Komm mir nicht zu nah. Vielleicht bist du bei der Polizei eine große Nummer, aber in meiner Welt kannst du nur verlieren.
Wirklich? Hauptkommissarin Lisa Heynrichs war nicht immer bei der Berliner Kripo. Der Mord an einem Fernsehmoderator katapultiert sie schlagartig in ihre Vergangenheit zurück – im denkbar schlechtesten Moment. Die taffe, kollegiale Lisa soll Nachfolgerin ihres Chefs werden. Niemand ahnt, dass sie vor zwanzig Jahren ihr Studium im Rotlichtmilieu finanziert hat und sich jetzt auf ein äußerst riskantes Spiel einlässt, um diesen Fall zu lösen. Sogar auf einen Mann, den sie kaum kennt und der sie zu einer Reise nach Mallorca überredet. Dass sie jemand aus der Ferne im Visier hat und ungeduldig ihre Rückkehr erwartet, bringt nicht nur Lisa in Gefahr …
Der erste Fall für Kommissarin Lisa Heynrichs, die kein Risiko scheut, um ein Verbrechen aufzuklären – und sich damit ihren eigenen Schatten stellt.
Selten hat mich eine Kommissarin in einem Krimi so beeindruckt wie in „Lisa Heynrichs - Die Schatten hinter uns“. Sie ist eine faszinierende Protagonistin, die auch dann unbeirrt ermittelt, wenn es bedeutet, sich über Dienstvorschriften hinwegzusetzen. Gerade diese Mischung aus Eigenwilligkeit und Professionalität macht sie so glaubwürdig. Besonders gelungen finde ich, dass Heynrichs zwar eine starke Figur ist, aber dennoch nicht die gesamte Handlung dominiert. Die Geschichte selbst hat genügend Raum, sich zu entfalten und Spannung aufzubauen – ein Balanceakt, der Anke Schläger mit bemerkenswerter Leichtigkeit gelingt. Für einen Debütkrimi ist dieser Roman überraschend souverän geschrieben. Die packende Erzählweise, die gut gezeichneten Figuren und die stimmungsvolle Atmosphäre machen den Krimi zu einem echten Lesevergnügen. Ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle aus der Feder von Anke Schläger.