Ägypten, heute: Nahe einer uralten Kultstätte am Nil hat sich eine Sekte angesiedelt, die sich völlig von der Außenwelt abschirmt. Die Mitglieder huldigen Pharao Echnaton - und prophezeien den nahenden Weltuntergang. Als mehrere Mitglieder der Sekte ermordet werden, rückt die isolierte Gemeinschaft ins grelle Licht der Öffentlichkeit. Kommissarin Theodora Costanda nimmt die Ermittlungen auf. Gehen die Morde auf religiöse Eiferer zurück? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Theodora taucht immer tiefer in einen Fall, der sie tief in die Geschichte des Landes führt, bis hin zum düsteren Geheimnis eines seiner mächtigsten Pharaonen.
Constantin Schreiber is a German journalist, news anchor, nonfiction author, and writer. Since January 2017, he has been working for ARD-aktuell and moderates editions of the Tagesschau, the Nachtmagazin and news in the Tagesthemen.
*Darum gehts* Die Mitglieder einer Sekte, die sich nahe einer uralten Kulturstätte am Nil niedergelassen hat, huldigen den Pharao Echnaton. Sie leben sehr isoliert. Dies ändert sich allerdings, als mehrere Mitglieder ermordet werden. Als die Kommissarin Theodora Costanda auf sie aufmerksam wird, nimmt sie sofort die Ermittlungen auf. Nichts ahnend, welche Geheimnisse sie lüften wird. Wieso wurden diese Menschen ermordet? Wer steckt dahinter? Und welche Überraschungen hält dieser Fall für sie bereit?
*Meine Meinung* „Echnatons Fluch“ ist der 2. Teil der „Theodora Constanda ermittelt“-Ägyptenkrimireihe von Constantin Schreiber. Das Cover des Buches ist wunderschön und passend zum Setting gestaltet. Außerdem bildet die Pyramide im Hintergrund einen schönen Wiedererkennungseffekt und Verbindung zum vorherigen Teil. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und verspricht eine gute Portion Spannung, aber auch das Religion hier eine große Rolle spielt. Mit Ägypten ist das Setting für einen Krimi für mich etwas komplett neues gewesen und habe ich selten in dem Genre gesehen. Durch den detaillierten, aber auch lockeren, spannenden Schreibstil des Autors, habe ich mir Ägypten bildhaft vorstellen können. Eine Reise dorthin steht noch auf meiner Bucket List. Zudem transportiert er ganz nebenbei, in der Geschichte verpackt, Informationen über dieses Land. Die Handlung ist aus der Erzählerperspektive. Hauptprotagonistin ist Theodora Constanda. Sie ist mir ein sympathischer Charakter, hat das Herz am rechten Fleck und scheint ein Familienmensch zu sein. Besonders beeindruckend finde ich, dass sie sich von nichts und niemandem unterkriegen lässt und ihren „Biss“ und Durchhaltevermögen, wenn sie an etwas dran ist. Ihr Kollege Fadi hilft ihr auch bei diesem Fall, auch wenn er damit das ein oder andere Risiko eingeht. Die beiden zusammen bilden ein absolutes Dreamteam. Einen großen Teil nehmen die verschiedenen Charaktere der Sekte ein. Durch die Erzählerperspektive und die damit einhergehenden verschiedenen Blickwinkel auf die Geschichte, haben die verschiedenen Handlungen für mich greifbar und verständlich gemacht. Auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer gutgeheißen habe. Einige Charaktere fand ich von Anfang an bis zum Ende unsympathisch. Die Handlung hat einen erkennbaren roten Faden und die Spannung baut sich immer mehr auf. Zudem hielt die Geschichte einige Überraschungen und Wendungen bereit, die ich so nicht erwartet habe. Der Abschluss ist gelungen und regt zum Nachdenken an.
*Fazit* Ich habe „Kleopatras Grab“ vorher noch nicht gelesen und auch nicht notwendig war, um die Geschichte zu verstehen. Ich habe sie sehr gerne gelesen, mich gut unterhalten gefühlt und noch dazu das ein oder andere über Ägypten erfahren. Der letzte Funke für ein Highlight konnte aber dann doch nicht überspringen. Für was manche scheinbar die Religion nutzen, um an ihr Ziel zu kommen, hat mich schon etwas nachdenklich zurückgelassen. Dennoch stellt sich mir am Ende die Frage, warum eine Situation mit einem Charakter aus der Sekte noch nicht aufgelöst wurde. Ist dies etwa schon ein Teaser für Band 3? Das kann wohl nur Constantin Schreiber beantworten 😉. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Von mir gibt es 4,5/5 ⭐️
Buchmeinung zu Constantin Schreiber – »Echnatons Fluch«
»Echnatons Fluch« ist ein Kriminalroman von Constantin Schreiber, der 2025 bei HOFFMANN UND CAMPE erschienen ist. Dies ist der zweite Band um die junge Kommissarin Theodora Constanta.
Zum Autor: Constantin Schreiber, Jahrgang 1979, moderiert seit Januar 2021 die 20-Uhr-Nachrichten der "Tagesschau". 2016 wurde er mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Mit seiner 2019 gegründeten Deutschen Toleranzstiftung setzt er sich für interkulturellen Austausch im In- und Ausland ein. Er ist Autor mehrerer Bücher, die zu Spiegel-Bestellern wurden. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg.
Zum Inhalt: Im Umfeld einer Sekte, die der Gottheit Echnaton huldigt, verschwinden Menschen und Theodora Constanta unterbricht ihre Auszeit, um privat zu ermitteln. Ihr Kollege Fadi nimmt eine Probezeit bei der Sekte und gerät in große Gefahr.
Meine Meinung: Nach ihrem erfolgreichen Kampf gegen einen Geheimbund nimmt sich Kommissarin Theodora Constanta eine Auszeit. Sie wird von einer Mutter um Hilfe gebeten, deren Tochter im Umfeld einer Sekte spurlos verschwunden ist. Ihr Kollege Fadi wurde sogar strafversetzt und darf Bußgeldbescheide versenden. Als Theodora ihn um Hilfe bittet, beginnt er undercover bei der Sekte zu ermitteln. Theodora „Theo“ Constanta wirkt von Beginn an sympathisch und kompetent. Ihre geringe Erfahrung gleicht sie mit ihrer Einsatzbereitschaft. Aus. Bei Fadi merkt man den Frust über seine „Strafversetzung“ und den unbedingten Willen, etwas Sinnvolles zu tun. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, meist folgt der Leser aber der Protagonistin oder ihrem Kollegen. Ägyptens Geschichte und Kultur spielt erneut eine wichtige Rolle. Beeindruckend ist die Wirkung der Sekte auf Fadi beschrieben, der ihr Leben als positiv empfindet. Der Schreibstil ist angenehm mit Humor durchsetzt und lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Das Erzähltempo und die Spannung sind lange Zeit moderat, ziehen aber zum Ende hin deutlich an. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und plötzlich ist der Geheimdienst im Spiel. Am Ende sind nahezu alle Fragen beantwortet und auch das Geheimnis der Sekte ist offenbart. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn es am Ende arg wild zuging.
Fazit: Ein Krimi, das mit seinen sympathischen Hauptfiguren und einer gelungenen Handlungsidee punktet. Noch ist Luft nach oben vorhanden, aber ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.
ägyptische Geschichte und Spannung meisterhaft verknüpft
Klappentext:
Ägypten, heute: Nahe einer uralten Kultstätte am Nil hat sich eine Sekte angesiedelt, die sich völlig von der Außenwelt abschirmt. Die Mitglieder huldigen Pharao Echnaton – und prophezeien den nahenden Weltuntergang. Als mehrere Mitglieder der Sekte ermordet werden, rückt die isolierte Gemeinschaft ins grelle Licht der Öffentlichkeit. Kommissarin Theodora Costanda nimmt die Ermittlungen auf. Gehen die Morde auf religiöse Eiferer zurück? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Theodora taucht immer tiefer in einen Fall, der sie tief in die Geschichte des Landes führt, bis hin zum düsteren Geheimnis eines seiner mächtigsten Pharaonen. „Echnatons Fluch“ ist der zweite Band einer Krimireihe, die in Ägypten angesiedelt ist von Constantin Schreiber. Der erste Band „Kleopatras Grab“ hatte mir schon gut gefallen. Dieser Band war noch einmal spannender.
Ägypten hat für mich schon immer etwas Mystisches und Magisches. Seit ich eine Nilkreuzfahrt unternommen habe und mich mit der Geschichte Ägyptens befasst habe lässt mich das Land nicht mehr los.
Die Geschichte ist natürlich in der heutigen Zeit angesiedelt. Die Ermittlerin Kommissarin Theodora Costanda hat nach ihrem letzten Fall eine Auszeit genommen und ist in einem Yoga-Retreat. Bei einem Besuch auf dem Markt sieht sie Mitglieder einer Sekte. Eine der Frauen bittet sie unbemerkt um Hilfe. Nach einigen Erkundigungen kommt eine Frau auf sie zu, die ihre Tochter an die Sekte verloren hat. Die Sekte lebt fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten und huldigt Echnaton. Bei einem Besuch einer alten Kultstätte Echnatons entdeckt sie einen Folterkeller. Ihr Spürsinn ist geweckt und der Fall lässt sie nicht mehr los. Auch ihr Kollege Fadi, der nach dem letzten Fall zur Verkehrspolizei versetzt wurde, will Theo helfen und schleust sich in die Sekte ein. Keiner kann die Gefahr und die Ausmaße einschätzen.
Constantin Schreiber verknüpft in seinem Kriminalroman gekonnt die Geschichte Ägyptens mit der Gegenwart. Der Autor vermittelt den Leser*innen die alte Geschichte und die Kultstätten Ägyptens wunderbar. Dazu noch der Spannende Krimi, was will man mehr. Die Protagonisten sind gut in Szene gesetzt. Theo und Fadi haben mir schon im ersten Band gut gefallen.
Constantin Schreiber hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Der Autor baut die Spannung langsam auf und hält sie bis zum Ende. Das Ende nimmt dann unerwartete Ausmaße an.
„Echnatons Fluch“ ist ein spannender und gut zu lesender Kriminalroman, der gekonnt alte Geschichte mit der Gegenwart verknüpft.