Juno Knight ist E-Sports-Profi, Streamerin und bekannt dafür, Gegner in NEON WARFARE ohne Gnade auszulöschen. Dash Nakamura ist der Star der Uni-Rugby-Mannschaft – diszipliniert, zielstrebig, heiß genug, um das Internet mit seinen Thirst Traps kollabieren zu lassen.
Was sie verbindet? Ein viraler Streit. Ein erzwungener PR-Deal. Ein verdammt enger Flur in ihrer gemeinsamen Wohnung.
Was sie trennt? Jeder verdammte Blick. Jede Berührung, die länger dauert als nötig. Und ein Kuss, der nie passiert ist – und den er jetzt um jeden Preis will.
Zwischen ihnen läuft offiziell nichts. Und Trotzdem sind sie Feinde mit Benefits.
Diese Rezension ist mir nicht leicht gefallen, da ich ein großer Fan von Ambra Kerr bin und bisher alle ihre Bücher geliebt habe.
Allerdings... wurde ich mit diesem Buch leider so überhaupt nicht richtig warm. Anders als bei den anderen Büchern von ihr, bin ich ohne große Erwartungen an diese Story ran gegangen und habe mich versucht nicht zu spoilern bzw. groß Infos zu bekommen, abgesehen von den Sportarten um die es sich dreht.
Die Idee von einer Gamerin und einem Rugbyspieler fand ich wirklich interessant und klang mal nach etwas anderem. Mit beiden Themen hatte ich bisher so überhaupt keinen Kontakt, wobei ich Sportromancen gerne lese, weswegen ich die neue Erfahrung toll fand. Leider fehlte mir diesmal in diesem Buch sehr viel..... angefangen bei der Storyline an sich. Zuerst wird man gefühlt in die Geschichte rein geworfen, denn es fängt damit an das wir ohne den Grund zu kennen, erfahren das Dash die Gamerin Juno hasst, ohne sie jemals gesehen zu haben oder etwas mit ihr zu tun gehabt zu haben. Dies wird zwar im laufe der Geschichte aufgeklärt, jedoch in meinen Augen eher spät. Die erste Begegnung mit Juno und Dash fand ich dagegen sehr interessant und auch amüsant. Ich mochte Juno's Schlagfertigkeit und das sie Dash mit offenem Mund stehen lässt. Die Streitereien oder Zankereien waren recht amüsant, allerdings auf Dauer mir zu nervig. Schade fand ich auch das es keine wirklichen Gespräche zwischen den Protas gab, geschweige denn ernste Gespräche. Es kam mir wirklich vor als würde ich hier keine College Leute sehen sondern Grundschüler. Ich fühlte keine emotionale Verbindungen von den Charakteren. Sei es zwischen den Protas, den Freunden oder gar Familienmitgliedern. Alles blieb eher oberflächlich und kühl gehalten. Auch die Gefühle zwischen Juno und Dash konnte ich nicht spüren, selbst den angeblichen Hass von Dash auf Juno nicht.
Ich mochte allerdings die Thematik die eingebunden wurde das Trauer eben zu irrationale Entscheidungen führen kann und die Gefühle sich anders katanilisieren und eben in eine andere Richtung umschlagen können. Was bei Dash gezeigt wurde, wenn auch eher total verwirrend.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Als ich gelesen habe, dass die Protagonistin eine professionelle E-Sportlerin ist, war mein Interesse sofort geweckt. Gamerinnen findet man mittlerweile häufiger in Büchern, aber meistens beschränkt sich das auf Cozy Games oder gelegentliches Zocken. Eine erfolgreiche E-Sportlerin und Streamerin als Hauptfigur sieht man dagegen deutlich seltener.
Juno Knight ist ehrgeizig, schlagfertig und lässt sich von niemandem einschüchtern. Durch ihre Erfolge in NEON WARFARE wird sie an eine Universität in Neuseeland geholt, die von ihrem Ruhm und Können profitieren möchte. Dort trifft sie auf Dash Nakamura, den Star der Rugby-Mannschaft. Während Juno keine Ahnung hat, wer Dash überhaupt ist, kennt er sie sehr genau und macht sie für einige Veränderungen an der Universität verantwortlich. Besonders die Gründung des neuen E-Sport-Teams sorgt für Konflikte, da die Rugby-Mannschaft dafür Platz und Ressourcen abgeben musste.
Das erste Aufeinandertreffen der beiden verläuft entsprechend katastrophal. Dash begegnet Juno mit offener Ablehnung, während sie nicht versteht, warum dieser Typ so einen Groll gegen sie hegt. Die Situation eskaliert endgültig, als er ihr kurzerhand den Energydrink wegnimmt und entsorgt. Verständlicherweise ist Juno wenig begeistert und beschließt, möglichst viel Abstand zwischen sich und dieses wandelnde Ärgernis zu bringen.
Blöd nur, dass das Universum andere Pläne hat. Durch verschiedene Umstände landet Dash ausgerechnet in der Wohnung seiner Schwester Zoe, die wiederum Junos Mitbewohnerin ist. Was Zoe allerdings vergessen hat zu erwähnen: Dash ist genau der Typ, den Juno am liebsten nie wiedersehen würde. Die daraus entstehenden Konflikte sorgen für viele unterhaltsame Szenen und eine spürbare Spannung zwischen den beiden.
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Gaming-Setting nicht nur Dekoration ist. Die Streams, die Community, Fan-Edits, Turniere und die Interaktion mit dem Chat spielen eine aktive Rolle in der Geschichte. Dadurch wirkt Junos Karriere glaubwürdig und lebendig. Auch die Reaktionen ihrer Community auf die ständig eskalierenden Begegnungen mit Dash sorgen immer wieder für unterhaltsame Momente.
Die Romance entwickelt sich aus einer Mischung aus Anziehung, Sturheit und Verdrängung. Beide behaupten lange Zeit, dass zwischen ihnen nichts Ernstes läuft, während ihr Verhalten etwas völlig anderes sagt. Vor allem Dash entwickelt sich dabei zu einer überraschenden Green Flag. Er behauptet zwar regelmäßig, Juno nicht ausstehen zu können, installiert aber extra Social Media, um ihre Hater zu melden und sie vor negativen Kommentaren zu schützen. Sein Verhalten spricht oft deutlich lauter als seine Worte.
Besonders schön fand ich, dass die Geschichte auch Themen wie Therapie und emotionale Aufarbeitung aufgreift. Dash arbeitet aktiv an seinen Problemen und Juno begegnet diesem Thema offen und unterstützend. Statt ihn verändern oder "reparieren" zu wollen, steht sie ihm zur Seite. Diese gegenseitige Unterstützung hat die Beziehung für mich noch glaubwürdiger gemacht.
Der Schreibstil war angenehm flüssig und ließ sich sehr schnell lesen. Die Mischung aus Humor, Emotionen, Rivalität und Anziehung hat dafür gesorgt, dass die Seiten nur so dahinflogen. Lediglich der Spice konnte mich nicht vollständig abholen. Er passte zwar zu den Figuren und ihrer Dynamik, entsprach aber nicht ganz meinem persönlichen Geschmack.
Insgesamt ist *Play Dirty* eine unterhaltsame Sports Romance mit einem ungewöhnlichen Gaming-Setting, liebenswerten Figuren und einer Beziehung, die vor allem davon lebt, dass beide viel länger brauchen, ihre Gefühle zuzugeben, als eigentlich nötig wäre.
Normalerweise bin ich vorsichtig mit Büchern auf Deutsch, da oftmals die Übersetzungen nicht so toll sind. Bei diesem Buch hab ich mir gedacht, dass ich es mal wieder mit Deutsch versuchen könnte, da es nicht übersetzt wurde. Sex-Szenen waren für mich trotzdem teilweise cringe.
Ich mochte das Buch und den Plot und Juno als Person.