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Junge Frau mit Katze

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Alles ist schwierig, bevor es leicht Daniela Dröscher erzählt so intensiv wie humorvoll von einer Frau, die endlich Verantwortung für das eigene Glück übernimmt. 

Zeit ihres Lebens stand Ela wortwörtlich im Schatten ihrer Mutter. Deren dicker Körper, so die Überzeugung des Vaters, war für das Unglück der gesamen Familie verantwortlich. Nun ist Ela erwachsen und es ist ihr eigener, ihr kranker, Körper, der sie verzweifeln lässt. Kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion erlebt Ela einen Zusammenbruch. Während sie unbewusst mit der Frage ringt, ob sie ihren Platz in der akademischen Welt wirklich verdient hat, rebelliert ihr Kö der Hals, das Herz, die Haut – Ela steht in Flammen und gerät in immer größere Panik. 

So wie die Geschichte ihrer Mutter, der Daniela Dröscher ihren großen Romanerfolg »Lügen über meine Mutter« gewidmet hat, ist auch Elas späte Selbstfindung und Selbstermächtigung meisterhaft autofiktional konstruiert, psychologisch mitreißend und hinreißend komisch.

320 pages, Hardcover

Published August 14, 2025

26 people are currently reading
728 people want to read

About the author

Daniela Dröscher

13 books41 followers
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Promotion im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam sowie ein Diplom in »Szenischem Schreiben« an der Universität Graz. Ihr Romandebüt »Die Lichter des George Psalmanazar« erschien 2009, es folgten der Erzählband »Gloria« (2010) und der Roman »Pola« (2012) sowie das Memoir »Zeige deine Klasse« (2018). Sie wurde u.a. mit dem Anna Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet. Der Roman »Lügen über meine Mutter« (2022) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und ist bald im Kino zu sehen.

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Community Reviews

5 stars
63 (14%)
4 stars
162 (36%)
3 stars
145 (32%)
2 stars
65 (14%)
1 star
6 (1%)
Displaying 1 - 30 of 93 reviews
Profile Image for Elena.
1,045 reviews432 followers
August 27, 2025
Ela ist Anfang 30 und bereitet sich gerade auf die Verteidigung ihrer Doktorarbeit in Literaturwissenschaften vor, als sie plötzlich unerklärliche Halsschmerzen plagen. Ein Gang zur Ärztin verschafft ihr ein antibiotisches Spray, doch anstatt einer Besserung kommen ein allergischer Schock und Herzprobleme hinzu. Sie wandert fortan von Arzt zu Ärztin, ihre Symptome werden immer rätselhafter, eine Diagnose kann nirgends gestellt werden. Währenddessen versucht sie weiter, im akademischen System zu arbeiten, was ihr aus gesundheitlichen Gründen immer schlechter gelingt. Als durch einen unglücklichen Zufall auch noch fälschlicherweise angenommen wird, Ela könne fließend Japanisch sprechen, droht ihr Leben wie ein Kartenhaus in sich zusammenzufallen.

In "Junge Frau mit Katze" erzählt Daniela Dröscher Elas Geschichte aus "Lügen über meine Mutter" weiter. Während Ela in "Lügen über meine Mutter" noch ein kleines Kind ist und überwiegend von ihrer Mutter berichtet, ist sie in Dröschers neuem Roman eine junge Frau, die von Leistungsdruck und Krankheiten geplagt wird. Um Elas Mutter geht es nur noch am Rande, auch sie ist krank und versucht zu heilen. Obwohl Daniela Dröschers neuer autofiktionaler Roman keine leichte Lektüre ist, musste ich dank des wunderbaren Humors der Autorin sehr oft beim Lesen schmunzeln. Es ist schlimm, wie sehr Ela vom Gesundheitssystem im Stich gelassen wird, dass sie eine Ewigkeit ohne klare Diagnose in der Luft hängt und ihr der Druck in ihrem akademischen Umfeld immer mehr die Luft raubt. Trotzdem findet sie immer wieder Trost, in Freundinnenschaften, in ihrer treuen Katze, in einer zarten Liebe, die sich anbahnt und letztlich einer Entscheidung für sich selbst. Dass Ela eine Krankheit hat, die ich auch habe, hat mich natürlich sehr mit ihr verbunden. "Junge Frau mit Katze" hat mich thematisch nicht ganz so sehr angesprochen wie der Vorgänger-Roman, ich mag Dröschers Art zu schreiben aber so gerne und habe auch dieses Buch wieder mit Genuss gelesen. Eine tolle Autorin, von der ich einfach alles lesen möchte!
Profile Image for le.lyssa.
169 reviews533 followers
October 11, 2025
„Sie müssen aktiv entscheiden, was sie fühlen wollen. Mit schlechten Gefühlen - vergiften Sie sich selbst.“

„Junge Frau mit Katze“ erzählt die Geschichte einer Tochter, die die Auseinandersetzung von generationsübergreifender Konflikte vermeidet und sich so in ihrem Körper verliert. Einem Körper, der schon lange nicht mehr ihr gehört. Einem Körper, der ständig und immer Alarmsignale von sich gibt.

Ich bin mit einer anderen/falschen Erwartung an das Buch rangegangen. Als ich en Klappentext gelesen habe, habe ich mir eine ganz andere Erzählung vorgestellt. Es ging um sehr viele - und ständig neue - Krankheiten. Es war sehr verkopft, sehr selbstzerstörerisch - und nicht so ganz das, was ich grad gebraucht hätte. Daniela Dröscher kann aber KRASS schreiben: sehr rührend, wohlwollend, poetisch, detailliert und gleichzeitig hoffnungsvoll.
Profile Image for SusanneH.
525 reviews41 followers
August 28, 2025
Für mich ein Highlight in diesem Lesejahr.
Gefiel mir noch besser wie "Die Lügen meiner Mutter"
Und das obwohl ich zu Beginn zweifelte.
Profile Image for Phoenix Fawkes.
311 reviews30 followers
December 16, 2025
4.5

another book that was meant to find me at this time but this time around it was incredibly absurd. maybe her and i are soulmates as camille says? maybe we live the exact same life? maybe i am her in a parallel universe? maybe we all just live in a simulation and me reading this book made it obvious? (i mean: madita???? u can‘t be serious)

i don‘t know the answer (yet). what i do know is that i really liked her first book and i really like this one as well. i highlighted most of it because i love her honest, blunt, hardhitting sentences. i love her topics, i love her selfreflection. i definitely learned my lessons from this book, universe! i got it now, don‘t worry.

this was meant for me and me only and i‘m not even sure if i can recommend it, because obviously it won‘t be for anyone else what it is for me.
Profile Image for Bücherwolf.
171 reviews12 followers
August 11, 2025
"Junge Frau mit Katze" war für mich eine absolute Überraschung. Eigentlich habe ich es nur gelesen, weil ich das für meine Buchhandlung bestellt hatte, damit ich weiß, wem ich das Buch empfehlen kann. Doch jetzt gehört es definitiv zu den besten Büchern des Jahres für mich!

Ela hat gerade endlich ihre Dissertation fertig geschrieben und abgeschickt. Nun muss sie sich der Vorbereitung zur mündlichen Verteidigung ihrer Doktorarbeit widmen. Völlig unter Stress bemerkt sie, wie plötzlich ihr gesamter Rachen in Flammen steht. Sie begibt sich schnell auf den Weg zu einem Arzt, der bei ihr eine starke Kehlkopfentzündung feststellt. Doch als sie mit weiteren Symptomen zu den verschiedensten Ärzten geht, muss sie mit ansehen, wie auf einmal ihr gesamter Körper auseinander zu fallen scheint. Sie begibt sich auf eine Reise von Arzt zu Arzt, hetzt zwischen Vorbereitung auf die Verteidigung und besorgte Bekannte hin und her und muss sich letztendlich die Frage stellen, warum all das mit ihr geschieht.

Daniela Dröscher hat einen Roman geschrieben, der auf eine besondere Art humorvoll und komisch ist. Denn die Sprünge von Arzt zu Arzt und Diagnose zu Diagnose verleihen der Handlung eine interessante Komik.
Und dennoch fehlt es dem Roman nicht an Intensität und Seriösität. In die Handlung sind einige gut durchdachte Symbole verstrickt, die das Leben als Frau unter der Bevormundung der eigenen Mutter und das Leben in der akademischen Welt gut widerspiegeln. Genau diese Symbole haben für mich den Ausschlag dafür gegeben, wie großartig und einzigartig das Buch tatsächlich ist.

Für mich definitiv eine große Empfehlung für alle, die einen Roman über die Suche zum eigenen Weg im Leben und über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter suchen!
Profile Image for hand.verlesen.
241 reviews45 followers
February 1, 2026
Ela, die Protagonistin aus „Lügen über meine Mutter“, ist mittlerweile erwachsen und Doktorandin. Sie struggelt aber sowohl mit ihrer Doktorarbeit, als auch mit ihrem Körper, der ihr alle möglichen Symptome beschert. Die zahlreichen Arztbesuche scheinen alles nur noch verworrener zu machen. Und auch das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrem Bruder ist kompliziert.
Ich habe dieses Buch so sehr gefühlt und mich mit Ela identifiziert. Ich habe zwar keine ähnliche Krankheitsgeschichte, habe nie an der Uni gearbeitet. Ich habe aber Erfahrungen mit Medical Gaslighting, Bildungsaufstieg, beruflichen Unsicherheiten und generellen Selbstzweifeln. Es finden sich viele interessante Themen in diesem Buch, u.a. weibliche Scham und Schuldgefühle. „Junge Frau mit Katze“ ist wunderbar flüssig zu lesen und war für mich ein Highlight
Profile Image for Isabelle.
99 reviews21 followers
February 16, 2026
Große Erwartungen, nachdem „Lügen über meine Mutter“ bereits unter meinen all time faves ist, die nicht enttäuscht wurden.
“Junge Frau mit Katze“ ist keine Wohlfühllektüre.

Die Leserschaft begleitet Ela, die sich verzweifelt auf die Suche nach Ursachen für ihren kranken Körper begibt, und dessen Genesung. Es hat mich nicht von Anfang an mitgerissen, aber dann so, dass ich es nicht weglegen konnte.

Kurz vor der Mitte bis Ende des Buches habe ich viele Stellen markiert — Daniela Dröschers Schreibstil ist wunderbar. Sie behandelt viele Themen, jedoch ohne das Buch zu überladen.

Es geht um Krankheiten, die Suche nach Gesundheit, Stress, dem Freimachen von Menschen (auch Familie), wenn sie einem nicht gut tun. Außerdem um die Selbstwertdefinition über die eigene Arbeit, das Hinterfragen des eigenen Lebensweges und den Mut, Entscheidungen zu fällen, aber auch zu revidieren.

Wunderbar und ich freue mich auf jedes weitere Buch von ihr.
Profile Image for Julia (wortknistern).
330 reviews184 followers
October 22, 2025
Von Daniela Dröschers Debütroman “Lügen über meine Mutter” war ich SEHR begeistert, deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass nicht nur endlich ein weiterer Roman erschienen ist, sondern wir auch wieder auf Ela, Protagonistin aus dem ersten Roman, treffen. Diese ist mittlerweile erwachsen und eigentlich damit beschäftigt, ihre Promotion in Literaturwissenschaften zu beenden - wären da nicht die gesundheitlichen Probleme, die sie völlig umhauen. Zuerst sind es “nur” Halsschmerzen, doch nach und nach kommen immer mehr, immer diffusere Symptome dazu und sie wird von Arzt zu Arzt geschickt.

Diese “Ärzt*innen-Odyssee” habe ich auch schon hinter mir und konnte deshalb sehr mit Ela mitfühlen. Das Gefühl, dass einem nicht geholfen werden kann und man immer weiter geschickt wird ohne Linderung der Probleme oder dass man im schlimmsten Fall erst gar nicht ernst genommen wird, ist schlimm und wünsche ich wirklich niemandem. Deshalb musste ich auch an der ein oder anderen Stelle ziemlich schlucken. Trotzdem habe ich an der ein oder anderen Stelle auch mit Ela, der Protagonistin, gehadert. Ich kann zwar grundsätzlich nachvollziehen, dass man nach vielen negativen Erfahrungen mit Ärzt*innen misstrauisch wird und nicht mehr alles glaubt, aber - und vielleicht bin ich da einfach ein anderer Typ Mensch - ich konnte Elas Skepsis gegenüber potenziell helfenden Medikamenten ab einem gewissen Punkt nicht mehr nachvollziehen. Besonders mit Blick darauf, dass sie eigentlich aufgrund ihrer Promotion auf gesundheitliche Besserung angewiesen ist, fand ich ihre Weigerung, Medikamente überhaupt zu nehmen, befremdlich.

An “Lügen über meine Mutter” kam “Junge Frau mit Katze” zwar nicht ganz für mich ran, trotzdem mag ich Daniela Dröschers Schreibstil so gerne, dass ich auf jeden Fall ihren nächsten Roman auch wieder lesen werde! 📖
Profile Image for Sarah.
171 reviews13 followers
June 8, 2025
"Warten Sie - auf dieses eine Antibiotikum haben Sie ja damals auch allergisch reagiert.« Täuschte ich mich, oder drückte sie gerade ihr Missfallen darüber aus, dass mein Körper die segensreichen Produkte der Pharmaindustrie nicht tolerierte?"

"Eine Zeile von Sylvia Plath fiel mir ein. »Ich bin erst dreißig. Und wie die Katze kann ich neunmal sterben.« Dieses Mal hatten mich meine beiden stärksten Waffen, die ich sonst verlässlich gegen die Angst ins Feld führte, im Stich gelassen. Meine Arbeit und meine Mutter. Nicht nur waren sie keine Hilfe gewesen. Womöglich waren sie sogar - Teil des Problems."

"Trotz alledem forderte ich meinem Körper eine Robustheit ab, »eine dicke Haut«, die ich nicht hatte."

"Ein Gefühl durchströmte den Körper meist für neunzig Sekunden. Dann klang es aus."

"Ich betrachtete die Farben des Regenbogenrads. Auf alle diese Gefühle, hatte mir meine Therapeutin erklärt, hatte ich ein Anrecht. Es gehörte zu meinem Menschenrecht, diese Gefühle zu haben. »Menschenrecht«, pochte das Echo in mir. Menschen brauchten ganz andere Rechte. Arbeitsrechte. Aufenthaltsrechte."

"Mit einem Mal spürte ich mein Herz, das laut gegen meinen Brustkorb klopfte. Ich sah an mir hinab. Bis eben gerade hatte ich nicht einmal gewusst, dass ich ein Herz hatte, schien mir also, dass das Herz ein Organ war."

"»Das chinesische Schriftzeichen für ›Körper‹ setzt sich zusammen aus dem Zeichen für ›Mensch‹ und ›Buch‹; heißt das, dass der Körper ein Buch ist, das so tut, als wäre es ein Mensch?«
Yoko Tawada: Nur da wo du bist da ist nichts"

"Hinter der Stille meiner gesenkten Lider versuchte ich zu überschlagen, in wie vielen Wartezimmern ich wohl schon gesessen hatte in meinem Leben."

"Sieben Patiententypen gab es, erinnerte ich mich. Den ausschweifenden Typus, den argwöhnischen, den ängstlichen, den aufdringlichen, den nörgelnden, den unsicheren und schließlich den, der versuchte, gut Freund mit seinem Gegenüber zu sein. Ich selbst war, wie mir schien, alles auf einmal, ein schrill drehendes und bunt flackerndes Chaos."

"Als wir auflegten, entdeckte ich eine indigoblaue Traurigkeit in mir."

"Wir alle, dachte ich, steckten fest in dieser Verkettung der Fürsorge, die wir versuchten, füreinander zu leisten. Doch ging uns in dem Wunsch, einander so gut es ging unterstützend die Hand zu reichen, in entscheidenden Momenten immer wieder die Kraft aus."

"Sein Gesicht war wirklich schön. »Schönbeweibt«, »schönbewimpert«, »schönheitsfroh«"

"Wie viele Menschen schleppten wohl ebenfalls ein Körperrätsel mit sich herum, fragte ich mich. Symptome, die ihnen niemand erklären konnte?"

"»George sagt übrigens, dass man allergisch auf bestimmte Dinge reagiert, weil man in seinen vorherigen Leben selbst eines dieser Dinge gewesen ist. Einem japanischen Aberglauben zufolge.«Wer keine Eier vertrug, sollte ein Huhn, wer keine Makrele essen konnte, sollte ein Schalentier gewesen sein, erläuterte er."

"Wie also sollte ich ihr mein konfuses Inneres verständlich machen? Es war wie bei dem Käferbeispiel aus der Philosophie. Ein Gefühl, das war ein Ding, das in einer Schachtel steckte. Jeder hatte eine solche Schachtel. Niemand konnte in die Schachtel eines anderen schauen. Und jeder hatte ein anderes Ding in seiner Schachtel."

"Mir fiel ein Ausdruck auf Japanisch ein, den mein Bruder mir einmal beigebracht hatte: »küki o yomu«, was so viel bedeutete wie »die Luft lesen«, also die Fähigkeit, das Nichtgesagte zwischen den Zeilen zu deuten."

"Es gab das erzählte Leben, und es gab das gelebte. Mitnichten aber konnte das eine das andere ersetzen. Es war wie mit einer geschenkten und einer gekauften Blume."

"Dem japanischen Ikigai zufolge gab es vier Gründe zu tun, was man tat. Man tat das, was man gut konnte, man tat das, was die Welt brauchte, man tat das, wofür man Geld bekam, und vor allem tat man das, was Spaß machte. In den Zwischenräumen dieser vier Dinge wohnte das Glück."
Profile Image for _Le4_.
187 reviews
August 6, 2025
Im Buch setzt die Autorin sich autofiktional mit ihrem Kampf mit physischen und psychischen Beschwerden auseinander. Es ist der zweite autofiktionale Roman der Autorin, womit sie mit “Junge Frau mit Katze” den Faden nach “Lügen über meine Mutter” wieder aufnimmt.

“Lügen über meine Mutter” hat mir nach seiner Veröffentlichung unheimlich gut gefallen, weswegen ich mich sehr darüber gefreut habe, dass der neueste Roman der Autorin quasi die spirituelle Fortsetzung dessen werden soll. Ich habe wieder ein ausgezeichnetes Werk, wie den Vorgänger erwartet. Leider war das Buch gar nicht meins.
Das Thema fand ich interessant. Es geht darum, dass die Hauptcharakterin unter Krankheitssymptomen leidet, die von ÄrztInnen kleingeredet, ignoriert oder ihrer psychischen Krankheit zugeschrieben werden. Der Leidensweg und wie stark das auch die Beziehungen der Charaktere untereinander beeinflusst, wird hier festgehalten.
Die Suche nach dem Lösungsweg war aber leider so anstrengend geschrieben, dass ich gar keine Lust auf das Weiterlesen hatte. Irgendwann habe ich mich nur gefragt, warum ich von all diesen Dingen lese. Was ist der Sinn dahinter? Es war einfach nur seltsam.
Was mich auch gestört hat, war die Tatsache, dass es immer wieder Abschnitte im Buch gab, die exzessiv Gedankenstriche genutzt haben. Diese waren teilweise mitten in Sätzen ohne Sinn und Verstand gesetzt. Ich kann mir nicht erklären, was das stilistische Ziel dahinter war. Eine Googlesuche hat mir gesagt, dass exzessiver und unsachgemäßer Gebrauch von Gedankenstrichen auf die Verwendung von KI hindeutet. Vor allem die Tatsache, dass es immer wieder Textstellen gab, die das exzessiv genutzt haben und dann wieder welche, wo es gar nicht vorkam, hat mich stutzig gemacht. Ob es KI war oder nicht, es war ungeheuer störend.
Der einzige Grund dafür, dass das Buch zwei Sterne statt nur einen von mir bekommt, ist, dass das letzte Kapitel ganz wunderbar sacht war. Da habe ich gesehen, was das Buch hätte sein können.

Auch wenn das letzte Kapitel sehr schön war, fand ich den Rest leider so schlecht, dass ich das Buch absolut nicht empfehlen kann.
Profile Image for Ellinor.
791 reviews374 followers
October 24, 2025
Vor drei Jahren war Lügen über meine Mutter eines meiner absoluten Highlights. Als ich sah, dass Daniela Dröscher einen neuen Roman veröffentlichte, wollte ich diesen auch unbedingt lesen. Besonders reizte mich daran, dass er sich wie eine Fortsetzung von Elas Geschichte anhörte, der Protagonistin des anderen Buches. Nun, Junge Frau mit Katze ist eine Fortsetzung und ist es gleichzeitig nicht. Beide Bücher sind autofiktional, lesen sich also so, als könnten sie tatsächlich so im Leben der Autorin passiert sein. In Junge Frau mit Katze wurden jedoch einige Details geändert (Ela hat nun beispielsweise einen Bruder statt einer Schwester), wodurch ein stärkerer Abstand entsteht.
Lügen über meine Mutter löste damals eine unglaubliche Wut in mir aus und die Handlung ist immer noch sehr präsent. Diesmal jedoch sprach mich das Buch emotional nicht besonders an. Ela tat mir zwar einerseits leid, wie sie von einem Arzt zum nächsten geht, dabei die unterschiedlichsten, oft widersprüchliche Diagnosen erhält. Andererseits war mir die Handlung zu sehr auf diese medizinischen Diagnosen beschränkt und wurde mir nach einiger Zeit auch ein wenig lästig.
Daniela Dröscher schreibt gut lesbar, wodurch die etwa 300 Seiten wie im Flug vorbei waren. Dennoch blieb nicht wirklich etwas nachhaltig bei mir hängen.
Profile Image for Re.
136 reviews19 followers
August 17, 2025
Seit heute noch größerer Fan, so gut!
Profile Image for Isa ◡̈ .
238 reviews43 followers
August 21, 2025
»Ich kannte das von meinen Burn-outs. Am Anfang nahmen alle gebannt Anteil. Den mühsamen Weg der Rekonvaleszenz aber wollten die wenigsten begleiten. Schlimmer noch war, wenn jemand partout nicht gesund werden wollte. Wer krank war, störte den Lauf der Dinge. Wer krank war, arbeitete nicht, und wer nicht arbeitete, verweigerte den Takt, den unermüdlichen Rhythmus des Alltags.« (99)

Daniela Dröscher hat eine wunderbare Beobachtungsgabe für Gefühle / Interaktionen / Zwischentöne / Leben und zusätzlich, kann sie dies wahnsinnig gut in Worte fassen 🥵

Bereits in »LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER« setzte sich die Autorin Daniela Dröscher intensiv mit ihrer Protagonistin Eva mit Tochter-Mutter-Beziehung auseinander. Jetzt ist ihr neuer Roman »JUNGE FRAU MIT KATZE« 🐈 erschienen, in denen wir die Struggles der Protagonistin Ela mit ihrer Promotion, Leistungsdruck, Burnout und (psychischer) Gesundheit sehr intensiv erleben. Gekonnt schafft Dröscher es, die Gefühle, das Unwohlsein, die Unzufriedenheit mit dem Gesamtzustand zu fassen und zu transportieren. Als Lesende verzweifelt man an Ella und ihren Entscheidungen und kann dennoch mitfühlen 🥵 Diese individuelle Auseinandersetzung mit unserer Leistungsgesellschaft, Entkoppelung von der eigenen Mutter, Burnout, Odyssee im Gesundheitssystem und der Tatsache, wenn der Körper nicht so funktioniert, wie wir es wollen; ist gleichzeitig eine pointierte gesellschaftliche Kritik, die auf Strukturen die über das Individuum hinausgehen aufmerksam macht. Dies macht den Roman so vielschichtig und relevant.

»Viel zu selten, dachte ich, betrachtete man Hilfe als eine Währung, die sich exponentiell auszahlte. Das, was man gab, bekam man tausendfach zurück, wenn auch nicht unbedingt von der Person, die der Hilfe bedurfte. Aber von anderer Seite. Hilfe war ein Wert an sich. Menschen halfen einander bereitwillig, davon war ich überzeugt, solange man sie nicht nötigte oder über Gebühr strapazierte.« (149)

Daniela Dröscher gibt im Interview an, dass sie für ihre Romane aus ihrer Biografie schöpft. Diese Autofiktion (wie viel Fiktion und wie viel Autobiografie bleibt dabei zurecht offen) macht ihr Schreiben aus und so nahbar und mehrdimensional. Und die Message dieses Romans geht direkt ins Herz: Dass das Schreiben Ela rettet. 💜 Ich kann diesen Roman, wie das Schreiben von Daniela Dröscher im Gesamten sehr empfehlen. 🫰🏼
Profile Image for Jonas S..
26 reviews1 follower
December 3, 2025
Es fühlt sich verboten an, dieses Buch zu lesen, anstatt an der eigenen Doktorarbeit zu schreiben. Und damit ist eigentlich schon alles gesagt: Der Roman fängt die Ängste und Unsicherheiten ein, die damit einhergehen, als Erstakademiker*in den Weg einer universitären Laufbahn einzuschlagen – den „inneren Hochstapler", das Gefühl, eigentlich nicht dazuzugehören, der ständige Stress, das Hadern mit einer Karriere, die sich weniger wie eine bewusste Entscheidung als wie ein Schicksal anfühlt. Für mich hatte das Lesen beinahe therapeutische Qualität.
Profile Image for Ines.
180 reviews6 followers
January 15, 2026
Ein erheiterndes Buch, auch wenn es einen eher traurigen Hintergrund hat. Ela leidet an multiplen Symptomen, Allergien und möglicherweise Krankheiten. Sie ist Dauergast bei Ärzten und versucht in dem ganzen gesundheitlichen Chaos, irgendwie ihr Leben auf Schiene zu bekommen.
Profile Image for Chiara.
52 reviews
December 4, 2025
„Junge Frau mit Katze“ habe ich natürlich wegen des Titels gekauft 🤩🤩 ich will doch auch ne katze haben 😔
Naja im Buch ging’s leider eher um den Krankenbericht der jungen Frau. Ich hab oft gedacht, dass es ja total die wichtige Geschichte ist, die erzählt wird. Eine Frau die total unter akademischen Leistungsdruck steht und sich durch nichts anderes definiert, wird ausgebremst, da ihr Körper eine Vielzahl an Krankheiten entwickelt, welche nicht diagnotizierbar sind. Eigentlich eine Storyline, die sehr relatable für viele junge Frauen ist. Deshalb finde ich es so schade, dass die Autorin nichts daraus gemacht hat. Es war wirklich einfach eine Krankheitsgeschichte und man hat als Leserin die Protagonistin einfach bei ihren Artzbesuchen begleitet. Die versprochene persönliche Entwicklung der Person, welche durch die körperlichen Einschränkungen endlich innehalten kann und ihr wahres Glück findet, kam so aus dem nichts im letzten Fünftel des Buches. Da war nichts von persönlicher Entwicklung während der Geschichte (die man nicht wirklich Geschichte nennen kann, eher Krankheitsbericht). Es hat mich auch genervt, wie schlecht die Autorin (es war ein autofiktonaler Roman) über ihre Mutter geschrieben hat. Ich mag Bücher mit komplizierter Mutter-Tocher-Beziehungen, aber das hier war reine Verachtung und teilweise Hass der ,aufgrund der im Buch geschilderten Erlebnisse ,absolut nicht gerechtfertigt war.

Und was ich überhaupt nicht verstehe war ihre Freundin Leo, welche (meines Empfindens nach) als ihre feste Freundin dargestellt wurde, jedoch sie am Ende die Freundschaft zu ihr betont hat?? Hä ich dachte die waren zusammen? ich checke nichts mehr

Naja die Autorin kann schon sehr gut schreiben, deshalb hat sich das Buch sehr gut lesen lassen.
Profile Image for Jule.
376 reviews19 followers
September 5, 2025
Als Hörbuch durchgesuchtet. Große Themenvielfalt: ganz viel über Körper und Psyche, familiäre Beziehungen, Zukunftsfragen und Freund:innenschaft. Total gelungen ineinander verwoben. Ganz besonders gut hat mir der liebevolle Blick auf alle Protagonist:innen gefallen und die subtile gesellschaftliche Metaebene.
Profile Image for Miriam.
39 reviews2 followers
March 1, 2026
Habe mich selten so sehr in einer Protagonistin und Geschichte wiedergefunden. Mein Highlight zwischen vielen Highlights: Die Darstellung eines Einlaufs als Akt der Selbstwirksamkeit.
Profile Image for Klara.
135 reviews45 followers
November 14, 2025
[Werbung/Rezensionsexemplar]

Es passiert mir immer wieder, dass ich Bücher, die mich begeistern, nicht rezensiere. Sind wir mal ehrlich: Sich aufregen ist manchmal leichter (und generell unterhaltsamer) als Lobeshymnen zu singen, die am Ende doch alle irgendwie gleich klingen - ich weiß, ich weiß. Asche auf mein Haupt und so weiter. Es gibt durchaus noblere Angewohnheiten, ich gelobe Besserung.

Jedenfalls habe ich schon vor drei Jahren ganz gebannt von "Lügen über meine Mutter" gelesen, und "Junge Frau mit Katze", die sozusagen Fortsetzung, musste entsprechend ebenfalls sofort inhaliert werden. Wurde sie auch. Weil Daniela Dröscher einem einfach aus der Seele schreibt, irgendwie, immer wieder.

Wieder treffen wir Ela, dieses Mal als erwachsene Frau, gefangen zwischen den eigenen Ansprüchen an sich selbst und einem Körper, der sie immer wieder im Stich lässt. Nichts ist so anstrengend, so existenziell bedrohlich wie ein kranker Körper, dem man nicht zu helfen weiß, dem niemand so richtig zu helfen weiß und für dessen Genesung man trotzdem irgendwie selbst verantwortlich ist.

Wir verfolgen diesen Kampf, dieses ewige Tauziehen zwischen Leistung und Selbstliebe, den Drahtseilakt, den ein Leben mit chronischer Krankheit bedeutet. Ich hab mich immer wieder so gesehen gefühlt, hab die tiefe Einsamkeit gespürt, in die ein Gefängnis aus Schmerz für uns alle immer und immer wieder bedeutet. Es ist doch einfach eine grundmenschliche Erfahrung, die Sorge um das Vehikel, an das under Geist qua Geburt gekettet wurde. "Junge Frau mit Katze" macht sie sichtbar - und dafür bin ich dankbar, ehrlich mal.

Wie auch das letzte Buch kann ich euch ebenjenes nur ans Herz legen. Gerne lesen, lohnt sich.
Profile Image for Sini.
73 reviews3 followers
September 13, 2025
Körper, Katze und Kontrollverlust

Daniela Dröscher konnte mich bereits mit ihrem ersten autofiktionalem Werk »Lügen über meine Mutter«, in welchem sie einfühlsam und dennoch auf gewisse Weise befangen die stille Leidensgeschichte ihrer Mutter niederschrieb, vollends überzeugen. Auch »Junge Frau mit Katze«, welches eine Art Fortsetzung darstellt, wollte ich daher unbedingt lesen.

Ela ist angehende Wissenschaftlerin und steht kurz vor ihrer Promotion. Die Verteidigung ihrer Dissertation steht zwar unmittelbar bevor, doch sie beschäftigt sich lieber mit einer Vielzahl an Symptomen, die ihr Körper scheinbar zusammenhanglos hervorbringt.

Während Ela ihren körperlichen Symptomen nach und nach auf den Grund zu gehen scheint, setzt sie sich auch immer mehr mit ihrer familiären Vergangenheit, insbesondere der Beziehung zu ihrer Mutter auseinander.

Mit einem feinen Gespür für psychologischen Tiefgang gelingt es der Autorin auch in diesem Roman wieder die Aufarbeitung familiärer Konflikte und dessen folgenschweren Resultate in den Vordergrund zu stellen.

Es ist eines dieser Bücher, bei dem die Handlung die meiste Zeit gemächlich und leise vor sich hin plätschert. Die Autorin schafft es zugleich sanft und einfühlsam, als auch direkt und schonungslos über schwierige Themen zu schreiben.

Viel zu oft habe ich mich selbst in Ela wiedererkannt. Soll ich mit meinen Symptomen zum Arzt gehen oder reagiere ich über? Oft wird man (vor allem als Frau) ohnehin nicht ernst genommen und auch das Leid von typisch „weiblichen“ Krankheiten wird hier zum Ausdruck gebracht. Ebenso der Einfluss von psychischen Belastungen, wie Stress, Überforderung oder dem Druck der Gesellschaft etwas leisten zu müssen.

Die einzelnen Kapitel sind nach Titel bekannter Romane benannt, die auf die ein oder andere Weise immer sehr gut zum entsprechenden Inhalt gewählt sind. Dieses Detail, sowie die altdeutschen Begriffe aus den Märchenbüchern der Gebrüder Grimm, welche hier und da gekonnt und stets passend in den Text mit einbezogen wurden machen das Buch zu einer wahren Hommage an die Literatur.

Uneingeschränkt empfehlen kann ich das Buch trotz meiner positiven Bewertung jedoch nicht. Ich kann mir vorstellen, dass sowohl die Auseinandersetzung, als auch der Umgang mit (chronischen) Krankheiten für den ein oder anderen einfach zu viel ist.
Profile Image for Karina.
249 reviews3 followers
November 21, 2025
Bei 'Junge Frau mit Katze' von Daniela Dröscher war ich zunächst hin- und hergerissen. Eigentlich wollte ich den Roman unbedingt lesen, gerade weil mir 'Lügen über meine Mutter' so gut gefallen hatte. Doch dann tauchten die ersten Rezensionen auf - und erst dadurch wurde mir bewusst, wie stark sich das Buch um Krankheiten dreht. Da ich jemand bin, der gerne ein bisschen zu viel in sich hineinhorcht, gleichzeitig aber - anders als Ela - Ärzt*innen eher meidet 😅, hatte ich meine Bedenken.

Schließlich habe ich mich für das Hörbuch entschieden, weil ich wusste, dass ich so am ehesten dabeibleibe. Dieses Mal steht nicht die Mutter im Zentrum, sondern die Tochter Ela. Sehr schnell wird deutlich: Ela ist überfordert - und ihr Körper beginnt zu rebellieren. Alles nimmt mit einem Kloßgefühl im Hals seinen Anfang, doch mit jedem neuen Arztbesuch kommt ein weiteres Symptom hinzu.
Ein regelrechter Ärztemarathon setzt ein.

Besonders gut gefallen haben mir die Passagen über Elas Arbeit, ihr Umfeld und natürlich der Kater Sir Wilson, die dem Roman Wärme und ein Stück Leichtigkeit verleihen. Das Thema Krankheit war mir persönlich jedoch zu dominant, und ich bin mir bis heute nicht ganz sicher, worauf der Roman letztlich hinauswill. Sollen die zahlreichen Symptome vor allem Elas innere Zerrissenheit spiegeln? Oder ist sie tatsächlich körperlich krank? Diese Unentschiedenheit ließ mich etwas ratlos zurück.

Trotzdem ist das Buch sehr kurzweilig, und das Ende mochte ich wirklich gern.
Allerdings sollte man sich der Thematik unbedingt bewusst sein, bevor man zu diesem Roman greift.

Für mich persönlich konnte 'Junge Frau mit Katze' nicht ganz an den Vorgänger heranreichen.
Profile Image for Katja Härlein.
39 reviews2 followers
February 22, 2026
Ich musste lange überlegen, weshalb mir "Lügen über meine Mutter" so gut und "Junge Frau mit Katze" nur bedingt gefallen hat, obwohl es sich doch fast um eine Art Fortsetzung handelt.

Ich glaube, es lag großteils daran, dass wir es hier mit einer Ich-Erzählerin zu tun haben, die nicht wie im Vorgängerbuch ihre Beobachtungen zu einer anderen Person (ihrer Mutter) teilt, sondern zu sich selbst. Ich kam nicht wirklich an die Protagonistin ran, weil sie mir schlicht zu abgeklärt wirkt. Ein Konflikt wird aufgemacht und zwei Seiten später hat die Protagonistin ihn schon selbst gelöst bzw. ihre Gedanken korrekt einsortiert, weil sie ja schon lange Therapie macht und ihre Gefühle/Gedanken selbst gut einsortieren kann. Oft fällt dann noch ein japanisches Sprichwort oder ein anderes passendes Zitat ein, was mir die Protagonistin noch etwas unsympathischer gemacht hat, weil es eine unnötige pseudointellektuelle Ebene einzieht. Das war in "Lügen über meine Mutter" anders und besser, weil hier großteils eine naive Kinderperspektive eingenommen wird und Spannung dadurch erzeugt wird, dass wir die Gedanken der eigentlichen Hauptfigur (Mutter) gar nicht kennen.

Insgesamt hätte dem Buch etwas mehr "Show, don't tell" ganz gut getan.
Profile Image for Anna Karl.
82 reviews2 followers
March 24, 2026
Habe das Buch nichtsahnend mal vor nem halben Jahr gekauft gehabt und dann nie begonnen, weil es um Krankheit ging und ich selbst so krank war, dass ich nicht auch noch von Krankheit lesen wollte. Lustig fand ich es, als genau dieses Gefühl an einer Stelle im Buch beschrieben wurde.
Das Buch hat mich ins Herz getroffen, besonders weil die Krankheit, die bei Ela diagnostiziert wird (will nicht spoilern welche), mir selbst auch schon das Leben schwer macht. Konnte also extrem gut mitfühlen. Schön geschrieben war es auch noch - einzig allein die vielen Details zu japanischer Kultur, Sprache und Literatur fand ich etwas zu viel für jemanden der keine Ahnung davon hat. Aber das hat dem Buch nichts abgetan!
Profile Image for Janina.
890 reviews82 followers
March 17, 2026
War ein bisschen zu sehr wie in einen Spiegel schauen manchmal, unangeneeeeehm. Mein erstes Buch von Daniela Dröscher, weiß aber, dass viele Lügen über meine Mutter mochten. Die Aspekte rund um das Kranksein fand ich authentisch, der Rest (die Beziehung zu O, die Recherche rund um den falschen Japaner) hat mich weniger gecatcht. Hab mich öfters ertappt, wie ich enttäuscht von den Ärzten war oder traurig, wie über chronisch krank sein gesprochen wurde, was aber ja leider realistisch ist. :(

tw/cw: Fatphobia, chronische Erkrankungen, Krankheit, Hautirritation, Tumor in der Kindheit, erwähnt Operation
1 review
March 4, 2026
Ich habe jetzt 50 Seiten zur Kehlkopfentzündung und mangelnden Fähigkeit der Autorin zur Krankmeldung gelesen, um das Buch nun abzubrechen. Nach „Lügen über meine Mutter“ hatte ich hier deutlich mehr erwartet.
Profile Image for Maja.
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January 23, 2026
wenn auch nicht so gut wie Lügen über meine Mutter, hat es mich in der zweiten Hälfte trotzdem gekriegt! Ich mag ihre Erzählstimme so gern
Profile Image for Ekiamx.
21 reviews12 followers
November 15, 2025
Hat mich trotz der eigentlich interessanten Storyline irgendwie gar nicht abgeholt.
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