Dieses neue, reizende Geschenkbüchlein enthält zwölf Aquarelle des Wagrainer Dichters, die ebenso wie die beigefügten Prosaminiaturen Zeugnis von einer fast Stifterischen "Andacht zum Kleinen", von einer tiefen Liebe zur stillen Schönheit des Unscheinbaren ablegen und den Betrachter und Leser erheitern, trösten und bereichern. --Freude mit Büchern, Frankfurt
Eigentlich nur ein kleines Büchlein. In meiner Ausgabe sind auch keine Aquarelle abgebildet, dafür ist sie in violettes Leinen mit goldgeprägtem Titel gebunden. Die Geschichtchen sind sehr kurz, oft nur drei Seiten lang. Normalerweise kann ich mit so kurzen Prosastücken nicht viel anfangen. Diese hier sind interessant, humorvoll, weise. Tatsächlich erinnert der Stil ein wenig an Hesse. Ein Buch, das man aufbewahren oder weitergeben will.
In this book, Waggerl describes various ordinary things that had some significance in his life and recounts some anecdotes that go along with them. This book was very interesting and enjoyable.
3.5 !! ⭐️⭐️⭐️ ganz niedlich und macht teils auf die schoenen kleinen, und doch so selbstverstaendlichen dinge, aufmerksam. das mag ich besonders ! hihihi
⭐️ “seit langem sammle ich schnecken, […] weil manche ihre gehaeuse so huebsch verziehren, mit einer unglaublichen fuelle von einfaellen; die kenner werden mich verstehen.”
⭐️ “schaut denn der liebe gott nicht bei dir herein?” “doch, manchmal. vielleicht. aber er ist gut, kind, er macht oft die augen zu, wenn er etwas sieht, was er nicht sehen soll.” “was denn zum beispiel?” “zum beispiel die kirschen, die du gestern von meinem baum genommen hast — gehst du schon, therese?”
⭐️ “das tat bitter weh, ich nahm mir vor, so rasch wie moeglich zu sterben. aber nach einer kleinen weile war ich schon wieder froh, dass ich doch nicht sterben musste. wir haengen alle an der schnur eines pendels. wenn es abwaerts schwingt, muss man nicht gleich denken, der faden sei gerissen.”
⭐️ “ich muss noch etwas hinzufuegen, nur fuer mich, es soll niemanden beschweren: das boese, das wir tun, wird uns gott vielleicht verzeihen. aber unverziehen bleibt das gute, das wir nicht getan haben.”