Von Bestsellerautorin Ada Eine junge Gouvernante verbirgt ihre adlige Herkunft – der Weg in ein neues Leben?
Österreich-Ungarn, 1896: Nachdem die junge Komtess Hanna ihr Erbe verloren hat, findet sie Zuflucht und Unterstützung bei der Oblatenbäckerin Burgl in Karlsbad. Zum Glück lernt sie so Gräfin Valeria kennen, die sie als Gouvernante für ihre Enkelin Antonia auf ihrem Landsitz anstellt.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gelingt es Hanna, eine Beziehung zu Antonia aufzubauen. Während sie ihre Herkunft verbirgt, muss sie sich sowohl bei der Dienerschaft als auch in der feinen Gesellschaft behaupten. Doch ein heimtückischer Anschlag auf Hanna bringt nicht nur ihr Leben in Gefahr – sondern auch eine verborgene Verbindung zwischen ihr und der Gräfin ans Licht. Wird sich Hanna behaupten?
📕: Der Wille der Gräfin 📝: Ada Caine 📖: 2026 📚 : Buch 1 von 4 🗓️: 2026 🇩🇪: ✔️ 🇪🇳: ❌ Spice:
🧾 Österreich-Ungarn, 1896: Nachdem die junge Komtess Hanna ihr Erbe verloren hat, findet sie Zuflucht und Unterstützung bei der Oblatenbäckerin Burgl in Karlsbad. Zum Glück lernt sie so Gräfin Valeria kennen, die sie als Gouvernante für ihre Enkelin Antonia auf ihrem Landsitz anstellt. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gelingt es Hanna, eine Beziehung zu Antonia aufzubauen. Während sie ihre Herkunft verbirgt, muss sie sich sowohl bei der Dienerschaft als auch in der feinen Gesellschaft behaupten. Doch ein heimtückischer Anschlag auf Hanna bringt nicht nur ihr Leben in Gefahr – sondern auch eine verborgene Verbindung zwischen ihr und der Gräfin ans Licht. Wird sich Hanna behaupten?
⚠️Spoilers⚠️
✨: Wir reisen zurück nach Karlsbad, allerdings nur kurz. Hanna kennen wir ja schon von der Oblatenbäckerin und auch andere beliebte Figuren kehren für den Anfang der neuen Reihe zurück. Wir erleben erstmal die Geschichte von der Oblatenbäckerin aus ihrer Perspektive, was ich ehrlich gesagt, nicht so spannend fand. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich die zwei Reihen und nun auch Die Gouvernante-Reihe so zügig nacheinander gelesen habe. Für diejenigen, für den es schon etwas länger her ist, bestimmt interessanter. Die Geschichte ging für mich erst richtig los als die Reisegesellschaft sich auf den Weg nach Ungarn gemacht hat. Das war neu! Das war spannend! Und hat mich letztendlich auch überzeugt. Ich freue mich, dann auch bald die anderen Reiseziele der Gräfin kennenzulernen. Für mich klang der Aufbau so, als würden wir durch die 4 angekündigten Bücher die Gräfin durch ein Jahr begleiten. Die Stationen wurden ja bereits im Buch benannt. Oder wird es doch mehrere Stationen auf einmal geben? Ich freue mich jedenfalls, denn schon Anfang August kommt Buch 2 auf den Markt!
Es war erfrischend, eine Geschichte aus der Sicht der Dienerschaft zu lesen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, der zeigt, dass auch „unterhalb“ der aristokratischen Ebene Machtkämpfe, Hierarchien und Konflikte existieren. Die Spannungen zwischen den Bediensteten und die Streitereien rund um Erbschaften der Adligen fand ich grundsätzlich interessant angelegt. Stilistisch hat mir das Buch gefallen. Der Schreibstil ist ansprechend, die Formulierungen sind gut gewählt, und die Beschreibungen schaffen es, eine stimmige Atmosphäre zu erzeugen. Man merkt, dass die Autorin Wert auf Sprache und Detail legt. Darin liegt für mich aber auch das grösste Problem des Buches. Der Alltag der Gouvernante wird sehr ausführlich und bis ins Detail geschildert. Teilweise so detailliert, dass auch eher belanglose Aspekte viel Raum einnehmen. Dadurch wirkt die Handlung über weite Strecken ruhig und ereignisarm. Es gibt zwar einzelne Konflikte und interessante Ansätze, aber keinen durchgehenden Handlungsstrang, der Spannung aufbaut oder die Geschichte konsequent vorantreibt. Stattdessen reiht sich vieles eher episodisch aneinander, ohne dass sich ein übergeordnetes Ziel oder Problem klar herauskristallisiert. Auch das Ende hat mich nicht überzeugt. Es kommt sehr abrupt und wirkt weniger wie ein bewusst offenes Ende, sondern eher so, als würde die Geschichte einfach abbrechen. Ein Cliffhanger oder ein klarer Abschluss haben gefehlt. Insgesamt bietet „Der Wille der Gräfin“ eine interessante Perspektive und einen schönen Schreibstil, konnte mich jedoch erzählerisch nicht abholen. Wer ruhige, detailreiche Einblicke in den Alltag und die sozialen Strukturen der Dienerschaft schätzt, wird hier eher auf seine Kosten kommen. Mir persönlich hat jedoch die Spannung gefehlt.
„Der Wille der Gräfin“ konnte mich leider nicht vollständig überzeugen, auch wenn die Geschichte einige schöne Aspekte hatte. Besonders der Schreibstil hat mir gefallen – er ist angenehm, flüssig und schafft es, die Atmosphäre der damaligen Zeit lebendig wirken zu lassen. Die historischen Details und Einblicke in die gesellschaftlichen Strukturen wurden interessant eingebunden und haben der Geschichte viel Charme verliehen.
Auch Hanna mochte ich als Hauptfigur. Sie wirkt stark und sympathisch, und ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ließ sich gut nachvollziehen. Die Grundidee rund um ihre verborgene Herkunft und die Geheimnisse um die Gräfin fand ich ebenfalls spannend.
Allerdings entwickelte sich die Handlung für meinen Geschmack etwas zu langsam. Viele Alltagsszenen wurden sehr ausführlich beschrieben, wodurch die Geschichte stellenweise eher ruhig wirkte und sich etwas gezogen hat. Zwar gab es einzelne spannende Momente und interessante Wendungen, mir fehlte aber ein stärkerer roter Faden, der die Handlung konsequent vorangetrieben hätte. Auch das Ende hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen, da es für mich recht abrupt wirkte.
Insgesamt eine solide historische Geschichte mit einer interessanten Ausgangsidee und schöner Atmosphäre, die mich aber emotional und erzählerisch nicht ganz erreichen konnte.
Bewertung: ★★★☆☆
Ein herzliches Dankeschön an NetGalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar.