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Birk

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Birk schreibt auf einem Blog über sich und seine Welt. Eigentlich ist er ein ganz normaler Teenager – zumindest fast. Er ist 16 Jahre alt, mag seine Freunde, Zocken und Sport. Seit einiger Zeit ist er in das schönste Mädchen seiner Klasse verknallt und seine Eltern gehen ihm total auf die Nerven. So weit, so gewöhnlich. Doch Birk hat ein Problem, über das er nur anonym in seinem Blog sprechen kann. Und dieses Problem droht, sein bisheriges Leben völlig aus der Bahn zu werfen...

303 pages, Paperback

First published September 18, 2025

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About the author

Liv K. Schlett, geboren 1995, hat Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim studiert. Texte von ihr erschienen in den Anthologien Vögel im Kopf (Hirzel) sowie Book Rebels (Hanser). Im Verlag Monika Fuchs veröffentlichte sie 2022 ihren Debütroman „Was Du Nicht Erwartest" unter dem Namen des fiktiven Autors Jan Cole. Er war für den Delia Literaturpreis und den LovelyBooks Community Award nominiert und wurde mit dem rheinland-pfälzischen Jugendbuchpreis „Die Goldene Leslie“ ausgezeichnet. „BIRK“ ist ihr zweiter Roman.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Buchdoktor.
2,382 reviews193 followers
September 17, 2025
Birk hat es vergeigt. Der Sechzehnjährige ist beim langersehnten ersten Sex mit Kathy einfach geflüchtet. Das ist jedoch nur die Spitze aller seiner Probleme. In der Ichform mit eingeschobenen Posts aus seinem öffentlich sichtbaren Blog berichtet Birk ausführlich von seinen Problemen, die ihn bereits mit 7 Jahren zum Psychotherapeuten führten und einige Jahre später in eine Kurklinik. Bei diesem Kuraufenthalt lernte er Carl kennen, von dessen Selbstmord er gerade erst erfährt. Leicht nachvollziehbar, dass Birk sich Vorwürfe macht, weil er den Kontakt zu Carl abreißen ließ. Als Birk sich mit einer Mobbingwelle in der Schule konfrontiert sieht, realisiert er, dass sein ungeschützter Blog offenbar von einem Maulwurf gelesen wird, der die Inhalte an der Schule verbreitet. Schlimmer noch, Birks Naivität hat Kathy und natürlich seine jüngere Schwester mit in den Skandal gezogen. Als Birk zum neuen Schuljahr die Schule wechselt, scheint er mit erfrischend normalen Mitschülern offenbar das große Los gezogen zu haben. Aus seinen Fehlern hat er jedoch nicht gelernt und setzt seinen neuen Blog zum alten Problem wieder ungeschützt auf, ohne seine Follower zu kennen …

Fazit
Birk hat seit seiner Kindheit ein Problem, das sich zu einem Problembündel aus Depression, sozialer Phobie, Vereinsamung und Mobbing ausgewachsen hat. Daraus folgt, dass Birks Beziehung zu seiner Mutter für einen Sechzehnjährigen viel zu eng bleibt, seine Freundschaft zum besten Freund Fabi zerbricht – und die Anstrengung, alles geheim zu halten, ihn zu viel Kraft kostet. Durch die Ichform ging mir die Schilderung sehr nahe. Positiv fand ich die Botschaft, dass im Fall von „sozialem Suizid“, wie Birk seine Situation nennt, erfahrenen Therapeuten kaum etwas Menschliches fremd ist.

Vom Moment an, als Birk in gewohnter Weise weiter bloggte und dadurch wieder eine vertraute Person bloßstellte, fand ich die Ereignisse (auf der Basis, dass er minderjährig und schulpflichtig ist) zunehmend unglaubwürdig. Verfasst ist der Jugendroman in zeitgemäßer Sprache, für die selbst Birks Mutter ab und zu Nachhilfe von seiner jüngeren Schwester Lina benötigt.

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Enthält zahlreiche Content Notes

Profile Image for Néea Stern.
36 reviews
October 26, 2025
Birk von Liv K. Schlett hat mich total berührt. Ich bin 17 und konnte mich sofort in Birks Gedanken, Gefühle und Alltag hineinversetzen. Auf den ersten Blick wirkt Birk wie ein ganz normaler Teenager: Er zockt, hängt mit seinen Freunden ab, ist heimlich verliebt – aber durch seinen Blog bekommt man einen unglaublich intensiven Einblick in seine Gedankenwelt.

Die Geschichte wirkt dabei sehr authentisch. Man erlebt Birks Emotionen hautnah, fiebert mit ihm und versteht seine Sorgen und Unsicherheiten, ohne dass man das eigentliche Problem spoilern muss. Liv K. Schlett schreibt einfühlsam, ehrlich und sehr nah an der jugendlichen Perspektive, sodass man sich direkt mit Birk verbunden fühlt. Gleichzeitig zeigt das Buch auf sensible Weise, wie wichtig Freundschaft, Selbstakzeptanz und Mut sind.

Die Figuren sind lebendig, die Sprache jugendlich, aber tiefgründig – perfekt, um die Gefühle eines Teenagers nachzuvollziehen. Das Buch behandelt sensible Themen auf eine Weise, die Empathie und Verständnis fördert, ohne belehrend zu wirken.

Ich habe Birk einmal gelesen, aber es hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Die Geschichte ist intensiv, bewegend und gleichzeitig gut zugänglich. Sie regt zum Nachdenken an und bleibt lange im Kopf.

Absolute Leseempfehlung für alle ab 14 Jahren – besonders für Jugendliche, die sich für Freundschaft, Selbstfindung und emotionale Herausforderungen interessieren
Profile Image for Peggy.
126 reviews
January 3, 2026
Es sind eher 3,5 Sterne. Das Geheimnis des Jungen ist verbreiteter als gedacht - 1 Prozent aller Jugendlichen sind wohl betroffen. Die Gefühlswelt des Jungen ist schon gut beschrieben aber aus meiner Sicht ist einiges sehr konstruiert. Birk hat bereits Therapien und Behandlungen hinter sich - sein Verhalten passt irgendwie nicht dazu. Kennt er keine Strategien? Er nutzt den Blog zur Bewältigung, sonst scheint er aber nicht dazu in der Lage zu sein, Hilfe und Informationen zu finden. Auch die Veröffentlichung des Blogs ist irgendwie nicht realistisch. Sehr gut ist, dass das Problem thematisiert wird ….
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Dean_o.
241 reviews69 followers
Read
February 5, 2026
Kann es einfach immer nicht glauben, dass ich Freund*innen habe, die richtige Bücher schreiben? So richtig Autor*in sein und das auch noch verdammt gut?? Lieben wir!
Profile Image for MsWatson.
151 reviews2 followers
September 22, 2025
In Liv K. Schletts Jugendroman „Birk“ war ich eine Zeit mit dem gleichnamigen 16-jährigen Jungen unterwegs. Auf den ersten Blick ist er auch ein ganz normaler Teenager: Er hängt mit Freunden hab, liebt es zu zocken, macht Sport, ist in ein Mädchen verliebt und hat auch immer mal wieder Stress mit seinen Eltern und seinen Geschwistern. Dennoch trägt er eine schwere Bürde: Er leidet an Enuresis, das heißt: er nässt nachts ein. Eine Zeit lang war die Krankheit weg, dann kam sie wieder. Für ihn ein Schock und eine Belastung, die ihn sehr einschränkt. Er beschließt, darüber einen Blog zu schreiben, um Awareness zu schaffen. Was sich als mäßig gute Idee herausstellt und sein Leben noch mal ordentlich durcheinander bringt.
Der Blog, der den Roman auch strukturell bestimmt, macht das Buch noch mal besonders und auch für die Zielgruppe einfacher lesbar. Denke ich zumindest. Ich bin ja schon ein wenig aus der Zielgruppe raus. Für mich hat es das Thema noch mal nahbarer gemacht, weil man die ganze Zeit den Blog von Birk liest und auch die Kommentare dazu. Der Ton ist jugendlich und authentisch und spiegelt eben die Sprache und Gedankenwelt eines Teenagers wider - so wie sie nunmal ist. Damit wird auch eine große Fläche für Identifikation geboten. Vor allem für so ein schwieriges Thema, das sicherlich nicht nur Einzelne betrifft.
Thematisch behandelt Schlett zentrale Fragen der Jugend: Identität, Selbstfindung und die Belastung durch gesellschaftliche Erwartungen - immer im Bezug auf die Krankheit, an der Birk leidet. Er ringt deshalb noch stärker mit Rollenbildern und Stereotypen, die vorgeben, wie ein Junge zu sein hat. Besonders eindrücklich ist die mentale Belastung, die er hat: seine ständige Angst, nicht akzeptiert zu werden, und die Last, etwas Entscheidendes verheimlichen zu müssen und dadurch nie richtig am Schulleben teilnehmen zu können, werden sehr sensibel dargestellt und eröffnen einen wichtigen Diskurs über Scham und das sich entwickelnde Selbstbild, aber auch über den Mut, zu sich selbst zu stehen und den Raum, der dafür geschaffen werden müsste. Vo der Gesellschaft, von Lehrer:innen und dadurch auch von Mitschüler:innen.
Die Einfühlsamkeit und Sensibilität, mit der Schlett schreibt, ist wirklich eine große Stärke und Birk wird dadurch zu einer sehr glaubwürdigen Figur. Er ist verletzlich, nachdenklich und zugleich mitten im ganz normalen Alltag eines Jugendlichen verankert. Auch andere Figuren sind sehr gut gezeichnet und stehen nicht nur als Statist:innen grau in der Geschichte rum. Der Blog-Stil macht das Buch sehr dynamisch und braucht daher auch nicht immens viele Figuren.
Insgesamt ist „Birk“ für mich ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Jugendliteratur, weil er auch auf sehr angenehme Weise ein großes Tabuthema behandelt. Er enttabuisiert eine Krankheit, die verschwiegen wird und zeigt, wie schwer es ist, mit dieser Krankheit erwachsen zu werden, wenn noch so ein Stigma auf ihr liegt. Für junge Leserinnen und Leser, die Geschichten über Identität, Freundschaft und mentale Gesundheit suchen, bietet der Roman einen wertvollen, authentischen Zugang. Auch im schulischen oder pädagogischen Kontext könnte das Buch Impulse setzen und Gesprächsanlässe schaffen, um mehr Awareness für mentale Gesundheit, Krankheitsbilder und vor allem Akzeptanz und Toleranz zu schaffen!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for coala.
1,439 reviews6 followers
September 22, 2025
Wenn Worte Heilung schenken

Birk von Liv K. Schlett erzählt von einem 16-jährigen Jugendlichen, der scheinbar ein ganz normales Leben führt: Zocken, Skaterpark, erste Schwärmereien. Doch ein großes Geheimnis trägt er nur anonym in seinem Blog vor sich her, bis ein einschneidendes Ereignis alles ins Wanken bringt.

Der Roman hat eine besondere Erzählform in Blogbeiträgen und Leserkommentaren, die sofort Nähe schafft und einen die Gedankenwelt Birks hautnah miterleben lässt. Themen wie Depression, soziale Ängste, Vereinsamung und Mobbing werden sensibel und glaubwürdig dargestellt, ohne den Ernst der Lage zu verharmlosen. Birk wirkt dabei realistisch und zeigt sich verletzlich, unsicher, voller Fehler und dennoch mutig genug, sich Herausforderungen zu stellen. Seine innere Zerrissenheit und die Last des Geheimnisses machen die Geschichte intensiv und bewegend.

Ein Jugendbuch, das nicht nur Jugendliche anspricht, sondern auch Erwachsene nachdenklich stimmt. Es zeigt, wie wichtig es ist, über Tabuthemen zu sprechen, und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
7 reviews1 follower
September 23, 2025
Ein super einfühlsamer, emotionaler und spannender Roman im Blogformat mit dem verunsicherten Jugendlichen Birk im Zentrum ... Birk, dessen Geheimnis ich nicht spoilern will, aber es betrifft ein Thema, das ich auf alle Fälle noch nie in IRGENDEINEM Buch behandelt gesehen hab (egal für welche Altersgruppe), und alleine das macht BIRK schon zu so einem coolen und besonderen Buch.
Was soll ich sagen, Hauptfigur Birk ist mir bereits nach zwanzig Seiten so sehr ans Herz gewachsen, ich hätte ihn gerne in Watte verpackt und vor der Welt beschützt. Aber wie das Buch so gut gezeigt hat: Verstecken ist auch keine Lösung, macht das Ertragen von Tabus nur viel schwieriger und schmerzhafter. Gleichzeitig ist Birk nicht fehlerfrei in seinen Taten und lernt viel im Laufe der Handlung dazu. Und auch die Nebenfiguren haben alle so viele Nuancen, ich liebs! RIESIGE Leseempfehlung für alle, die Charaktertiefe und -Nähe in ihrer Lektüre wollen. Ein persönliches Highlight: Hab mich selten so gut in die Teenager-Zeit zurückversetzt gefühlt mit all ihren emotionalen Achterbahnfahrten, uff.
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