DIESES BUCH IST ECHT BÄH!!!!
Abgestandene und wohl witzig gemeinte Marlow-Spade-Aufgüsse im Finanzwesen der Achtziger um einen schmuddligen Schnüffler, der sich überwiegend von Hochprozentigem und zumeist verdorbenen Lebensmitteln ernährt, - was zum selben Endergebnis führt. Die drei Erzählungen sind zum Kotzen langweilig, dass er seine Freundin und Chefin zärtlich Scheißkopf nennt, wenn die beiden in ihrer Freizeit übereinander herfallen, macht die Sache auch nicht besser.
Nachdem die Plottsubstanz von Das zehnte Gebot (416 Seiten) vielleicht für ein Drittel des Umfangs gereicht hätte, dachte ich, mit drei Erzählungen von rund 120 Seiten könnte ich nicht viel falsch machen, wenn ich Sanders eine letzte Chance gebe, weit gefehlt, diese drei Fälle um Finanzbetrug, bzw. Kreuzungen zwischen Affen und Mensch sind einfach nur peinlich langweilig.
Abgestandenes Billigbier ist die passendste Vergleichsgröße, so eklig wie Kotze ist das Geschreibsel dann doch nicht, auch wenn es einem wie rückwärts gegessener Hammett oder Chandler vorkommt, den jemand in den späten Achtzigern von sich gegeben hat.
P.S. Obwohl ich nicht gerade für Überreaktionen in Sachen Rassismus bekannt bin, - schon gar nicht bei historischen Texten -, so würde sogar ich wegen der dritten Geschichte einen Negativ-Preis vergeben, diese Nummer ist übler als so manches aus der Romantik, was die Nazis in den falschen Hals bekommen haben. Vetternwirtschaft behandelt vordergründig die Ponzi-Masche, bearbeitet aber eine Großfamilie aus lauter dunkelhäutigen Zahnbürstenschnurbartträgern besteht, die kein kriminelles Geschäftsfeld auslässt. Die kriminellen Bäsle haben zwar nicht mal Flaum auf der Oberlippe sind aber ebenso stereotyp als schleimige dunkelhäutige Schlampen gezeichnet. Dieses Buch ist echt bäh!