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Wein und Küsse: 200 Ideen aus der Antike

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Irene Vallejo hebt in ihren leichtfüßigen, strahlend prägnanten Kolumnen den Schatz an Lebenskunst, den die Antike noch heute für uns birgt. Mit Sokrates feiert sie den Luxus, nachdenken zu dürfen, mit dem Kyniker Krates sinniert sie, wie man das Glück im Jetzt findet, und weiß von Wer ein Problem angeht, hat es schon halb gelöst. Wie nebenbei lernt man Mythen, Personen und ihre Geschichten kennen und bekommt wunderbare Impulse für das eigene Leben.

274 pages, Kindle Edition

Published October 22, 2025

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About the author

Irene Vallejo

27 books1,181 followers
Irene Vallejo Moreu (Zaragoza, 1979) estudió Filología Clásica y obtuvo el doctorado europeo por las universidades de Zaragoza y Florencia. En la actualidad lleva a cabo una intensa labor de divulgación del mundo clásico impartiendo conferencias y a través de su columna semanal en el diario Heraldo de Aragón. De su obra literaria destacan las novelas La luz sepultada (2011) y El silbido del arquero (2015), la antología periodística Alguien habló de nosotros (2017) y los libros infantiles El inventor de viajes (2014) y La leyenda de las mareas mansas (2015).

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Profile Image for WildesKopfkino .
735 reviews7 followers
November 30, 2025
Schon die erste Kolumne trifft einen wie ein kleiner, warmer Schluck: unaufgeregt, klug und mit einem verschmitzten Lächeln, das länger nachhallt als erwartet. Irene Vallejo führt durch die Antike wie ein Freund, der einem nicht mit staubigen Daten kommt, sondern mit Geschichten, die die Gegenwart aufblitzen lassen. Zwischen Sokrates’ Genießbarkeit des Denkens und Horaz’ praktischen Lebensweisheiten entsteht kein elitäres Lehrstück, sondern ein Salzstreuer voller Alltagssalz: tastbar, brauchbar, manchmal scharf.

Beim Lesen erwische ich mich oft dabei, wie ich zustimmend nicken will — und dann wieder laut auflachen muss. Vallejos Ton ist leichtfüßig, ihre Beobachtungen sitzen: die alten Mythen werden nicht museal entstaubt, sondern in die Hosentasche gesteckt, um dort überraschend nützlich zu sein. Besonders schön ist, wie sie das Große und das Kleine verwebt — philosophische Perlen neben Alltagsschrammen, Ratschläge, die sich nicht anmaßen, sondern anbieten.

Kritik? Manchmal bleibt der Text zu wohlwollend, zu romantisch gegenüber der Antike; wer radikalere Stimmen oder mehr Kontroverse erwartet, wird hier nicht fündig. Trotzdem wirkt das Buch nie oberflächlich. Es schenkt Impulse, die man an kalten Abenden auspackt — kleine Rituale, um das eigene Leben ein bisschen eleganter zu handhaben.

Fazit: Kein philosophisches Marathontraining, sondern eine Einladung zum Spaziergang durch die Weisheit — mit einem Glas Wein in der Hand und dem Gefühl, dass kluge Sätze das Leben wärmer machen. Für alle, die gerne denken, lachen und zwischendurch einen sinnvollen Schubs in die richtige Richtung bekommen möchten.
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