Endgame teilnehmen.
Es kommt jedoch alles anders, als gedacht. Und Kala schleicht sich mit ihrem Mut, ihrem Widerspruch und ihren Gedanken ein bisschen mehr in mein Herz. Sie wird zu einer Kampfmaschine gemacht, ohne dass sie es will. Und ein mächtiger Verrat drängt sie dazu, sich nur noch einem zu widmen: Endgame.
Diese Kurzgeschichte war hochinteressant und hat mir von den bisher drei erschienenen am Besten gefallen.