All I Want ist ein Liebesroman, der von einer College-Studentin erzählt, die gestalkt wird und sich dadurch ihrem Erzfeind annähert, der ihr helfen möchte, den Täter zu finden. Die Grundidee des Plots hat mich nach dem Lesen des Klappentextes sehr angesprochen, leider konnte mich die Umsetzung jedoch nicht überzeugen.
Vor allem das Tempo der Geschichte war für mich problematisch. Mit 319 Seiten wirkt das Buch im Verhältnis zum tatsächlichen Inhalt deutlich zu langgezogen. Zwar wollte ich wissen, wie es weitergeht, doch es wurde zu keinem Zeitpunkt ausreichend Spannung aufgebaut, um das Buch zu einem echten Page-Turner zu machen. Ein erhoffter Plottwist blieb leider aus, sodass sich die Handlung insgesamt sehr ereignisarm anfühlte.
Auch emotional konnte mich die Geschichte nicht erreichen. Der Schreibstil ist recht nüchtern und distanziert, wodurch es mir schwerfiel, eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Sowohl die Protagonistin Jade als auch Nick wirkten auf mich widersprüchlich und dadurch eher unzugänglich. Die emotionale Entwicklung und auch die Beziehung zwischen den beiden bleiben sehr oberflächlich, weshalb weder die Romance noch der Suspense-Anteil ihre Wirkung entfalten konnten.
Der Stalker-Plot, der eigentlich im Zentrum der Geschichte steht, kommt kaum voran. Abgesehen von einzelnen Briefen gibt es nur sehr wenig aktive Handlung, und es wird kaum wirklich versucht, den Täter einzugrenzen. Zudem werden einige Handlungsstränge eingeführt, im weiteren Verlauf aber nicht konsequent weiterverfolgt. Das Ende ist zwar als Cliffhanger angelegt, bleibt jedoch so vage, dass es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Insgesamt konnte All I Want meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Trotz einer interessanten Grundidee fehlten mir Spannung, emotionale Tiefe und eine aktive Weiterentwicklung der Handlung. Es war für mich kein Abbruch, aber auch kein Buch, das mich überzeugt. Ich werde die Serie nicht weiter verfolgen.
„All I Want“ von Nicole Fisher ist eine New Adult Romantic Suspense, zu der es bereits vier Vorgängerbände gibt. Man kommt aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos klar. Nach dem Tod ihres Vaters hat das Nomadenleben der 21-jährigen Jade endlich ein Ende, denn nun muss sie sich nicht mehr vor den Gesetzhütern verstecken. Weit entfernt vom Rest ihrer Familie will Jade einen Neuanfang wagen und schreibt sich deshalb an einem College am anderen Ende des Landes ein. Leider scheint sie jedoch ihre Vergangenheit nicht ganz abschütteln zu können, denn nur wenige Wochen nach Studienbeginn bekommt Jade plötzlich anonyme Nachrichten, die sie und ihre Familie bedrohen. Ausgerechnet Nick, der angebetete King des Colleges, mit dem Jade seit dem ersten Tag ständig aneinandergeraten ist, wird plötzlich zu ihrem größten Halt. Er scheint ganz anders zu sein, als Jade immer dachte, aber manchmal trügt auch der Schein.
Ich habe nicht alle der Vorgängerteile gelesen, aber wie gesagt, man benötigt keine Vorkenntnisse, um der Handlung zu folgen. Der Schreibstil von Nicole Fisher liest sich leicht und flüssig und der Einstieg fällt nicht schwer. Für mich persönlich war gerade der Einstieg das Beste am ganzen Buch, denn der Enemy-Part und die explosiven Schlagabtausche zwischen ihr und Nick sind wirklich mitreißend und unterhaltsam. Danach schenkt die Dynamik von null auf hundert um und Jade wechselt von Misstrauen und Abneigung in einer Millisekunde zu absolutem Oversharing, für welches mir komplett die Grundlage und Entwicklung fehlte. Ich konnte hier irgendwie nicht nachvollziehen, warum plötzlich aus dem Nichts eine so enge Beziehung entstehen konnte und Jade gegenüber einem gestern noch Fremden all ihre Familiengeheimnisse ausplaudert. Das passt gar nicht zu ihrem Charakter und ihrer Vergangenheit. Der Funke zwischen Jade und Nick ist bei mir so gar nicht übergesprungen, da vor allem bei Nick die Motive durchaus fraglich sind. Fast alle Aktionen von Jade oder Nick haben bei mir einen WTF-Moment ausgelöst, denn sie sind größtenteils völlig absurd und unsinnig. Der Mini-Cliffhanger reiht sich da ein und löst noch nicht mal mehr ein Kopfschütteln aus. Da mir die ersten beiden Teile der Reihe sehr gut gefallen haben und ich auch die Grundidee mochte, hoffe ich einfach, dass die Fortsetzung besser wird.
All I Want von Nicole Fisher war mein erstes deutsches Buch nach langer Zeit. Der Klappentext und das Cover haben mich sofort angesprochen und neugierig gemacht.
Das Buch ist ein Liebesroman/New-Adult-Titel und handelt von Jade, einer College-Studentin, die gestalkt wird und sich dadurch Nick, ihrem Erzfeind, annähert.
Leider konnte mich die Geschichte insgesamt nicht überzeugen. Es gab viele Momente, in denen ich überlegte, das Buch abzubrechen, weil mir Spannung und überraschende Wendungen gefehlt haben. Viele Entwicklungen waren vorhersehbar, und ich konnte keine echte Bindung zu den Charakteren aufbauen. Besonders Jade war mir stellenweise zu viel.
Auch die Liebesgeschichte zwischen Jade und Nick wirkte auf mich eher oberflächlich. Der Stalker-Plot, der eigentlich den Kern der Geschichte bilden sollte, war für mich nicht überzeugend umgesetzt. Zeitweise habe ich sogar vergessen, dass Jade gestalkt wird, weshalb das Cliffhanger-Ende auf mich kaum Wirkung hatte.
Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht abholen, weshalb ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Leser*innen, die sehr leichte New-Adult-Romance ohne viel Spannung mögen, könnten jedoch mehr Gefallen daran finden.
Der Titel verspricht große Gefühle, Sehnsucht, dieses „Du bist alles, was ich will“-Drama. Bekommen habe ich… na ja. Eine Geschichte, die mich leider ziemlich kaltgelassen hat. Es liest sich schnell, ja. Aber schnell heißt hier nicht fesselnd, sondern eher: Ich bin durch, ohne dass etwas hängen geblieben ist. Die Emotionen werden oft behauptet, aber selten spürbar. Ich habe verstanden, dass die Figuren viel fühlen sollen – ich habe es nur selbst nicht gefühlt.
Die Charaktere blieben für mich seltsam leer. Ihre Entscheidungen haben mich eher irritiert als bewegt, und ich hatte nie dieses Bedürfnis, sie zu verteidigen oder mit ihnen zu leiden. Mir fehlte Tiefe. Mir fehlte innere Logik. Mir fehlte ein Grund, mich wirklich einzulassen. Der Plot läuft sehr vorhersehbar ab, ohne echte Eskalation oder emotionale Fallhöhe. Alles bleibt auf einer sicheren Linie. Kein Risiko, kein Schmerz, keine Szene, bei der ich dachte: Okay, jetzt wird’s interessant.
Warum trotzdem 2 Sterne und nicht 1? Weil es handwerklich nicht komplett daneben ist. Es ist lesbar, es ist nicht chaotisch, und ich verstehe, dass andere Leser:innen hier mehr fühlen könnten als ich. Für mich war All I Want aber leider genau das: ein Buch, das viel wollte – und wenig gegeben hat.
„All I Want“ ist ein Liebesroman mit einer grundsätzlich interessanten Ausgangsidee und schien zunächst vielversprechend. Vorurteile, falsche Schlüsse sowie eine spürbare Anziehung, gegen die man innerlich ankämpft, hätten eine intensive Geschichte ergeben können. Leider hat mich das Buch insgesamt nicht überzeugt.
Die Handlung entwickelte sich für meinen Geschmack zu vorhersehbar und konnte kaum Spannung aufbauen. Viele Situationen waren früh absehbar, wodurch mir über weite Strecken das Mitfiebern fehlte. Auch das Erzähltempo wirkte stellenweise zu sehr in die Länge gezogen. Leider habe ich mehrmals darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen, habe mich dennoch dagegen entschieden.
Die Figuren sind zwar authentisch gezeichnet, emotional blieb die Geschichte für mich jedoch auf Distanz. Die Beziehung zwischen den Protagonisten konnte bei mir keine tieferen Gefühle auslösen, sodass die Romanze eher oberflächlich wirkte.
Mit dem Ende wurde ich leider nicht warm. Es war mir weder klar genug noch spannend genug, um als Cliffhanger zu wirken. Auch der Titel ließ sich für mich nicht schlüssig mit der Geschichte verbinden.
Unterm Strich blieb „All I Want“ deutlich hinter meinen Erwartungen zurück. Auch wenn richtig gute Ansätze vorhanden waren, hat mich die Umsetzung nicht genug angesprochen, um Interesse an einer Fortsetzung zu wecken.
Ein herzliches Dankeschön an NetGalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar.