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Marxian Totality: Inverting Hegel to Explain Worldly Matters

204 pages, Paperback

Published September 2, 2025

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247 reviews15 followers
November 10, 2025
Marxologische Scholastik. Oft ziemlich pedantisch. Die Grundrichtung ist gut und hat einige gute Einsichten, aber nichts, was einem vom Hocker haut. Verdienstvoll, insofern es eine Monographie zum marxistischen Begriff der Totalität ist – vielleicht die erste.

Boveiri hält sich in der Struktur seines Buches an Kosik, so dass Spinoza leider kein Kapitel zuteil wird und auch Fichte, der vor allem dann interessant werden würde, wenn man die Dynamisierung der Totalität und die Entwicklung der Kategorien bei Hegel besser begreifen will, auch leer ausgeht (wie Feuerbach und Marx sagen, ist Hegel = Spinozistische Substanz + Fichte’sches Ich). Das Kapitel zu Schelling krankt daran, dass hier der Begriff der Totalität ganz ungeachtet der verschiedenen Systeme Schellings betrachtet wird. Nur ist Schelling unzweifelhaft der inkonsistenteste Philosoph, der ständig neue Systeme entwickelt und damit auch sicherlich verschiedene Begriffe der Totalität entwickelt hat. Ich glaube auch, wenn man nicht schon ganz gut mit Hegel vertraut ist, versteht man in dem entsprechenden Kapitel, dass aufs engste zusammengezurrt ist, auch nur Bahnhof.

Wenn’s dann ans Eingemachte, also an Marx geht, wird’s interessanter. Sympathisch ist, dass Boveiri ein frühes Gedicht und den Brief an den Vater analysiert. Gut argumentiert er für den Zusammenhang der Entwicklung der Kategorien in den Bänden des Kapital vermittelt durch die Totalität. Das Kernargument im Schlusskapitel bezüglich des Unterschieds zwischen Darstellungs- und Forschungsmethode bei Marx ist inhaltlich recht dünn.
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