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Adlergestell: Roman | »So wie Laabs bewegte Bilder beschreibt, wünscht man sich mehr Gegenwartsliteratur, ambitioniert, waghalsig, manchmal einen Schritt ... ihrem Gegenstand.« FAS

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Wie beginnt man ein Leben am Ende der Geschichte?

Drei Mädchen vom Stadtrand, Center Shock auf der Zunge, abgerissener Mercedesstern um den Hals. Das sechsspurige Adlergestell vor der Nase. Ostberliner Kindheit um 1990.
Sie sind frei. Das wird jedenfalls behauptet. Freier als ihre Mütter, die sich verlieren in den Wirren des Umbruchs. Freier als ihre Großmütter, die noch immer verfolgt werden von den Gespenstern der Vergangenheit. Die drei Mädchen wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Doch als sie merken, dass auch die neue Freiheit Grenzen hat, kommt es zum Knall.

Lenka, Chaline und die Erzählerin wachsen Tür an Tür auf, an der großen Berliner Ausfallstraße, dem Adlergestell. Beste Freunde, unzertrennlich, trotz oder wegen der völlig verschiedenen Milieus, aus denen sie kommen. Mit dem Schulanfang treten sie ein in das Chaos nach dem »Ende der Geschichte«. Das schmeckt so süß und prickelt so sauer wie die neuen Center Shocks. Doch die großen Erwartungen zerplatzen so schnell wie ihre Kaugummiblasen. Denn den Adler kümmert ihre Existenz wenig und ein Gestell gibt keinen Halt. 35 Jahre danach beginnt die Erzählerin eine Spurensuche. Warum haben sie sich verloren? Was hat ihre Vergangenheit, die ihrer Mütter und Großmütter, mit den
Verwerfungen von heute zu tun? Und hatten sie überhaupt eine Chance?
Ein furioser Nachwenderoman, der mitten in unsere Gegenwart führt.

»Laura Laabs schildert eine Gegenwart, die Anfang der 90er Jahre gerade in die Zukunft abrutscht. Und die Vergangenheit sitzt auch noch mit an der Kaffeetafel und trinkt Eierlikör. Ein Buch, das souverän durch die Zeiten spaziert.« Jenny Erpenbeck

216 pages, Kindle Edition

Published August 16, 2025

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4 (7%)
1 star
2 (3%)
Displaying 1 - 22 of 22 reviews
Profile Image for hennec.
14 reviews
January 12, 2026
Ich liebe das. Man erfährt nicht alles, aber genug, um sich ein Bild zu malen. Die Ich-Erzählerin ist ein bisschen Mitläuferin und ich laufe gerne mit. Irgendwie sehr echt & hat mich wirklich berührt.
Profile Image for Nachtwandlerin.
30 reviews
August 16, 2025
Eine Zeitreise in die 1990er, atemlos zwischen zwei Jahrzehnten, zwei einst geteilten Ländern, zwei Wirtschaftssystemen, gespickt mit ganz vielen Details und popkulturellen Elementen - das verspricht "Adlergestell" von Laura Laabs. Das Cover trifft meinen Geschmack leider nicht. Das Gespenst passt zwar zur Handlung, aber ich empfinde die Gestaltung einfach nicht als ästhetisch und hätte ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar erhalten, sondern im Buchladen gesehen, hätte mich das Cover vermutlich nicht zum Kauf verleitet.

Um besser ist dagegen der einzigartige Schreibstil von Laura Laabs, ich bin wirklich sehr schnell durch die Seiten geflogen. Dem bildlichen Schreiben merkt man das Studium der Filmwissenschaft an, welches die Autorin absolviert hat - nicht zuletzt auch an den Einschüben am Beginn jedes Kapitels, in denen häufig zeitgenössische Werbungen beschrieben und heraufbeschworen werden. Das hat mir sehr für die Immersion geholfen, mich in die beginnenden 1990er Jahre einzufühlen.

Vornehmlich berichtet in "Adlergestell" die Protagonistin von ihrer Kindheit und der Rückkehr in ihr altes Viertel in der Gegenwart. Ergänzt werden sehr viele, unterschiedlich lange Kapitel aus der Sicht mehrerer Figuren des Buchs, welche mitunter in den Hauptkapiteln nur kurz erwähnt werden. Auch das "Adlergestell" selbst, die längste Straße Berlins, kommt sozusagen zu Wort. Ich habe diesbezüglich gemischte Gefühle: Zum einen sind mir das einfach zu viele POVs, zum anderen haben aber gerade POVs der älteren Frauen mich am meisten berührt, in denen sie über gescheiterte Ehen, Einwanderungsgeschichten, traumatische Ereignisse oder die Weltkriege berichten...

In die scheinbar ruhigen, kleinbürgerlichen Straßen des Ostberliner Vororts kracht die Wendezeit hinein: Die Läden verändern sich, die Werbung verändert sich, die Klamotten verändern sich. Mitunter verändert sich die Gesinnung gleich mit. Die Autorin schildert eindrücklich große und kleine Schicksale der Wiedervereinigung, was diese für positive Veränderungen, aber auch für negative Entwicklungen mit sich gebracht hat. Doch der oberflächliche Frieden zwischen Einschulung und Calippo-Eis trügt, jede Figur trägt teils sehr dunkle Schatten oder gar Gespenster mit sich herum. Generationstraumata wiederholen sich, vorpubertäre Ausbruchsversuche aus der Eigenheimidylle enden katastrophal, selbst das aufgeräumteste Haus hat Leichen im Keller. "Adlergestell" ist trotz der unauffälligen Aufmachung nichts für schwache Nerven.

Am meisten mitgenommen hat mich das Ende des Romans und fast etwas resigniert zurückgelassen. Es passt zwar zum Buch und dessen realistischen, ungeschönten Ton insgesamt sehr gut, hat mich jedoch kalt erwischt mit dem Ausblick, den es für die zukünftige politische Entwicklung der Protagonistin gibt. Im Endeffekt fehlt mir auch von der Mitte bis zum Ende des Buchs etwas der rote Faden und es wird sich zu sehr auf die möglichst greifbare Schilderung der Zeit fokussiert. Insgesamt gebe ich "Adlergestell" 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung gerade jetzt für die Sommerzeit!
34 reviews1 follower
September 21, 2025
Die Mauer ist gefallen und die große Freiheit ist zum Greifen nah. Laura Laabs erzählt in ihrem Roman Adlergestell von einer Zeit, die von Hoffnung aber auch Erschöpfung geprägt war. Nicht nur das Leben der Erwachsenen änderte sich von heut auf morgen. Sie prägte und formte eine ganze Generation von Nachwendekindern.
Die namenlose Erzählerin reist mit uns in ihre eigene Kindheit, zurück in die Eigenheimsiedlung am Adlergestell, gemeinsam mit ihren beiden besten Freundinnen. Während die Mädchen versuchen ihren Platz in dieser neuen Welt zu finden, bröckelte diese um sie herum und mit ihr ihre Freundschaft. Die ältere Generation leidet noch immer unter Kriegstraumata und die Erwachsenen sind getrieben von einer Mischung aus Freiheit, Aufschwung und Ernüchterung. Es beginnt eine Reise der Aufarbeitung der persönlichen Geschehnisse, um das vermeintliche Ende zu verstehen.

Die Autorin verknüpft geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart und zeigt wie schnell sich alles wandeln kann. Die Nebencharaktere wirken zunächst blass. Deshalb war ich echt überrascht, als einige von ihnen mit ihren persönlichen Gedanken und Lebensgeschichten zu Wort kamen. Diese Erzählungen waren zum Teil sehr bewegend und gaben der Geschichte eine neue Tiefe. Die Geschichte des Adlergestells mit einzubauen gefiel mir richtig gut. Ich traue mich kaum zu sagen aber es hat ewig gedauert, bis ich herausfand, was es mit dem Adlergestell auf sich hatte. Die eingestreuten Werbeunterbrechungen wirken zunächst nostalgisch lustig, wichen aber schnell einem bitteren Nachgeschmack durch deren Interpretationen.
Nach dem Lesen habe wirklich einiges nach recherchiert, da mir einige Fakten einfach unbekannt waren. Ich selbst wurde kurz vor der Wende im tiefsten Osten geboren und etwas später als die drei Mädchen eingeschult. Mir war dennoch vieles von dem Gelesenen vertraut und zog mich in meine eigene Vergangenheit zurück. Ich las meinem Mann im Nachhinein viele Passagen vor. Er war ebenso begeistert und besonders gefielen ihm die einzigartige Ausdrucksweise. Jede Zeit und jeder Charakter bekam einen ganz individuellen Ton. Das Springen zwischen den Zeiten und Charakteren war anfangs etwas wirr für mich, dennoch fand ich mich schnell zurecht. Mein Vater wuchs in dieser Gegend auf und so hörte ich mir natürlich auch seine Sicht der Dinge an. Besonders der optische Wandel ist ihm noch immer im Gedächtnis geblieben.
Da diese Zeit historisch und politisch sehr geprägt war, ist es nicht verwunderlich, dass sich dies auch in diesem Roman widerspiegelt. Von damals bis in die Neuzeit. Mit dem Ende der Geschichte hadere ich etwas. Es wirkt alles im Nachhinein schlüssig aber auch etwas konstruiert.
Adlergestell ist kein Wohlfühlroman. Die Nostalgie, die er auslöst, wird immer wieder unterbrochen. Vieles wirkt komisch aber zeigt gleichzeitig die harte Realität. Wer mit einem nicht linearen Erzählstil kein Problem hat, sollte sich auf diese Reise in die Vergangenheit einlassen.

Profile Image for Lena.
98 reviews1 follower
August 10, 2025
Cover und Klappentexxt des Buchs haben mich sofort angesprochen. Ich habe es auch gerne gelesen, bleibe aber ein wenig ernüchtert zurück. Erzählt wird die Geschichte einer namenlosen Protagonistin, die Anfang der 1990er Jahre kurz nach dem Mauerfall in Ostberlin aufwächst. Sie lebt mit ihrer Muter (der Vater ist irgendwann in "den Westen" abgehauen) in einem Vorort, in der Nähe des sogenannten "Adlergestells", einer riesigen sechsspurigen Straße.

"Eingestreut" werden die Erfahrungen von Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft aus der Nachbarschaft, und wie sie die Geschichte Deutschlands und ihr Leben in dieser Zeit voller Umbrüche erlebt haben.
Darunter bspw. Gerda, die drei Männer und drei Kriege überlebt hat, Vanessa, die ein Turn-Ausnahmetalent war, bis sie mit 13 von ihrem Trainer schwanger wurde; Eleftheria, die aus Griechenland kam, um zu helfen und Deutschland alles von sich zu geben, aber nie etwas zurückbekommen hat; und die Mutter, die sich engagiert und kämpft, am Ende jedoch auch geschlagen geben muss.

Außerdem auf farblich abgehobenen schwarzen Seiten mit weißem Text immer wieder die Beschreibung von typischer Werbung oder "Phänomenen" der frühen 90er - Fairy Ultra, Yogurette, Krönung Light, Merci - alles sehr hochglanz, aber sehr weit entfernt vom wirklichen Leben der Menschen. Dies untermalt die Zerrissenheit, die die Menschen empfunden haben müssen, sehr gut.

Die Protagonistin wird in diesem Sommer mit ihrer besten Freundin Lenka und dem rebellischen Mädchen Chaline eingeschult. Gemeinsam schlagen sie sich in diesem Leben zwischen Röhrenfernseher, Center Shocks und Lemmingen durch, zwischen Sozialismus und Kapitalismus, verstehen nicht so ganz, was gerade in der Welt und vor allem in Deutschland passiert, aber spüren, dass sich alles wandelt. Das ist durch den Schreibstil und die stilistischen Mittel sehr gut rübergekommen.

Sprachlich und auch vom Aufbau hat mir das Buch sehr gut gefallen. Spürbar war durchweg die trostlose, irgendwie auch ausweglose Zukunft, was sich auch im Erwachsenenleben der Protagonistin nicht geändert zu haben scheint. Sie irrt ziel- und lustlos durch die Gegend, mag weder ihren Job noch die Männer, die sie dated so wirklich. Das fand ich sehr ernüchternd, sie scheint an gar nichts Spaß zu haben, überhaupt nicht zu wissen, was sie mag und ist irgendwie eine reine Mitläuferin.

Vielleicht macht gerade das das Buch so realistisch, im Rahmen der Geschichte fand ich es aber sehr schade, dass irgendwie alls Protagonist:innen, egal wie alt und woher, am Ende gescheiterte Existenzen sind, die ziellos im Leben herumirren. Lediglich die früher so unangepasste Chaline ist dem trostlosen Vorort entkommen, macht ihren Job aber auch ihne jegliche Leidenschaft für die Sache.
2 reviews
August 14, 2025
In Adlergestell beschreibt Laura Laabs die Geschichte einer Freundschaft von drei Mädchen die ihre Einschulung kurz nach der Wende erleben. Einer Zeit der Umbrüche, alltagsnah und mit einer bildlichen Sprache schafft sie es das Gefühl zu vermitteln direkt wieder in die 90er Jahre einzutauchen.
Neben dieser Freundschaft bekommen alle Frauen, die eine Rolle im Leben der drei Mädchen spielen, Platz für ihre eigene Lebensgeschichte. Dabei kommen auch schwere Themen wie häusliche Gewalt, sexueller Missbrauch oder auch Nationalsozialismus zur Sprache. Jedoch bleibt das Hauptthema das Leben und besonders die Kindheit von Ostdeutschen nach der Wende.
Laura Laabs wandelt durch die verschiedenen Zeiten und lässt es ganz leicht erscheinen von der weiten Vergangenheit in die Gegenwart und wieder zurück in die 90er zu springen. Schön ist, dass sie den Frauen der Geschichte viel Raum gibt und starke weibliche Charaktere beschreibt. So ist die Mutter der Protagonistin alleinerziehend, die Mutter von Chaline ebenso, jedoch aus ganz anderen Gründen wie man im Laufe des Buches erfährt. Das Buch ist ein Einblick in die ostdeutsche Vergangenheit und beschreibt so ganz nebenbei wie es damals war. Genauso welche Auswirkungen dieses Damals auf das Heute haben kann. Dabei ist es wirklich schön, dass sie mithilfe der drei Freundinnen auch drei verschiedene Ausgänge eines Heute aufzeigt.
Wenn man zuvor noch nie etwas vom Adlergestell. einer sehr großen Straße in Berlin gehört hat, so ist man nach der Lektüre dieses Romans durchaus in der Lage sich diese bildlich vorzustellen und erweckt ein Interesse nach dem Hintergrund dieser Straße das von Laura Laabs aber gekonnt gestillt wird indem sie die Lesende Person mit historischen Fakten informiert.
Ein wirklich kurzweiliger Roman, der einen jedoch zum Nachdenken anregt und nicht so schnell wieder loslässt. Laura Laabs Schreibstil ist angenehm und die kurzen Sequenzen, die die Kapitel unterteilen sind etwas ganz besonderes, was mir vorher noch nicht untergekommen ist, aber das Ganze schön abrunden. Insgesamt ist ihr damit ein wunderbares Debüt gelungen!
166 reviews1 follower
August 27, 2025
Kurz nach der Wiedervereinigung wird die Erzählerin eingeschult und nicht neben hre Freundin Lenka, sondern neben Charline gesetzt, was das Duo automatisch zu einem Trio macht. Zwischen Aufbruch, Hausaufgaben und Autobahndröhnen des nahen Adlergestells reizen sie die Grenzen der Freiheit aus.
„Adlergestell“ von Laura Laabs inhaltlich zusammenzufassen ist schwer. Es geht um die Vergangenheit, die nahe, aber auch ferne, und es geht um die Gegenwart; vor allem geht es um die vielen verschiedenen Leben, die sich in einer Reihenhaussiedlung bündeln. Es geht ums Kämpfen, ums Rebellieren, und um Freiheit.
Dabei folgen wir nicht nur dem Mädchentrio, sondern auch der erwachsenen Erzählerin. Außerdem kommen ausgewählte Bewohnerinnen der Siedlung zu Wort, unterbrochen von nostalgischer Fernsehwerbung. Das alles schafft eine ganz eigentümliche Stimmung, auf die man sich einlassen muss, was ich sehr gern getan habe. Und da ist eine Ahnung, dass da noch was kommen wird.
Laura Laabs verpasst nicht nur der Erzählerin ihre Eigenarten, auch Lenka und Charline stehen im Mittelpunkt, sowie die Dynamik der Freundinnen, die immer verehrende Ausmaße annimmt. Mit den anderen Figuren, die auch wenn sie nur kurz durchs Bild huschen, genug Fleisch bekommen, um im Gedächtnis zu bleiben, bindet sich ein bunter Strauß an besonderen Charakteren.
Verpackt ist es in eine grandiose Sprache, in Wortkombinationen, die mich aufhorchen ließen; Beobachtungen, die mich in meine Kindheit zurückversetzt haben. Man merkt, dass Laura Laabs vom Film kommt. Sie setzt optische Akzente und weiß, wie sie die Leserschaft bei Laune hält. Manchmal sah ich nur mit halbem Auge hin, wollte eigentlich nicht wissen, was für ein Abgrund sich da wieder im Bürgerlichen auftut. Sie beschönigt nichts, reißt aus der realen Welt, was sie zu packen bekommt und stopft es in den Roman, was es unglaublich authentisch macht und die Gegenwartsszenen an den Puls der Zeit setzt.
Ein Fundstück, dass unbedingt mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte.
Profile Image for rebecca_booklover.
201 reviews2 followers
August 17, 2025
Sprachlich eine Wucht, inhaltlich mit Schwächen

Die Inhaltsangabe von "Adlergestell" klingt vielversprechend: Verschiedene Generationen von Müttern und Töchtern, ein Aufwachsen als Jugendliche nach der Wende in Berlin und der Blick zurück in die Vergangenheit, auf eine Freundschaft und wie sich alles veränderte.
Leider wurden meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt.

Am literarischen Können der Autorin hat es nicht gelegen.
Gleich zu Beginn gelingt es Laura Laabs, dank ihres spritzigen und atmosphärischen Schreibstils, einen direkt in die Handlung und die Gedanken- und Gefühlswelt der Erzählerin zu werfen. Es fühlt sich so an, als würde man mit ihr und ihren Freundinnen Lenka und Chaline in der Schule sitzen oder die Freizeit verbringen.
Kurze Kapitel und Kapitel aus Sicht der Mütter bzw. Großmütter sorgen dafür, dass das Interesse an der Geschichte hochgehalten wird und man gespannt weiterliest, will man doch wissen, wie sich die drei Freundinnen verloren habe und was damals vor 35 Jahren passiert ist. Nebenbei bekommt man auch Einblicke in das jetzige Leben der Erzählerin.

Womit ich meine Probleme hatte, war die inhaltliche Ausarbeitung der Geschichte.
Man lernt zwar die Erzählerin kennen und gewinnt einen Eindruck von Chaline und Lenka, aber so richtig greifbar als Personen mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen würde ich ihrer nicht. Man kratzt eher an der Oberfläche damaliger Ereignisse. Zugang zu dem Innenleben und den Protagonisten bekommt man nicht wirklich.
Zudem wird alles in einer Art Erinnerungsstrom geschrieben, sodass man eher in einzelne Szenen und Momente eintaucht. Erzählerisch wird das zwar stark umgesetzt, inhaltlich ging für mich so jedoch etwas an Tiefe verloren.
Der sprachlichen Wucht steht so leider eine blasse Handlung gegenüber.

Alles in allem ist "Adlergestell" trotz inhaltlich kleiner Schwächen, dennoch ein starkes Debüt einer vielversprechenden Autorin.
Profile Image for kristinaliest.
651 reviews9 followers
September 1, 2025
Adlergestell erzählt eine Geschichte am Schnittpunkt von Kindheit in der Wendezeit und einem späteren Auforbern der eigenen Identität. Drei Mädchen – Lenka, Chaline und die Erzählerin – wachsen Tür an Tür an der vielschichtigen Ausfallstraße Adlester Gestell in Ostberlin, um 1990. Die neue Freiheit, über die sie lesen, wird so erlebbar wie der süß-säuerliche Reiz von Center Shock: verführerisch, doch mit Sprengkraft. Die Freundschaft der drei bleibt trotz unterschiedlicher Milieus beständig, doch schon der Schulbeginn markiert den Moment, in dem sich der Traum von Selbstbestimmung und die Realität der Welt nach dem „Ende der Geschichte“ zu widersprechen beginnen.
Im Verlauf des Romans verlagert sich der Fokus: 35 Jahre später beginnt eine Spurensuche der Erzählerin. Warum verloren sich die drei Mädchen aus dem Blick? Welche Verflechtungen bestehen zwischen der Vergangenheit ihrer Mütter und Großmütter und den gesellschaftlichen Umbrüchen von heute? Und hatte überhaupt jemand eine Chance, die Freiheit sinnvoll zu nutzen?
Die Vergangenheit wird mit der Gegenwart verwoben und hat mich beim Lesen stellenweise sehr verwirrt, weil ich mich einfach in den Zeiten nicht gut zurecht gefunden habe. Dadurch hat sich eine gewisse Unklarheit ergeben und mir hat einfach der rote Faden in der Geschichte gefehlt. Ich habe oft darüber nachgedacht, was der Roman mir für eine Message mitgeben möchte. Eigentlich war die Grundidee der Geschichte richtig cool, aber die Umsetzung wie z. B. die Vergangenheit mit der Gegenwart miteinander zu verknüpfen einfach nur schlecht, da ich stellenweise gar nicht wusste in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Leider lässt mich das Buch sehr verwirrt zurück.
32 reviews
October 15, 2025
Kunstvolle Skizze der Wendezeit in Rot, Blau und Grün

Man kann sie sich bildhaft vorstellen, die Kindheit in den 90er Jahren am Stadtrand von Berlin, dort wo unentwegt die Autos über das Adlergestell rasen. Die Kinder, die mit ihren eckigen Scout-Ranzen das erste Mal die Schule betreten und ab diesem Tag nach der Schule immer direkt zum kleinen Laden rennen, wo sich jetzt der Kapitalismus in einer riesigen Auswahl Süßigkeiten manifestiert. Unter ihnen Chaline, Lenka und die Erzählerin, die schon bald Center-Shock kauend die neuen Autos, die nun überall in der Siedlung stehen, beschmieren und deren Mercedes-Sterne abbrechen.

Es ist ein Aufwachsen zwischen zwei Welten: der vergangenen der Erwachsenen und der neuen Welt, die ihre Heilsversprechen einer schöneren Welt über die Röhrenfernseher verbreitet. Bilder, die sich in Blau, Grün udn Rot auflösen, wenn man so nah an den Fernseher tritt, dass die Augen wehtun.

Kunstvoll verwebt Laura Laabs die Geschichte der drei Mädchen mit den Schicksalen ihrer Verwandten und diesen neuen Eindrücken zu einem atmosphärischen Gesellschafts- und Zeitbild, das ich wahnsinnig beeindruckend fand.

Deshalb hätte es für mich die zweite Zeitebene in der Gegenwart, in der Laura Laabs die Schicksale ihrer Protagonistinnen weiterzeichnet, nicht gebraucht. Fast wirkt es als würde die Autorin ihrem Buch eine Erklärung abringen wollen, warum gerade in den östlichen Bundesländern nun rechtsradikale Kräfte wieder an Momentum gewinnen. Aber dafür bleibt meiner Meinung nach insbesondere ihre Erzählerinnenfigur zu schemenhaft.

Abgesehen davon ist Adlergestell jedoch ein tolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und dessen bildhaft, atmosphärische Sprache mich sehr beeindruckt hat.
Profile Image for Fatma.
84 reviews34 followers
August 21, 2025
In Laura Laabs' "Adlergestell" geht es um drei Mädchen, die während der Wende in die erste Klasse kommen und sich in dieser neuen Welt zurechtfinden müssen. Eingeschoben werden Flash Forwards in die Zukunft der Erzählerin, Kapitel aus der Sicht einiger Nebencharaktere, sowie - visuell auch anders, nämlich mit weißen Buchstaben auf schwarzen Seiten - Transkriptionen von Werbefilmen für Konsumprodukte aus dem Westen.
Das Buch fängt super an und man wird förmlich in die Handlung hineingezogen und findet sich mittendrin in dieser Zeit, die von krassen Veränderungen geprägt war. Die Sprache ist wunderschön und bildgewaltig; Adlergestell ist ein Buch, das sehr poetisch wirkt, ja, stellenweise erinnerte es mich an eine moderne Ballade.
Aber leider hat mir nur der Schreibstil gefallen. Inhaltlich war das Buch sehr leer. Es gab keinen echten Plot, sondern nur Episoden aus dem ersten Schuljahr der Protagonistin, die mit unterschiedlichen Einschüben getrennt wurden.
spoiler:
Ich hätte mir eine bessere Geschichte gewünscht, die zu der grandiosen Sprache dieses Romans besser gepasst hätte.
94 reviews
September 11, 2025
Das Buchcover hätte mich im Buchhandel nicht angezogen, die Düsterheit passt aber grundsätzlich zu dem Inhalt, bzw zu der handelnden Zeit.
Laura Laabs Roman "Adlergestell" handelt ab den 1990ern in der Zeit nach der Wende; es ist die Geschichte hauptsächlich der Erzählerin, deren Freundinnen Lenka und Chaline, ab der Schulzeit, sowie deren Familien und einigen weiteren Protagonisten.
Sie wohnen und wachsen auf im Ostteil Berlins, ab eben der titelgebenden Ausfallstraße „Adlergestell“. Betrachtet durch die Augen von Jugendlichen, die ihr bisheriges Leben „verlieren“ sich um orientieren müssen und hoffen, positives Neues zu gewinnen. Dazu müssen sie jedoch einmal vielen Veränderungen, vor allem des Alltaglebens; standhalten. Für die Mädchenfreundschaft definitiv eine Probe.
Am Ende, als Erwachsene, haben sie unterschiedliche Prozesse durchlaufen, sich und ihre Freundschaft zueinander verloren und stehen daher auch auf unterschiedlichen Seiten im Leben.
Erzählt wird dieser Roman in ICH-Form; geschrieben wird intensiv und bildgewaltig. Außergewöhnlich fand die ich Werberückblicke aus dieser Zeit, auffallend deren optische Darbietung. Historisch interessant, besonders als nicht Deutsche, fand ich die Rück- und Einblicke in diese Jahre.
2 reviews
October 4, 2025
Manchmal macht man dumme Sachen aus guten Gründen?

Eins ist dieses Buch auf jeden Fall: diskussionsanregend.

Drei Mädels aus der Eigenheimstraße, Randberlin, kurz nach dem Mauerfall. Die Eltern arbeitslos, geschieden, mit sich selbst beschäftigt, desorientiert.

Die Schulbücher sind über Nacht ungültig geworden. "Weil wir verloren haben" sagt die Mutter beim Panikkauf, um das letzte Ostgeld auszugeben.

Die Autorin schreibt pointiert und in schönem Sprachrhythmus. Unterbrochen wird durch schwarzseitig, bis ins Pixel sezierte, kapitalusmuskritisch interpretierte Werbung aus den 90ern.

Zunehmend werden die Handlungen der drei Mädchen extremer. Am Ende eine muslimische Konvertitin, eine Influenzerin und eine Frau, die dysfunktionale Beziehungen eingeht, empathielos agiert und nach rechts abdriftet. Ein Protokoll der gescheiterten Lebenswege.

Und das ist es, was mir das Buch schwer macht. Mir fehlen nachvollziehbare Gründe, mir fehlt Resilienz, mir fehlt Zuversicht. Dieser Roman erklärt nicht die Entwicklung der drei Protagonistinnen noch bietet er Anregung, ein Leben - trotz allem! - positiv und aktiv zu gestalten.

Gefallen hat mir wiederum die Schilderung der Lebensgeschichten der Nebenfiguren.

Ich bewerte mit 3,5 Sternen.
200 reviews
August 29, 2025
stilles Buch mit Tiefgang

Adlergestell ist ein Buch, das mich tief berührt hat. Laura Laabs schreibt auf eine direkte und ehrliche Weise, die unter die Haut geht. Die Geschichte ist traurig, aber auch stark. Es geht um Familie, Verlust und das Erwachsenwerden – um das Gefühl, nicht dazuzugehören und trotzdem weiterzumachen.

Besonders bewegt hat mich, wie die Autorin über Trauer schreibt. Nichts wird verschönert, aber auch nichts wird zu schwer. Man spürt, wie weh Erinnerungen tun können – und gleichzeitig, wie wichtig sie sind. Der Ort "Adlergestell" wird fast zu einer eigenen Figur im Buch. Die Stimmung dort ist grau, kalt, fast hoffnungslos – und doch irgendwie vertraut.

Die Sprache ist klar und manchmal fast hart, aber genau das macht das Buch so stark. Es fühlt sich ehrlich an. Nichts ist übertrieben, und gerade deshalb bleibt vieles lange im Kopf.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Geschichten mögen, die echt sind – Geschichten, die wehtun, aber auch Mut machen. Adlergestell ist ein stilles, aber kraftvolles Buch.
Profile Image for Anne Dietrich.
190 reviews
August 8, 2025
Ostberliner Kindheit

Die Ich-Erzählerin wird 1990 gemeinsam mit Lenka und Chaline in Berlin eingeschult. Es ist die Zeit des Umbruchs, alles verändert sich. Dabei ist der Blick der jungen Protagonistin auf die Ereignisse ausgesprochen interessant. Diese rückblickende Sicht aus Kinderaugen ist ungewöhnlich, wird hier aber gut umgesetzt. Durch weitere Perspektiven ergibt sich ein rundes Bild der damaligen Zeit, der Stimmung unter den Menschen und der Atmosphäre im Land.
Die Zeitebenen wechseln, die Charaktere haben sich in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt. Ich habe diese Entwicklung gerne verfolgt.
Obwohl die Handlung eher ruhig ist, bleibt es spannend das Aufwachsen in der Nachwendezeit und wie diese das Leben der Menschen geprägt hat, mitzuerleben.

Da ich diese Zeit miterlebt habe und diese parallel zu meiner Kindheit und dem Erwachsenwerden lag, kam es mir vor als ob ich ein Stück Geschichte, einen Teil meines Lebens erneut erlebe.
Profile Image for Inge H..
447 reviews7 followers
August 16, 2025
Eine Kindheit

Laura Laabs führt uns in ihrem Roman, Adlergestell, in die Wendezeit am Rande Ostberlins.
Die Autorin hat beim Ingeborg Bachmann Preis in Klagenfurt einen Text aus diesem Roman vorgetragen. Da hatte ich doch Lust den ganzen Roman zu lesen.
Die Geschichte beginnt mit der Einschulung von Lenka Chaline und der Erzählerin.
Alle Drei sind tagsüber auf sich gestellt. Lenka und die Erzählerin waren schon Freundinnen im Kindergarten.
Die Erzählerin schildert ihre Kindheit und was sie da alles anstellten. Nach einem besonders schweren Ereignis wird Chaline wo anders hingebracht. . Dann von ihrem Studium. Nach 35 Jahren besucht sie ihre Heimatstadt wieder. Aber es hat sich viel geändert.
Lenka ist dem Islam beigetreten und wird etwas scheel angesehen.
Chaline hat auch ihren Weg gemacht..
Die Autorin hat eine eindrucksvolle Erzählweise, die das Buch interessant macht und gut lesen lässt.
62 reviews
August 20, 2025
In dem Buch "Adlergestell", geschrieben von der Autorin Laura Laabs, geht es um Schicksale von drei Mädchen um die Wendezeit bzw. um 1990. Auf knapp 225 Seiten erfährt man mehr um die Leben der Protagonistinnen. Ein recht kurzes Buch mit wirklich sehr viel Inhalt.
Das Buch hat sich im großen und ganzen sehr schnell lesen lassen, jedoch war es, zumindest bei mir, immer notwendig, dass ich mit vollem Fokus an das Buch gehe. Durch Zeitsprünge, die wir immer wieder in dem Buch haben, muss man beim lesen fokussiert sein, um den Faden nicht zu verlieren. Es handelt sich hierbei auf keinen Fall um eine Geschichte, die man immer mal wieder zwischendurch aufschlägt.
Dementsprechend kann ich das Buch all jenen empfehlen, die gerne Geschichten lesen mit viel Inhalt und tiefe.
Jedoch nicht empfehlen kann ich es Lesern, die gerne lesen um dem grauen Alltag zu entfliehen und die während dem lesen abschalten wollen.
3 reviews
October 20, 2025
Originell aber für mich schwer zu greifen


Ein sehr interessantes Buch, das mich definitiv herausgefordert hat. Ich fand einige Aspekte sehr ergreifend, viele Momente, Erinnerungen und Wahrnehmungen werden wirklich eindrücklich dargestellt. Ich konnte leider nicht so viel mit dem Buch identifizieren, bzw. konnte manchmal der Handlung nicht ganz folgen oder nachvollziehen, sodass ich nicht ganz so warm wurde mit den Figuren und der Geschichte. Das Buch ist auch ganz anders als ich erwartet hatte, eine klassische Geschichte ist es nicht und man muss sich auch wirklich darauf einlassen können. Es war nicht ganz meins, aber dennoch fand ich die Handlung und den Erzählstil sehr originell und oft bildgewaltig erzählt. Auch die Figuren haben sehr spannende Facetten, viele ganz unterschiedliche Dinge erlebt im Leben, verschiedene Generationen, die aufeinandertreffen und vor allem der historische Kontext der Nachwendezeit ist spannend zu verfolgen.
Profile Image for Denise.
7 reviews
September 5, 2025
Das Buch hat mich angesprochen, weil es viele Referenzen auf die Kindheit und Pop Kultur der 90er Jahre in Deutschland gibt. Gleichzeitig zeigen die verschiedenen Charaktere unterschiedliche Lebensrealitäten in Ostberlin rund um die Wende und die Folgejahre. Sie alle bewegen sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung über die geänderten politischen und gesellschaftlichen Strukturen. Dabei haben mich die Entwicklung einiger Charakter sehr überrascht.

Das Cover des Buchs hat mich anfangs nicht sehr anfespeichen, ergibt aber nach dem Lesen des Romans deutlich mehr Sinn. Interessant fand ich auch die Einschübe mit den Referenzen auf Fernsehwerbungen der Zeit sowie die Rückblicke auf die Erfahrungen einzelner Nebenfiguren zum Ende des Romans. Insgesamt fand ich das Buch interessant, aber das Ende auch etwas unrund und nicht sehr zufriedenstellend.
Profile Image for Andreas Hänisch.
61 reviews2 followers
January 2, 2026
Einer der besten Post-Wende-Romane, den ich bisher gelesen habe. Es geht um das Aufwachsen dreier Mädchen am Rande von Ost-Berlin. Eingeschoben sind immer wieder Kapitel, in denen die weiblichen Nebenfiguren ins Zentrum gerückt werden. So entsteht ein Panorama verschiedenster Lebenswege, die sich alle auf dem Adlergestell (der längsten Straße Berlins) mehr oder weniger kreuzen.
Die Geschichte ist nie langweilig und das Ende überraschend.
19 reviews
October 31, 2025
Die Skizzen der Nebenfiguren sind ziemlich gut, aber die Haupthandlung bleibt weit dahinter zurück. Der Zusammenstellung fehlt der richtige Fluss. Viel gewollt, nicht soviel wirklich erreicht.
1 review
January 11, 2026
- Sehr gute Darstellung kindlicher Perspektiven
Profile Image for rapunzel xxl.
229 reviews
August 18, 2025
Ein vielversprechendes Debüt

Adlergestell, ein 240-seitiger literarischer Roman von Laura Laabs, erzählt die Coming-of-Age-Geschichte dreier Vorstadtmädchen, die beim Aufwachsen deutsche Geschichte miterleben.

Die Geschichte beginnt mit einer Erzählerin, die aus der Perspektive eines Kindes von ihrer Kindheit in den frühen 1990er-Jahren in den Vororten Ostberlins berichtet. Ihre Erinnerungen verweben Vergangenheit und Gegenwart und reflektieren nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer beiden engen Freundinnen, deren Eltern und deren Nachbarn.

Dieses Buch, das viele scheinbar triviale Alltagsmomente schildert, fängt eine ganze Ära ein. Der gewaltige Zeitraum von 25 Jahren und der Wandel Deutschlands werden in den Erinnerungen der Erzählerin festgehalten. In ihrer Geschichte hat jede Person ihr eigenes Schicksal, und ihr Leben wird von der deutschen Geschichte geprägt. Ich denke, dieses historische Buch fängt den Wandel Deutschlands wunderbar ein und erfasst das große Ganze durch das Kleine.

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