Vom Titel und der zeitlichen Stellung innerhalb der deutschen Schwulen- und Minderheiten-Bewegung her längst Legende. Aber kein Mensch würde, über was auch immer, heute noch solche dichten, langen Textverhaue generieren. Und die haben das seinerzeit noch als echtes Zwiegespräch ausgegeben, das sie anschließend von der Cassette transkribiert haben wollen. Eppendorfer hat als Jugendlicher eine Oma erschlagen, nachdem er eine Weile ihr Lustknabe gewesen und sie abgezockt hatte. Im Buch erzählt er dann gerne von seinen Beobachtungen in den total hemmungslosen (also so was von hemmungslos, seine Lieblingsidee ist, dass echte Männer sich beim Sex umbringen wollen) Dunkelkammern der schwulen Lederlokale Hamburgs. Es handelt sich aber um zwei begnadete Selbstdarsteller. Fichte gibt Eppendorfer Gelegenheit, sich als Todes-Naher darzustellen, und Eppendorfer lässt Fichte einen studentenbewegt links-denkenden Philosophen sein. Die Welt ging damals schon kurz vor unter und man glaubt es bisweilen gar nicht, mit was für Pippifax die sich vor Pandemie, Finanzmarkt, Trump, Krieg, Klimakrise, Artensterben und AfD noch täglich umgetrieben und davor gewarnt haben. Da müsst ihr euch schon gut anziehen, wenn ihr das alles schaffen wollt. Es ist, seht nur auf alles, vor allem: langweilig. Zugeschwafelt.