Leider ein sehr enttäuschender Fitzek für mich.
Ich habe schon viele Bücher des Autors gelesen und geliebt, aber dieses Buch konnte mich nicht wirklich in seinen Bann reißen. Das lag aber nicht in erster Linie daran, dass es sich hier um einen Verschwörungsthriller handelt, sondern wohl eher daran, dass die Charaktere schlecht an mich ran gekommen sind und mir die Handlung je weiter sie vorangeschritten ist, immer egaler wurde.
Die Umweltproblematik war an sich sehr interessant, aber irgendwie auch sehr eindimensional und redundant. Das Problem der Überbevölkerung v.a. wurde immer wieder wiederholt und hat mich irgendwann nur noch genervt. Wie bei Fitzek zu erwarten ist, gab es am Ende einige auflösende Wendungen, die mir aber viel zu krass und unglaubwürdig waren. Liegt der Reiz des Buches doch darin, dass es sich mit realen Bedrohungen der Menschheit auseinandersetzt, so unrealistisch sind die Personen, v.a. der Protagonist, und dessen Lebensgeschichte. Teilweise driftet das ganze also eher in Science Fiction ab, als uns eine reale Bedrohung vor Augen zu halten. Da geht leider ein großer Teil Glaubwürdigkeit flöten.
Naja, am Anfang konnte das Buch mich noch einigermaßen fesseln, was v.a. an der Figur Oscar lag, der zusammen mit Altmann zu den einzigen sympathischen Figuren gezählt hat, mit denen man mitleiden konnte. Das ist sehr schade, denn normalerweise liebe ich Fitzeks Protagonisten. Doch hier war Noah mir ziemlich egal.
Es gab also einige gute Szenen in dem Buch, vor allem der Anfang war noch interessant, aber insgesamt konnte die Handlung mich nicht überzeugen. Ich habe auch sehr, sehr lange für dieses Buch gebraucht. 3 Sterne.