Der zwölfte Band der bekannten Krimireihe mit Capitaine Roger Blanc
Juni in der Provence, mit dem Sommer kommen die Touristen – gerade auch nach Saint-Rémy, einem der schönsten Orte in Südfrankreich. Ganz in der Nähe des malerischen Städtchens erheben sich die Alpilles, ein Gebirgszug mit schroffen Felsgipfeln und dicht bewaldeten, fast menschenleeren Tälern. Und genau zwischen Stadt und Bergen, zwischen Betriebsamkeit und Einsamkeit, erstreckt sich die seit mehr als anderthalb Jahrtausenden verlassene antike Metropole Glanum, das "Pompeji der Provence". Inmitten der Ruinen arbeitet ein junger Archäologe der Sorbonne, der mit seiner Chefin und einem Kollegen für einige Wochen eine Ausgrabung durchführen soll. Routine, so scheint es. Bis der Forscher eines Nachts im düsteren Schacht einer Quelle ermordet wird, die schon den Kelten, den Griechen und den Römern heilig war. Blanc und seine Kollegen Marius Tonon und Fabienne Souillard, beide aus privaten Gründen angeschlagen, nehmen die Ermittlungen auf und finden bald heraus, dass der Tote nicht nur seinen offiziellen Forschungen nachging, sondern sich auch auf einer geheimnisvollen Suche befand – einer Suche, die ihn möglicherweise das Leben gekostet hat.
Mord in der Provence – Capitaine Roger Blanc
Band 1: Mörderischer Mistral
Band 2: Tödliche Camargue
Band 3: Brennender Midi
Band 4: Gefährliche Côte Bleue
Band 5: Dunkles Arles
Band 6: Verhängnisvolles Calès
Band 7: Verlorenes Vernègues
Band 8: Schweigendes Les Baux
Band 9: Geheimnisvolle Garrigue
Band 10: Stille Sainte-Victoire
Band 11: Unheilvolles Lançon
Band 12: Rätselhaftes Saint-RémyDer zwölfte Band der bekannten Krimireihe mit Capitaine Roger Blanc
1965 in Flensburg geboren, studierte in Köln und Washington Anglo-Amerikanische Geschichte, Alte Geschichte und Philosophie und lebt heute mit seiner Familie in der Provence.
Seit einigen Jahren Redakteur bei GEO sowie Geschäftsführender Redakteur des Geschichtsmagazins GEO EPOCHE. Außerdem schreibt R. historische Romane und Sachbücher.
Spannende Ermittlungen in der Provence Klappentext: Juni in der Provence, mit dem Sommer kommen die Touristen, gerade auch nach Saint-Rémy, einem der schönsten Orte in Südfrankreich. Ganz in der Nähe des malerischen Städtchens erheben sich die Alpilles, ein Gebirgszug mit schroffen Felsgipfeln und dicht bewaldeten, fast menschenleeren Tälern. Und genau zwischen Stadt und Bergen, zwischen Betriebsamkeit und Einsamkeit, erstreckt sich die seit mehr als anderthalb Jahrtausenden verlassene antike Metropole Glanum, das »Pompeji der Provence«. Inmitten der Ruinen arbeitet ein junger Archäologe der Sorbonne, der mit seiner Chefin und einem Kollegen für einige Wochen eine Ausgrabung durchführen soll. Routine, so scheint es. Bis der Forscher eines Nachts im düsteren Schacht einer Quelle ermordet wird, die schon den Kelten, den Griechen und den Römern heilig war. Blanc und seine Kollegen Marius Tonon und Fabienne Souillard, beide aus privaten Gründen angeschlagen, nehmen die Ermittlungen auf und finden bald heraus, dass der Tote nicht nur seinen offiziellen Forschungen nachging, sondern sich auch auf einer geheimnisvollen Suche befand, einer Suche, die ihn möglicherweise das Leben gekostet hat.
„Rätselhaftes Saint-Rémy“ ist der 12. Band der Krimireihe um Capitaine Roger Blanc von Cay Rademacher.
Ich liebe diese Krimireihe seit dem ersten Band. Ich mag den kauzigen und unkonventionellen Capitaine Roger Blanc der, wenn es darum geht einen Fall zu lösen, sich nicht darum schert was seine Vorgesetzten von ihm verlangen. Das hat ihm schon seine Versetzung von Paris in die Provinz eingebracht.
Die Ermittlungen zu dem Fall gestalten sich schwierig. In der antike Metropole Glanum wurde eine männliche Leiche gefunden. Es handelt sich dabei um einen jungen Archäologen der Sorbonne. Allerdings hat der junge Archäologe nicht nur an den vorgesehenen Orten seinen Untersuchungen nachgegangen, er hat sich auch öfter an abgelegenen Orten aufgehalten. Bei den Ermittlungen stoßen Capitaine Roger Blanc und sein Team auf einen 20 Jahre zurückliegenden Vermisstenfall. Damals ist eine dreiköpfige Familie verschwunden und bis heute nicht aufgetaucht. Wie und ob die beiden Fälle zusammenhängen, müsst ihr selbst lesen.
Es macht Spaß mit zu ermitteln, abzuwägen und zu rätseln wer der Täter ist. Es gab verschiedene Verdächtige, es gab auch verschiedene Motivansätze. Bis der wahre Täter gefunden wurde war ein schwieriger Weg. Der Autor weiß einfach, wie er seine Leser*innen in die Irre führen und wie er Spannung erzeugen kann. Der Schreibstil von Cay Rademacher gefällt mir sehr gut. Er versteht es seinen Protagonisten Leben einzuhauchen, beschreibt die Landschaft so, dass man sie vor seinem inneren Auge sehen kann. In jedem Band der Krimireihe gibt es neue Orte und Sehenswürdigkeiten zu entdecken, was immer sehr interessant ist. Wie immer sind auch die Charaktere sehr facettenreich und gut in Szene gesetzt. Capitaine Roger Blanc und sein Team sind ja mittlerweile sehr gut bekannt und ich mag sie in jedem Band noch ein bisschen mehr.
Die Hauptsequenz des Inhalts liegt bei den Ermittlungen aber auch das Private liest sich gut. Es bringt einen den Kommissar etwas näher und ist ein Bindeglied zwischen den einzelnen Bänden der Krimireihe. Die Fälle sind in sich abgeschlossen. So kann auch „Rätselhaftes Saint-Rémy“ unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden. Aber ich denke spätestens nach einem Band wird auch dich die Sucht erfassen.
Die antike Stadt Glanum wird auch als das "Pompeji der Provence" bezeichnet. Hier arbeitet eine Gruppe von der Sorbonne, der man einige Wichen für Ausgrabungen zugestanden hat. Aber diese Arbeit wird jäh unterbrochen, als einer der jungen Archäologen ermordet wird. Der Tatort ist eine Quelle, die den Griechen und Römern aus den alten Zeiten heilig war. Capitaine Roger Blanc und seine Kollegen ermitteln in einem Fall, hinter dem mehr steckt, als man anfangs vermuten würde.
Gleich zu Anfang gibt es eine Bemerkung, die mich überrascht hat: Roger Blanc ist erst seit elf Monaten in der Provence, aber in diesen elf Monaten ist viel passiert. Er und seine Kollegen haben die verschiedensten Fälle gelöst und sind dadurch zu einem echten Team zusammengewachsen.
Dieser Fall verlangt ihnen viel ab. ist es eine Beziehungstat, hat der Tote den heiligen Brunne entweiht oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Und was ist mit der Bemerkung der Eltern des Toten, dass Glanum ein böser Ort sei? Bald wird deutlich, dass die Spur in die Vergangenheit führt und dass auch die Leiterin des Museums und ihre Familie anscheinend darin verwickelt ist. Dafür spricht, dass der Tote nicht nur in der Ausgrabungsstätte nach etwas gegraben hat, sondern im übertragenen Sinn auch in der Gegend um Glanum.
Cay Rademacher legt im neuesten Fall für Roger Blanc ein Netz von Spuren, in dem sich die Ermittler immer wieder verfangen. Mir gefällt, dass er den Fokus nicht nur auf den Fall, sondern auch auf die Charaktere legt, das macht die Handlung rund und für mich eine gute Geschichte aus, egal in welchem Genre. Und auch wenn ich schon eine Idee über die Vergangenheit des Opfers hatte, hat mich der Autor über den Täter und sein Motiv bis zum Schluss im Dunkeln gelassen.
In den Ruinen des „Pompeji der Provence“ nahe St. Rémy arbeiten in den Sommermonaten drei Archäologen der Pariser Sorbonne. Das Gelände ist für sie besonders attraktiv, weil hier Griechen auf den Mauern der Kelten bauten und Römer auf denen der Griechen. Als Gaspard Rouge, einer der wissenschaftlichen Assistenten, ermordet im Schacht einer heiligen Quelle gefunden wird, tritt das Team von Roger Blanc mit verminderter Kraft an. Die schwangere Fabienne Souillard fühlt sich im Dienst von Blanc ganz zu Unrecht überbehütet – und über Marius Thonons Probleme ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die Ermittlungen ergeben, dass die Blanc bereits bekannte Leiterin der Grabung, Dr. Havel, in Gaspard ihren Traum-Assistenten sah, was in dem überschaubaren Team nicht konfliktfrei verlaufen sein kann. Die Grabung nutzte Rouge offenbar als Vorwand, um außerhalb des Grabungsgeländes eigene Ermittlungen in der Region anzustellen. Dazu gehörte sein Kontakt zu einer leicht kränkbaren selbst ernannten Priesterin. Die Kontaktpersonen des Getöteten haben den Ermittlern viel zu erzählen. Sie wirken anlässlich des Todesfalls beunruhigend ungerührt - und ihre Aussagen widersprechen sich. Als deutlich wird, dass Rouges Eltern in ihren Urlauben jahrelang Dauergäste in St. Rémy waren und vor über 20 Jahren in der Region spurlos verschwanden, liegt ein Zusammenhang nahe zwischen dem aktuellen Fall und den erfolglosen Ermittlungen damals, als Gaspard 3 Jahre alt war. Das Team Blanc sieht sich mit einem historisch bedeutsamen Ruinengelände konfrontiert und Zeugen, die in der Region und miteinander eng verbunden sind. Wie im Krimi so oft, stellt sich die Frage nach Geld, Karriere, altem Groll oder großen Gefühlen als Tatmotiv. Die Ermittlungen nehmen erst Fahrt auf, als Blanc darüber zu grübeln beginnt, was ein Archäologe in der gebirgigen Gegend finden könnte, das Laien verborgen bleiben würde.
Fazit Wie bereits im Band „Verhängnisvolles Calès“ hat mich hier der archäologisch interessante Schauplatz begeistert, an dem von Blancs Team zunächst eine überschaubare Zahl an Zeugen zu vernehmen ist. Als außer der Generation des Ermordeten auch die seiner Eltern in den Focus rückt, zieht die Spannung an – und von einem überschaubaren Fall kann nicht mehr die Rede sein.