Junge Amokschützen lernen voneinander: Die »Schule des Tötens« erstreckt sich vom australischen Port Arthur bis zum norwegischen Utoya. Die drei deutschen Tatorte Erfurt, Emsdetten und Winnenden stellt Ines Geipel in den Kontext der weltweiten Geschichte des Amoklaufs und sie zeigt, wie diese neue Form der Gewalt aus der Mitte unserer befriedeten westlichen Gesellschaften herausbricht. Was treibt junge Amokläufer an? Warum sind Waffen noch immer so mühelos verfügbar? Wie schützt die Polizei, was klärt die Politik, wer ist für die Hinterbliebenen da? Unveröffentlichte Akten und Materialien, Gespräche mit Augenzeugen, Angehörigen und Experten geben tiefe Einblicke in den AmokKomplex.
Geipel was born in the German Democratic Republic and was a member of the national athletics team. She was one of the former athlets who sued leading sport functionaries because of the doing program of the GDR.
In 2011 she was awarded for her engagement for suppressed litature in the former GDR.
„‚Martin war merkwürdig‘, erinnert sich der Freund. ,Tieren gegenüber war er mitunter seltsam aggressiv. Man hätte denken können, er mochte es, sie zu quälen.‘“
Die Hintergründe der Amokläufe von Port Arthur, Erfurt, Emsdetten, Winnenden und Utøya wurden von Ines Geipel aufwendig recherchiert. Mobbing, Ballerspiele - am PC oder mit Waffen - und schwierige Familienverhältnisse ziehen sich wie ein roter Faden durch die Berichte, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. Was jedoch alle diese Fälle eint: Es ging eine lange Phase der Zuspitzung voraus.