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Oststolz: Appell eines Nachwendekindes

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Die Wende hat ihre eigenen Kinder – doch wer erzählt ihre Geschichte?

YouTube-Star und SPIEGEL-Bestsellerautor Alexander Prinz (Du kannst sie nicht alle töten), selbst aufgewachsen nach der Wiedervereinigung im ländlichen Sachsen-Anhalt, gibt seiner Generation nun eine kraftvolle Stimme. In seinem neuen Buch Oststolz bricht er mit Klischees und liefert eine längst überfällige Perspektive auf ein noch immer gespaltenes Land.





Schonungslos ehrlich erzählt Prinz von seiner Kindheit und Als er um die Jahrtausendwende in einem ostdeutschen 800-Seelen-Dorf groß wurde, lebte ein Drittel der Kinder an seiner Schule unter der Armutsgrenze. Beim Klettern durch die vergessenen Orte eines zerfallenen Landes fand er Abenteuer von unerwarteter Magie. Mit so etwas Exotischem wie Markenklamotten oder schnellen Autos kam er erst viel später in Berührung, während eines Urlaubs im sogenannten Westen. Denn eine »unsichtbare Mauer« aus niedrigeren Löhnen und Renten, mangelnder Anerkennung und westdeutscher Hegemonie prägt den Alltag vieler Ostdeutscher bis heute.





Dieses autobiografisch inspirierte Hörbuch ist weit mehr als ein persönliches Memoir – Oststolz ist eine Gesellschaftsanalyse und ein leidenschaftliches Plädoyer für ein neues Selbstverständnis. Prinz ruft seine Nachwendegeneration Seid stolz auf eure Ost-Biografie, bleibt hier und macht was draus, bevor es die Falschen tun.





Das Hörbuch wird gelesen vom Autor.





Der dunkle Parabelritter, Autor des SPIEGEL-Bestsellers Du kannst sie nicht alle töten

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Published September 1, 2025

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About the author

Alexander Prinz

4 books8 followers
Alexander Prinz wurde 1994 in Sachsen-Anhalt geboren und wuchs im beschaulichen Nemsdorf-Göhrendorf auf, einem der letzten Funklöcher der Republik. Von dort aus entwickelte sich Der Dunkle Parabelritter erst zum erfolgreichsten Content Creator der deutschen Metalszene und bald zu einem der bekanntesten Politikkommunikatoren des Landes. In seinen Videos hilft er seiner Community, politische und gesellschaftliche Entwicklungen einzuordnen, und arbeitet Hintergründe und Zusammenhänge heraus. Mittlerweile produziert er auch für das öffentlich-rechtliche Content-Netzwerk Funk. Alexander Prinz lebt in Halle an der Saale.

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Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,051 followers
September 11, 2025
Young men from East Germany - that's a demographic that mainly features in the news as a problem, as an issue to be contained (cue to: neo-Nazis, violence, drugs). Alex' book is an own voices amalgamation of memoir and political analysis, depicting his childhood and adolescence as an only child of parents severely affected by the post-Wende (so the time after the fall of the Berlin Wall) economic turbulence, talking about him growing up in rural Saxony-Anhalt with a visible disability (he only has one eye). The title "Eastern Pride" refers to his call to not give up on the East, to be proud how the region has survived the turmoil of the last decades, and to build a future there, especially for young people, in the face of ongoing wealth disparity and structural disadvantages.

At the same time, Alex fights the notion of East Germany in 2025 still being special, being somehow a different Germany, and I couldn't agree more with the following statement: What he describes "is not an East-West divide, but a top-bottom divide. (...) Because the problems described apply to every economically disadvantaged region in this country." YES. THAT. Right in front of my window, guys. And then: "Once you have lost faith in the state, you turn to those who want to overthrow it, or at least the ruling system." Ergo: The rise of right-wing parties in poor regions that feel forgotten and ridiculed. Which leads us to: "It is astonishing how well known these connections are and how little politicians care about them, despite the worsening political divide in the country. Say it louder for the people in the back of the parliament, Alex.

The book talks about media representation and ownership, the power of inherited wealth and real estate (both hardly factors for young people in the East for obvious historical reasons), access to experiences and various resources, as well as loneliness in regions where many inhabitants have left. And of course, he also talks about the possibilities the internet has brought - for those not in the know, he's one of the most influential YouTube political commentators in the German-speaking world with his channels Der Dunkle Parabelritter and Prinz.

As someone from a region affected by the ongoing collapse of its industries to the point of fearing for its existence as an independent political entity, this important book really rattled me, and I hope it will help re-frame the discourse about the East and the disparity of wealth and chances in Germany as a whole.

And here's our conversation with Alex about his book: https://papierstaupodcast.de/podcast/...
Profile Image for Frank.
594 reviews124 followers
September 29, 2025
Gegen Ende gibt es ein paar Längen und Wiederholungen, aber auch notwendige Selbstkorrekturen. Zwischenzeitlich dachte ich, die Beschreibung der eigenen Leistungen des Autors führe dazu, das vorher Gesagte, nämlich, dass die Ost- Nachwendegeneration an fehlenden Startchancen krankt, wieder zurück zu nehmen oder zu relativieren. Aber dann beschreibt er, wie er "eins auf die Schnauze" gekriegt hat von jemandem, der eben in seinem von wiederkehrender Arbeitslosigkeit gezeichneten Elternhaus keine geordneten Verhältnisse kennengelernt hatte. Prinz sieht nun ein, was er seiner Familie verdankt, auch wenn diese ihm kein Startkapital mit ins Leben geben konnte und er kein besonderes Erbe erwarten kann...

Kryptisch? Das unbestreitbare Verdienst des Buches ist einerseits die schonungslose Beschreibung der deprimierenden Verhältnisse auf dem Land in Sachsen Anhalt und andererseits die Erkenntnis, dass da nichts spezifisch Ostdeutsches ist, sondern das dieselben Verhältnisse in ganz Westeuropa und den USA das Verhältnis Stadt- Land oder das von deindustrialisierten Zonen (Roost- Belt) zu den neuen Dienstleistungszentren prägen. Und überall dort gibt es so etwas wie die AfD, ob sich die Gebilde nun Front National nennen oder sich um ein Phänomen wie Trump kristallisieren. Deshalb ist es falsch, von einem Ost- West- Gegensatz zu sprechen; pointiert hebt Prinz hervor, dass es ein Gegensatz von Oben und Unten oder Reich und Arm ist und dass die Arroganz, mit der die reichen Eliten auf die chancenlosen Abgehängten schauen, der Grund ist für Frustrationshandlungen, die von Drogen- und Alkoholsucht bis hin zu Protestwählerverhalten führen.

Ja, die Ignoranz der Bessergestellten, die nicht wahr haben wollen, dass sie einfach mehr Start- Kapital mitbekommen haben als Menschen in dem durch den Sozialismus dekapitalisierten Osten, ist eine abscheuliche Dummheit, die sich gerade rächt. Aber sie trifft nicht "den Ossi" allein, sondern zeigt sich auch in Gelsenkirchen oder anderswo, wo z.B. Migrantenkinder der zweiten oder dritten Generation immer noch unter der Armut der Eltern leiden. Und die sollen faul gewesen sein? Zu Recht ist Prinz stolz auf die (abgewertete und ignorierte) Lebensleistung seiner Großeltern und Eltern, die er anschaulich beschreibt. Da ist keiner faul gewesen, aber was du erreichst, hängt halt auch davon ab, ob du mit einem Fahrrad oder einer Kawasaki startest. Und was nützt dir selbst die endlich erarbeitete Kawasaki, wenn dein Führerschein nicht anerkannt wird? Seine Mutter hat an einem Lehrerbildungsinstitut studiert, etwas, das es im Westen nicht gibt und das also nicht zur Weiterbeschäftigung an einer Schule berechtigt. (Das kenne ich: Nach 35 Jahren DaF im Ausland hat mir das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gerade wieder bescheinigt, dass mein (Elite!)- Studium der Diplomgermanistik mit Teilabschluss DaF im Staatsexamen nicht zum Unterricht mit Migranten befähigt, weil es keinem deutschen Lehramtsstudium entspricht! Berufsverbot die zweite, aber dieses Mal nicht 1992, sondern 2025!) Sei's drum...

Nicht bewusst waren mir bisher die tieferen Gründe für die Querdenker-Wut in Corona-Zeiten, die auf mich immer nur irrational wirkte. Prinz hat aber völlig Recht: Ungeachtet der grotesken Auswüchse dieser Frustrationsäußerungen ist es so, dass viele Selbstständige (Gewerbetreibende, Gastwirte, Künstler usw.), die sich gerade hochgearbeitet hatten und begannen, die Früchte ihrer Aufbauarbeit zu genießen, durch die Corona- Maßnahmen enteignet, zurückgeworfen, in ihrer Existenz vernichtet wurden. Im Westen gibt es den Kapitalstock, der Vielen (freilich auch nicht allen) in Form von Hilfen durch die Eltern oder die Wohnung im geerbten Häuschen geholfen hat, durch die schwere Zeit zu kommen. Im Osten standen die Existenz- Gründer nach nur einem Jahr mit nichts in den Händen dar - oder mit Kreditschulden. Da gibt es keine Bankkonten, keine Lebensversicherungen, keine Rücklagen, kein Häuschen in städtischer Lage. Ich musste an meinen Nachbarn denken, der als Taxifahrer "scheinselbstständig" ist und durch Corona alle Verdienstmöglichkeiten verloren hatte. Die Hilfen, die er damals beantragte und erhielt, werden heute zurückgefordert, da er sie nicht "zur Rettung seines Betriebes" eingesetzt hat, sondern um sich was zu Essen zu kaufen. Was sonst? Der Mann hatte schlicht keine Einnahmen mehr und auf dem Konto nix. Nun zahlt er Raten und weiß, dass er sich, im Falle, dass sein altes Mercedes- Taxi den Geist aufgibt, keinen Ersatz wird leisten können. Arbeitslos mit Kreditschulden- eine "schöne" und ganz und gar nicht selbstverschuldete "Perspektive". Nun wird er auch AfD wählen. Nein, er sei kein Fascho und die Politiker der AfD findet er abscheulich. Aber anders könne er "denen da oben" nun mal nicht zeigen, was er von ihnen halte. Ja, so ist es, und das kann man bei Prinz nachlesen, der sich dagegen ausspricht, es sei schon revolutionär zu sagen "was ist". Demgegenüber insistiert er darauf, auch zu sagen, WARUM etwas so ist. Das macht das Buch großartig, selbst wenn man nicht alle Befunde teilen mag.

Unterfüttert sind die persönlichen Urteile durch statistisches Material- nichts Neues, aber es taucht an den passenden Stellen auf und ist jeweils schlagend so interpretiert, dass es als Stütze für die Argumentation dienen kann. Kurz: Ein seriöses und kein "Jammerbuch" über den Osten, das Landsleute aus "dem Westen" lesen sollten, wenn sie den Osten verstehen und nicht nur nachbeten wollen, was Spiegel & Co. für Blödsinn schreiben. Nebenbei: Prinz erklärt auch anschaulich den Mechanismus, der kritische oder nonkonforme Stimmen im (nicht nur Ost-) Journalismus zum Schweigen bringt. Man kann viel lernen in dem Buch. Jedenfalls habe ich, der ich dachte, ich hätte die Sache durchschaut, auch noch was gelernt. ;-) Das ist für mich ein gewichtiger Grund zu sagen: Dieses Buch sollte jeder Deutsche gelesen haben!
Profile Image for Harney.
36 reviews2 followers
December 26, 2025
Doch biografischer als gedacht, aber dadurch auch angenehm zu lesen. Echt ne krasse Vergangenheit von der Alex da erzählt... Finde Stimmen wie ihn super wichtig, die nicht wie die Medien einfach auf Ostdeutschland drauf dreschen
Profile Image for Svenja.
1,051 reviews65 followers
September 28, 2025
In "Oststolz" erzählt Alexander Prinz von seiner Kindheit im Osten Deutschlands nach der Wende und verbindet persönliche Erlebnisse mit gesellschaftlichen Beobachtungen. Er zeigt, wie die „unsichtbare Mauer“ aus Ungleichheit und Vorurteilen bis heute wirkt, und macht zugleich Mut, die eigene Herkunft selbstbewusst anzunehmen.

Ich habe das Hörbuch gerne gehört und war besonders begeistert, dass Alexander Prinz es selbst eingelesen hat. Dadurch wirkt das Ganze unglaublich authentisch – man merkt, dass er hinter jedem Wort steht und seine eigene Geschichte mit viel Überzeugung und persönlicher Note erzählt.

Das Buch ist eine spannende Mischung aus Biografie und Gesellschaftsanalyse. Einerseits lernt man den Autor als Person kennen, andererseits schafft er es, größere Zusammenhänge aufzuzeigen und dabei auch die besonderen Erfahrungen aus dem Osten Deutschlands einzubetten.

Sehr positiv fand ich auch, dass viele seiner Aussagen nicht einfach nur Meinungen bleiben, sondern er sie mit Studien und Daten untermauert. Das gibt dem Hörbuch eine fundierte Tiefe und hebt es von reinen autobiografischen Erzählungen ab.

Alles in allem ein sehr gelungenes Hörbuch, das gleichzeitig persönlich, reflektiert und gesellschaftlich relevant ist. Absolut empfehlenswert für alle, die sich für Biografien, Ost-West-Themen oder fundierte Gesellschaftsanalysen interessieren.
Profile Image for Anika.
967 reviews325 followers
September 19, 2025
In seinem zweiten, sehr persönlichen Buch schildert Alexander Prinz die letzten rund 30 Jahre Ostdeutschlands aus seiner Sicht: Die eines Nachwendekinds, das die DDR selbst nie erlebt hat. Neben dieser bereits erwähnten persönlichen Perspektive (die nicht nur Alex' eigenes Aufwachsen als Kind mit einer sichtbaren Behinderung in einem Ort zu einer Zeit, die eher von Kinderlosigkeit geprägt war, sondern auch seine Familie, Freund*innen und andere Bekannte mit in den Fokus nimmt) wird der Blick geweitet und die eigenen Erlebnisse um Zahlen, Daten und Fakten ergänzt. Unterhaltsam und informativ zugleich, erzählt in Alex' unverwechselbarem und sehr sympathischen Stil.

Davon konnten wir uns wieder einmal selbst überzeugen, denn zur Buchvorstellung und -besprechung war Alex als Gast dabei. Nachzuhören @ Papierstau Podcast: #331 Teil 1: Prinz statt Vogt.
Profile Image for Alexandra.
78 reviews3 followers
January 3, 2026
Als Person, die in Ostdeutschland aufgewachsen ist, hatte ich große Lust, Oststolz zu lesen – und das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Lebensgeschichten vieler Nachwendekinder laufen ähnlich ab wie die von Alex, wodurch ich mich mit ihm identifizieren konnte.
Eindrücklich zeigt er, welcher Lebensrealität viele Menschen im Osten bis heute ausgesetzt sind – eine Realität, die vielen Westdeutschen vermutlich kaum bewusst ist.

Die Biographie ist gespickt mit Fakten, Zahlen und Quellen und macht deutlich, wie groß die Unterschiede auch heute noch sind. Teilweise war das Buch bedrückend, vor allem wegen des Gefühls von Hilflosigkeit, das es hinterlässt.

Ein Zitat aus dem Buch fasst diese tief verwurzelten Ungleichheiten besonders treffend zusammen:

"Die DDR ist verschwunden. Was aber nicht verschwunden ist, ist der Vorsprung des Westens gegenüber dem Osten. [...] Im eigenen Land abgehängt zu sein - das ist es, was schmerzt. [...] Wir sind Bürger zweiter Klasse, weil wir in einer Gesellschaft, in der Reichtum Erbe bedeutet, kein Erbe besitzen. Wo wir nicht in der Lage sind, die Unterschiede an gesellschaftlicher Beteiligung, die Geld bedeutet, durch eigene Leistung auszugleichen."

Klare Leseempfehlung.
Profile Image for Alexander Koch.
14 reviews
October 12, 2025
Das Buch hat mich emotional echt mitgenommen. Das habe ich so gar nicht erwartet. Es gibt hier und Ähnlichkeiten zum Leben des Autors, nenne ich die Stadt Halle schon seit jeher meine Heimat. Ich bin zwar noch kurz vor der Wende geboren, kann aber vieles Erlebte nachempfinden.
Auch für mich war das Ost-West Thema eigentlich abgehakt. Mit Erstarken der AFD im ganzen Land und der medialen Berichterstattung über Gründe und Ursachen, wo nur allzu gern der "Schwarze Peter" dem Osten zugeschoben wird, dringt es sich aber auf, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Herr Prinz macht das über seine eigene Geschichte, die mitreißend ist, tragisch, aber auch voller Ehrgeiz und dem Streben nach "mehr" als nur saufend an einer Bushaltestelle zu sitzen und aufzugeben. Wunderbar schafft er es klarzumachen, dass diese Perspektivlosigkeit eben kein rein ostdeutsches Problem ist, sondern uns alle betrifft.
Profile Image for Charlotte Steffin.
106 reviews
October 16, 2025
Habe das Buch als Hörbuch gehört, was vom Autor selbst gelesen wird. Er hat einen auf eine sehr angenehme und sympathische Weise von seinem Leben und seinen Erfahrungen als Nachwendekind erzählt und das mit Fakten und Zahlen ergänzt.
Dass die Ost-West Thematik noch so aktuell ist, ist mir erst klar geworden, als ich selber fürs Studium in Osten gezogen bin. Habe durch das Buch sehr viel dazugelernt und einiges besser begriffen bzw. einordnen können. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an! Große Empfehlung!
Profile Image for Johanne 🧸.
26 reviews
September 16, 2025
Ganz ehrlich, eine gigantische, innovative Aussage wird in diesem Buch nicht gemacht. Die braucht es aber auch nicht. Die spannend erzählte Darstellung des Aufwachsens in einer strukturschwachen Region und die Einordnung heutiger Trends in Ostdeutschland hat mich vieles erst richtig begreifen lassen. Ob es ein guter Ratschlag an die Nachwendegeneration ist, im Osten zu bleiben, darüber erlaube ich mir als Wessi kein Urteil.
Das Buch ist super empathisch und Detail verliebt geschrieben. Die Hörbuchversion kann ich wirklich empfehlen da ich Alexander Prinz extrem gerne zuhöre.
100 reviews
October 24, 2025
dieses buch hat mich an vielen stellen emotional berührt, manchmal lagen zwischen weinen vor trauer und wut nur ein paar sätze. das eigentlich spannede für mich ist, wie wichtig diese buch werden könnte. auf der einen seite schafft Alex es, die perspektive der ländlichen Bevölkerung prezise und emotional zugänglich darzustellen, auf der anderen liefert er für viele worte die den schmerz einkleiden und ihn damit in einer neuen dimension greifbar machen.
Profile Image for Marco Grusdat.
25 reviews
September 26, 2025
Mit einem Wort: Optimistisch.
Eine schöne Einschätzung unserer Lage, Mut machend und mit einem wunderbaren Appel der Begegnung und des gegenseitigigen Aufeinanderzugehens am Ende. Gründlich recherchiert, sauber formuliert und trotz dessen, dass es vielleicht nicht das Ziel des Buches ist, schön unterhaltend, wie man es vom Prinzen gewohnt ist. 5 (fünf) Sterne (⭐).
742 reviews3 followers
October 18, 2025
Viel zu oft wird über die Menschen im Osten Deutschlands geredet, aber viel zu selten wird ihnen zugehört. Ich wusste schon durch Johannes Nichelmanns Buch "Nachwendekinder", dass es nicht die eine Ost-Biografie gibt, sondern jede Familie ihre eigene Geschichte hat. Dennoch eint viele Menschen in den "neuen Bundesländern", dass sie in Armut aufgewachsen sind, sozial benachteiligt, ohne Rücklagen und ohne Kontakte zu Menschen mit Vermögen. Im Osten werden keine Reichtümer vererbt. Viele Firmen im Osten gehören Leuten aus dem Westen. Auch viele Wohnungen und Häuser im Osten gehören Vermietern aus dem Westen. Dazu kommen Abwertungen wegen des Dialekts, der Herkunft und des schlechten Bildungsniveaus. Wer sich dermaßen benachteiligt fühlt, schlägt irgendwann um sich, egal welche Folgen das für ihn selbst hat. Und der Blick auf die sozialen Brennpunkte im Westen zeigt, dass es weder an der Geografie noch an der DDR-Vergangenheit liegt, sondern an Armut, schlechter Infrastruktur und Hoffnungslosigkeit. Und diese Faktoren wachsen überall in Deutschland, weil die Schere zwischen Arm und Reich immer stärker wird. Der Osten ist quasi das Trendbarometer für den Westen.
Ich habe bewusst die Hörbuchfassung gehört, weil auch ich Vorurteile gegenüber ostdeutschen Dialekten habe, die ich abbauen will. Ich kannte Alexander Prinz vorher nicht. Anfangs hat mich sein Dialekt tatsächlich genervt, aber ich habe einfach weiter gehört und am Ende habe ich ihn zwar noch wahrgenommen, aber nicht mehr als störend empfunden. Dieses kluge Buch ist sehr gut geschrieben, die persönlichen Geschichten sind sehr berührend und der Autor transportiert dabei mit seiner Stimme genau die Richtige Dosis Emotionen.
Ich wünsche diesem (Hör-)Buch viele Leser'innen/Höhrer'innen aus allen Bundesländern, Jung und Alt, Arm und Reich.
Profile Image for Vinnie.
3 reviews
January 13, 2026
Das wahrscheinlich größte Problem mit der kleinsten Bühne Deutschlands, nahbar vermittelt in Form einer persönlichen Geschichte.

Es handelt sich hier weder um eine große Geschichte eines Helden, noch ist es eine stumpfe Aufzählung von Fakten. Es ist eine Geschichte, wie sie in Ostdeutschland wohl viele erlebt haben. Doch, auch wenn der Titel es vielleicht suggerieren mag, richtet sich dieses Buch nicht nur strikt an Ostdeutsche. Im Gegenteil, das ist ein Buch, welches sich grundlegend an jeden richtet. Denn das Thema geht jeden einzelnen Deutschen etwas an.
Ein Buch für die in Westdeutschland, die nach der Wiedervereinigung auf die Neuen Bundesländer schauten und sich wunderten, warum die da drüben es augenscheinlich nicht geschissen bekommen. Für die, die heute auf die Wahlprognosen und -ergebnisse schauen und sich fragen, wie es dazu kommen konnte; woher die blaue Masse kommt. Aber vor allem ist es ein Buch für die im Osten, die den Willen haben, die nötige Veränderung voranzutreiben, aber nicht wissen wie.

Viele Missstände und ihre Ursachen werden aufgezeigt, und wie diese sich auf das individuelle Leben auswirken können. Auf Leben von denen insbesondere die Menschen im Westen wenig Vorstellung und noch weniger Kontakt hatten. Warum ist der Osten wie er ist? Und wer hat denn jetzt Schuld? Große Fragen, die vielleicht nicht in ihrer Gänze beantwortet werden können, aber mit diesem Buch kann man sich der Antwort sehr weit annähern. Bleibt nur noch die wichtigste Frage: Wie wird‘s besser?

„Oststolz“ ist einerseits ein Mahnung, andererseits (und das ist der wichtigere Teil) ein Aufruf. Ein Aufruf an die Politik, aber in erster Linie ein Aufruf an alle Menschen selbst.
Grundsätzlich sollte ein Jeder dieses Buch lesen, welches meiner Meinung nach eine Pflichtlektüre für alle ist, die die Thematik Ostdeutschland besser verstehen wollen, sein sie selbst aus dem Osten oder von irgendwo sonst.
Profile Image for Oktober.
286 reviews
September 28, 2025
“Oststolz” von Alexander Prinz ist ein persönlicher Blick auf die Nachwendegeneration, die in Ostdeutschland aufgewachsen ist und beleuchtet auch die Hintergründe, die dazu geführt haben, dass sich hier auch heute noch viele junge Leute abgehängt fühlen.
Ich kannte den Autor nicht, obwohl wir an der gleichen Uni studiert haben, auch wenn er erst kurz nach meinem Wegzug sein Studium dort begann und er anscheinend eine Art Lokalprominenz darstellt. Gleichwohl hat mich dieser Blick auf diese Region im südlichen Sachsen-Anhalt sehr interessiert.
Ich fand so auch den ersten teil des Buches, indem der Autor auf Hintergründe, Ursachen und gesellschaftliche Zusammenhänge eingeht, interessanter als den mittleren/zweiten Teil, in dem er sehr dezidiert auf sein Aufwachsen und besonders seine Karriere(n) eingeht. Hier war mir zu viel losgelöst vom Kontext und zu wenig sachlicher Input, wobei dies wohl auch nur in Maßen Anspruch des Buches sein sollte.
Dennoch fand ich die Blickweise sehr erfrischend, dass hier Erfahrungen und Ursachenforschung zusammen gebracht und von innen heraus anstatt dozierend von außen erzählt und erklärt wurde. In vielen Erzählungen und Erfahrungen des Autors konnte ich selbst erfahrenes wieder finden. Ich denke, durch diese sehr persönliche Form ist “Oststolz” auch ein sehr lesenswertes, leichtes Buch für Personen, die keinen Bezug zur ehemaligen DDR haben.

*Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Profile Image for Marlies Martinow.
4 reviews
December 13, 2025
Ein Stückchen Hoffnung
Das Buch hat mich persönlich sehr bewegt und mich öfter, als mir lieb ist, in meine eigene Vergangenheit katapultiert. Ich konnte mich mit einigen Charakteren wie Claudia oder Ronja sehr gut identifizieren, da es in meiner Kindheit ähnlich ablief. In Oststolz bekommen nicht nur Schicksale einzelner Individuen Raum, sondern es wird auch die gesamtgesellschaftliche Situation rund um diese Geschichten beleuchtet, unter anderem mit Hilfe von Studien. Dies soll deutlich machen, dass es keine Einzelfälle sind, sondern strukturelle Probleme, die sich nicht nur in Ostdeutschland abspielen, sondern in ganz Deutschland und auch als solches angesehen und angegangen werden sollen. Hierfür spendet der Autor vor allem Hoffnung, dass schon sehr viel erreicht wurde und jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um aufzugeben, und es die Mühe wert, ist dranzubleiben.
Profile Image for Dennis Daly.
24 reviews
November 15, 2025
Prinz ist ein begabter Schriftsteller und ein sehr sympatischer und aufrichtiger Kerl. Das Buch, das von seinen Erlebnissen als Nachwendekind von dem Osten handelt, hat mir gut gefallen. Die besten Teile des Buches waren für mich die Kapitel über seine enge Beziehungen zu seinen Eltern (und seinen Großeltern), die ihm die Wichtigkeit von Bildung und Fleiß beigebracht haben sowie die anhaltenden Schwierigkeiten des Lebens im Osten. Ich interessierte mich weniger (wahrscheinlich wegen meines Alters) für seinen Beruf als YouTube Influencer und seine Teilnahme an den T-Shirts- und Metalmusik-Festivals. Trotzdem empfehle ich das Buch sehr.
Profile Image for Sören Vogelsang.
80 reviews
September 22, 2025
Wichtiges Buch mit interessanten Einblicken. Sowohl gesellschaftlich, als auch privat.
Vom Buch her hätte ich 4 Sterne vergeben, denn irgendwie wirken ein paar Kapitel doch recht losgelöst und der rote Faden hin zum Titel an ein paar Stellen etwas sehr konstruiert. Aber der Autor hats einfach verdient.
Profile Image for Melina.
23 reviews
September 19, 2025
Sehr gutes Buch mit Einblicken in das bisherige Leben eines Nachwendekindes. Ich habe gelacht und auch ein bisschen geweint aber vor allem viel gelernt. Mit großer Spannung blicke ich auf die nächsten Jahre.
3 reviews
October 15, 2025
Eine differenzierte Aufarbeitung wie er zu seiner Meinung kommt, komplettisiert mit Fakten, was aber angesichts seines Yt-kanals und contents zu erwarten war. 5/5.
Profile Image for Wolfgang.
30 reviews
November 6, 2025
Dieses Review mal auf Deutsch, weil das Buch wohl ausschließlich deutsche Leser anspricht.

Die Schwäche des Buchs ist die balance, zeitweise wirkt die erzählung zu sehr wie eine schlichte Auto-Biographie. Die mag ich persönlich, weil der Autor mir über das Buch hinaus “bekannt” ist, wird aber einige Leser nicht wirklich mitnehmen.

Jedoch erschließt sich einem Leser auch, dass eben jene scheinbare Biographie schlicht der rote Faden ist, an dem nach links und rechts ausgebrochen und Probleme, Situationen, Emotionen, beleuchtet und “empfunden” werden, und hier ist das Buch sehr stark.
Schlussendlich vermittelt es einen menschlichen Einblick in soziale Konstrukte und kulturelle Geschichte des “Ostens”, aber auch darüber hinaus. Eine Einordung, die ich für mich, aber auch gesellschaftlich, für richtig und wichtig halte.
Das Buch liest sich schnell und leicht, und ist auch immer wieder unterhaltend. Kann ich unbedingt und trotz seiner kleinen Makel jedem empfehlen, den die sozialen Fragen und die kulturellen “Spalten” unserer Zeit bewegen.

Danke Alex :)
Displaying 1 - 20 of 20 reviews

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