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Der Wille der Gräfin (Die Gouvernante 1)

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Von Bestsellerautorin Ada Eine junge Gouvernante verbirgt ihre adlige Herkunft – der Weg in ein neues Leben?

Österreich-Ungarn, 1896: Nachdem die junge Komtess Hanna ihr Erbe verloren hat, findet sie Zuflucht und Unterstützung bei der Oblatenbäckerin Burgl in Karlsbad. Zum Glück lernt sie so Gräfin Valeria kennen, die sie als Gouvernante für ihre Enkelin Antonia auf ihrem Landsitz anstellt.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gelingt es Hanna, eine Beziehung zu Antonia aufzubauen. Während sie ihre Herkunft verbirgt, muss sie sich sowohl bei der Dienerschaft als auch in der feinen Gesellschaft behaupten. Doch ein heimtückischer Anschlag auf Hanna bringt nicht nur ihr Leben in Gefahr – sondern auch eine verborgene Verbindung zwischen ihr und der Gräfin ans Licht. Wird sich Hanna behaupten?

317 pages, Kindle Edition

Published March 10, 2026

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Ada Caine

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15 reviews
March 19, 2026
Es war erfrischend, eine Geschichte aus der Sicht der Dienerschaft zu lesen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, der zeigt, dass auch „unterhalb“ der aristokratischen Ebene Machtkämpfe, Hierarchien und Konflikte existieren. Die Spannungen zwischen den Bediensteten und die Streitereien rund um Erbschaften der Adligen fand ich grundsätzlich interessant angelegt.
Stilistisch hat mir das Buch gefallen. Der Schreibstil ist ansprechend, die Formulierungen sind gut gewählt, und die Beschreibungen schaffen es, eine stimmige Atmosphäre zu erzeugen. Man merkt, dass die Autorin Wert auf Sprache und Detail legt.
Darin liegt für mich aber auch das grösste Problem des Buches. Der Alltag der Gouvernante wird sehr ausführlich und bis ins Detail geschildert. Teilweise so detailliert, dass auch eher belanglose Aspekte viel Raum einnehmen. Dadurch wirkt die Handlung über weite Strecken ruhig und ereignisarm.
Es gibt zwar einzelne Konflikte und interessante Ansätze, aber keinen durchgehenden Handlungsstrang, der Spannung aufbaut oder die Geschichte konsequent vorantreibt. Stattdessen reiht sich vieles eher episodisch aneinander, ohne dass sich ein übergeordnetes Ziel oder Problem klar herauskristallisiert.
Auch das Ende hat mich nicht überzeugt. Es kommt sehr abrupt und wirkt weniger wie ein bewusst offenes Ende, sondern eher so, als würde die Geschichte einfach abbrechen. Ein Cliffhanger oder ein klarer Abschluss haben gefehlt.
Insgesamt bietet „Der Wille der Gräfin“ eine interessante Perspektive und einen schönen Schreibstil, konnte mich jedoch erzählerisch nicht abholen. Wer ruhige, detailreiche Einblicke in den Alltag und die sozialen Strukturen der Dienerschaft schätzt, wird hier eher auf seine Kosten kommen. Mir persönlich hat jedoch die Spannung gefehlt.
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