Der Bildsprachkurs für FotoenthusiastenAutor hostet auf YouTube »The Art of Photography« mit 890.000 AbonnentenNicht-technischer AnsatzFür alle, die Ihre Bilder »zum Sprechen« bringen wollen
Fotografie ist eine Sprache. Wenn wir sie richtig nutzen, können wir mit unseren Bildern Aussagen, Gefühle und Haltungen vermitteln. Doch dazu müssen wir zunächst verstehen, aus welchen Elementen diese Sprache besteht und wie wir diese in unseren Fotos verwenden.
Dies ist ein Buch für alle, für die gute Fotografie nicht auf bloßer Technik basiert. Ted Forbes erklärt darin, wie die Bildsprache der Fotografie funktioniert und wie Sie sie Ihren künstlerischen Absichten entsprechend nutzen. Welche Rolle spielen die Wahl der Brennweite und des Bildausschnitts, wie funktionieren Farben und Kontraste, wie balancieren wir das visuelle Gewicht unserer Motive aus, wie arbeiten wir mit Symbolen und Metaphern? Diese und viele andere Fragen beantwortet Forbes Kapitel für Kapitel, und dabei vermittelt er die drei wichtigsten Dinge beim Erwerb einer neuen Vokabular, Regeln und Praxis. Damit Sie lernen, in Ihren Bildern mit Ihrer ganz eigenen Stimme zu sprechen und sich ganz persönlich auszudrücken.
Ted Forbes erzählt von sich und seinem Weg zur Fotografie. In jedem Kapitel finden sich mal mehr mal weniger Anekdoten, die zeigen, wie seine Reise hin zu einem Fotografen gelungen ist. Allerdings ist die Fotografie nicht nur eine sehr subjektive Kunst, sondern auch eine sehr vielseitige.
Mit Fotos können Sie Schuhe verkaufen, zeigen, was in der Welt passiert, oder zum Nachdenken anregen. Fotos können unsere Erinnerungen festhalten, mit ihnen können wir unserer Lieben gedenken, die Zeit in unserem Leben einfrieren oder sogar eine Fassade aufbauen. (S. 48)
Er hat dem Thema, dass Technik eine untergeordnete Rolle spielt, ein ganzes Kapitel gewidmet. Auf der anderen Seite widmet er ein anderes Kapitel dem Thema Brennweite. Und natürlich geht es dann doch um die eingesetzte Technik, weil man sich als Fotograf durchaus die Frage stellen könnte, was er mit welchem Objektiv fotografieren möchte. Und nicht alle Tipps werde ich beherzigen oder kann sie teilen. Der Satz „Am Anfang sollten Sie Zoomobjektive meiden.“ ist ein solcher.
Er vergleicht die Fotografie immer wieder mit der Malerei. Die eine fügt etwas hinzu (additive Technik), die andere nimmt etwas weg (subtraktive Technik). Bei der einen werden Farben bewusst gewählt, bei der anderen muss man nehmen, was die Umgebung hergibt. Dennoch gelten die Regeln der Farbwahrnehmung. Logisch. Die klassischen Regeln der Bildkomposition dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen. Das Besondere ist, dass er auch eher seltene Regeln beschreibt, wie das Arbeiten mit Ebenen (beim Fotografieren und nicht in den Bildbearbeitungsprogrammen).
Ich finde, dass das vorletzte Kapitel mit eines der Wichtigsten ist. Es heißt „Üben, Üben, Üben“. Auf der Reise zum eigenen Stil ist es enorm wichtig, immer wieder loszuziehen, um großartige Fotos zu erstellen. Und glücklicherweise gibt es die Digitalfotografie, bei der ich unendlich viel Ausschuss produzieren kann, den ich nach der Betrachtung ins digitale Nirwana schicken kann.
Ja, dieses Buch enthält eine Menge Informationen. Mir ist wichtig, dass Sie sich daran erinnern, auf einer fotografischen Reise zu sein, die Hingabe, Engagement und Übung erfordert. Diese Reise ist für jeden von uns anders, genauso wie der persönliche Stil eines jeden Menschen anders ist. (S. 329)
Fazit In diesem Buch schreibt Ted Forbes viel von seinen persönlichen Wegen. Es muss der Leser mögen, dass hier kein Buch entstanden ist, dass objektiv auf die Kunst des Fotografierens schaut. Ich finde seine Einblicke durchaus interessant und kann auch vieles nachvollziehen, weiß aber, dass ich meinen Weg teils schon anderweitig gefunden habe. Die Fotos am Ende der Kapitel lässt er oftmals unkommentiert und gibt auch keine technischen Details an, wie die Fotos entstanden. Er lässt den Betrachter damit allein und dieser kann für sich selbst entscheiden, ob der Fotograf das gerade Erzählte entsprechend umsetzen konnte.