Die gefeierte Filmikone Jeanne Patou erfährt aus dem Fernsehen, dass sie für tot gehalten wird. Für Jeanne ist es die Chance, unterzutauchen und so ihrem Ehemann zu entkommen, der gleichzeitig ihre größte Obsession und ihre fatalste Leidenschaft ist. Sie verschwindet in die Anonymität – und in einen Kosmos der untergetauchten Frauen, mit denen sie ein altes Haus in Barcelona bewohnt. Während sie ihre Schicksale kennenlernt, wird ihr auch ihr eigenes immer deutlicher. Viereinhalb Jahre später streift Jeanne über die La Rambla, eine Passantin unter vielen, als sie plötzlich ihrem Mann begegnet. Ihr ist Sie muss sich stellen – ihrem Mann, aber vor allem sich selbst. Die Passantin ist ein empathischer, rasanter und zorniger Roman über eine Selbstfindung, eine Starkwerdung, eine Emanzipation, ein Auftauchen aus festgefahrenen Strukturen, um zum wahren Kern zurückzufinden.
Born 1973 in Bielefeld, Germany, Nina George is a prize-winning and bestselling author (“Das Lavendelzimmer” – “The Little Paris Bookshop”) and freelance journalist since 1992, who has published 26 books (novels, mysteries and non-fiction) as well as over hundred short stories and more than 600 columns. George has worked as a cop reporter, columnist and managing editor for a wide range of publications, including Hamburger Abendblatt, Die Welt, Der Hamburger, “politik und kultur” as well as TV Movie and Federwelt. Georges writes also under three pen-names, for ex “Jean Bagnol”, a double-andronym for provence-based mystery novels.
In 2012 and 2013 she won the DeLiA and the Glauser-Prize. In 2013 she had her first bestselling book “Das Lavendelzimmer”, translated in 27 langues and sold more than 500.000 copies.
In November 2011, Nina George established the “JA zum Urheberrecht” (YES on Author’s Rights) initiative, which supports the rights of authors, artists and entertainers and is dedicated to resolving issues within the literary community as well as establishing fair and practical rights-license models for the web-distribution. 14 writers’ associations and 27 publishing partners have since joined the JA…-Initiative. George supports the “Initiative Urheberrecht” (Author’s Rights Initiative—www.urheber.info) as well as the “gib 8 aufs Wort”-campaign of the VG Wort.
In August 2014 George initiated the Amazon-protest in Germany www.fairer-buchmarkt.de, where overs 2000 germanspeaking authors – Nobelprizewinnig Elfriede Jelinek or Bestsellingauthor Nele Neuhaus – sign an open letter to Jeff Bezos and Amazon, protesting against the banned-book-methods of the giant retailer in the Hachette/Bonnier-dispute.
In 2015 George is the founder of the Initiative Fairer Buchmarkt e.V., which supports questions of law in daily business of authors – for ex in contracts, fees or author’s rights and e-Business.
George is Member to PEN, Das Syndikat (association of German-language crime writers), the Association of German Authors (VS), the Hamburg Authors’ Association (HAV), BücherFrauen (Women in Publishing), the IACW/AIEP (International Association of Crime Writers), the GEDOK (Association of female artists in Germany), PRO QUOTE and Lean In. Nina George sits on the board of the Three Seas Writers’ and Translaters’ Council (TSWTC), whose members come from 16 different countries.
Nina George teaches writing at Literaturbüro Unna, Alsterdamm Kunstschule, Wilhelmsburger Honigfabrik, where she coaches young people, adults and professional authors. George also moderates (bilingual) readings and works as a speaker.
Die mehrfach ausgezeichnete Publizistin Nina George, geboren 1973, veröffentlichte bisher 23 Romane, Krimis, Science-Thriller sowie ca. 88 Kurzgeschichten und über 500 Kolumnen.
Ihr Pseudonym Anne West gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Erotika-Autorinnen. Für ihren Roman Die Mondspielerin wurde George mit der DeLiA 2011, dem Literaturpreis für den besten Liebesroman des Jahres, ausgezeichnet. Mit dem Wendekrimi Das Licht von Dahme war George 2010 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Sie gewann ihn 2012 mit dem in Nigeria angesiedeltem Fußballkrimi „Das Spiel ihres Lebens“.
George gründete 2011 die Initiative „JA zum Urheberrecht“, mit der sie sich aktiv für die Rechte aller Kreativarbeiter und Kulturschaffenden gegen die Mentalität der Gratiskultur im Internet einsetzt.
Sie ist Mitglied im Syndikat, den Mörderischen Schwestern sowie des Verbands deutscher Schriftsteller. Nina George lebt im Hamburger Grindelviertel.
Eine Frau kommt nach einem Kurztrip in Barcelona am Flughafen an und entscheidet sich spontan doch nicht ins Flugzeug und damit in ihr altes Leben zu steigen. Dieser Entschluss entpuppt sich als Segen, da das Flugzeug abstürzt. Sie wird für tot gehalten. Dabei ist sie nicht irgendwer, sondern eine weltbekannte Schauspielerin. In ihr tobt die große Frage: untertauchen und ein neues Leben beginnen, oder zurück zur toxischen Berufswelt und Ehemann? Wer ist sie eigentlich ohne die Rollen, die sie spielen muss?
Nina George schreibt ehrlich, schonungslos und wütend. Besonders die Begegnungen mit anderen Frauen fernab der Weltöffentlichkeit, haben mich begeistert!
„Die Passantin“ ist für mich ganz klar ein Lesehighlight des Jahres und wird ab sofort einen festen Platz in meinem Regal der Lieblingsbücher einnehmen! ❤️
Im Zentrum steht Jeanne Patou, eine Filmikone, die als tot gilt, obwohl sie noch lebt und sich bewusst aus ihrem Leben im Scheinwerferlicht zurückzieht. Sie findet Unterschlupf in einer Gemeinschaft von Frauen, die alle auf unterschiedliche Weise Gewalt in patriarchalen Machtverhältnissen erfahren haben. Was folgt, ist eine intensive, vielschichtige Reise durch weibliche Lebensrealitäten, Schmerz, Heilung und vor allem: Selbstermächtigung. Nina George gelingt es auf beeindruckende Weise, weibliche Solidarität in all ihren Facetten darzustellen. Die Charaktere sind tiefgründig, authentisch und berühren auf einer sehr persönlichen Ebene. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte, ihre eigene Stimme und alle zusammen fügen sich zu einem starken, vielstimmigen Chor. Auch sprachlich hat mich das Buch begeistert. Mal ist es poetisch und sanft, dann wieder rau und kraftvoll. Ein mutiger, eindringlicher Roman, der lange nachhallt – literarisch wie thematisch.
Kam erstmal mühsam rein, fand den Anfang wider Erwarten sperrig, trotz interessantem premise (= ein Leben und eine Identität von einem Moment auf den Nächsten hinter sich lassen). Konnte mich zunächst schwer in die Protagonistin reinversetzen - ochja, arme reiche, privilegierte, gelangweilte Schauspiel-Diva, die ihre Töchter im Stich lässt, weil sie kein Bock mehr auf ihr Leben hat. Als die Geschichte sich entwickelte und der Leser rausfindet, was für ein A... dieser Bernard ist, war ich ihr gegenüber dann milder gestimmt. Und war dann doch irgendwie in den Bann gezogen, wie das ausgehen würde. Zudem hab ich mir zunehmend mehr Sätze markiert, die ich gut fand. Das Ende nach dem Showdown war mir dann etwas zu happy go lucky für die ganze Thematik davor, aber insgesamt war ich nach Anfangsschwierigkeiten doch ziemlich gut unterhalten von dem Buch.
Was wäre, wenn…? Ein interessantes Gedankenexperiment, fabelhaft umgesetzt. Schwierig fand ich den mittleren Teil mit den fast traumhaften Passagen, in denen Patou in unterschiedlichen Rollen parallel auftritt, wodurch die Autorin den inneren Konflikt und die resultierende Persönlichkeitsspaltung Patous versinnbildlicht, was ich streckenweise verwirrend fand.
Ein wütender und kraftvoller Roman, in welchem Nina George unterdrückten, missbrauchten und misshandelten Frauen eine Stimme verleiht. Für meinen Geschmack etwas zu alttestamentarisch ist indes die Grausamkeit, mit der stellvetretend an einem einzigen Mann (Enriq) Vergeltung geübt wird für sämtliche Verbrechen an Frauen.
Der klug komponierte Roman, der aus mehreren Perspektiven die Selbstfindung und Emanzipation einer Frau erzählt, hat nur eine Schwäche, und diese liegt in dem an manchen Stellen zu eindimensionalen Männerbild. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Differenzierung gewünscht. Ansonsten jedoch ein fulminant aufwühlendes Buch.
2.5*-3* An sich fand ich die Geschichte interessant. Ich mochte auch, die doch sehr klare Message. Allerdings fand ich es einfach teilweise zu übertrieben und konnte leider überhaupt nichts mit dem Schreibstil anfangen. Es war irgendwie einfach sehr anstrengend zu lesen.
I give this book 5 stars, even though it probably could have been written better, could have been composed differently. It still is a really good book and it is a book like I haven’t read yet. It is solely concentrated on female characters and on the violence women experience, which makes them afraid, makes them and their lives small and cautious. It makes us feel with these women, without demanding too much of us as readers. We are not disgusted or repelled, we feel empathy and sympathy with the characters, we want them to succeed in finding themselves again, in being themselves again. It is an angry book and it is a soft book at the same time. It is a difficult book and an easy-to-read book at the same time. The book spoke to me, made me realize once again, that living in and growing up in a patriarchal society impacts all of us, but especially us women. It makes us be critical and defensive toward other women. But we can overcome this and be truly loyal towards us and other women.
Sehr gute Idee und spannend bis zum Schluss. Ich konnte es wirklich kaum aus der Hand legen, dennoch war es mir ein bisschen zu literarisch bzw. zu feministisch daher nur 4 statt 5 Sterne (am liebsten hätte ich 4,5 gegeben) Werde es weiterempfehlen
Nicht mein Buch. Das mag daran liegen, dass ich es mir ganz anders vorgestellt habe. Leichter vielleicht, klarer… Die Fülle an Themen hat mich überfordert. Definitiv ein wichtiges, lesenswertes Buch - aber nicht meins.
Eine Frau, eine Flucht, ein Neubeginn Was macht man, wenn die Welt plötzlich glaubt, man sei tot? Die berühmte Schauspielerin Jeanne Patou trifft in diesem Moment eine radikale Entscheidung: Sie geht nicht zurück. Kein Filmset, keine Interviews, kein Eheleben – stattdessen verschwindet sie aus allem, was sie bisher ausgemacht hat. Aus einem Impuls wird ein kompletter Neuanfang, und genau dieser Weg, mit all seinen Konsequenzen, steht im Mittelpunkt dieses Romans. Nina George erzählt diese Geschichte mit einer besonderen Mischung aus poetischen Bildern, scharfer Beobachtungsgabe und spürbarer Wut. Sie zeigt, wie subtil und gleichzeitig erdrückend patriarchale Strukturen wirken können, und wie schwer es ist, sich davon zu lösen. Gerade Jeannes Begegnungen mit anderen „Unsichtbaren“ – Frauen, die ebenfalls beschlossen haben, sich aus ihren alten Leben zurückzuziehen – fand ich eindrucksvoll. Besonders das Haus in Barcelona, in dem diese Frauen zusammenleben, ist für mich einer der stärksten Schauplätze: Dort prallen unterschiedliche Lebensgeschichten aufeinander, und trotzdem entsteht so etwas wie Vertrauen und Zusammenhalt. Das Buch ist reich an Figuren, Rückblenden und Gedanken. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass fast zu viele Ebenen gleichzeitig erzählt werden. An ein, zwei Stellen musste ich bewusst innehalten, um den roten Faden wieder aufzunehmen. Trotzdem empfinde ich gerade diese Vielschichtigkeit als eine Stärke – sie macht die Geschichte lebendig, vielschichtig und nah am echten Leben. „Die Passantin“ ist kein leichter Roman für zwischendurch. Er fordert Aufmerksamkeit und lässt einen auch nach dem Zuklappen nicht los. Er erzählt von Mut, Verlust, Befreiung – und davon, dass es nie zu spät ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mich hat er berührt, zum Nachdenken gebracht und an manchen Stellen auch richtig wütend gemacht. Für mich ist es ein starkes, mutiges Buch, das kleine Längen und Überfrachtungen hat, aber im Endeffekt sehr überzeugt. Deshalb vergebe ich gute 4 Sterne.
Ich hab es nicht beendet. Hab mehr als die Hälfte gelesen, aber mich hat es nciht gecatcht. War mir alles zu düster und der ich Erzähler hatte zwei Persönlichkeiten und das war aber nicht stringent meiner Meinung nach. Chaotisch zu lesen
Identität, Selbstbestimmung und weibliche Solidarität
Der neue Roman von Nina George „Die Passantin“ kommt auf leisen Sohlen und schiebt sich dann langsam und eindringlich unter die Haut. Seit dem Lavendelzimmer ist viel Zeit vergangen, Nina George hat sich weiterentwickelt. Ihr Schreibstil ist immer noch durchzogen von der feinen Poesie, aber gleichzeitig schreibt sie wütender und fordernder.
Im Zentrum der Geschichte steht Jeanne Patou, eine gefeierte Filmikone, die für tot gehalten wird, da sie auf den verhängnisvollen Germanwingsflug im März 2015 gebucht war. Sie hat den Flug aber in letzter Sekunde nicht angetreten. Das ist für sie die Rettung aus einem Leben, das von Kontrolle, Angst und emotionaler Gewalt geprägt ist. Sie bleibt in Barcelona und findet Zuflucht in einem alten Haus, das sie mit anderen Frauen teilt, die ebenfalls aus ihrem früheren Leben verschwunden sind.
Nina George zeichnet ein vielschichtiges Porträt von Jeanne, die keine Heldin ist, sondern eine verletzte Frau, die sich Schritt für Schritt in ein selbstbestimmtes Leben kämpft. Damit ist sie nicht allein, denn die anderen Bewohnerinnen bringen jeweils ihre eigene Geschichte und Verletzlichkeit mit. Ich begleite Jeanne sehr intensiv auf ihrem schmerzhaften, aber auch hoffnungsvollen Weg.
Die erzählerische Dichte macht den Roman sehr anspruchsvoll und ich musste oft innehalten, damit es nicht zu anstrengend wird. Die Fülle an Themen und Figuren war mir manchmal etwas zu viel. Aber Nina George nimmt sich eben Zeit, die inneren Konflikte und Wandlungsprozesse behutsam zu entfalten. Gleichzeitig beschreibt sie die Atmosphäre Barcelonas, das Licht, die Geräusche und Gerüche so lebendig, dass ich mich dem kaum entziehen kann.
„Die Passantin“ ist keine leichte Lektüre, aber ein sehr wichtiges Buch über Identität, Selbstbestimmung und weibliche Solidarität. Nina George erzählt feinfühlig, voller Empathie und gleichzeitig auch brutal ehrlich und direkt. Und genau das hat mir besonders gefallen.
Am Anfang war ich ganz begeistert. Tolle Idee: eine französische Filmikone stirbt scheinbar in einem Flugunglück. Sie hat aber den Flug doch nicht genommen und beschließt nicht in ihre Leben zurückzukehren. Nach und nach haben mich die Unstimmigkeiten gestört und irritiert. Wieso essen sie in Barcelona Natas (portugiesisches Gebäck). Die Namen der anderen Frauen sind erfunden und gar nicht stimmig. Erst recht nicht den die Protagonistin einnimmt: Consuela. Also wenn, dann Consuelo, was aber für eine Frau in dem Alter eher unwahrscheinlich ist, aber ok, aber anstatt sich „Chelo“ zu nennen, die übliche Abkürzung von Consuelo, nennt sie sich Sella. WTF? Das ist ein Fluss in Spanien, und würde sich mit der Schreibweise Seja aussprechen. Dann liest sie einer Blinden vor (was für ein Klischee). Als Französin liest sie der Katalanin vor? Auch wenn sie gut katalanisch spricht (was isch bezweifle, auch wenn sie später schreibt, dass sie gut spanisch una katalanisch spricht). Und das alle dann gebannt zuhören. Es ist viel wahrscheinlicher, dass sich die Frauen zusammentun und reden, und die Neue dabei aufgenommen wird. Dass sie im Zentrum von Barcelona leben (in einem Frauenhaus) ist sehr unwahrscheinlich. Barcelona leidet unter massive gentrifizierung. Im Zentrum gibt es fast nur noch Touristen und reiche Leute. Vielleicht hätte die Autorin sich einfach ein andern Jahrhundert für ihre Story aussuchen sollen. Die Story von Nina, der Polizistin ist auch nicht glaubhaft. Als sie jung war, war Spanien sehr progressiv, klar gab es diskriminierendes Verhalten, aber was sie so schildert gehört eher zu einer andern Zeit. Und die Polizistinnen sind eher sportlich mir normalem Aussehen. Dass sie Nina als hässlich beschreibt ist wieder mal ein Klischee. Wie die Frauen miteinander reden, sich ansprechen, Nähe herstellen ist eher deutsch-emotional, weniger aus Barcelona. Und enttäuschst hat mich dann auch, dass die Geschichte sehr feministisch und empowernd beginnt, aber dann macht die Protagonisten doch nicht gegen ihren Mann. Sie setzt die Geschichte in einem Zeitpunkt, wo es Unabhängigkeit- Demos gab, aber geht gar nicht weiter ein, das ist ästhetisierte Politik. Ich habe das Gefühl, sie benutz Barcelona wie eine Kulisse, ein deutscher Romanen mit Südeuropa-Setting, weil es exotisch-romantisch ist.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Zum Inhalt: Als Jeanne aus dem Fernsehen erfährt, dass sie für Tot gehalten wird, weil sie in einem abgestürzten Flugzeug gewesen sein soll, nutzt sie die Gelegenheit und taucht unter. Weg von ihrem Mann, der für sie Obsession und Leidenschaft war und verschwindet in der Anonymität und lässt ihre Berühmtheit hinter sich. Als sie Jahre später ihren Mann in Barcelona sieht, muss sie sich ihm und vor allem sich selbst stellen. Meine Meinung: Was will uns dieses Buch eigentlich sagen, das habe ich mich immer mal wieder während der Lektüre gefragt. Am Ende sage ich, es will uns sagen, dass wir nicht wegsehen sollten, wenn sich jemand in Not befindet. Hier wählt die Protagonistin zunächst den Weg einfach zu verschwinden, aber das kann nicht der Weg sein, sondern man muss sich selbst finden und den eigenen Weg beschreiten. Das wird hier in ausgezeichneter Form dargelegt, indem man Jeanne auf dem Weg zu ihrem eigen Selbst begleitet. Den Schreibstil fand ich sehr gut. Fazit: Geh deinen eigenen Weg
Maybe you know books by Nina George? Since some were translated into 36 languages, it might be.. For instance "The Little Paris Bookshop" - which I haven't read. Actually this newest of her novels is my first. And it is not what I expected.
In a nutshell : Star actress Jeanne spontaneously decided not to board a plane from Barcelona back home to Paris. The plane crashes - no-one survives. And Jeanne decidis to "stay dead". Then one day she comes across her husband with the new woman on his side...
The story is unfolding on different layers and times. The language is radical and brutal and at the same time beautiful. It's shockingly honest about the situation of women. There is abuse and solidarity and queerness and revenge and grief. This feels a bit like "literary dynamite". I trust it will be translated. So now how to handle this book to my library patrons who are used to her lavender heavy covers - or maybe I was deceived by those? My reading list is growing again...
Was wäre, wenn man die Chance hätte, aus seinem eigenen Leben spurlos zu verschwinden?
Jeanne Patou bietet sich exakt diese Möglichkeit und nutzt sie. Sie verschwindet in die Anonymität Barcelonas, in ein Haus voller Frauen, die ebenfalls ihrem vorherigen Leben entflohen sind.
Dieser spannend zu lesende Roman nimmt einen mit. Er erzählt von Selbstbestimmung, Selbstfindung und vom Ausbruch aus einer männerdominierten Welt. Besonders eindrücklich werden die Schicksale der Frauen geschildert. Die Sprache in diesem Buch ist klar, aber dennoch empathisch. Es ist eine leise erzählte Geschichte, die trotzdem wütend macht und mit Wucht einschlägt.
Mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht das Letzte.
Ich fand, es war kein einfaches Buch zum Lesen, der Schreibstil ist sehr poetisch und hoch gestochen was das Lesen ein bisschen anstrengend gemacht hat….
Inhaltlich behandelt das Buch wichtige feministische Themen wie Selbstbestimmung und innere Freiheit. Die Botschaft, dass Freiheit nicht nur räumlich, sondern auch innerlich stattfinden muss, finde ich guut
Allerdings wirkte die Handlung auf mich oft unrealistisch. Die Figuren und ihre Probleme fühlten sich für mich zu weit weg vom echten Leben an, sodass ich wenig mitfühlen konnte.
Spannung kam für mich kaum auf, erst das Ende hat mich etwas gepackt, vielleicht auch, weil ich das Buch endlich abschließen wollte. Insgesamt schätze ich die Intention des Romans, aber die Umsetzung hat mich nicht wirklich erreicht. LG
Wenn du einfach verschwinden kannst. -Rezensionsexemplar- . Genre: Ein Roman mit Emanzipation, starken Frauen, Nachdenken & ein Zeitgefühl eingefangen in den Straßen Barcelonas! . Setting: Jeanne ist erfolgreiche Schauspielerin, verheiratet & hat 2 Kinder. Der Fernseher in einer Bar erzählt ihr, dass sie tot ist - sie steht auf der Liste des gerade abgestürzten Flugzeug. Sie ist von der Rollbahn verschwunden & kann nun aus ihrem Leben verschwinden. 4 Jahre später begegnet ihr Mann ihr auf den Las Ramblas & sie muss sich all dem zurückgelassen stellen. . Schnapp dir einen Kaffee & tauche in Barcelona unter & in eine tolle Geschichte ein!
Fiktiv-französische Schauspielikone nimmt unverhoffte Gelegenheit, den eigenen Tod zu faken, dankend an, taucht dann ein paar Jahre in einer Kommune voller misshandelter Frauen unter und muss sich am Ende entscheiden, ob sie als Norma Jeane wieder auferstehen oder als Marilyn begraben bleiben möchte. Feministische Kampfschrift mit lauten und leisen Tönen, aber sprachlich durchaus gefällig und auch für Leute mit Y-Chromosom absolut keine Zeitverschwendung. Leider für meinen Geschmack in einigen Passagen allerdings auch ein bisschen zu langweilig als dass man volle vier Sterne vergeben könnte. Wird in der zweiten Hälfte aber besser, daher 3,5/5.
Ich durfte dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen. Lange konnte ich mich nicht auf einen Roman konzentrieren, aber dieser hier hat mich vom ersten Moment gefesselt. Die präzise Beschreibung von Zuständen der Fremdbestimmung, von einer Suche ohne klare Richtung, einem Unbehagen in der heilen Welt - und dann der Ausweg und das Gedankenexperiment: wie würde es sein, wenn ich nur mit mir bin. Ohne Rollen, ohne Filter, ohne Ablenkung. Wer bin ich dann überhaupt. Die Emanzipation und der Ausblick, anders als erwartet. Ein zutiefst bewegendes Buch voller Weisheit und Zartheit.
ein Buch, dass ich unglaublich gerne mögen wollte, und es doch nur nervig fand. Tolle Prämisse: die berühmte Schauspielerin Jeanne Patou nutzt eine sich ihr unverhofft bietende Gelegenheit und taucht unter - offiziell ist sie tot, bei einem Flugzeugabsturz gestorben. Der Grund: ihr Mann Bernard.
Leider hat mich an dem Buch viel mehr genervt als interessiert. Die gedrechselte Sprache vor allem - als ob ein Buch besser wird, wichtiger oder relevanter, nur weil man es sperriger schreibt. Außerdem war mir zu viel schwarz-weiß.
Ein ausdrucksstarkes, wutfeministisches Buch. Wenn auch zögerlich zuerst, steht die Protagonistin immer stärker für sich selbst und ihre Bedürfnisse ein. Tolle Freundinnenschaft und weibliche Solidarität. Man lernt, dass eine Geschichte, selbst von einer Person erzählt, unterschiedliche Ebenen und Perspektiven haben kann.
Nina schreibt malerisch aber auch wütend und fordernd. „Eine Erzählung dessen, was wir alles nicht sehen.“ Die Message: Du gestaltest dein Leben. Nicht dein Mann, nicht das Schicksal, nur so allein. Intensiv und nachhallend. Am Ende: Selbstbestimmung!
Enthält einige Trigger wie sexualisierte Gewalt und Suizidgedanken
Gut geschrieben, interessante Ausgangsidee- dann eine für mich schwer erträgliche Beschreibung der Reaktion einer privilegierten auf männliche Dominanz. Ich hoffe es fällt Frauen mehr ein als das, was bis auf eine Ausnahme durchgängig beschrieben wird.