Oh boy ...
Ich war ja schon darauf vorbereitet, dass es eine emotionale Geschichte wird. Ich meine - kleiner Junge verliert seine Familie, Dorfbewohner raffen alles was sie haben zusammen (und das ist nicht viel, weil arm), um dem kleinen Nikolas ein Zuhause zu geben. Und weil Nikolas so ein herzensguter, dankbarer, kleiner Junge ist, schnitzt er für sie zu Weihnachten Geschenke.
Worauf ich nicht vorbereitet war, war DIESES Maß an Emotionen in der Geschichte. Ich habe es über Audible gehört und bin vom Leser, Herrn Deutschmann, ganz angetan. Wenn jemand Geschichten lesen kann, dann er. Und wenn ich "Geschichten" sage, gehe ich gedanklich in die Märchenrichtung. Nur damit ihr eine Vorstellung von der Art und Weise habt, wie er vorliest. Als würde ich in meinem warmen Bett liegen, eingekuschelt unter einer Decke und Herr Deutschmann sitzt in einem Lesesessel und liest mir mit einer alten Brille auf der Nase vor.
Zwei Kinder finden ein altes, kleines Kästchen. Der Großvater der Beiden erkennt das Kästchen als etwas, das in einer alten Geschichte vorkam. Oder war es gar keine Geschichte?
Der Großvater erzählt seinen beiden Enkeln diese Geschichte und hier steigen wir auch ein.
Ich habe selten so oft an Herz gefasst, einen verklärten Blick bekommen und tief geseufzt. Ich hatte selten so oft Tränen in den Augen. Eine der schönsten Weihnachtsgeschichten, die ich je gehört und gelesen habe.
Das Buch ist aufgeteilt in genau 24 Kapitel. Das heißt es ist ein ganz wundervoller Adventskalender. Ich empfehle es jedem, vor und nach Weihnachten, als Buch und Hörbuch.
Ich liebe es und es war ganz sicher nicht das letzte Mal, dass ich es gelesen und gehört habe. Den Film dazu habe ich noch nicht gesehen und weiß auch noch nicht genau, ob ich das machen möchte. Das Buch klingt und schwingt aktuell noch so stark nach, dass ich mich auf ein weiteres Medium gar nicht einlassen kann, weil ich unfaire Vergleiche zum Buch ziehen würde, fürchte ich.
Eine ganz, ganz große Empfehlung von mir.