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Der Aufstieg Thions: Epische Fantasy Saga

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Das Multiversum von Yî ist bevölkert von mythischen Wesen. In dieser Welt voller Magie und Gefahren begibt sich der Krieger Thion auf eine epische Reise. Mehrfach steht er am Rande des Todes, doch sein Mut und seine Entschlossenheit treiben ihn voran. Wird Thion es schaffen, das Böse zu besiegen? »Der Aufstieg Thions« ist eine faszinierende Odyssee, welche die Leser in eine Welt voller Zauber, fantastischer Kreaturen und gefährlicher Prüfungen entführt.

538 pages, Paperback

Published June 11, 2025

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T.J. Albrecht

2 books9 followers

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Perax.
143 reviews12 followers
September 3, 2025
3.5 - Besonders epische Fantasy ist eines meiner Lieblingsgenres, daher wollte ich mir Thions Reise nicht entgehen lassen. Die Autoren haben wahnsinnig viel Arbeit hineingesteckt und deshalb sollte man auch den Codex Yî: Der Aufstieg Thions zu diesem Buch parat haben. Der Codex ergänzt das Worldbuilding und liefert einige wichtige Erklärungen, die man ohne Codex missen würde.

Positiv empfand ich den Schreibstil, der zwar nicht unbedingt einfach ist, aber genau damit perfekt zur Atmosphäre beiträgt. Es ist eine eher altertümliche Sprache und hat mir gut gefallen. Auch Thions Weg im Generellen habe ich gerne mitverfolgt und die Kampfszenen konnte ich mir bildlich gut vorstellen. Es war spannend, wobei mir gerade ab der Hälfte irgendwie gar nicht mehr so klar war, worauf das Buch eigentlich hinaus möchte.
Meine Probleme hatte ich so mit den verschiedenen Protagonisten, insbesondere mit Thion. Gefühle, Gedanken oder ein Innenleben gibt es hier nämlich nicht und die Protagonisten bleiben dadurch ziemlich blass. Der Autor erklärte das damit, dass man die Geschichte aus Sicht einer Art Kamera, die über Thion schwebt, liest, die natürlich sein Innenleben nicht mit aufnehmen kann. Das widersprach dann trotzdem dem Geschriebenen, weil es im Laufe des Buches ab und zu schon Äußerungen zu Thions Gefühlswelt gab. Die waren für mich jedoch einfach nicht wirklich greifbar. Besonders bei dem "Helden" der Geschichte hätte ich eiin Innenleben aber wichtig gefunden, auch weil wir neben Thion kaum andere relevante Protagonisten haben, denen wir folgen. Auch Beziehungen unter den Protagonisten oder gar Freundschaften blieben für mich blass und unnahbar.

Insgesamt steckt in dem Multiversum sehr viel Arbeit, ich bin aber eher eine character-first Leserin und das fehlte mir hier einfach. Wer darauf aber verzichten kann, ist bei diesem Buch definitiv an der richtigen Stelle.
Profile Image for Perax.
143 reviews12 followers
September 4, 2025
Der Codex ist ein Ergänzungswerk zu Der Aufstieg Thions: Epische Fantasy Saga und lässt den Leser wunderbar in das Multiversum abtauchen. Er liefert Hintergrundinformationen über die Welt, Kreaturen und weiteres und ist Pflicht, wenn man den Roman liest. Einige wichtige Erklärungen finden sich nämlich nur im Codex und nicht im Buch, deshalb würde es ohne Codex vermutlich zu Verständnisproblemen kommen. So lernt man im Codex mehr über die Götter und deren Beweggründe, aber auch die verschiedenen Kreaturen und Wesenheiten, Sphären, Zeitachsen & Zeitleisten, verschiedene Schriften und Grammatik + Wortschatz der Sprache Thûska kann man hier finden. Da steckt wahnsinnig viel Mühe drin und das fand ich wirklich beeindruckend. Am Ende gibt es noch ein Glossar, das für mich besser in das Hauptwerk gepasst hätte.
Den Codex fand ich super spannend und habe mich gern in die Welt hineingefuchst, wobei mir manche Erklärungen irgendwie zu kompliziert waren. Der Codex ist darauf ausgerichtet, dass man sein Gehirn anstrengt und mitdenkt, es kam mir manchmal vor wie eine Art Lehrbuch zum Lernen. Das ist irgendwie cool, auch wenn es meinen Kopf zum Rauchen gebracht hat. Für den Codex sollte man sich jedenfalls Zeit nehmen, damit man auch alles aus der Welt mitnehmen kann.

Zusammenfassend ist der Codex eine tolle Ergänzung, die zwar nicht einfach zu lesen ist, sich aber wirklich lohnt. Ein Muss für diejenigen, die Thions Weg mitverfolgen wollen.
Profile Image for Ramona Schroller.
57 reviews1 follower
August 12, 2025
Das Multiniversum Yi wurde von Göttern erschaffen. In diesem Multiversum existiert der blau-grüne Planet namens Ithrum. Und auf diesem Planeten lebt ein Mann namens Thion. Ein Krieger, ein ehemaliger Paladin, dem die Pflicht durch und durch geht. Als er mit einer wichtigen Botschaft unterwegs ist, wird er von seinen Gefährten getrennt durch den Kampf gegen Symgymlion. Nach diesem Kampf beginnt seine wahre Odyssee ...

Als ich damals vor langer, langer Zeit entschied, dass ich Geschichten schreiben wollte, ging es mir eben darum: Geschichten erzählen. Erzählen von den Helden und Schurken, was mit ihnen passiert und wie. In fremde Welten eintauchen und sie entdecken. Nie ging es mir darum, besonders wortgewandt zu sein oder sprachliche Kunst in einen Text zu setzen.

Es ist nichts falsches daran, andere zu imitieren. Ich kenne einige wahre Meister darin, u.a. den von mir vielgelobten Markus K. Korb, der es wie kein anderer versteht, Poes Stimme wieder auferstehen zu lassen in senen Geschichten. Und imitiert haben alle Autoren irgendwann einmal, und sei es nur ganz zu Beginn ihres schreiberischen Lebens. Da war dieses eine Werk, diese eine Geschichte oder dieser eine Roman, der einfach perfekt war. Nein, ich rede nicht von Fanfiktion, ich rede davon, diese anderen Autoren zu imitieren, sie nachzumachen. Wie gesagt, daran ist nichts schlechtes, jeder, den ich kenne, hat so begonnen. Das besondere ist, die eigene Stimme zu finden, den eigenen Stil zu entwickeln - aus dem, was man vorher imitiert hat heraus.

Natürlich schwankt so eine Stimme je nachdem, was man schreibt. Meine Wortwahl in "Die Expedition" (ich weiß, schamlose Eigenwerbung) ist eine komplett andere als die, die ich im Moment für den Fantasy-Roman benutze. Warum? Weil es zwei unterschiedliche Themen sind, zwei unterschiedliche Welten und andere Charaktere.

Wie ich schon oft geschrieben habe, wer schreiben will, der sollte auch viel lesen. Zum einen, um den "Tank" aufzufüllen, zum anderen aber auch zur Erholung und dazu, sich selbst weiterzubilden. Ich habe in meinem Leben viele, tausende Bücher gelesen und werde hoffentlich noch weitere tausende lesen bis zu meinem Ende (zumindest meine Büchersammlung versucht mich davon zu überzeugen). Was ich gelesen habe? So ziemlich alles vom "Gilgamesh-Epos", über Homers "Ilias" und "Odyssee" bis hin zu modernen Klassikern wie Tolkiens "Der kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe" oder Robin Hobbs' "Weitseher"-Zyklus oder Robert Jordans "Das Rad der Zeit". Ich lese fast alle Genres von Krimi bis Science Fiction, wie man ja auch in diesem Blog sieht. Und in vielen Büchern finde ich noch immer Dinge, die ich dann versuche, in meine eigene Schreibe einzuarbeiten.

Warum ich hier soviel über mich selbst schreibe? Die Antwort kommt, sie fängt jetzt an.

Das größte Problem, was ich mit Thion hatte war schlicht die Wortwahl. Wie Fleischhauer selbst schrieb ging es ihm weniger um das Erzählen als vielmehr um die sprachliche Kunst. Dass man von Anfang an an Werke wie die "Odyssee" erinnert wird, ist also geplant. Die Sache ist die: Imitation will gelernt sein. Und der Vergleich ist ein schlechter an dieser Stelle. Etwas wie Homers Werke zu imitieren ohne über den Wortschatz zu verfügen kann nicht gelingen. So kommt es immer wieder zu eigenartigen Vergleichen, die so gar nicht passen wollen in der altertümlichen Sprachsetzung, und Wortwiederholungen. Oh, die Wortwiederholungen! Eine der ersten Regeln, die ich in der Grundschule lernte, war es, Wortwiederholungen zu vermeiden, es sei denn, ich wollte eine Aussage verstärken. Aber diese hier, viele davon wären mit einem einfachen Griff zum Synonym-Lexikon vermieden worden.

Der nächste Punkt sind die Charakter, vor allem Thion. Er ist der Held, derjenige, dem man durch das Buch folgt. Er sollte wachsen und sympatisch werden an irgendeiner Stelle. Dass er zwischen Ordnung und Chaos balanciert, das hat der Leser schnell heraus. Dass es etwas mit dem zu tun hat, was er bei Synkymlion findet, wird ebenfalls klar. Doch Thion bewegt sich nicht. Er wächst nicht, sondern bleibt gleich. Seine "Opferbereitschaft" MUSS am Ende eingefordert werden, er selbst denkt entweder nicht daran oder er will nicht. Es ist keine Bewegung in dem Charakter selbst. Er hinterfragt nicht, er erschreckt nicht darüber, was mit ihm passiert. Er handelt, teils angetrieben, zwar moralisch konform, aber das wirkt alles sehr steif.

Den anderen Charakteren ergeht es nicht viel besser: Bitor hat einen kurzen Moment, in dem etwas in ihm aufblitzt, ehe er wieder zum Sidekick verkommt, seine Ehefrau Fanyr ist die archetypische Hausfrau und Mutter (abgesehen von der Tatsache, dass die Autoren sich nicht einigen können, wie viele Kinder da eigentlich herumspringen), der aber ein kriegerischer Instinkt bescheinigt wird. Von dem konnte ich allerdings nicht einmal einen Funken finden. Die Zauberin Pextagonia bleibt sogar noch blasser.

Dazu kommt, dass es meiner Ansicht nach Ungereimtheiten gibt, was die Ursache für die Handlung generell betrifft. Ja, der Gott/Göttin des Chaos Oth säte die Samen und kreierte die "intelligenten" Lebewesen. Aber schon im Prolog bleibt der Leser ratlos zurück (zumindest ich tat das), als eine vorgeschlagene Allianz nicht einmal einen Keim erlebt im Angesicht von Gefahr, weil kein Stamm dem anderen traut. Warum keiner dem anderen traut wird nicht erwähnt, und auch aus dem Codex konnte ich mir keinen anderen Grund zusammenreimen, als dass es Oths Schuld war, weil er/sie Dunkelheit in die Seelen säte. Aber selbst Misstrauen sollte irgendeinen Ursprung haben, und sei der noch so weit hergeholt.

Ich gebe zu, die Autoren haben eine Menge Arbeit in ihr Werk gesteckt und nicht nur versucht, eine Welt zu schaffen, aber Abermillionen. Nur war das vielleicht ein bisschen zuviel. Soweit ich das einsehen konnte, spielt zumindest die Handlung der geplanten Trilogie, deren Auftakt dieses Buch darstellt, auf einem Planeten. Möglicherweise kommt da noch mehr, ich weiß es nicht. Wie gesagt, es ist eine Menge Hintergrundmaterial vorhanden, in dem einiges an Arbeit und Zeit steckt. Die Frage ist da eher, hätte man die Zeit nicht sinnvoller nutzen können in Charakterentwicklung und erst einmal der Festlegung nach Hintergründen. Chaos allein ist zumindest mir nicht genug und hinterlässt nur ein riesiges Fragezeichen in meinem Kopf.

Mit der Zeit gewöhnt man sich an den ungewöhnlichen Stil, zugegeben. Dass oder die Autoren wurden flüssiger darin, ihn zu verwenden. Wo mir dann wieder die Frage kommt, ob der Roman überhaupt jemals beta-gelesen wurde oder ob es ein Lektorat gab. Irgendwie drängt sich mir da eine andere Vermutung auf, aber ich möchte keine Gerüchte in die Welt setzen.

Es ist schade, wie viel Potenzial dieser Roman verschenkt. Und ich rede jetzt nicht vom Stil, sondern davon, die Idee besser umzusetzen, ein klares Motiv zu schaffen. Wenn wir bei Tolkien sind: Motiv im "kleinen Hobbit" war das Abenteuer, Motiv im "Herrn der Ringe" war klar der Ring und was er anrichten konnte. Tolkien arbeitete den Großteil seines Lebens an der Erschaffung und Gestaltung Mittelerdes und der dort gesprochenen Sprachen. Er war Professor für Literatur und Sprachen in seinem Hauptberuf. Insofern liegt die Entwicklung nicht zu weit fort von dem, was er ohnehin tat, um sein Geld zu verdienen.

Ich will diesen Roman damit nicht verreißen, er wird sicherlich seine Fans finden, diejenigen, die ihn mögen und es kaum erwarten können, die anderen Bücher der Reihe in die Hand zu bekommen. Nur leider gehöre ich selbst nicht dazu. Es wurde zu viel auf unnötige Details geachtet und zu wenig auf die Handlung. Das ist schade, denn im großen gesehen könnte "Der Aufstieg Thions" sicherlich ein solider Roman sein - wenn auch nicht für mich.
Profile Image for Petra.
69 reviews1 follower
February 10, 2026
„Der Aufstieg Thions“ ist ein monumentaler Fantasyroman, der erzählerisch und atmosphärisch in einer Liga spielt, in der Vergleiche mit Tolkien oder Lovecraft durchaus erlaubt sind. Besonders beeindruckend ist die konsequent durchdachte Welt Yî, deren Geschichte, kosmische Zusammenhänge und übernatürliche Kräfte mit großer Detailverliebtheit ausgearbeitet wurden. Man spürt auf jeder Seite, wie viel Mühe und Konzeptarbeit in das Fundament dieser Welt geflossen sind. Der Sprachstil ist bewusst getragen und archaisch gehalten, was der düsteren, mythischen Stimmung sehr zugutekommt, stellenweise aber auch eine hohe Konzentration verlangt. Thion selbst steht im Zentrum einer Reise, die ihn körperlich wie geistig an seine Grenzen führt und ihn mit Entscheidungen konfrontiert, deren Folgen weit über sein eigenes Leben hinausreichen. Neben actionreichen Passagen überzeugen vor allem die ruhigeren, atmosphärischen Abschnitte, in denen Götter, Mächte und fremdartige Ebenen greifbar werden. Die Geschichte ist komplex, dicht und nichts für nebenbei, richtet sich klar an Leser, die epische Fantasy mit Tiefe und Anspruch suchen. Einziger Kritikpunkt: Der separat erhältliche Codex Yî wirkt fast notwendig, um alle Hintergründe vollständig zu erfassen, was den Roman ein Stück weit von zusätzlichem Material abhängig macht. Dennoch bleibt ein beeindruckender Auftakt mit vier verdienten Sternen für ein großes, finsteres Fantasy-Epos.
Profile Image for Erin Mangum.
328 reviews4 followers
July 10, 2025
Translated from German. My pronunciations were abysmal 😅

All lore is original with inspiration from ancient mythology. Very complex story telling. I sometimes felt as if I was getting spun around and turned inside out, much like Thion probably felt in his journey. It’s immersive and unconventional. Original and dark. Thion is gruff, generous, and determined. I’m heavily invested in his journey.

I do think some editing in the translation could clean it up however, it also gives character and it didn’t bother me. It actually made me smile. **Update: A fully reworked English translation is in the works as of July 2025 that should smooth out tone**

Overall I really really had fun reading!
Profile Image for Ramona Schroller.
57 reviews1 follower
August 13, 2025
Hinter diesem nicht gerade kurzem Titel verbergen sich weitere Hintergründe für den Roman "Der Aufstieg Thions", inklusive Zeittafeln, einer Götterliste und einem wahren Wörterbuch der im Roman gesprochenen Sprache sowie ein Index über alles und jeden, der oder die im Verlauf des Buches auftaucht. Vergleichen wir es am besten mit einer nicht zu knappen Glossar oder, was wohl auch der Sinn hinter diesem Buch ist, die berühmten "Anhänge" des J. R. R. Tolkien zum Herrn der Ringe.

Warum die Autoren den Weg gewählt haben, beides getrennt voneinander zu veröffentlichen ist mir nicht so ganz klar, aber so ist es nun einmal. Der Inhalt gibt jedenfalls einiges mehr an Hintergrund zum Roman, dass ich mir wirklich gewünscht hätte, hin- und herblättern zu können. Nun, in einer Form konnte ich das auch, da Herr Fleischhauer so nett war, mir dieses Buch zur Verfügung zu stellen. Ich hätte beides parallel lesen können, doch ich wollte die unbedarfte Leserin spielen und entschied mich dafür, erst den Roman und dann die "Sagas und Mythen" zu verinhaltlichen.

Was mir während der Lektüre wirklich Kopfschmerzen bereitete, war schlicht die Tatsache, dass die Autoren fortwährend von einem "Goldenen Zeitalter" schrieben, in dem die Geschichte spielt. Als Normalsterblicher ohne die Vorbildung der "Sagas und Mythen" war ich zugegebenermaßen mehr als verwirrt. In der hiesigen, der unsrigen Welt, wird als "Goldenes Zeitalter" die Zeit von Wohlstand, Wachstum und Frieden beschrieben. Sprich, jedem (oder den meisten) geht es gut, es ist ein goldenes Zeitalter. Davon war aber im Roman nichts, aber auch rein gar nichts zu spüren. Im Gegenteil schien Schlacht au Schlacht, Gemetzel auf Gemetzel zu folgen. Und wo nicht gekämpft wurde, da verhungerten oder erfroren die Menschen. Also eher das Gegenteil eines Goldenen Zeitalters. Das brachte mich über die ganze Lektüre hinweg durcheinander. In "Sagas und Mythen" wird erklärt, dass man im Mutliversum Yi eben nicht so zählt, sondern die Zeitalter, abgesehen vom ältesten, in dem die Götter Yi schufen, Metalle zählt. Also: Eisernes, Bronzenes, Silbernes und schließlich das Goldene Zeitalter, in dem die Handlung spielt. Diese Information wäre vielleicht im Roman besser aufgehoben gewesen, dies nur am Rande erwähnt.

Die Götterliste ist erstaunlich kurz. Interessant fand ich, dass Zauberer mit zu den Göttlichen gezählt werden aufgrund der Art, wie sie geschaffen wurden. Nebenbei, selbst mir als Horrorfan gruselte es allein bei der Vorstellung.

Die ausführliche Schöpfungsgeschichte, im Gegensatz zu der deutlich gekürzten im Roman fand ich dagegen nicht ganz so interessant. Sicher, es wurde mehr darauf eingegangen, was Oth und die anderen Götter so trieben, vor allem Oth, aber am Ende kannte ich diese Geschichte schon. Nur das Ende, mit dem hatte ich nicht gerechnet. Dort wird beschrieben, wie aus dem vorher gradlinigen Universum Yi das Multiversum wurde, in dem Thion und seine Mannen und Frauen leben. Ich möchte für Interessierte nichts vorweg nehmen, darum gehe ich an dieser Stelle nicht näher ins Detail.

Die Zeittafel mit der Geschichte Yis war sicherlich interessant zu lesen, empfand ich allerdings nicht als unbedingt notwendig, um den Roman zu verstehen. Nettes Hintergrundwissen eben und der Beweis dafür, dass die Autoren sich wirklich Arbeit gemacht haben mit der Erschaffung ihres Multiversums.

Die Glossar am Ende mit allem, was wichtig ist, hätte ich mir gern in den Roman gewünscht. Wer sie kennt, am Ende der "Das Rad der Zeit"-Romane wird jedesmal eine Glossar mit allen Figuren aufgeführt. Ähnlich wie dort wäre es hier nicht schlecht gewesen. Unter all den Namen und Worten geht man als Leser schnell verloren und nicht jeder wird sich die "Sagas und Mythen" zulegen, der "Der Aufstieg Thions" liest.

Was das Wörterbuch mit der eigenen Sprache angeht sowie der Literaturverweis auf Werke, die nicht einmal im Roman erwähnt werden ... Es steckt in beiden ein Haufen Arbeit, das gebe ich zu und ich mag es, wenn Autoren sich tiefer mit ihren Werken auseinandersetzen, gerade Fantasy-Autoren, die die Freiheit haben, ihre eigenen Welten zu erschaffen und auch ihre eigenen Regeln aufzustellen. Die meisten tun es nicht, und das merkt man leider meist auch den Romanen an. Insofern haben die Autoren hier hundertprozentig ihre Arbeit gemacht.

Aber ich kann mir denken, warum diese Dinge Eingang in dieses Buch fanden. Am Ende findet sich nämlich ein Kapitel, das die Aufklärung bringt: Das Open-Yi-Project. Albrecht und Fleischhauer haben nicht nur ein Multiversum geschaffen, sie wollen es teilen mit solchen, die daran interessiert sind, Geschichten in ihren Welten und Dimensionen spielen zu lassen. Nein, keine Fanfiktion, wie Fleischhauer betont, sondern eigene Geschichten. Über eine angegebene eMail-Adresse können sich Interessierte bei ihm melden.

Nun, was halte ich von "Sagas und Mythen"? Es ist definitiv hilfreich und macht für Interessierte den Einstieg leichter. Dennoch, wie bereits eingangs erwähnt, glaube ich nicht, dass sich jeder, der den Roman kauft, auch dieses Buch zulegen wird, obgleich es viele Dinge erklärt, die einen Leser von "Der Aufstieg Thions" erst einmal verwirren und ratlos zurücklassen. Um ehrlich zu sein, meine vorhergehende Rezension wäre um einiges harscher ausgefallen, hätte ich nicht dieses Buch gelesen. Vielleicht wirklich ein Must-have für solche, die irgendwann auf Thions Reise verloren gegangen sind so wie ich.
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