Shakespeare? Ja, aber bitte mit Romance! Niemand perfektionierte das Spiel der Emotionen so sehr wie der Meister der Dramatik. Neu interpretiert und mit modernen Zeichnungen bezaubert diese Graphic-Novel-Adaption des gleichnamigen Stücks mit einzigartigen Charakteren und erforscht menschliches Verlangen. Viola, gestrandet und orientierungslos, verliebt sich in den Herzog Orsino. Ärgerlich nur, dass sie unter falscher Identität für ihn arbeitet. Hat eine Liebe, die auf Geheimnissen und Lügen aufbaut, überhaupt eine Chance? Ein leichtherziges Stück voller Irrungen und Wirrungen und großer romantischer Gefühle, das die Komplexität menschlicher Beziehungen zeigt. Nicht nur für Shakespeare-Fans, sondern auch für alle Romance-Begeisterten!
«Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Menschen nur Schauspieler.» (aus: Was Ihr wollt)
Shakespeare, ein Meister der Dramatik. Neu interpretiert als Graphic-Novel-Adaption des gleichnamigen Theaterstücks, das mit viel Liebe, unerwiderter Liebe und Verwechslungen irgendwo an der Küste von Illyrien einhergeht – eben typisch Shakespeare. Viola sucht nach einem Schiffbruch ihren Zwillingsbruder. Sie lässt sich von Herzog Orsino als Pagen einstellen, schneidet sich aber vorher die Haare ab, nennt sich Cesario, da der nur Männer einstellt – und verliebt sich in ihn. Der allerdings ist in die Gräfin Olivia verliebt, die auf seine Briefe nicht antwortet, hofft, dass Cesario Kontakt mit ihr aufnehmen kann, für ihn sprechen, damit sie ihn endlich anhört. Ein leichtherziges Stück voller Irrungen und Wirrungen und großer romantischer Gefühle, das die Komplexität menschlicher Beziehungen zeigt.
«Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser.»
Gräfin Olivia verliebt sich nun in den Pagen Cesario. Die Gräfin wohnt bei ihrem Onkel, Sir Toby Rülp, der sich einen Spaß macht, dem Haushofmeister Malvolio einen Liebesbrief zukommen lässt, der angeblich von Olivia stammt. Der Zwillingsbruder von Viola (Cesario), der ihr Hundertprozent gleicht, ist nicht wie gedacht, ertrunken, sondern läuft Olivia über den Weg, die ihn für Cesario hält, mit ihm flirtet. Das Verwirrspiel löst sich irgendwann auf, Viola gibt sich als Frau zu erkennen, die Zwillinge liegen sich in den Armen und auch die Liebespaare. «O Geist der Liebe, du bist unersättlich!» Was in der Handlung auf einen Kinderfahrschein passt, klingt bei Shakespeare immerhin noch mit Niveau.
Dieser Comic erfasst die Story voll und ganz, aber in der Kürze wirkt das alles ziemlich platt. Unterstrichen wird das durch die Illustration. Die Gesichter sind austauschbar. Das muss bei den Zwillingen auch so sein, aber doch nicht bei allen Figuren. Ich hatte Schwierigkeiten, am Bild zu sehen, wer wer ist. Die Hintergründe der einzelnen Panels sind undifferenziert und bis auf wenige Ausnahmen schlicht einfarbig koloriert. Das Gesamtkonzept ist mir zu einfach. Insgesamt kommt die Graphic Novel als rosa Wölkchen herüber, einfach gestrickt die Sprache, einfach gestrickte Figuren, ideenlose Grafiken, eine banale Romance zum Schmachten. Die Figuren wirken wie von KI im Wiederholungsmodus gesetzt zu sein. Für mich ist der Comic einfallslos in Wort und Bild, einem William Shakespeare nicht würdig. Das ist alles Geschmacksache, mir hat es nicht gefallen. Eine Altersempfehlung gibt es vom Knesebeck Verlag nicht – von mir: Weil es so einfach geschrieben ist und völlig harmlos, kann man das Buch ab 12/13 lässig lesen.
William Shakespeare ist der vielleicht berühmteste Schriftsteller aller Zeiten, sein Privatleben bleibt im Dunkeln. Sein genaues Geburtsdatum ist ebenso unklar wie die richtige Schreibweise seines Namens, bei der es mehr als 20 Versionen gibt. Wahrscheinlich wurde er 1564 in Stratford-upon-Avon geboren als Sohn von John Shakespeare, Stadtrat und Gerichtsvollzieher und Mary Arden, die aus gutem Haus stammen soll. Mit 18 Jahren heiratete Shakespeare 1582 die acht Jahre ältere Anne Hathaway, die sechs Monate später ein Kind gebar. William Shakespeare liebte das Theater und zog mit der Theatertruppe «Lord Chamberlain’s Men» nach London, ließ Frau und drei Kinder zurück. Königin Elisabeth I. ließ die Gruppe oft im Palast auftreten. Circa 1613 kehrte Shakespeare (wahrscheinlich krank) nach Stratford zurück, wo er vermögend 1616 im Alter von 52 Jahren starb. Fast alle Immobilien und Ländereien, Hausrat, hinterlässt er Tochter Susanna; Judith bekommt wenig, weil sie mit einem Taugenichts verheiratet ist, Sohn Hamlet ist verstorben, der Ehefrau vermacht er lediglich das «zweitbeste Bett» im Haus. Shakespeare verfasste 38 Theaterstücke sowie hunderte Gedichte («Sonette»), die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Dabei schuf er auch viele neue Wörter und berühmte Zitate, die in die Alltagssprache eingegangen sind. «Sein oder Nichtsein – das ist hier die Frage!» Der englische Dichter und Schauspieler lebte vor rund 450 Jahren, doch seine Theaterstücke und Gedichte sind bis heute weltberühmt. – Hamlet, Macbeth, Othello, König Lear – und Ein Sommernachtstraum, Romeo und Julia, Was ihr wollt. Shakespeare, ein Mann mit geringer Bildung, hat nie französische, lateinische oder griechische Literatur gelesen, einer der nie aus Stratford und London herausgekommen ist, soll diese Stücke verfasst haben, die irgendwo in der Welt verortet sind, so viele in 20 Jahren? Es gibt keine Handschrift, die eindeutig Shakespeares Urheberschaft an den Werken beweist. Es steht der Verdacht im Raum, dass zwar einer den Kopf hinhält, dahinter aber eine ganze Gruppe von Schreibern steht. Eine weitere Möglichkeit besagt, dass ein Mann aus dem britischen Hochadel, der 17. Earl of Oxford, Edward de Vere die Stücke geschrieben hat.
Alwina Calma studierte Germanistik, Politik- und Erziehungswissenschaft auf Lehramt und weiterbildend Psychologie. Nach Stationen in Justiz und Bildungsarbeit schreibt sie Romane, Drehbücher und Graphic Novels, darunter eine Literaturadaption von Shakespeares Verwechslungsspiel „Was ihr wollt“. Sie ist Mitglied des Drehbuchverbands (DDV) und arbeitet als Autorin und Online-Redakteurin in Berlin.
Sarah Raffelt ist studierte Psychologin und freiberufliche Künstlerin. Seit über 15 Jahren zeichnet sie Kunstwerke mit digitalen und traditionellen Medien, welche sie auf Social Media unter dem Namen @abbinaly teilt. Inspiriert von ihrer Liebe zu Manga und Comics, veröffentlicht sie mit Was ihr wollt ihre erste Graphic Novel. Wenn sie nicht kreativ ist, verbringt sie Zeit mit ihrem Kater Sammy.
Shakespeares Komödie modernisiert und romantisch eingekürzt
Ich liebe Graphic Novells und als ich bei NetGalley die Chance bekam, diese hier als PDF am Rechner lesen und anzuschauen zu können, nahm ich diese sehr gern wahr.
Die Zwillingsgeschwister Viola und Sebastian erleiden in Illyrien einen Schiffbruch. Viola, die verzweifelt nach Sebastian sucht, weiß nicht, wie sie allein und mittellos in dem fremden Land überleben soll. Da ihr zugetragen wurde, dass der Herrscher von Illyrien – Herzog Orsino – nur männliche Arbeitskräfte einstellt, verkleidet sie sich als Mann und bekommt tatsächlich eine Anstellung.
Der Herzog findet den jungen Cesario sogar sehr sympathisch und vertraut ihm seine Herzensangelegenheit an. Er hofft durch die Vermittlung des jungen Dienstboten, seine Chancen bei Gräfin Olivia verbessern zu können, in die er glaubt unsterblich verliebt zu sein. Doch Olivia verliebt sich stattdessen in den verkleideten Chesario, während sich Viola immer mehr zu Orsino hingezogen fühlt. Als dann auch noch der ebenfalls überlebende Sebastian auftaucht und für Cesario gehalten wird, ist das Liebeschaos perfekt…
In dieser Graphic Novell wird die Komödie des bedeutendsten Schriftstellers der englischen Sprache kurz, aber dennoch verständlich zusammengefasst, in Bildern und Worten nacherzählt. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf den Charakteren und den Verwicklungen in den Lovestorys. Dabei wurde die Sprache modernisiert und ein bisschen an die Jetztzeit angepasst. Die ausdrucksstarken Zeichnungen passen sehr gut zur Geschichte. Sie drücken die Gefühle und Stimmungen der handelnden Charaktere hervorragend.
Auch die eher minimalistisch dargestellten Örtlichkeiten und Landschaften empfinde ich als gelungen. Sehr gut gefiel mir, dass Orsino bereits Gefühle für Cesario entwickelte, als er noch gar nicht wusste, dass es sich dabei um Viola handelt und er dafür in keiner Form irgendwelche falschen Schamgefühle entwickelt. Er verliebt sich in den Menschen und nicht in das Geschlecht. Und das ist glücklicherweise heutzutage normal, zumindest bei den Menschen mit denen ich mich umgebe.
Mir gefällt diese Grafik Novell insgesamt sehr und ich kann mir gut vorstellen, dass sie auch ein junges Lesepublikum (zu dem ich mich nun wirklich nicht mehr zählen kann, auch wenn ich im Herzen durchaus jung geblieben bin) begeistern wird.
Was passiert, wenn der Meister der Dramatik auf moderne Zeichenkunst trifft? Es entfaltet sich ein hochemotionales, zuckersüßes und doch kritisch zu beleuchtendes Liebeschaos, das selbst die härtesten Herzen wieder zu Romantikern macht – oder zumindest laut auflachen lässt.
Nach einem katastrophalen Schiffbruch strandet die junge Viola, getrennt von ihrem Zwillingsbruder, in einer fremden Welt. Um nicht in Hilflosigkeit zu versinken, muss sie eine radikale Lüge leben: Sie wird zu Cesario, einem Mann, und tritt in die Dienste des schmachtenden Herzogs Orsino. Hier beginnt das Verhängnis: Orsino schickt "Cesario" aus, um für ihn bei der Gräfin Olivia zu werben. Doch während der Herzog seine Gefühle nur aus der Ferne nährt, entwickelt Viola ihrerseits verbotene Zuneigung zu ihrem Dienstherrn. Der wahre emotionale Sprengsatz zündet, als Olivia sich prompt in den charmanten Boten – also in die verkleidete Viola – verliebt! Ein Dreiecksgeflecht aus Täuschung und Sehnsucht, das auf sandigem Boden gebaut ist.
Die Geschichte ist leicht zugänglich und dank moderner Sprache sowie ausdrucksstarker, atmosphärischer Zeichnungen schnell konsumierbar. Die ausdrucksstarken und atmosphärischen Zeichnungen sind das Herzstück der Adaption. Sie bringen die Gefühle der Charaktere – von der verzweifelten Viola bis zum hoffnungslos verliebten Orsino – hervorragend zur Geltung und erwecken die Geschichte zum Leben.
Allerdings: Der Fokus liegt so stark auf der Romantik und dem rasanten Erzähltempo, dass die Geschichte zu gradlinig und zu kurz erscheint – mehr ein charmanter Lückenfüller als ein episches Werk.
Fazit: Für Romance-Fans ist diese herzerwärmende, kitschige Graphic Novel ein netter Zeitvertreib und ein perfekter Einstieg in die Welt des großen Dramatikers.
Manchmal braucht’s kein Weltraumdrama oder finstere Dystopie, um das Chaos der Gefühle zu feiern – ein Shakespeare reicht völlig. Diese Graphic Novel ist wie ein romantischer Irrgarten mit Herz, Humor und einem ordentlichen Schuss Verwirrung. Die Story? Viola strandet, verkleidet sich als Typ, verliebt sich in ihren Chef – und der wiederum schwärmt für eine andere. Klassisches Verwechslungstheater deluxe! Doch das Ganze ist so charmant erzählt und modern gezeichnet, dass man fast vergisst, dass der Text auf einem über 400 Jahre alten Stück basiert.
Die Illustrationen von Sarah Raffelt sind einfach Zucker. Ein bisschen verspielt, manchmal fast frech – und genau das bringt die Emotionen wunderbar rüber. Die Gesichter sprechen Bände, die Farben transportieren Stimmung, und man hat das Gefühl, direkt im Gefühlschaos von Illyrien zu sitzen.
Was Alwina Calma hier geschaffen hat, ist keine dröge Pflichtlektüre, sondern eine vibrierende Hommage an Shakespeare – mit ordentlich Herzklopfen und Augenzwinkern. Perfekt für alle, die RomComs lieben, aber mal etwas Anspruch im Bilderformat suchen.
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Handlung springt manchmal so schnell von Szene zu Szene, dass man kurz den Überblick verliert. Aber hey – das gehört zu dieser Verwechslungs-Soap fast schon dazu. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein Feuerwerk an Gefühlen, Situationskomik und Romantik, das sowohl Shakespeare-Fans als auch Neulinge glücklich macht.
Fazit: Liebe, Lügen, Lacher – diese Graphic Novel hat alles. Und der Farbschnitt? Sahneschicht oben drauf! 4,5 Sterne für eine charmante, moderne und wunderbar gezeichnete Shakespeare-Adaption.
Frische, herzliche Neuinterpretation eines Klassikers
Schon ab den ersten Seiten zeigt die Graphic Novel, wie gekonnt Alwina Calma und Illustratorin Sarah Raffelt Shakespeares berühmtes Verwechslungsspiel in ein modernes, visuell beeindruckendes Format übertragen. Die Geschichte um Viola, die sich nach einem Schiffbruch als Mann ausgibt und damit ein Geflecht aus Missverständnissen und unerwarteten Gefühlen auslöst, wird in klar verständlicher, warmherziger Weise eingeführt. Man kann so das Original gut ganz neu entdecken oder sich neu faszinieren lassen.
Die Illustrationen verleihen dem Stoff eine besondere Leichtigkeit, durch lebendige Farben, fein nuancierte Mimik und die dynamischen Panels werden die emotionalen Höhen und Tiefen der Figuren sofort greifbar . Die Mischung aus klassischem Drama und zeitgemäßem Comicstil erzeugt eine Atmosphäre, die gleichzeitig verspielt, gefühlvoll und überraschend modern ist. Auch die behutsam eingewobenen queeren Untertöne wirken stimmig und unterstreichen das zentrale Thema von Identität und Liebe jenseits klarer Kategorien. Manche gekürzten Nebenhandlungen machen den Plot zudem zugänglicher, ohne den Charme des Originals zu verlieren.
Eine warm erzählte, optisch eindrucksvolle Graphic Novel, die Shakespeares Was ihr wollt mit viel Gefühl und moderner Eleganz neu interpretiert.
Das Cover finde ich romantisch und ansprechend gestaltet. Der Illustrationsstil gefällt mir sehr gut. Ich durfte das Buch in der ersten Auflage lesen, diese hat einen farblich passenden Farbschnitt.
Shakespare neu und modern gestaltet. Die junge Viola ist nach einem Schiffbruch orientierungslos. In der fremden Welt Illyriens fühlt sie sich hilflos und alleine. Auf der Suche nach ihrem Zwillingsbruder schlüpft sie in die Rolle eines Mannes. So kann sie sich freier und leichter bewegen. Sie erwirbt das Vertrauen des Herzogs Orsino und arbeitet für ihn. Je mehr Zeit vergeht desto tiefer werden die Gefühle für ihn. Doch Viola darf sich nicht zu erkennen geben. Haben ihre Gefühle dennoch Platz und werden erhört?
Die Illustrationen waren einfach großartig, die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Ich mag Shakespare sehr und auch die moderne Interpretation konnte mich überzeugen. Die Sprache ist modern und gut verständlich, so haben auch jüngere Leser einen guten Zugang zur Geschichte. Ich empfehle die Graphic-Novel auf jeden Fall weiter.
“Was ihr wollt - die Graphic Novel nach William Shakespeare” von Alwina Calma und Sarah Raffelt hat die Verwechslungskomödie um Viola, ihren Zwillingsbruder und den Grafen Orsino zum Thema. Das Setting bleibt klassisch, aber die Sprache wurde modernisiert, sodass die Story leicht zu lesen und verständlich ist. Da dies eins von Shakespeares Werken ist, das ich noch nicht kannte, bot die Handlung einige Überraschungseffekte. Sowohl Text als auch Illustrationsstil fand ich toll, wobei mich bei einigen Bildern Details gestört haben, z.B., dass Personen hinter Zäunen durch sie hindurchzuwandern schienen und Figuren in manchen Zeichnungen sehr kindlich wirkten, um danach wieder als Erwachsene dargestellt zu werden. Das hat mehrmals für Verwirrung gesorgt. Nichtsdestotrotz eine tolle, modern aufbereitete Graphic Novel, die eine Bereicherung für jede*n Lesende*n darstellt.
*Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Ich denke mittlerweile, Graphic Novels haben es so an sich sehr kurz zu sein. Wenn man die Originalgeschichte nicht kennt, verpasst man sicher auch vieles, was hier übersprungen wird. So fühlt es sich zumindest an. Da ich das Original tatsächlich nicht kenne, kam mir einiges sehr kurzgefasst rüber, was mich aber eher dazu animiert hat, Shakespeare noch eine Chance zu geben.
Der Zeichenstil gefällt mir sehr gut, obwohl alles etwas gekürzt war konnte ich mich gut in die Charaktere hineinfühlen. Auch die Sprachwahl ist etwas angepasst an die heutige Zeit und damit liest sich die Graphik Novel sehr flüssig und schnell. Einen Nachmittag oder zwei bekommt man damit gefüllt.
Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen und es hätte gerne noch ein wenig länger und intensiver sein dürfen, trotzdem absolut lesenswert.
Der Zeichenstil hat mir gut gefallen, vor allem die Landschaften und die Masken waren wunderschön gestaltet.
Leider waren mir persönlich die Charaktere alle etwas zu flach, weswegen auch automatisch der Romance-Plot etwas schwach ausgefallen ist.
Der Plot hat mich teilweise auch ein wenig verwirrt, weil ich manchmal nicht genau wusste, wie wir von A plötzlich zu B gekommen sind. Manchmal musste ich nochmal zurückblättern, um sicher zu sein, dass ich nicht aus Versehen eine Seite übersprungen hatte. (Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich generell nicht so der Fan von Klassikern bin und auch hier weder das Original gelesen noch als Theateraufführung gesehen habe.)
Trotzdem fand ich die Graphic Novel unterhaltend und auch wenn die Charaktere mir ein wenig an Tiefe gefehlt haben, waren sie durchaus liebenswert.
Ich kenne die Original-Geschichte nicht und somit ist es mir auch nicht ganz so leicht gefallen, diese Graphic Novel zu genießen. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass mir wichtige Hintergründe fehlen. Allerdings hat es mich jetzt dazu inspiriert mich mit der Original-Geschichte zu befassen. Der Zeichenstil hat mir gut gefallen und er ist detailreich. Die Charaktere blieben für mich allerdings sehr farblos und ich konnte sie nicht wirklich greifen. Ich denke, dass diese Graphic Novel eher etwas für jemanden ist, der die Original-Geschichte kennt. Mir hat sie leider nicht sehr viel gegeben, ich fand sie ganz nett, aber so richtig begeistert hat sie mich nicht.
Was ihr wollt ist eine tolle Graphic Novel, auch wenn ich ein paar kleine Kritikpunkte habe...
Diese Graphic Novel ist ein Kunstwerk. Anders kann ich es wirklich nicht sagen. Die Zeichnungen sind einfach wunderschön! Am Anfang bin ich nur leider überhaupt nicht in die Geschichte reingekommen. Ich war total verwirrt und habe nichts verstanden. Das originale Theaterstück habe ich weder gesehen noch gelesen, vielleicht lag es daran... Gegen Ende war ich dann aber richtig in der Geschichte drin. Dann hat es aber gefühlt nur wenige Sekunden gebraucht, und sie war wieder vorbei. Ich habe das Gefühl, dass dieser Klassiker schon sehr runtergekürzt wurde. Ich denke, um dieser Geschichte den nötigen Raum zu geben, hätte es locker doppelt so viele Seiten gebraucht. Das ist sehr schade, weil die Seiten, die ich gelesen habe, mir ein tolles Leseerlebnis geboten haben. Ich würde euch die Graphic Novel also trotzdem empfehlen. Der Anfang war holprig, das Ende dafür umso besser.
Obsessed?! Cross-Dressing Women sind ja sowieso ein absoluter Lieblingstrope von mir und das ganze auch noch von Shakespeare höchstpersönlich mit diesem wunderschönen Zeichenstil? Und einem Bi King als Loveinterest? Ich denke, ich habe mein neues Lieblingsstück von Shakespeare gefunden und muss dringend das Orginal oder andere Interpretationen lesen.
Ich habe schon ein paar Shakespeare-Aufführungen gesehen und jetzt eine Komödie als Graphic Novel zu lesen, hat fast genau so viel Spaß gemacht. Das Sofa verlassen musste ich auch nicht - das war also ziemlich perfekt.
„Was ihr wollt“ ist eine Verwechslungskomödie. Viola findet sich nach einem Schiffbruch allein in Illyrien wieder. Um als Diener beim Herzog zu arbeiten, bedient sie sich an der Kleidung ihres verschwundenen Zwillingsbruders, schneidet sich die Haare kurz - und nennt sich von nun an Cesario.
Der kurzzeitige Geschlechtertausch sorgt für allerlei Trubel und es war einfach toll, dabei zu sein. Die Illustrationen sind großartig, sodass man trotz Charade-Spiels alle Charaktere recht gut voneinander unterscheiden kann. Auch der Text ist prima zusammengekürzt und passt sich gut in die Graphic Novel ein.
Wie ihr vielleicht sehen könnt, ist die Ausgabe zudem wunderschön gestaltet, der Titel glänzt violett auf dem Cover und die 1. Auflage hat einen passenden lila Farbschnitt dazu 💜 Schon schick, oder? Bemängeln kann ich lediglich, dass das Lesevergnügen zu kurz war. Man fliegt nur so durch die 5 Akte und einige Figuren bleiben so etwas blass: ⭐️⭐️⭐️⭐️/5. Auf jeden Fall eine tolle Alternative zum Theaterbesuch!
Neuerdings bin ich ein Fan von Graphic Novels, daher war ich super neugierig auf diese Neuinterpretation von Shakespeare!
Vorab: Ich kenne nicht die Originalgeschichte. Ich bewerte also einzig die Neuinterpretation und kann keine Vergleiche o.ä. ziehen!
Bereits das Cover gefällt mir gut und zeigt, das ein toller Zeichenstil genutzt wird. Die einzelnen Zeichnungen sind seht detailliert und schön, ich habe mich gut in die alte Zeit hineinversetzen können, auch durch die Kleidung und die Inneneinrichtung der Zimmer.
Die Dialoge waren eine Mischung aus älterer Sprache und Modernität, es war angenehm zu lesen.
Die Geschichte an sich konnte mich nicht abholen. Die Gefühle sind nicht rübergekommen und ich habe mich nicht sonderlich begeistern können. Die Charaktere waren mir auch nicht sonderlich sympathisch, weshalb ich hier das einzig Positive an der Illustration sehen kann.
Diese Graphic Novel ist eine moderne Neuinterpretation von Shakespeares "Was ihr wollt". Ich kenne das Originalstück nicht und kann daher keine Vergleiche ziehen, aber das hat dem Spaß an dem Buch keinen Abbruch getan.
Die Geschichte beginnt mit einem Schiffsbruch. Viola strandet in einem fremden Land und verkleidet sich als Mann, um beim Herzog eine Anstellung zu finden. Gefühle, Verwirrungen und Verwechslungen inklusive.
Die Illustrationen sind einfach wunderschön und die Handlung ist leicht zugänglich, auch ohne Shakespeare-Vorkenntnisse. Dieses Buch ist perfekt für eine entspannte Lesezeit nach einem langen Tag.
Was mir etwas gefehlt hat, ist die Tiefe. Die Gefühle der Figuren blieben für meinen Geschmack etwas oberflächlich, vermutlich weil die Geschichte recht zügig erzählt wird. Ein paar Seiten mehr hätten der Tiefe gutgetan. Aber ich bin neu im Graphic-Novel-Bereich, vielleicht gehört das ja auch ein Stück weit zum Format?
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr gut unterhalten können und ein Hingucker ist es auf jeden Fall. Wer Lust auf eine charmante, visuell wunderschöne Geschichte mit Shakespeare-Vibes hat, sollte hier mal reinschauen!
Was Ihr Wollt ist ein netter Graphic Novel, dass das Orginal von Shakespeare aufarbeitet, modernisiert und hübsche Illustrationen bietet. Die Geschichte hat Potenzial, konzentriert sich zu sehr auf die Romantik anstatt auf den Plot.
Charaktere sind gut angesetzt, anfangs spannend, aber nicht ganz überzeugend fertig entwickelt. Das Tempo der Story ging mir auch etwas zu schnell. Ich glaub wenn die Charaktere ein paar mehr Seiten hätten, hätten diese noch weiter entwickelt werden können.
Dennoch künstlerisch ist zu sagen, dass die Zeichnungen sehr schön sind.
Insgesamt ist es ein unterhaltsames und nettes Werk.
Vielen Dank an NetGalley fûr die Bereitstellung des EBooks. Meine Meinung bleibt davon unberührt.