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Ein dubioses Programm, von dem niemand wusste. Ein mörderisches Wesen, das es aufzuhalten gilt.

Junge Frauen, scheinbar wahllos getötet. Bis auf Blumen, Champagner und Dessous, die am Tatort gefunden werden, gibt es keine Verbindung zwischen den Opfern. Doch dann stoßen die Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner vom BKA auf eine Gemeinsamkeit: Die Opfer waren in die Fänge einer dubiosen Organisation namens »New Horizon« geraten, die ein Programm zur Optimierung der geistigen Leistungsfähigkeit anbietet.

Während die Ermittler tiefer in den Fall einsteigen, stoßen sie auf den Widerstand von Wissenschaft, Politik und Geheimdienst, die kein Interesse an der Aufklärung der Mordserie zeigen: Denn das Programm ist ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg, das nie wirklich eingestellt wurde.

Als auch noch der Assistent von Eichborn und Wagner spurlos verschwindet, eskaliert die Situation vollends. Die Suche nach ihm wird zu einem lebensgefährlichen Albtraum für das Ermittlerpaar …

Neue Ausgabe: Die lieferbare Ausgabe von »Das Programm« wurde überarbeitet und neu gestaltet.

448 pages, Paperback

First published July 1, 2014

22 people want to read

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V.S. Gerling

10 books4 followers

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Community Reviews

5 stars
20 (32%)
4 stars
24 (39%)
3 stars
9 (14%)
2 stars
6 (9%)
1 star
2 (3%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Denise.
620 reviews9 followers
August 12, 2017
In verschiedenen Städten werden junge, hübsche Frauen brutal ermordet. Der Täter geht dabei immer gleich vor: Blumen, Champagner und ein betäubtes Opfer, das gefoltert und bestialisch getötet wird. Nicoals Eichborn bekommt die Fälle übertragen. An seiner Seite steht die psychologisch ausgebildete Helene Wagner, die nicht nur dienstlich ein Auge auf den Kommissar geworfen hat. Schon bald stellen die beiden fest, dass die Opfer eine Verbindung zur sektenähnlichen Organisation "New Horizon" hatten. Macht der Täter Jagd auf Mitglieder?

"Das Programm" ist der erste Fall für Nicolas Eichborn und seine Partnerin Helene Wagner und hat mich sehr gut unterhalten. Der Autor versteht es vorzüglich, grausame Taten mit dem Sarkasmus seines Ermittlers zu verbinden, ohne dabei respektlos zu erscheinen oder überbordend arrogant zu wirken. Klasse!

Die Geschichte wird zum Einen von Eichborn persönlich erzählt. Zum Anderen springt ein auktorialer Erzähler ein, wenn der Ermittler selbst nicht vor Ort ist. Diese Perspektivwechsel haben mir sehr gut gefallen, denn sie bieten einen tiefen Einblick sowohl in die Geschehnisse als auch in die Denkweise von Nicolas. Während die Kapitel, die Eichborn selbst erzählt, fast schon vergnüglich sind und mich manches Mal laut auflachen ließen, sind die Abschnitte aus der Erzählerperspektive gespickt von Blut, Intrigen und Verstrickungen. V.S. Gerling führt beide Sichtweisen sehr gekonnt zusammen, so dass ich mich jederzeit zurecht fand und nie den Faden verlor.

Das lag aber auch an den sehr sympathischen Ermittlern Eichborn und Wagner. Während Nicolas gern mal wie die Axt im Wald agiert und erst redet, bevor er nachdenkt, handelt Helene bodenständig, überlegt und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Der Autor hat mit diesem Paar genau die richtige explosive Mischung gefunden, ohne dabei in Klischees abzudriften oder die Spannung zu untergraben. Das fand ich super.

Die Story selbst hat mich von Beginn an gepackt. Dachte ich am Anfang noch, ich hätte es mit einem typischen Serienkiller zu tun, wird schnell klar, dass die Geschichte sehr viel tiefer geht und Abgründe der deutschen Geschichte und medizinischen Forschung beleuchtet. Die vom Autor angesprochenen Forschungsprojekte kannte ich durch einige Dokumentationen und war bei der Lektüre wieder überrascht, was man alles im Dienste der Wissenschaft getan hat. Da ich so gefesselt war, störte es mich wenig, dass der Autor ab und an überraschende Zeit- und Wissenssprünge machte, die im Verlauf nicht aufgeklärt wurden.

Das Finale passt zum gesamten Werk, auch wenn die endgültige Lösung an einen US-Rächer-Film erinnert. Dennoch hat mir die Lektüre sehr viel Spaß gemacht und ich hatte vergnügliche Stunden.

Der Stil von V.S. Gerling ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist direkt, detailgetreu und ich spürte beim Lesen, dass der Autor jedes Detail genau recherchiert hat. Toll!

Fazit: mit Eichborn will ich wieder ermitteln. Eine klare Leseempfehlung
Profile Image for Fari Na.
58 reviews
July 27, 2025
Der Kriminalfall war spannend, das Thema super interessant, aber leider bin ich mit den Charakteren nicht warm geworden. Diese "Liebesbeziehung" war auch so unnötig und unangenehm irgendwie.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört.
Profile Image for WortGestalt.
255 reviews21 followers
December 25, 2014
„Das Programm“ ist der Auftaktband zur Reihe um das Ermittlerpaar Helen Wagner und Nicholas Eichborn, beide Ermittler beim BKA, Eichborn als Zielfahnder, Wagner als Fallanalytikerin. Ein Duo also, dass sich nicht unbedingt mit Wald- und Wiesen-Kriminalfällen beschäftigt, sondern schon auch mal ein paar dickere Fische auf dem Kieker hat. Und mit so einen Duo kann man dann auch schon mal ein paar Nummern größer denken und genau das macht die Geschichte hier.
„Das Programm“ fährt das volle Programm und packt alles aus, was geht, um den Thriller gut zu füllen und den Leser vielseitig zu beschäftigen.

Dabei arbeitet das Buch der Reihe nach diverse Themen ab, sodass sich in der Bilanz eine ganze Menge ansammelt: Die Geschichte startet mit einer Reihe von brutalen Morden. (Serienkiller. Check!) Dann führen die Ermittlungen Wagner und Eichborn in den Dunstkreis einer sektenähnlichen Vereinigung, die Bewusstseinserweiterung verspricht. Hier gibt es viele, und vor allem spannende Einblicke in die neurologische Forschung. (Wissenschafts-/Medizin-Elemente. Check!) Dann geht es weiter über die Entdeckung eines alten, geheimen Forschungsprojektes aus dem Kalten Krieg (Historische Elemente. Check!) hin zu einem Geflecht, in dem hohe Beamte um Posten buhlen, zukünftige Ämter planen (Polit-Thriller. Check!) und sich die Geheimdienste die Klinke in die Hand geben (Verschwörungstheorien. Check!). Dazu gibt es private Verstrickungen der beiden Protagonisten Wagner und Eichborn (Ein bisschen Liebe. Check!), jeder hat seine ganz persönlichen Dramen in seinem Lebenslauf (Konflikte aus der Vergangenheit. Check!) und es gibt einen Antagonisten, den man fast selbst ins Herz schließt (Leserbindung. Check!). Und auch wenn am Ende das Finale für mich nicht überraschend war (Action. Check!), gibt es dem Leser in letzter Konsequenz im Epilog noch einen schönen Schlussgedanken mit auf den Weg, sodass ich am Ende mit Figuren und Plot doch versöhnt war.

Denn unterwegs hatte ich an zwei Dingen zu knabbern. Zum einen arbeitet der Autor mit einem Perspektivenwechsel, der für mich persönlich nicht funktioniert hat und zum anderen gibt er seinem Protagonisten Nicholas Eichborn einen Humor mit auf den Weg, den ich in seiner ironisch-sarkastischen Art zwar prinzipiell großartig finde, der hier aber für meinen Geschmack zu dick aufgetragen wurde. Ich mag eher den lakonisch-witzigen Typ, Eichborn ist aber alles andere als einsilbig und legt bei seinen humorvollen Bemerkungen gerne immer noch einmal nach und wurde damit für mich schon fast zum Schwätzer. Nach der x-ten flachsigen Bemerkung war das Schema dann recht deutlich und verlor für mich an Charme. Das ist aber auch ein ganz persönliches Empfinden, Humor ist immer eine Gratwanderung und kaum zu pauschalisieren und daher ein klarer Fall zum Selber-Testen. Ein wunderbarer Gegenpol zu Nicholas Eichborn ist dabei die weibliche Hauptfigur Helen Wagner, die ihre Rolle sehr natürlich und angenehm ausfüllt und weder blass noch überzeichnet wirkt. Und Gerling liefert mit seinen Protagonisten ein Beispiel dafür, dass Liebesbeziehungen in einem Thriller durchaus gut in die Handlung integriert werden können!

Der andere Stolperstein war für mich der bereits erwähnte Perspektivenwechsel. Ich habe lange gegrübelt, warum ich mich daran gestört habe, denn das Prinzip, Kapitel im Wechsel von Ich-Erzähler und allwissendem Erzähler vorzulegen, ist einem ja vertraut. Gerade bei einem Thriller wird mit der Ich-Perspektive oft der Täter oder das Opfer näher beleuchtet, meist in einem separaten Handlungsstrang. Hier war der Ich-Erzähler aber Teil beider Handlungsstränge, die Hauptfigur Nicholas Eichborn wurde sowohl in den allgemeinen Kapitel vom Erzähler beschrieben als auch dann im Wechsel in seinen eigenen Kapiteln aus der Ich-Perspektive zum Wortführer. Das ging für mich leider nicht zusammen, da habe ich beim Lesen ganz intuitiv das Gefühl gehabt, dass hier etwas nicht passt. Es ist zwar sehr bequem, seine Hauptfigur über die Ich-Perspektive deutlich herausarbeiten zu können und trotzdem nicht auf die Annehmlichkeiten des allwissenden Erzählers verzichten zu müssen, aber da es sich hier um keinen separaten Handlungsstrang handelte, habe ich diesen Mix eher als störend und inkonsequent empfunden.

Fazit: Alles in allem hätte es für mich gern von allem ein bisschen weniger sein dürfen. Frei nach dem Motto „Einer geht noch!“ legt das Buch bei den Themen und der Protagonist bei seinen Witzen immer noch einen drauf. Aber die detaillierte Recherche, die man diesem Buch anmerkt und das flüssige Erzählen gehören hier gewürdigt, daher musste in jedem Fall auf 4 Sterne in der Gesamtbewertung aufgerundet werden. Man bekommt hier ein Thriller-Komplettpaket, mit allem was dazu gehört und noch ein bisschen mehr.

Bewertung:

Stil: 4 Sterne
Idee: 4 Sterne
Umsetzung: 3 Sterne
Figuren: 3 Sterne
Plot-Entwicklung: 3 Sterne
Tempo: 3 Sterne
Tiefe: 4 Sterne
Komplexität: 4 Sterne
Lesespaß: 4 Sterne

Durchschnittliche Bewertung: 3,56 Sterne

Gesamteindruck: 4 Sterne für einen gut gefüllten Thriller


Rezension auch auf
http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de
Profile Image for Harmen de Jong.
154 reviews3 followers
September 28, 2018
Normalerweise lese ich keine Krimis. Letzteres ist schon Jahre her und ich war nicht glücklich darüber. Aber ich mochte dieses Buch wirklich. Spannende Geschichte, faszinierendes Thema. Die Hauptfigur ist nur ein bisschen zu Witzig. Aber sehr empfehlenswert.
Profile Image for black.nd.beautiful.
11 reviews2 followers
November 16, 2018
Das Programm ist der Auftakt einer Reihe um den BKA-Ermittler Nicolas Eichborn und ist bereits 2014 das erste Mal erschienen.

Die Aufteilung des Buches ist sehr speziell, da es neben Kapiteln auch in Phasen unterteilt ist, was später Sinn ergibt, wenn man mehr über „Das Programm“ erfährt.
Außerdem gibt es noch ein Vor- und Nachspiel, sowie mehrere Zwischenspiele, die jeweils aus der Sicht des Mörders geschrieben sind. Dabei haben das Vor- und Nachspiel den Charakter eines Prologs, beziehungsweise Epilogs.
Man ist in diesen Abschnitten also hautnah am Mörder dran und bekommt dabei teilweise auch die Morde selbst haargenau mit. Diese sind sehr brutal und somit ist das Buch nichts für Leser mit schwachen Nerven.
Die Geschichte wird von Eichborn aus der Ich-Perspektive geschildert und selten war mir ein Protagonist vom ersten Auftreten ab so sympathisch. Er hat einen unheimlich trockenen Humor und immer eine sarkastische Antwort auf Lager. Ich glaube ich habe bei noch keinem Thriller so oft gelacht, wie bei diesem.
Helen Wagner hat zunächst eine ganz andere Rolle, wird durch die Umstände dann aber schnell zu Eichborns Partnerin und war mir nicht weniger sympathisch.
Dann gibt es auch noch viele andere Akteure, auf die ich aber nicht näher eingehen will, da diese erst Stück für Stück ins Spiel kommen. Es gibt durchaus auch Kapitel aus deren Sicht, die dann aber von einem dritten Erzähler geschildert werden.
Der Fall war von Beginn an spannend und die Ermittlungsarbeit wurde realistisch dargestellt. Eichborn und sein Team sind den Tätern langsam auf die Spur gekommen, ohne dabei immer nur das Glück auf ihrer Seite zu haben.
Besonders gefallen hat mir, dass es immer wieder Akteure gab, die scheinbar auf ihrer Seite waren. Man konnte aber niemandem wirklich zu 100% trauen und so hat man alles und jeden hinterfragt. Und trotzdem – am Ende hat mich die Auflösung teilweise überrascht und war nicht zwingend vorhersehbar.
Kleine Abzüge gibt es von mir dafür, dass einige, für mich wichtige, Punkte nicht geklärt werden. So erfährt man zwar wer der Mörder war und warum er die Morde begeht, was es mit der im Klappentext geschilderten Vorgehensweise zu tun hat, bleibt aber größtenteils offen.
Ansonsten konnte mich das Buch aber durchweg begeistern und ich werde die anderen Fälle rund um Eichborn und seine Arbeit beim BKA definitiv noch lesen.
Profile Image for Maike.
47 reviews
April 7, 2019
Unerhaltsamer Thriller mit einem angenehm erfrischend anderem Kommissar, unerwarteten Wendungen und spannendem Plot.
Die Geschichte ist zwar frei erfunden, könnte aber bestimmt genauso oder ähnlich passieren.
Die Charaktere sind stimmig und man liest das Buch fliessend und flott.
Auf Grund der zum Teil recht drastischen Schilderung allerdings eher nichts für zartbesaitete Nerven.
Leseempfehlung für alle, die gerne Krimis und Thriller mit Unterhaltungspotential lesen.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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