Tagebuch einer Trennung ist das literarische Debüt der gefeierten Fotografin Lina Scheynius. Geschrieben in erschütternd ehrlicher Prosa, die der rohen und verletzlichen Intimität von Lina Scheynius' fotografischem Werk entspricht, handelt Tagebuch einer Trennung von den Nachwirkungen des Endes einer Beziehung. Das Buch, ursprünglich über sechs Monate in Tagebuchform aufgezeichnet, erforscht Gefühle von Trauer, Angst, Liebe, Begehren und Wut, die mit dem Ende einer Beziehung einhergehen, und setzt sich mit der Frage auseinander, wie man wieder lernen kann zu vertrauen. Vor allem sich selbst. Einige Jahre nach der Trennung reflektiert Lina Scheynius diese intensive Zeit unmittelbar nach dem Beziehungsende und verflicht die originalen Tagebucheinträge mit im Rückblick entstandenen essayistischen Texten. Damit lässt sie in Tagebuch einer Trennung die Grenzen zwischen Memoir, Essay und Autofiktion verschwimmen, erweitert den Blick auf Kunst, Fotografie, Schreibpraxis, Körper, Sex und (Nicht-)Mutterschaft, darauf, was es bedeuten kann, ein Mensch, eine Frau, eine Künstlerin in dieser Welt zu sein. Durchsetzt mit Schwarz-Weiß-Fotografien und geschrieben mit schamloser, ungefilterter Ehrlichkeit, bezeugt Tagebuch einer Trennung das Vergehen der Zeit und das transformative Potenzial von Kreativität.
Das Buch hat mich gebrochen, aber auf ne gute Art. Erstmal ist es so schön gestaltet, wow. Am Anfang war es etwas befremdlich, Tagebucheinträge von einer Fremden zu lesen, also auch wenn sie die ja selbst veröffentlicht hat, aber trotzdem. Am Ende aber genau das, das dieses Buch für mich so besonders gemacht hat. Sehr persönliche Erfahrungen, Eindrücke und Gedanken zu lesen und dabei so viel mitnehmen zu können, ohne, dass die Erfahrungen unbedingt persönliche Überschneidungen haben müssten. Hab mir so viele Stellen markiert, werd's auf jeden Fall irgendwann nochmal lesen. Sehr berührend und persönlich, ich will ganz viel drüber reden 🗣💗💔