Verräter, Usurpatoren, Königsmörder, hallt es durch Andors Straßen. Und doch haben sie den Krieg beendet. Und doch ist Lóng Zhōumèi tot, ihr Bruder nun der Thronfolger der Flusslande. Und doch liegen Andors Könige ermordet unter ihrem Palast.
Die flussländischen Forderungen für den Frieden enthalten jedoch einen weiteren hohen Eteris Hand in der Ehe mit der verstorbenen Kronprinzessin. Deshalb zieht sie mit Kronprinz Lóng Báiyīng in die ehemals verfeindeten Flusslande und muss sich fortan zwischen Intrigen, Streitigkeiten um die Thronfolge zurechtfinden. Im verwüsteten Andor versuchen ihre Geschwister, das Land inmitten innerer Zerwürfnisse und drohender Revolution wieder aufzubauen.
Noch während sie mit der Totenhochzeit hadert, begegnet Eteri ihrer neuen Gattin im Traum. Zhōumèi will, was ihr zusteht - sie will aus der Unterwelt zurückkehren. Gemeinsam wagen sie sich tief in die Unterwelt, um den Namen des Totengottes zu finden. Doch ihr Weg birgt Gefahren und Vergessen. Wie hoch werden die Opfer für Zhōumèis Rückkehr sein?
1. ich liebe das Coverupdate (check mein insta oder tiktok oder die socials der Autorin) 2. das worldbuilding war so so ansprechend, Fantasy Mäuse GET THIS BOOK 3. ich will lowkey auch ne totenbraut einer hotten gefürchteten Schwert-Kämpferin sein?! Ich sag mal besser wäre natürlich lebend LOL 4. dieses Buch hat mich aus meiner Fantasy-Flaute geholt ngl
Wir befinden uns am Ende eines sehr sehr langen Krieges. Eine der Friedensbedingungen erfüllt unsere Protagonistin Eteri, die jüngste Schwester der drei Königsmörder*innen und des ägyptisch-inspirierten Andors. Sie soll mit einer Toten verheiratet werden, um genau zu sein, mit der gefürchteten Kronprinzessin der bislang verfeindeten Nation der Flusslanden, die chinesisch inspiriert sind. Zwischen Totenreich, Traumreisen, politischen Intrigen, Friedensverhandlungen und Herrscherwechsel muss Eteri ihren Platz finden und ihrer baddie-Gattin dabei helfen, aus dem Totenreich "auszubrechen", indem sie den Prüfungen jeder Ebene auf dem Weg zum Gott des Todes standhält.
Found Family, Necromantie, tolle Freund*innenschaften und eine spannende Kulturen- und Mythengeschichte.
Eine spannende und herzzerreißende sapphische Liebesgeschichte die sogar über den Tod hinaus geht. Es war mal etwas ganz anderes und besonderes, ich habe vor allem auch die vielen Kulturellen Einblicke sehr geliebt. Eine spannende Geschichte die ich so noch nicht gelesen habe mit einer Hochzeit mit einer Toten die wieder aus der Unterwelt zurückkehren möchte. Wer Spannung und Abenteuer aber auch herzergreifende Momente sucht, ist hier genau richtig.
Es sind nicht die altbekannten mittelalterlich-europäischen Fantasy-Tropes, die dieses Buch erzählt, und doch taucht man beim Lesen ganz mühelos in eine faszinierende neue Welt ein. Dank der Selbstverständlichkeit, mit der die Figuren diese Welten beleben (auch wenn sie teilweise gar nicht mehr lebendig sind), erfährt man allmählich immer mehr über ihre Mythen und Kulturen und wird mitgenommen auf eine emotionale Reise.
Die Liebesgeschichte, die sich wie ein roter Faden (haha), durch die mit politischen Intrigen und kriegerischen Familienkonflikten gespickte Handlung zieht, verläuft subtil und still – fernab von melodramatischen Klischees, und gerade dadurch umso romantischer. Eteri und Zhōumèi finden zueinander wie reale Menschen – trotz der sehr surrealen Umstände ihrer Totenhochzeit.
Dank des ständigen Wechsel zwischen Eteris Einleben an einem ihr fremden Kaiserhof und ihren melancholisch-rebellischen Flitterwochen in der Unterwelt bleibt es fortwährend spannend und zuletzt geschehen dann auf einmal so viele Wendungen, die ich überhaupt nicht erwartet hätte und die – wenn ich mich so weit aus dem Fenster lehnen darf – die klassischen Rahmenbedingungen des Fantasy-Genres auf erstaunliche Art und Weise aufbrechen.
Ein Buch, das mit seiner erfrischenden Perspektive nach mehr verlangen lässt!
Dieses Buch ist ein Geheimtipp für alle, die originelle, gut geschriebene und tiefgängige Fantasy suchen! Unbedingte Empfehlung.
Schreibstil:
Der Text ist flüssig und bildhaft, enthält Metaphern und andere Stilmittel. Das machte das Buch sehr angenehm zu lesen.
5 Sterne
Charaktere:
Ich habe schon von exzentrischeren Persönlichkeiten gelesen. Aber die Figuren funktionieren. Eteri wirkt oft unsicher und ängstlich, aber das ist ja auch nicht unrealistisch. Eine gewisse Ambivalenz ist ebenfalls dabei. So richtig klärt sie sich nicht auf – aber vielleicht muss das auch gar nicht sein.
4,5 Sterne
Handlung und Struktur:
Nicht immer ist die Handlung rasant: Eteri jagt von Traum zu Traum und in welche Machenschaften sie da eigentlich verstrickt ist, bleibt weitgehend im Dunkeln. Wahrscheinlich hätte manches zügiger gehen können, manches sich vielleicht aufklären, aber insgesamt fand ich die Handlung dennoch rund und spannend. Langweilig war sie auf jeden Fall an keiner Stelle.
4,5 Sterne
Tiefgang:
Es geht hier einerseits darum, wie zwei Kulturen aufeinanderprallen. Andererseits geht es um Intrigen und Machtkämpfe. Hinzu kommt ein Setting, das beweist, dass auch in Welten, in denen Dynastien regieren und Erbfolgen wichtig sind, Frauen nicht automatisch diskriminiert werden müssen. Wenn beispielsweise ohnehin keine Kinder gezeugt werden können, warum dann überhaupt noch verschiedengeschlechtlich heiraten und nicht einfach die Kandidat*in, die am meisten politisches Kapital mitbringt, ganz unabhängig vom Geschlecht? Eigentlich leuchtet das doch sehr ein.
Darüber hinaus stellt der Roman die Frage, wie das eigentlich ist, mit den Wünschen und den Plänen und wenn sie sich erfüllen oder eben nicht erfüllen können. Und natürlich spielt auch der Umgang mit dem Tod eine Rolle.
5 Sterne
Worldbuilding:
Es gibt hier zwei Königreiche: ein chinesisches und eines, das irgendwo zwischen ägyptisch und afrikanisch ist. Das ist nicht nur ein ungewöhnlicher Mix – High Fantasy mit dem Alten Ägypten habe ich höchstens bei Terry Pratchett gelesen und sonst nie. Super und gerne mehr davon! (Es hätte vielleicht noch Pyramiden geben dürfen … aber macht nichts, auch wenn die Einflüsse nicht immer so spezifisch sind, ist es eben doch afrikanisch und das ist rar genug).
5 Sterne
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Interessante Settings und Ideen, die auch in ihrer Ausarbeitung überzeugen, glaubhafte Figuren, ein flüssiger, bildhafter Schreibstil. „The Death God’s Name“ ist ein Einzelband – aber ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Eteri steht zu Beginn von »The death God's name« genau an diesem Punkt an dem sie sich das fragt. Um den Frieden zu sichern muss sie heiraten. Ansicht gar nicht so schlimm, der einzige Hacken? Zhōumèi, die Thronfolgerin, ist Tod. Eteri sieht sich nicht nur einer für sie neuen Kultur gegenüber gestellt und versucht gleichzeitig in ihrer Heimat Andor irgendwie dafür zu suchen, dass es ihren Geschwistern gut geht.
Besonders gefallen hat Alina an "The Death God´s name" das die Völker Andor und Flusslande zwei komplett verschiedene Vorstellungen vom Leben nach dem Tod haben und wie diese ausgearbeitet wurden. Alina konnte während dem Lesen beide Religionen gut nachempfinden. In der realen Welt können sich Menschen definitiv etwas von dem Umgang und Verständnis abschneiden. Allgemein das Worldbuilding war sehr gut ausgearbeitet, auch wenn an manchen Stellen es sehr viel Infos auf einmal waren. Gerade der Anfang, bei dem man mitten ins geschehen wirft, hat es Alina ein wenig schwer gemacht dem Geschehen zu folgen. Je mehr sie gelesen hat umso einfacher wurde es dann. Was mit Sicherheit auch am flüssigen und bildhaften Schreibstil liegt.
Während dem Lesen hat sich Alina ein bisschen gefragt, was für sie eine Geschichte eine sapphic Geschichte ausmacht. Eteri und Zhōumèi führen eine eher unübliche Ehe, sehen sich nicht immer und sind trotzdem für einander da , geben einander halt. Es sind in dieser Geschichte die kleinen Dinge, die ihre Beziehung ausmachen, die kleinen Neckereien, das nebensächliche Händchen halten, das über Dinge hinwegsehen. Eteri und Zhōumèi brauchen keinen Kuss um zu zeigen, dass sie zusammen gehören und sich lieben. Alina hat mit jeder Seite mehr gespürt was sie für einander empfinden. Und für Alina reicht genau das um es zu einer sapphic Geschichte zu machen.
Alles in allem ist "The death god´s name" ein Buch was Alina wirklich gut gefallen hat, gerade weil es so besonders ist. Trotz allem fand sie es stellenweise ein wenig vorhersehbar und das Ende war ihr ein wenig zu abrupt. 4 von 5 Sternen.
Wow! Also ich muss sagen, The Death God's Name hat's mir echt mega angetan :D Das detaillierte Worldbuilding, das besonders ägyptische und chinesische Grundlagen hatte, war total faszinierend und liebevoll gestaltet, die Charaktere fand ich fast ausnahmslos sympathisch, da ist es sogar schwer, einen favourite zu wählen. Eteri war eine tolle Protagonistin, die trotz schwieriger Umstände ihrem Charakter treu geblieben ist und sie lag mir wirklich am Herzen. Die Story an sich war sehr ausgebaut mit politischen Intrigen, was ich persönlich immer mega spannend finde, und ist mit der Zeit noch sehr viel düsterer geworden, als ich erwartet hätte. Beim Lesen hab ich mich echt immer wieder gefragt, wie und ob das Ganze irgendwie überhaupt ein gescheites Ende nehmen kann... aber dazu sag ich jetzt natürlich nichts weiter :)
The Death God’s Name von Denise Février hat mich in eine Welt gezogen, die unglaublich detailliert ausgearbeitet ist. Das ganze Konzept um die Totenhochzeit und das wir regelmäßig den Schauplatz des Geschehens zwischen Dies - und Jenseits wechseln hat mir echt gut gefallen. Es gab vieles an dem Buch, das ich sehr mochte. Zum einen wäre da das Worldbuilding, das ägyptische und chinesische Einflüsse hat. Andor und die Flusslande wirken nicht nur, durch die großen, bedeutungsvollen Ritualen und politischen Treffen und Intrigen lebendig, an denen die Autorin uns teilhaben lässt, sondern auch durch das Zwischenmenschliche und den Alltag den sie uns zeigt, was die Welt ingesamt sehr echt und organisch macht. Vor allem mochte ich aber die Diversität der Charaktere, die ich allesamt auf ihre eigene Weise ins Herz geschlossen habe. Es war sehr erfrischend wie natürlich sich die Beziehung zwischen Eteri und Zhoumèi entwickelt hat. Mit Zeit und Verständnis. Die Totenwelt, gemeinsam mit Eteri und Zhoumèi zu entdecken und mich den Prüfungen zu stellen, hat mir beim lesen großen Spaß gemacht, davon hätte ich insgesamt aber gerne noch ein bisschen mehr gelesen. Auch wenn es Story technisch Sinn ergibt, dass wir nicht alles was in der Totenwelt geschieht mitbekommen, hätte ich insgesamt gerne von den Prüfungen und den Herausforderungen im Totenreich und auch von der Beziehung zwischen Eteri und Zhoumèi etwas mehr gelesen, da ich gerade die Abschnitte in der Totenwelt, die Rituale um die Totenhochzeit und das Worldbuilding wirklich mochte. Insgesamt hatte ich aber eine wirklich gute Zeit mit dem Buch. Wenn ihr also Lust habt, auf eine Story die aus dem Mainstream heraussticht, politische Intrigen, eine Totenhochzeit, eine spannende Unterwelt, großartige Charaktere und Slow Burn Romance beinhaltet, kann ich euch The Death God’s Name sehr ans Herz legen.