Helen ist jung, Helene ist blond, Helene liebt baden. Jeden Abend entspannt sie sich im schaumigen Wasser. Danach kuschelt sie sich auf die Couch ihrer kleinen Singlewohnung, genießt ihr Abendessen vom Lieferservice. Fritz ist alt, Fritz ist verwitwet, Fritz ist einsam. Abends sitzt er mit seinem Fernglas am Fenster und beobachtet seine Nachbarn. Die Greise im Altenheim, den Dicken auf seinem Trimm-Rad. Und Helene. Doch was er eines Abends sieht, lässt die Welt auseinanderbrechen, seine und Helenes. Willa ist Polizistin, Willa ist neu in Köln und Willa ist hartnäckig. Deshalb ist sie bestens geeignet, das Danach für Helene erträglich zu machen und den Täter zu finden. Aber Willa ist unsicher und Helene gebrochen. Isabella Archans Debüt lässt das Grauen in den Alltag einschlagen, lugt durch die Risse in den Masken der Menschen und zeigt den Abrund hinter dem Zaun unseres Nachbarn.
Ich finde es immer schade, wenn ein Buch viele und auffällige Rechtschreib- und Grammatikfehler aufweist, das stört einfach furchtbar den Lesefluss.
Ansonsten war es interessant, mal eine etwas andere Herangehensweise an das Thema Mörderjagd zu sehen. Hier steht das Opfer im Vordergrund, auch wenn eigentlich der Gott des Zufalls Namensgeber für den Titel hätte sein können.
Gerne hätte ich mehr über einige der Figuren erfahren und auch das Motiv für die Taten ist mir nicht richtig klar geworden, aber insgesamt hat mich "Helene geht baden" kurzweilig unterhalten.