Ein Climate-Fiction-Roman, eine Art Western und dazu Szenen, die an Zombie-Filme erinnern. Darin eine junge Heldin, die mit Pferden umgehen kann und vor dem gewalttätigen Vater flüchtet, der sie verheiraten will. Sie begibt sich auf eine spannende Reise weg von der männerdominierten Welt, hin zu einer, in der sie frei und selbstbestimmt zu leben hofft. Ein Genre-Mix, der mich gut unterhalten hat, aber manchmal doch etwas klischeehaft daherkommt. Gut geschrieben mit überraschenden Wendungen und immer wieder starken und manchmal brutalen Szenen. Recht früh stellt die Autorin klar, dass auch Figuren sterben können, bei denen man es nicht erwartet hat (Stichwort:Flussüberquerung). Dies sorgte für zusätzliche Spannung. Gegen Ende hätte ich den einen oder anderen Schlenker nicht gebraucht, das Buch hätte ruhig schon früher aufhören können und die Art und Weise, wie alle Fäden unbedingt abgeschlossen wurden, erschien mir deutlich übertrieben. Aber ich habe immer mitgefiebert und wollte wissen, wie es weitergeht.
Ich habe die Geschichte – fuck noch mal – überstanden.
Und was für ein großartiger Roman!
Von der ersten bis zur letzten Seite nur Action, Spannung und Emotionen. Keine Sekunde zum Durchatmen, und doch wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
L.U. Sanders, wie kannst du deine Leser nur so quälen? Jede Wendung trifft, jeder Moment treibt die Handlung weiter – und am Schluss lässt du mich atemlos zurück, wie einen süchtigen Junkie, der nach mehr verlangt.
Selten hat mich ein Buch so gepackt, gefoltert und gleichzeitig begeistert. Ich bin überwältigt!