Alexander Stevens, einer der bekanntesten Strafverteidiger des Landes, und Constantin Schreiber, Tagesschau-Sprecher, Bestseller-Autor und von Haus aus ebenfalls Jurist mit Leidenschaft fürs Strafrecht, befassen sich mit spektakulären und teilweise noch nie erzählten Mordfällen. Gemeinsam beleuchten und rekonstruieren sie diese aus verschiedenen Blickwinkeln, nehmen die Rollen von Anwalt und Verteidiger ein und fördern überraschende Wendungen, geheimnisvolle Indizien und verrückten Motive zutage. Ein Buch zum Miträtseln, das seine Leserinnen und Leser vor die Frage stellt, welche Argumente überzeugender waren und welches Urteil sie selber fällen würden: schuldig oder nicht?
Constantin Schreiber is a German journalist, news anchor, nonfiction author, and writer. Since January 2017, he has been working for ARD-aktuell and moderates editions of the Tagesschau, the Nachtmagazin and news in the Tagesthemen.
Die Autoren stellen dem Leser in diesem Buch 7 Kriminalfälle vor, geben einen tollen Einblick in das deutsche Strafrecht und zeigen auf, vor welchen Problematiken teils die Polizei, Richter etc. stehen.
Die Fälle waren abwechslungsreich und spannend und es fiel nicht immer leicht, für sich eine „Entscheidung“ zu treffen.
Sehr gut gefallen haben mir auch die zu Beginn des Buches gestellten Interview Fragen an die Autoren - so eine Unterhaltung zu den einzelnen Fällen wäre auch sehr interessant gewesen.
Lange erwartet – endlich gelesen: „Im Zweifel gegen den Angeklagten“ von Alexander Stevens und Constantin Schreiber. Wer die beiden von ihrer Bühnen-Show oder dem Podcast kennt, wird hier vieles wiedererkennen – und trotzdem Neues entdecken. In sieben realen Fällen wird nicht nur das Tatgeschehen aufgearbeitet, sondern vor allem die juristische Einordnung in den Mittelpunkt gestellt. Besonders beeindruckend: Die Autoren schaffen es, komplizierte Zusammenhänge aus dem Strafrecht für Laien nachvollziehbar zu erklären – zumindest meistens. Denn: So spannend die Fälle auch sind – von Gil Ofarim über den Internetkiller „Heimu“ bis zum Bauern Rupp – an einigen Stellen war mir das Ganze dann doch etwas zu juristisch. Viele Fachbegriffe und komplexe Gedankengänge haben es mir manchmal schwer gemacht, wirklich dranzubleiben. Und trotzdem: Das Buch regt zum Nachdenken an. Wie funktioniert unser Rechtssystem wirklich? Wie viel Einfluss haben Indizien im Vergleich zu Beweisen? Und wie sehr dürfen Richter:innen ihrer eigenen Überzeugung folgen, wenn es um Leben und Freiheit geht? Besonders stark fand ich die Momente, in denen sich zeigte, wie sehr sich ein Fall im Laufe der Zeit drehen kann – wenn plötzlich Aussagen wackeln, neue Beweise auftauchen oder man realisiert, dass die Medien vielleicht eine zu große Rolle gespielt haben. Gerade im Fall Gil Ofarim wird deutlich, wie komplex die Frage nach Wahrheit und Lüge sein kann – und wie schwer es ist, ein gerechtes Urteil zu finden. Für alle True Crime Fans, die nicht nur an der Oberfläche kratzen wollen, sondern sich auch für die rechtlichen Feinheiten interessieren – eine klare Empfehlung. Aber man sollte Lust auf Tiefgang haben. ⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen
Alexander Stevens und Constantin Schreiber erzählen in ihrem Buch von sieben spektakulären Fällen und geben ihren Lesern die Möglichkeit, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Dabei beleuchten sie die Fälle von allen Seiten:
Danach setzen sie sich mit dem Urteil auseinander. War es gerecht? Wie kam es zu dazu? Gerade die Beantwortung dieser Frage fand ich immer spannend, denn oft versteht man nicht, warum ein Urteil so ausfällt, wie es das tut, gerade wenn es zu günstig für den Angeklagten ausfällt
Ich kenn Alexander Stevens bereits aus dem Podcast mit Jacqueline Belle und kannte so auch die meisten Fälle, die in dem Buch vorgestellt wurden. Viel Neues habe ich deswegen nicht gelesen, teilweise waren sich die Formulierungen aus Buch und Podcast so ähnlich, dass mir die Lektüre wie ein Hörbuch vorkam, weil ich Stevens' Stimme in meinem Kopf hatte.
Das Buch hat mir einen Tick besser gefallen als der Podcast. Der ist mir manchmal zu leicht für das, was besprochen wird. Stevens und Schreiber erzählen mit dem nötigen Abstand zur Tat, aber nicht ohne Empathie. Trotzdem hatte ich auch immer ein wenig den Eindruck, dass sich das Buch hauptsächlich um den Anwalt und weniger um seine Fälle drehte. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass er für mich aus dem Podcast so präsent war.
Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte mir das Buch wahrscheinlich besser gefallen. So war es unterhaltsame Lektüre für zwischendurch, mehr auch nicht.
Bei True Crime bin ich relativ schnell dabei, weil mich die menschlichen Abgründe einfach interessieren.
Die 7 angeführten Fälle sind vielfältig und interessant, vor allem beim Blick hinter die Kulissen. Egal ob die Familie, welche gesammelt ein falsches Geständnis ablegt oder der Mann der Menschen mit Suizidgedanken versucht diesen Motor ohnen umzusetzen oder aber auch der Fall mit Ofarim und den Antisemitismusvorwürfen. Bei Allem bleibt die Frage nach dem: Wieso? In erster Linie warum würde man die Tat begehen? oder aber "Warum beladte ich mich selbt und lasse mich für etwas jahrelang wegsperren, was ich gar nicht getan habe?
Die Palette der Fälle verspricht Spannung. Leider fand empfand ich es durchaus aber auch als etwas trockene Lektüre. Ich werde mal in den Podcast reinhauen und schauen, ob ich da das gleiche Gefühl habe. Die Idee an sich gefällt mir.
Fazit
Auch wenn die 7 Fälle, welche hier beleuchtet werden, interessant sind, konnte mich das Buch nur wenig begeistern. Es fühlte sich etwas trocken im "Unterhaltungswert" an. Einige der Fälle kamen mir auch entfernt bekannt vor, der prominenteste davon ist aber wohl der um Gil Ofarim, der mich bis heute leucht sprachlos zurück lässt. Am Ende leider nur 3 Sterne von mir
Strafverteidiger Alexander Stevens und Tagesschausprecher und Jurist Constantin Schreiber schildern sieben wahre Kriminalfälle, die einen am Ende mit der Frage zurücklassen, wer wirklich schuldig ist oder nicht. . Wie bei fast allen True-Crime-Fällen kannte ich fast alle Fälle schon, deshalb war von den harten Fakten jetzt nicht viel neues dabei. Allerdings ist es immer interessant, schon bekannte Fälle noch einmal neu erzählt zu bekommen, vor allem weil die Schicksale hier gut neu aufgerollt werden. Man bekommt alle Details präsentiert, aber was für mich neu war, war die wirklich aufschlussreiche juristische Perspektive. Natürlich wurde das auch in diversen Podcasts angesprochen, die Urteile müssen schließlich besprochen werden, aber bei weitem nicht so in die Tiefe gehend. Trotz dieser Vertiefung war es nicht trocken, der Schreibstil hat sich angenehm die Waage gehalten: Es war nicht zu trocken, sondern sehr lebendig, aber gleichzeitig auch den beschriebenen Opfern gegenüber sehr respektvoll geschrieben. . True Crime
Das Buch ist sehr abwechslungsreich, weil immer verschiedene Fälle aufgeführt werden, diese aber nur ganz kurz sind. Während des Lesens wurde mir nicht langweilig weil immer was passierte. Bei manchen Geschichten würde ich es nicht empfehlen, sie direkt vor dem schlafengehen zu lesen 😂
Obwohl ich dieses Genre eher weniger lese, war ich sehr begeistert von dem Buch 👍
Als True-Crime Fan konnte ich an diesem Buch natürlich nicht vorbeigehen. Ich mag es, wenn die Fälle nüchtern und sachlich erzählt werden und nicht ins Dramatische abdriften und genau das habe ich hier zum Glück auch bekommen. Zusätzlich gibt es zu jedem Fall natürlich noch einige Denkanstöße, denn ob der Täter/die Täterin auch wirklich schuldig ist, das ist in diesen Fällen nicht unbedingt geklärt. Das Buch war toll unterteilt und das Lesen der Fälle hat mir persönlich richtig Spaß gemacht. Ich kann mir aber vorstellen, dass einige der Erklärungen für Nichtjuristen ein wenig sperrig sind, für mich war das aber kein Problem. Ich konnte alles flüssig durchlesen und obwohl es kein Roman ist, fand ich das Buch spannend und wollte gar nicht aufhören zu lesen. Leider kannte ich schon vier der insgesamt sieben Fälle, und das obwohl im Klappentext steht "[...] befassen sich mit spektakulären und teilweise noch nie erzählten Mordfällen." Dass ich dann vier der Fälle aufgrund des Medienrummels darum schon kannte, war irgendwie ein bisschen blöd. Insgesamt jedoch trotzdem ein sehr spannendes Buch für jeden True-Crime Fan!