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Wunder Punkt
Blut und böse Träume
Fünf Studentinnen fahren zum Auswärtsspiel nach Kansas. Ihr Team siegt, es wird gefeiert. Am nächsten Morgen sind es nur noch vier.
Privatdetektivin V. I. Warshawski muss auf die Suche gehen. Doch unter jedem Stein, den sie umdreht, kriechen neue Rätsel hervor. Sind die Ungeheuer, mit denen sie kämpft, real oder Produkt ihrer Albträume? Entsteigen sie der Gegenwart oder der Vergangenheit?
»Paretskys phänomenale Gabe für relevante und fesselnde Storys, bissige Dialoge, facettenreiche Charaktere und stacheligen Humor erreicht hier die Wucht eines Tornados.« Booklist
»Von allen heutigen Detektivfiguren kommt niemand an Warshawski ran.« Publishers Weekly
»Mit ihrem unbezwingbaren Appetit aufs Verknüpfen scheinbar alltäglicher Verbrechen mit heißen Eisen aus Geschichte und Gegenwart verwurzelt Paretsky aktuellen Kleinstadtärger in den Schandtaten der Vergangenheit. Wer sich für Rassismus, Klimawandel, Wirtschaft und soziale Verantwortung interessiert, wird diesen Monsterfall atemlos verfolgen.« Kirkus Review
Fünf Studentinnen fahren zum Auswärtsspiel nach Kansas. Ihr Team siegt, es wird gefeiert. Am nächsten Morgen sind es nur noch vier.
Privatdetektivin V. I. Warshawski muss auf die Suche gehen. Doch unter jedem Stein, den sie umdreht, kriechen neue Rätsel hervor. Sind die Ungeheuer, mit denen sie kämpft, real oder Produkt ihrer Albträume? Entsteigen sie der Gegenwart oder der Vergangenheit?
»Paretskys phänomenale Gabe für relevante und fesselnde Storys, bissige Dialoge, facettenreiche Charaktere und stacheligen Humor erreicht hier die Wucht eines Tornados.« Booklist
»Von allen heutigen Detektivfiguren kommt niemand an Warshawski ran.« Publishers Weekly
»Mit ihrem unbezwingbaren Appetit aufs Verknüpfen scheinbar alltäglicher Verbrechen mit heißen Eisen aus Geschichte und Gegenwart verwurzelt Paretsky aktuellen Kleinstadtärger in den Schandtaten der Vergangenheit. Wer sich für Rassismus, Klimawandel, Wirtschaft und soziale Verantwortung interessiert, wird diesen Monsterfall atemlos verfolgen.« Kirkus Review
508 pages, Kindle Edition
Published June 10, 2025
About the author
Sara Paretsky
268 books2,439 followersSara Paretsky is a modern American author of detective fiction. Paretsky was raised in Kansas, and graduated from the state university with a degree in political science. She did community service work on the south side of Chicago in 1966 and returned in 1968 to work there. She ultimately completed a Ph.D. in history at the University of Chicago, entitled The Breakdown of Moral Philosophy in New England Before the Civil War, and finally earned an MBA from the University of Chicago Graduate School of Business. Married to a professor of physics at the University of Chicago, she has lived in Chicago since 1968.
The protagonist of all but two of Paretsky's novels is V.I. Warshawski, a female private investigator. Warshawski's eclectic personality defies easy categorization. She drinks Johnnie Walker Black Label, breaks into houses looking for clues, and can hold her own in a street fight, but also she pays attention to her clothes, sings opera along with the radio, and enjoys her sex life.
Paretsky is credited with transforming the role and image of women in the crime novel. The Winter 2007 issue of Clues: A Journal of Detection is devoted to her work.
Her two books that are non-Warshawski novels are : Ghost Country (1998) and Bleeding Kansas (2008).
The protagonist of all but two of Paretsky's novels is V.I. Warshawski, a female private investigator. Warshawski's eclectic personality defies easy categorization. She drinks Johnnie Walker Black Label, breaks into houses looking for clues, and can hold her own in a street fight, but also she pays attention to her clothes, sings opera along with the radio, and enjoys her sex life.
Paretsky is credited with transforming the role and image of women in the crime novel. The Winter 2007 issue of Clues: A Journal of Detection is devoted to her work.
Her two books that are non-Warshawski novels are : Ghost Country (1998) and Bleeding Kansas (2008).
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Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
August 21, 2025
Ich persönlich war die Verantwortung so leid. Ich war nicht Privatdetektivin geworden, um die Bürde von anderer Leute Sorgen zu tragen, sondern weil es mich reizte, die Hintergründe bestimmter Verbrechen aufzudecken. Mehr noch, ich genoss es, wenn ich für etwas Gerechtigkeit sorgen konnte. (Auszug S. 34)
V.I. Warshawski ist eine echte Veteranin. 1982 ermittelte die Privatdetektivin aus Chicago zum allerersten Mal in „Indemnity Only“ (Dt. „Schadenersatz“). Gibt es eigentlich eine aktuelle Ermittlerfigur, die länger permanent im Einsatz ist? Jedenfalls ist Vic Warshawski scheinbar unverwüstlich, denn in „Wunder Punkt“ schickt sie ihre Schöpferin Sara Paretsky in ihren 22. (!) Einsatz. Doch auch an Veteraninnen geht nicht alles spurlos vorüber.
Einer ihrer letzten Fälle hat Vic nämlich schwer mitgenommen. Für ihren Partner Peter spürte sie eine Studentin auf, eine Transfrau, die sich vor ihren Eltern versteckte. Diese wiederum beschuldigten Peter, für die Situation verantwortlich zu sein. Zwar schwieg Vic über den Aufenthaltsort, doch ein zweiter Detektiv spürte sie ebenfalls auf. Der Vater kam mit einer Waffe, er erschoss sein Kind und sich selbst. Vic kam zu spät, um das Blutbad zu verhindern. Doch die Tat hat sie schwer mitgenommen, zudem kam es zum Zerwürfnis mit Peter, der sich als Archäologe zu einer längeren Ausgrabung in Europa angeschlossen hat.
In dieser Situation war es für ihr Quasi-Patenkind Bernie schwer, Vic zu einem Trip nach Lawrence, Kansas zu überreden, um ihrer Mitbewohnerin Angela, einer erfolgreichen College-Basketballerin, bei einem Spiel zuzusehen. Und noch schwerer ist es, Vic am Morgen nach dem Spiel zu bitten, nach einer anderen Kommilitonin, Sabrina, zu suchen, die ebenfalls als Fan mitgekommen ist, aber nun in der Nacht verschwunden ist. Widerwillig nimmt sich Vic der Sache an, erfährt, dass Sabrina in einer Krise steckte und sucht in der begrenzten Drogenszene von Lawrence. In einem heruntergekommenen Haus außerhalb der Stadt, das offenbar für Drogenpartys genutzt wird, findet sie schließlich Sabrina in kritischem drogenberauschtem Zustand. Ihre Mutter, Angestellte eines hochrangigen Unternehmens in der Rüstungsbranche, beauftragt Vic, mehr herauszufinden. Also sieht sich Vic nochmal im Drogenhaus um und findet die Leiche einer Frau im Keller, die sie mehreren Tagen vermisst wurde. Inzwischen gerät Vic selbst ins Visier der Behörden, darf das County nicht mehr verlassen, sogar das FBI taucht in Lawrence auf.
Die Getötete Clarina Coffin hatte mehrfach für Aufsehen gesorgt, da sie sich in den Geschichtslehrplan an der Schule eingemischt hatte und Ungerechtigkeiten zu Zeiten der Staatsgründung von Kansas angeprangert hatte. Doch wer hatte ein Motiv, sie zu ermorden? Vic wird immer noch selbst verdächtigt und hat wenig Vertrauen in die örtlichen Ermittler. Somit nimmt sie selbst die Ermittlungen in die Hand, fast allein, nur eine hochmotivierte Lokaljournalistin und zwei alte Freunde, die einen Schrottplatz betreiben, stehen ihr zur Seite. Vic gräbt tief und begibt sich in große Gefahr, denn sie macht sich in Lawrence einige Feinde, denn die Machenschaften reichen bis in höhere Kreise.
Das alles wird zu einem (nicht ungewöhnlich für V.I. Warshawski) sehr komplexen Fall, in dem es um Landraub, illegale Grundstückgeschäfte und viel Geld in der Zukunft geht, sodass Besitzansprüche aus alten Zeiten eher lästig sind. Neueinsteiger in die Serie (der Einstieg ist durchaus möglich) sollten wissen, dass die Story sehr dezidiert und kleinteilig entwickelt wird, auf wohl dosierte Spannungsmomente muss allerdings keinesfalls verzichtet werden. Kenner schätzen allerdings die ausgereifte Entwicklung des Plots, die starken Dialoge und generell den Biss der unbeugsamen Privatschnüfflerin.
Verlegerin und Übersetzerin Else Laudan hat am Ende noch ein ausführliches Glossar angelegt, um die wichtigsten Begriffe nochmal für den Leser detaillierter zu erläutern. Denn Sara Paretsky greift hier Themen auf, die von der Gründung des Staates Kansas und seiner ambivalenten Rolle in Fragen der Sklavenhaltung bis hin zu Serverfarmen und Bitcoinmining reichen. Ein wenig hätte man die Geschichte vielleicht straffen können, aber sei es drum. „Wunder Punkt“ ist ein starker gesellschaftskritischer Krimi aus dem Herzen der Vereinigten Staaten, in dem die angeschlagene Vic Warshawski auch im 22.Fall unerschütterlich und mit großem persönlichem Einsatz für Gerechtigkeit einsteht. Die Autorin kommt im September übrigens nach längerer Zeit mal wieder nach Deutschland zu einer Lesetour, die Termine sollte man sich merken.
V.I. Warshawski ist eine echte Veteranin. 1982 ermittelte die Privatdetektivin aus Chicago zum allerersten Mal in „Indemnity Only“ (Dt. „Schadenersatz“). Gibt es eigentlich eine aktuelle Ermittlerfigur, die länger permanent im Einsatz ist? Jedenfalls ist Vic Warshawski scheinbar unverwüstlich, denn in „Wunder Punkt“ schickt sie ihre Schöpferin Sara Paretsky in ihren 22. (!) Einsatz. Doch auch an Veteraninnen geht nicht alles spurlos vorüber.
Einer ihrer letzten Fälle hat Vic nämlich schwer mitgenommen. Für ihren Partner Peter spürte sie eine Studentin auf, eine Transfrau, die sich vor ihren Eltern versteckte. Diese wiederum beschuldigten Peter, für die Situation verantwortlich zu sein. Zwar schwieg Vic über den Aufenthaltsort, doch ein zweiter Detektiv spürte sie ebenfalls auf. Der Vater kam mit einer Waffe, er erschoss sein Kind und sich selbst. Vic kam zu spät, um das Blutbad zu verhindern. Doch die Tat hat sie schwer mitgenommen, zudem kam es zum Zerwürfnis mit Peter, der sich als Archäologe zu einer längeren Ausgrabung in Europa angeschlossen hat.
In dieser Situation war es für ihr Quasi-Patenkind Bernie schwer, Vic zu einem Trip nach Lawrence, Kansas zu überreden, um ihrer Mitbewohnerin Angela, einer erfolgreichen College-Basketballerin, bei einem Spiel zuzusehen. Und noch schwerer ist es, Vic am Morgen nach dem Spiel zu bitten, nach einer anderen Kommilitonin, Sabrina, zu suchen, die ebenfalls als Fan mitgekommen ist, aber nun in der Nacht verschwunden ist. Widerwillig nimmt sich Vic der Sache an, erfährt, dass Sabrina in einer Krise steckte und sucht in der begrenzten Drogenszene von Lawrence. In einem heruntergekommenen Haus außerhalb der Stadt, das offenbar für Drogenpartys genutzt wird, findet sie schließlich Sabrina in kritischem drogenberauschtem Zustand. Ihre Mutter, Angestellte eines hochrangigen Unternehmens in der Rüstungsbranche, beauftragt Vic, mehr herauszufinden. Also sieht sich Vic nochmal im Drogenhaus um und findet die Leiche einer Frau im Keller, die sie mehreren Tagen vermisst wurde. Inzwischen gerät Vic selbst ins Visier der Behörden, darf das County nicht mehr verlassen, sogar das FBI taucht in Lawrence auf.
Die Getötete Clarina Coffin hatte mehrfach für Aufsehen gesorgt, da sie sich in den Geschichtslehrplan an der Schule eingemischt hatte und Ungerechtigkeiten zu Zeiten der Staatsgründung von Kansas angeprangert hatte. Doch wer hatte ein Motiv, sie zu ermorden? Vic wird immer noch selbst verdächtigt und hat wenig Vertrauen in die örtlichen Ermittler. Somit nimmt sie selbst die Ermittlungen in die Hand, fast allein, nur eine hochmotivierte Lokaljournalistin und zwei alte Freunde, die einen Schrottplatz betreiben, stehen ihr zur Seite. Vic gräbt tief und begibt sich in große Gefahr, denn sie macht sich in Lawrence einige Feinde, denn die Machenschaften reichen bis in höhere Kreise.
Das alles wird zu einem (nicht ungewöhnlich für V.I. Warshawski) sehr komplexen Fall, in dem es um Landraub, illegale Grundstückgeschäfte und viel Geld in der Zukunft geht, sodass Besitzansprüche aus alten Zeiten eher lästig sind. Neueinsteiger in die Serie (der Einstieg ist durchaus möglich) sollten wissen, dass die Story sehr dezidiert und kleinteilig entwickelt wird, auf wohl dosierte Spannungsmomente muss allerdings keinesfalls verzichtet werden. Kenner schätzen allerdings die ausgereifte Entwicklung des Plots, die starken Dialoge und generell den Biss der unbeugsamen Privatschnüfflerin.
Verlegerin und Übersetzerin Else Laudan hat am Ende noch ein ausführliches Glossar angelegt, um die wichtigsten Begriffe nochmal für den Leser detaillierter zu erläutern. Denn Sara Paretsky greift hier Themen auf, die von der Gründung des Staates Kansas und seiner ambivalenten Rolle in Fragen der Sklavenhaltung bis hin zu Serverfarmen und Bitcoinmining reichen. Ein wenig hätte man die Geschichte vielleicht straffen können, aber sei es drum. „Wunder Punkt“ ist ein starker gesellschaftskritischer Krimi aus dem Herzen der Vereinigten Staaten, in dem die angeschlagene Vic Warshawski auch im 22.Fall unerschütterlich und mit großem persönlichem Einsatz für Gerechtigkeit einsteht. Die Autorin kommt im September übrigens nach längerer Zeit mal wieder nach Deutschland zu einer Lesetour, die Termine sollte man sich merken.
January 7, 2026
«Ich persönlich war die Verantwortung so leid. Ich war nicht Privatdetektivin geworden, um die Bürde von anderer Leute Sorgen zu tragen, sondern weil es mich reizte, die Hintergründe bestimmter Verbrechen aufzudecken. Mehr noch, ich genoss es, wenn ich für etwas Gerechtigkeit sorgen konnte.»
Fünf Studentinnen fahren zum Auswärtsspiel nach Kansas, in Begleitung von Warshawski. Ihr Team siegt, es wird gefeiert. Am nächsten Morgen sind es nur noch vier. Privatdetektivin V. I. Warshawski soll auf die Suche gehen. Weit entfernt von Chicago, ihrem Terrain, versucht sie Sabrina zu finden. Zugegeschossen mit Drogen, kurz vor dem Ableben, findet sie die junge Frau in einem leerstehenden Haus, das anscheinend für Drogenpartys benutzt wird. Und sie entdeckt noch mehr. Die Leiche einer Frau: Clarina Coffin. Plötzlich gerät die Detektivin selbst unter Verdacht. Was geht in dieser Kleinstadt vor? Doch unter jedem Stein, den sie umdreht, kriechen neue Rätsel hervor.
In dieser Stadt gibt es einen, der etwas zu sagen hat – und das ist weder der oberste Richter, noch der Polizeichef. Diese Familie lässt jeden nach ihrer Pfeife springen. Clarina Coffin war besessen, einer Ursprungsfamilie aus diesem Ort anzugehören, hatte recherchiert. Sie hat in der Bibliothek nach alten Dokumenten geforscht, beim Katasteramt. Was hat sie herausgefunden, das ihren Tod besiegelte? Warshawski steht unter Druck, darf die Stadt nicht verlassen, und sie hat nicht den Eindruck, dass irgendjemand auch nur ansatzweise versucht, ihre Unschuld zu beweisen. Im Gegenteil. Aber sie ist gewieft genug, um nicht in ausgelegte Fallen zu tappen. Sie muss sich selbst helfen. Eigentlich ist sie noch angeschlagen vom letzten Fall, noch nicht wieder auf die Beine gekommen, eine leichte Drepression hatte sie in Watte gewickelt, macht sie müde; sie hat Schlafstörungen und Albträume.
Die Ereignisse zwingen Warshawski sich aufzuraffen und wieder die Fäden in die Hand zu nehmen, trotz der Dämonen, die sie heimsuchen. Sie reagiert und funktioniert weiter, hilft sich damit selbst auf die Beine zu kommen. Eine starke Frau, die das packt und beginnt, so ziemlich jedem in dieser Kleinstadt auf den Wecker zu fallen. Stück für Stück sucht sie die Puzzle zusammen, bringt Licht in die Geschichte. Die Privatschnüfflerin ist der Serientyp der kuragierten Aufrechten. Eins in die Gosche bekommen, aufstehen und weitermanchen – einschüchtern kann man sie nicht, wenn sie irgendeinem dreckigen Hinweis nachgeht. Sie ist eine klassisches Hardboiled-Heldin. Es geht wie immer um Macht und Gier, Gewalt des Stärkeren, um Ausgrenzung, Rassismus, gesellschaftliche Ungleichheit. Sara Paretsky steht für starke Charaktere und klasse Dialoge – und das liefert sie natürlich auch mit diesem Noirkrimi. Die Spannung entwickelt sich aus der Puzzlearbeit – denn wer wahrscheinlich dahintersteckt ist lange klar – nur warum, und wie kann man das beweisen? Hardboiled, Countrynoir, ein Whodunnit – ein spannender Kriminalroman auf hohem Niveau! So macht Kriminalliteratur Spaß!
Sara Paretsky, eine der renommiertesten Krimiautorinnen weltweit, studierte Politikwissenschaft, war in Chicagos Elendsvierteln als Sozialarbeiterin tätig, promovierte in Ökonomie und Geschichte, arbeitete eine Dekade im Marketing und begann Anfang der 1980er Jahre, den Detektivroman mit starken Frauen zu bevölkern. In der Geschichte der feministischen Genre-Eroberung, die den Hardboiled-Krimi aus dem Macho-Terrain herausholte und zur Erzählung über die ganze Welt machte, gehört Paretsky zu den wichtigsten Vorreiterinnen: Ihre Krimis um Privatdetektivin Vic Warshawski wurden Weltbestseller, mit zahllosen Preisen geehrt und in 30 Ländern verlegt. Sara Paretsky gehört zu den Gründerinnen des internationalen Netzwerks Sisters in Crime, engagiert sich gegen Sexismus und Rassismus und bloggt kritisch zur lokalen und US-Politik. Sie lebt in Chicago, dessen Straßen auch das angestammte Pflaster ihrer wehrhaft alternden Ermittlerin sind.
Fünf Studentinnen fahren zum Auswärtsspiel nach Kansas, in Begleitung von Warshawski. Ihr Team siegt, es wird gefeiert. Am nächsten Morgen sind es nur noch vier. Privatdetektivin V. I. Warshawski soll auf die Suche gehen. Weit entfernt von Chicago, ihrem Terrain, versucht sie Sabrina zu finden. Zugegeschossen mit Drogen, kurz vor dem Ableben, findet sie die junge Frau in einem leerstehenden Haus, das anscheinend für Drogenpartys benutzt wird. Und sie entdeckt noch mehr. Die Leiche einer Frau: Clarina Coffin. Plötzlich gerät die Detektivin selbst unter Verdacht. Was geht in dieser Kleinstadt vor? Doch unter jedem Stein, den sie umdreht, kriechen neue Rätsel hervor.
In dieser Stadt gibt es einen, der etwas zu sagen hat – und das ist weder der oberste Richter, noch der Polizeichef. Diese Familie lässt jeden nach ihrer Pfeife springen. Clarina Coffin war besessen, einer Ursprungsfamilie aus diesem Ort anzugehören, hatte recherchiert. Sie hat in der Bibliothek nach alten Dokumenten geforscht, beim Katasteramt. Was hat sie herausgefunden, das ihren Tod besiegelte? Warshawski steht unter Druck, darf die Stadt nicht verlassen, und sie hat nicht den Eindruck, dass irgendjemand auch nur ansatzweise versucht, ihre Unschuld zu beweisen. Im Gegenteil. Aber sie ist gewieft genug, um nicht in ausgelegte Fallen zu tappen. Sie muss sich selbst helfen. Eigentlich ist sie noch angeschlagen vom letzten Fall, noch nicht wieder auf die Beine gekommen, eine leichte Drepression hatte sie in Watte gewickelt, macht sie müde; sie hat Schlafstörungen und Albträume.
Die Ereignisse zwingen Warshawski sich aufzuraffen und wieder die Fäden in die Hand zu nehmen, trotz der Dämonen, die sie heimsuchen. Sie reagiert und funktioniert weiter, hilft sich damit selbst auf die Beine zu kommen. Eine starke Frau, die das packt und beginnt, so ziemlich jedem in dieser Kleinstadt auf den Wecker zu fallen. Stück für Stück sucht sie die Puzzle zusammen, bringt Licht in die Geschichte. Die Privatschnüfflerin ist der Serientyp der kuragierten Aufrechten. Eins in die Gosche bekommen, aufstehen und weitermanchen – einschüchtern kann man sie nicht, wenn sie irgendeinem dreckigen Hinweis nachgeht. Sie ist eine klassisches Hardboiled-Heldin. Es geht wie immer um Macht und Gier, Gewalt des Stärkeren, um Ausgrenzung, Rassismus, gesellschaftliche Ungleichheit. Sara Paretsky steht für starke Charaktere und klasse Dialoge – und das liefert sie natürlich auch mit diesem Noirkrimi. Die Spannung entwickelt sich aus der Puzzlearbeit – denn wer wahrscheinlich dahintersteckt ist lange klar – nur warum, und wie kann man das beweisen? Hardboiled, Countrynoir, ein Whodunnit – ein spannender Kriminalroman auf hohem Niveau! So macht Kriminalliteratur Spaß!
Sara Paretsky, eine der renommiertesten Krimiautorinnen weltweit, studierte Politikwissenschaft, war in Chicagos Elendsvierteln als Sozialarbeiterin tätig, promovierte in Ökonomie und Geschichte, arbeitete eine Dekade im Marketing und begann Anfang der 1980er Jahre, den Detektivroman mit starken Frauen zu bevölkern. In der Geschichte der feministischen Genre-Eroberung, die den Hardboiled-Krimi aus dem Macho-Terrain herausholte und zur Erzählung über die ganze Welt machte, gehört Paretsky zu den wichtigsten Vorreiterinnen: Ihre Krimis um Privatdetektivin Vic Warshawski wurden Weltbestseller, mit zahllosen Preisen geehrt und in 30 Ländern verlegt. Sara Paretsky gehört zu den Gründerinnen des internationalen Netzwerks Sisters in Crime, engagiert sich gegen Sexismus und Rassismus und bloggt kritisch zur lokalen und US-Politik. Sie lebt in Chicago, dessen Straßen auch das angestammte Pflaster ihrer wehrhaft alternden Ermittlerin sind.
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