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Was danach kommt

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Karmen passiert das Sie verursacht einen Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang. Es sind nur ein paar Sekunden, die Karmens Leben in seinen Grundfesten erschüttern. Denn im darauffolgenden Prozess muss sie sich einer Schuld stellen, die sie nicht erst seit dem Unfall mit sich herumträgt. Von der Presse Kindsmörderin getauft und von der Empörungsgesellschaft (vor-)verurteilt, wird sie auch von ihrem sozialen Netz fallen gelassen. An den Rand ihrer Existenz getrieben, begegnet sie ihrem ersten Fehltritt wieder und das Lot verschiebt sich. Am Ende muss Karmen selbst entscheiden, ob sie schuldig ist oder nicht.

In direkter wie einfühlsamer Sprache zeichnet Anika Suck das Innenleben einer Protagonistin nach, die den Albtraum durchlebt und dabei doch stets ironisch distanziert scheint. Ein eindringliches Debüt über den unbarmherzigen Zufall, die mediale Inszenierung eines Schicksals und das Weitermachen.

248 pages, Kindle Edition

Published July 30, 2025

2 people are currently reading
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Anika Suck

1 book

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Kirsten.
3,238 reviews8 followers
July 29, 2025
Karmen erlebt einen Albtraum. Auf dem Weg zur Arbeit hat sie ein Kind überfahren. Der Prozess steht kurz bevor, aber für die Öffentlichkeit steht das Urteil schon fest, sie hält sie für schuldig. Karmens Leben liegt in Scherben und je näher der Prozess kommt, desto mehr muss sie über den Tag nachdenken, den sie am liebsten für immer vergessen würde.

Anika Suck beschreibt eine Protagonistin, die ich zuerst nicht wirklich lesen konnte. Sie erzählt Karmens Geschichte in Fragmenten. Daran musste ich mich gewöhnen, aber es passt sehr gut dazu, wie es in ihrem Innersten aussieht. Durch diese Art zu erzählen, lässt sie ihre Protagonistin distanziert, fast schon unsympathisch wirken. Aber auch das passt sehr gut zu der Art, wie Karmen von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und auch dazu, dass sie sich nicht ihrer Erinnerung stellen will.

Das ändert sich im Lauf der Handlung. Stück für Stück lässt Karmen Erinnerungen zu. Manche sind fast verstörend, wie zum Beispiel die Situation in ihrer Wohngemeinschaft. Das Verhältnis zu ihrer Mutter und die kurzen Blicke, die sie in ihre Vergangenheit zulässt, sind dagegen bedrückend. Aber auch in der Gegenwart findet Karmen keinen Frieden. Sie vernachlässigt sich und lässt sich nur noch durch ihr Leben treiben. Bei ihrem Prozess wirkt sie mehr und mehr abwesend. die Situation überfordert sie mehr und mehr.

Je näher das Ende des Prozesses rückt, desto dringender wird die Frage: wie wird Karmens Leben danach aussehen? Auf diese Frage hat Anika Suck eine Antwort, die mich überrascht, die für mich aber gut zum Rest von Karmens Geschichte passt.
740 reviews2 followers
November 10, 2025
«Wer rechnet schon damit? Die Wahrscheinlichkeit, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu sein, ist unglaublich viel größer als die Wahrscheinlichkeit, dass das Flugzeug, in dem du dich gerade befindest, abstürzt. Niemand bereitet dich wirklich auf einen Unfall vor. Niemand bereitet dich darauf vor, dass wegen dir ein Mensch sterben wird.»

Karmen passt einen Moment beim Autofahren nicht auf und verursacht einen Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang – ein Kind ist tot. Es sind nur ein paar Sekunden, die Karmens Leben in seinen Grundfesten erschüttern. Denn im darauffolgenden Prozess muss sie sich einer Schuld stellen. Von der Presse Kindsmörderin getauft und von der Empörungsgesellschaft vorverurteilt, wird sie auch von ihrem sozialen Netz fallen gelassen. Am Ende muss Karmen selbst entscheiden, ob sie schuldig ist oder nicht. Mich konnte das Buch nicht überzeugen, da für mich die Darstellung der Geschichte absoluter Gerichts-Nonsens ist.

Ich habe den Roman nur bis zur Hälfte voll gelesen, die zweite Hälfte quergelesen, weil ich die Darstellung schlicht absurd fand. Durch mein Studium habe ich ein recht gutes Rechtsverständnis und ich habe jahrelang im Gericht als Schöffin agiert. Glaubhaft ist vielleicht, wie eine bestimmte Presse und die sozialen Netzwerke eventuell Hetzjagd auf die Autofahrerin machen – heute weiß man nie, inwiefern der Öffentlichkeit die Lunte durchbrennt. Doch eine seriöse Presse würde nicht derart berichten. Eine Erzieherin fährt morgens zur Arbeit, ist unter Zeitdruck, eine Mutter sagt ihrem Kind, es soll am Bürgersteig stehenbleiben; auch sie passt einen Moment nicht auf. Das Kind rennt los. Ein typischer Verkehrsunfall. Ich habe nicht verstanden, weshalb die Masse hier sofort von einer Kindsmörderin reden soll – aber möglich. Was allerdings völlig aus der Luft gegriffen ist, wie die Psychologin mit der Frau umgeht – der absolute Horror – nein, das würde niemand tun. Staatsanwälte sind die Harten, klar, doch es sind keine Schweine und Richter schon gar nicht. Was in diesem Prozess abgeht, ist für mich ein Fantasiegebilde. Ganz am Ende wird im Prozess eine alte Freundin aus Zeiten von Kindergarten um Schule verhört, die etwas zur Person der Angeklagten sagen soll. Jemand, der in keinem Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen steht, kann nicht als Zeuge der Staatsanwaltschaft agieren. Sie wäre nach dem Unfall bei ihr vorbeigegangen, sie sei nicht zu Hause gewesen, nur der Mitbewohner und angeblich sei ein Tier aus der Wohnung herausgekommen, die Angeklagte hätte in der Oberstufe Gras geraucht und sei mal sturzbetrunken gewesen, und sei überfordert gewesen … Und dann wird auch noch «Einspruch!» gerufen. Ich weiß nicht, ob Anika Suck jemals einer Gerichtsverhandlung beigewohnt hat – oder schlicht nur zu viel «L.A. Law» und «Suits» geschaut hat. An der Stelle habe ich dann zugeklappt. Das war wirklich einfach zu viel Fantasy in einem Gerichtsroman.



Anika Suck ist 1997 in Wien geboren und in Niederösterreich aufgewachsen. Sie hat Journalismus und Germanistik in Wien studiert und war als freie Journalistin, Texterin, Poetin und Veranstalterin tätig. Ihr erster Prosatext erschien 2021 im Kunstmagazin UND. «Was danach kommt» ist ihr erster Roman.
Profile Image for v.alentinam.aria.
1 review
October 13, 2025
Der Klappentext verspricht die Geschichte einer Frau, die nach einem von ihr verursachten Autounfall, bei dem ein Mensch ums Leben kommt, mit den Folgen und ihrer Schuld ringt. Tatsächlich aber dreht sich der Großteil des Buches um den anschließenden Gerichtsprozess
und dieser ist derart mangelhaft recherchiert, dass er kaum ernstzunehmen ist. Es ist völlig ok, als Autorin wenig Ahnung über das österreichische Strafrecht und den Ablauf eines Strafverfahrens zu haben, doch wer einen Roman schreibt, der zu zwei Dritteln von einem Strafverfahren handelt, sollte zumindest ein bisschen Recherche betreiben und sich mit den grundlegenden rechtlichen Abläufen vertraut machen. Zwei Sterne, weil die Geschichte an sich ganz interessant wäre.
Profile Image for Ricarda.
45 reviews3 followers
September 18, 2025
War mir zu wild, wie die Autorin schriebt. Österreicherin, vllt liegt es auch daran.
Es geht um einen Gerichtsprozess, weil die Protagonistin ein Kind tot gefahren hat. Das hat mich schon beschäftigt, das Buch ist nciht fröhlich sondern beleuchtet die Psyche und das Leben der Angeklagten und die ist mir zu unsympathisch.
Profile Image for Raphaela Strohmayer.
481 reviews1 follower
November 1, 2025
At some pints in this book I felt so understood as a nursery school teacher. It is a teacher that kills a child on her way to work and the book tells the story of the process afterwards. This turns out to be an impossible confusing lost time.
I really wish the story would have turned out differently.
Profile Image for Annemarie Andre.
2 reviews
August 4, 2025
Ich habe die Hauptprotagonistin gehasst und geliebt gleichzeitig - und dabei passiert es selten, dass mich eine Protagonistin so verstört. Wunderbar geschrieben und Spannung bis zum Schluss!
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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