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Striker

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»Striker« ist ein elektrisierender Roman über eine Gegenwart, in der die Grenzen zwischen Verschwörungsmythen, Klassenkampf und roher Gewalt zunehmend verschwimmen. Mit Wucht und Tempo erzählt Helene Hegemann von Kampfsport und Obdachlosigkeit, von Reichtum und Verdrängung. Von dem Moment, in dem die Angst vor Unterdrückung zu Gewalt führt, und der Schwäche, die man zulassen muss, um diese Gewalt zu verhindern.

N wohnt an einer Bahnlinie, die einen Problembezirk mit dem Villenviertel am anderen Ende der Stadt verbindet. Zwei Welten. N kennt beide. Und eine dritte in der die Kampfsportschule, in der sie unterrichtet, sich auf Wettkämpfe vorbereitet und eine Affäre mit einer Politikerin aus dem Verteidigungsausschuss beginnt. Gegensätze prägen ihre Arm und Reich, Ohnmacht und Muskelaufbau, größte Disziplin und maßlose Aggression gegen sich selbst.

Eines Morgens entdeckt N rätselhafte Zeichen an der Brandmauer gegenüber ihrer Wohnung. Keine Buchstaben, keine Hieroglyphen, keine Bilder. Doch, dass sie etwas bedeuten, spürt sie sofort. Es treibt sie um.

Und dann stehen plötzlich Koffer und Tüten vor ihrer Tür. Sie gehören einer jungen Frau, die im Treppenhaus übernachtet und behauptet, mit den Zeichen in Verbindung zu stehen. Wer ist sie? Was will sie von ihr? Und warum beschleicht N bei jeder ihrer Begegnungen das kaum zu bewältigende Gefühl, sich selbst gegenüberzustehen?

192 pages, Hardcover

Published March 13, 2025

22 people are currently reading
390 people want to read

About the author

Helene Hegemann

10 books27 followers
Helene Hegemann is a German writer, director, and actress. As a young writer her work was highly praised, but her first novel, Axolotl Roadkill, sparked a plagiarism controversy.

Ratings & Reviews

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Community Reviews

5 stars
22 (11%)
4 stars
59 (29%)
3 stars
78 (39%)
2 stars
33 (16%)
1 star
7 (3%)
Displaying 1 - 30 of 33 reviews
Profile Image for Laertes.
198 reviews9 followers
April 5, 2025
Ich hasse Sternebewertungen. Aber gut. Sprechen wir in Sternen.

Dieser... Roman (?) hätte fünf Sterne verdient, wenn es nur und einzig und ausschließlich darum ginge, folgende Emotionen beim Lesenden hervorzurufen: Trübsal. Niedergeschlagenheit. Schwermut. Depression. Angst. Und Grauen. Grauen in Grau. Grau in allen Schattierungen. Dieses Buch ist so grau wie die Wand gegenüber der Wohnung der Protagonistin.

Wer aber Wert legt auf irgendwas mit Plot, Story, Handlung, Figurenentwicklung - Fehlanzeige.

Es handelt sich um ein typisches Beispiel deutscher Literatur, das im universitären Lesekreis und im Feuilleton auf den Altar gehievt wird, weil es so sperrig ist, so uninteressiert am Leser, voller innerer Monologe einer angstbesetzten und komplexbeladenen Ich-Erzählerin über alles und nichts, voller Abscheu gegenüber dem Leben und den Menschen.

Um die eingangs aufgeworfene Frage zu beantworten: nein, das ist kein Roman, das ist eine Abfolge von mehr oder weniger (meist weniger) philosophisch/psychologisch anmutenden Gedankengängen.

Zwei Sterne dafür, dass manche Bilder bleiben und manche Formulierungen und manche Dialoge (von denen es viel zu wenig gibt) durchaus gelungen sind.

Das ist aber auch alles.
Profile Image for jona rausch.
8 reviews2 followers
December 25, 2025
lange wieder kein Buch mehr in einem Rutsch durchgelesen :)
liebe die Welt und die abgef.ckten charaktere die helene hegemann immer zaubert. dachte ich wäre over her, aber das buch hat mich wie jedes andere ihrer bücher krass abgeholt. intense gedanken, kampfsport, die lostheit und einsamkeit, krieg alles drin. love
Profile Image for Rike.
41 reviews4 followers
March 16, 2025
N hat was mit einer politikerin und lebt selbst in milieu der stadt, eines tages sind vor ihrem fenster riesige grafittiartige zeichen an der wand und eine obdachlose haust vor ihrer tür und es beginnt eine fieberhafte ängstlichkeit von N, die wie im wahn nur noch weg will (von sich selbst)
buch wie fiebertraum, aber was will mir das sagen?!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Tanja Schöttl.
181 reviews
April 14, 2025
schwierig...schwierig...

Die dichte Beschreibung von Emotionen und Seelenzuständen, top, insgesamt bin ich aber hin- und hergerissen bzgl. der Handlung, deshalb 3 Sterne
Profile Image for Clemens.
13 reviews
April 28, 2025
Interesting, hätte es aber keine 20 Seiten länger ausgehalten
Profile Image for Uralte  Morla.
374 reviews137 followers
June 12, 2025
"Schuld daran sind die Phantome, die man auf eine Spiegeloberfläche wirft." (Seite 31)

Alles beginnt mit dem Spiegel. N stellt ihn gegenüber von der Wohnungstür in ihrem Flur auf, sodass sie sich als erstes selbst betrachtet, wenn sie ihre Wohnung betritt. Und dann taucht Ivy auf. Eine junge obdachlose Frau, die sich vor Ns Wohnung ausbreitet und behauptet, sie würde bald mit ihrem Freund, dem anonymen Internet-berühmten Graffitikünstler Striker, den Dachboden beziehen. In ihr scheint N sich selbst zu erkennen. Und Ivy scheint wiederum Seiten von N zu kennen, die sie selbst nicht wahrhaben, nicht betrachten möchte.
N, die eine nicht aufgearbeitete Vaterwunde hat und deren Mutter wohl dem Alkohol verfallen ist. Die kaum etwas wiegt, sich aber täglich in der Kampfschule verausgabt. Als Trainerin und als Schülerin. Die sich auf einen großen Kampf vorbereitet und abgesehen von einer eher unterkühlten Affäre mit einer reichen Politikerin, ziemlich einsam ist und sich nicht den selten den kaputten Menschen näher fühlt, als den Funktionierenden.

"Weil sie das Schreien versteht, den Wahnsinn, die Dämonen. Den Impuls, die Stirn auf die angezogenen Knie zu legen und alles über sich zusammenbrechen zu lassen." (Seite 58)

Und so ist es kein Wunder, dass sie sich Ivy nahe fühlt. Aus einer wohlhabenden Familie stammend, lebt diese inzwischen in ihrem eigenen Kopf und kreiert sich eine Erzählung, die sie aushalten kann. Was davon Realität und was Wahn ist, weiß sie wahrscheinlich selbst nicht mehr. Und auch N weiß nicht wirklich, wo ihr Leben hinsteuert, Ivy wird so etwas wie eine Vision ihrer selbst: Sie fühlt sich verfolgt, kann nicht mehr schlafen, verbringt die Nächte draußen. Der Grad zum Wahn wird immer schmaler.

"Es erschreckt sie wirklich. Dass es da am Ende doch keinen Unterschied gibt. Dass all die zivilisatorischen Anstrengungen nicht mal dazu führen, dass sich die Haltung eines Menschen, der alles besitzt, von der Haltung eines Menschen unterscheidet, der nichts besitzt." (Seite 179)

Helene Hegemann hat mit "Striker" einen eindringlichen, literarischen (Berlin)Roman über unsere Gesellschaft geschrieben. Über Menschen in Zeiten von Kriegen, politischen Krisen und den damit verbundenen Ängsten. Sie schreibt über die Schere von Arm und Reich, gibt den Menschen Sichtbarkeit, denen die meisten von uns aus dem Weg gehen: Den Obdachlosen, den vermeintlich Verrückten, denen, die "es nicht geschafft haben". Zeigt, dass die Fallhöhe der vermeintlichen Oberschicht viel geringer ist, als sie glaubt. Sie hat nur die finanziellen Mittel, die Angst, den in sich schlummernden Wahnsinn, anders zu katalysieren.
"Striker" ist ein kluges, ehrliches Buch, dessen Sprache zwischen Schnoddrigkeit und Poesie schwankt und mich gnadenlos reingezogen hat in die Welt von N und Ivy, in unser aller Welt. Denn alle Figuren könnten auch wir sein.
Außerdem setzt das Buch dem Künstler Mr. Paradox Paradise ein Denkmal, der sich in der fiktionalisierten Titelfigur Striker wiederfindet. Ein Künstler, dessen Gesicht niemand kennt und dessen Graffiti N ebenfalls an ihrem Verstand zweifeln lassen.

"Es ist eine Heldengeschichte, die aus dem Hass auf nutzlosen Konsum und aus der Wut über die so ungleich verteilte Kohle entsteht." (Seite 99)

Eine dringende Buchempfehlung!
Profile Image for Hannah.
31 reviews
July 2, 2025
bin bis zum ende wartend geblieben, auf irgendwas das Sinn macht, irgendwas auflösendes, irgendeine Handlung

es hätte ganz toll sein können - vielleicht das alles auf der Hälfte der Seiten?
Profile Image for Laurie.
7 reviews
November 30, 2025
Hab das Buch nur gelesen, weil die Protagonistin boxt, and it didn‘t disappoint. Einen Plot gibt es nicht, dafür aber Deutscher-Winter-in-Berlin-Vibes, eine Protagonistin am Rande des Deliriums (immer) und Facesitting mit einer namenslosen Politikerin.
Profile Image for Anne.
21 reviews
April 3, 2025
Was für ein Buch.. Es scheint im Buch als würde N gegen Mühlen kämpfen.. Mühlen in Form von Ivy. Einer mysteriösen Obdachlosen die von einem Tag auf dem anderen vor N‘s Tür auftaucht und N einen Spiegel vorhält der sie erschaudern lässt.
Am beeindruckensten fand ich den immer wieder beschriebenen Vergleich zwischen der körperlichen Haltung des russischen Obdachlosen und der Schickeria um N herum.
„Den Russen, der nachmittags oft an der Kreuzung steht und seinen Reisepass anstarrt. Leicht nach vorn gebeugt, konzentriert, mit ausgestrecktem Arsch.
Grenzt an Kniebeuge und sieht ein bisschen obszön aus, fast so, als hätte man ihn schockgefrostet, während er sich gerade aufs Klo setzen wollte. Beim Yoga schaffen die Leute fünf Atemzüge in dieser Haltung, er hält sie ein bis zwei Stunden durch. Sie hat Wochen gebraucht, um darauf zu kommen, an wen er sie erinnert. An ihre Mutter. Daran, wie sich ihre Mutter manchmal besoffen in einem kleinen Taschenspiegel angestarrt hat. Je öfter sie den Russen in seinen Pass starren sieht, desto klarer wird ihr, weshalb. Ihre Mutter wollte wissen, ob es sie wirklich gab. Will er auch. Wollen alle.“
#leserezension
42 reviews
January 13, 2026
Liebe den Vibe der desaströsen Gegenwartsbescbreibung, kinda miss the plot.
Profile Image for Josy.
128 reviews1 follower
July 21, 2025
Hegemann schreibt gut, aber so auf Distanz zu ihren Protagonisten und voller Ekel für die Welt - als ich 18 war hat mich das beeindruckt, jetzt möchte ich lieber, dass mich wahre Sätze ins Herz treffen. Und wieso wird die Protagonistin von einer obdachlosen Doppelgängerin verunsichert, die vor ihrer Haustür auftaucht, aber nicht von der Tatsache, dass ihr Konto stetig im Minus ist?
Profile Image for Intentines.
10 reviews24 followers
April 15, 2025
verspricht tiefsinn, weil es versucht den traurigen zeitgeist einer welt einzufangen, in der alle gegen alles kämpfen und keiner wirklich glücklich ist. wirkt aber leider viel zu inszeniert, fast platt, wie die Protagonistin N von einer Obdachlosen fast in den Wahnsinn betrieben wird, weil sie sich selbst in ihr erkennt.
spaß macht dieses buch nicht, hat aber ein paar nette motive & teilweise spannung, weil sich wirklich überhaupt nicht vorhersehen lässt, was die angstgetriebene N als nächstes tun wird.
11 reviews
October 29, 2025
Ein unglaublicher ehrlicher und roher Roman.
Striker handelt von einer Namenlosen Boxsportler Protagonistin welche in der Großstadt in einem Plattenbau wohnt und zunächst Grafittis die sie nicht zuordnen kann entdeckt. Im laufe des Romans taucht eine offensichtlich Obdachlose Frau mit Wahnvorstellungen auf welche sie in ihre Wohnung lässt. Sie erkennt sich in ihr wieder beginnt selbst in ihrer Realität zu verschwimmen. Von dort an erzählt der Roman auf eine pure Art und Weise wie Obdachlosigkeit und ein “armes” heutzutage lol eigentlich nochmalverdieners Leben anfühlt. Ich saß beim lesen in meiner Wohnung während Obdachlose bei mir vor der Tür herrumbrüllten. In diesen Momenten hat dieser Roman mich so pur getroffen. Das Buch fühlte sich an wie das Cover in einem fast schon zu cleanen Bett zu liegen wehrend draußen so viel Leid passiert das man es selbst kaum ertragen kann. Ein fantastisches unfassbar aktuell relavantes Buch welches einen Ort in mir berührt hat dem ich bis jetzt wenig Beachtung geschenkt habe.
Profile Image for Adrian Leo.
36 reviews
September 5, 2025
Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, weil Helene Hegemann es schafft, eine diffuse Angst vor sozialem Abstieg in vielen Facetten zu beschreiben und dabei ohne viel Handlung oder persönliche Nähe zu bestimmten Charakteren auskommt.

Sowohl N., Ivy, Jürgen als auch die Politikerin wirken wie unterentwickelte Statisten in einem Buch über Obdachlosigkeit, Paranoia und Gewalt, wobei genau diese Zustände im Leben der beschriebenen Figuren mehr Raum einnehmen, als deren Charaktere selbst.

Trotz dieses unpersönlichen Schreibstils war das Buch einfach zu lesen und sehr kurzweilig.
Profile Image for Marius.
36 reviews
April 30, 2025
Eine gnadenlose Geschichte einer jungen Frau, die im Ring aber vor allem mit ihrem eigenen Leben kämpft. wenig tiefgreifende Gefühle und keine emotionale Entwicklung… viel Potential bleibt ungenutzt. Die Kontrastierung der Lebensrealitäten überzeugt, wirkt aber überladen.
Kein einziges Mal wird in diesem Buch gelacht; man bleibt mit einem beschwerlichen Gefühl zurück, ohne von etwas zehren zu können.
Profile Image for franzi.
52 reviews1 follower
June 26, 2025
Grau und hart wie Beton umschreibt Hegemann das Leben der Protagonistin, deren Figur noch nicht mal einen ganzen Namen bekommen hat. Grau wie der winter in Berlin und hart wie die Übergänge vom Boxring zum Sex mit der Politikerin.

Habe irgendwie die ganze Zeit auf das auflösende Rätsel gehofft, auf eine Wendung, Spin, den Kampf. Am Ende etwas besser aber insgesamt leider eher weniger lesenswert.
Profile Image for Lothar.
29 reviews1 follower
August 26, 2025
Hab das Gefühl, es funktioniert mittlerweile viel besser bei Hegemann, die Romane nicht mehr ausschließlich über eine In die Fresse Sprache zu arbeiten, wo die Sprache sich etwas zurücknimmt, hat die Handlung mehr Raum und ankert ein bisschen durch den Roman. Was aber auch passiert, wenn die die Sprache runterschraubt: Figur hat plötzlich keinen Charakter mehr (?) i mean, es sind immer komplett misanthropische Figuren, die in Hegemanns Romanen sprechen, aber so ohne rant fällt auch das weg und da bleibt dann doch recht wenig. So oder so tut mehr Struktur aber den Arbeiten gut!
Profile Image for Elinor Richter.
73 reviews8 followers
April 14, 2025
Um auf den Freund zurückzukommen, der mir einmal mitteilte, ein Roman sei nur gut, wenn er sich mit dem Helden identifizieren könne – ich kann mich zwar mit Helene Hegemanns Heldin nicht identifizieren, mich aber doch so sehr in sie hineinversetzen, vor allem auch in ihr Berlin, dass mir der Roman, die Goodreads-Utensilien benutzend, vier Sterne wert ist.
Profile Image for david.
2 reviews
November 27, 2025
Hegemanns edginess geht für mich hier nicht so ganz auf. Kalkulierte Tristesse, Gruselfigurenkabinett.
Keine uninteressanten vibes, aber schon ein literarisches Achselzucken, dass viele Schläge austeilt aber wenige trifft.
Wäre als short story in „schlachtensee“ vlt.besser gekommen
Profile Image for Zola Zyndschnur.
63 reviews3 followers
June 21, 2025
in einem haps gelesen (im guten sinne), wie eine gute kurzgeschichte
4 reviews1 follower
July 20, 2025
Das ist ein Studium der Emotion Angst
Der Blurb ist Unsinn..
Profile Image for anna sophie.
30 reviews
January 4, 2026
sehr gut (danke fibi). bin mir nur nicht sicher als verstanden zu haben, war zum Teil sehr kryptisch und ende auch sehr offen
Displaying 1 - 30 of 33 reviews

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