Dieses Buch zu bewerten ist schwierig. Sowohl ein Rating in Sternen zu vergeben, als auch die Worte zu finden, es zu beschreiben.
Es geht um Hero, und gleichzeitig geht es um Frauen im Kollektiv, es handelt von ihrer Beziehung, aber auch von allen Beziehungen. Und es geht um Erwartungen. Von einem selbst, dem Partner/der Partnerin, von Freunden, Familie aber auch der Kultur generell. Die Autorin stellt immer wieder die Frage, wer ist man in einer Partnerschaft, was gibt man auf, was bleibt. Warum geben einige mehr als andere? Warum ist Mutter sein ganz anders als Vater sein. (Ich muss immer wieder an ein Video von einer Frau denken, die meinte sie wäre lieber Vater als Mutter.) Und gleichzeitig geht es auch um viel mehr. Es geht um dumme Entscheidungen, um Erfahrungen, die einen ein Leben lang prägen und um so viele Versionen einer Person, die sich am Ende nicht mehr erkennt.
Untermalt wird das ganze mit Geschichten, die fast an Märchen erinnern, mit Erinnerungen aus Heros Leben, aber auch Geschichten von Familienmitgliedern, Freunden und Fremden. Teilweise habe ich das Gefühl, ich müsse das Buch nochmal lesen, um wirklich jede Metapher und jede Geschichte zu verstehen. Das Buch fühlt sich gleichzeitig zusammenhängend und unzusammenhängend an. Man merkt einfach, dass die Protagonisten zu viele Gedanken zu dem Thema hat und sie selber gar nicht ordnen kann.
Am Ende des Buches geht es mir ehrlich gesagt genauso. Ich werde noch sehr lange mit meinen Gedanken sitzen müssen, um sie komplett zu verstehen. Für dieses Gefühl sind es letztendlich dann 5 Sterne geworden, auch wenn es sich komisch anfühlt, ein Rating unter dieses Buch zu setzen.