Zamonien in einer neuen Wo das Lesen zum puren Abenteuer wird – Walter Moers auf Speed
»Mit seinem fantastischen Ritterroman Qwert hat Kult-Autor Walter Moers ein Meisterwerk geschaffen« (Ekart Kinkel, Badische Neueste Nachrichten)Nach einem Sturz durch ein Dimensionsloch erwacht Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, in der Parallelwelt Orméa. Irritiert stellt er fest, dass er im Körper und der Rüstung eines attraktiven Ritters steckt, den er aus Trivialromanen Prinz Kaltbluth. Kein Wunder also, dass er zunächst eine gefesselte Schönheit befreien muss, die von einem dreiköpfigen Ungeheuer bewacht wird. Mit Hilfe seines unsichtbaren Degens Tarnmeister gelingt die Befreiung – doch die Gerettete entpuppt sich als gefährliche Janusmeduse, die alles Leben mit ihrem bösen Blick in Stein verwandeln will. Von nun an hat Prinz Kaltbluth eine ritterliche Er muss Orméa von der entfesselten Meduse erlösen. Ungünstig nur, dass er sich gerade unsterblich in sie verliebt hat.Walter Moers schickt uns auf eine rasante Reise durch eine wahnwitzige Welt, die aus nichts als Abenteuern, Spannung, Ritterromantik, dialoglustigem Humor und reiner Fabulierlust besteht. In diesem atemlosen Pageturner, wo nichts ist, wie es scheint, und immer alles anders kommt, als man denkt, kreuzen sich die abenteuerlichsten Ideen und Bilder unserer Kultur, von antiken Mythen und Ritterromanen bis zu Fantasyfilmen; von den Nibelungen und der griechischen Sagenwelt über Don Quichote und König Artus´ Tafelrunde bis hin zu Monty Python. Qwert ist ein reich illustrierter Lesespaß für alle von 9 bis 99.Wie auch alle in Zamonien angesiedelten Romane erzählt »Qwert« eine in sich geschlossene Geschichte, die Neueinsteigern so unterhaltsam wie mühelos den Weg in den Moers'schen Kosmos bahnt. Folgende weitere Romane sind bislang von ihm Die 13 1/2 Leben des Käpt'n BlaubärEnsel und KreteRumo & die Wunder im DunkelnDie Stadt der Träumenden BücherDer SchrecksenmeisterDas Labyrinth der Träumenden BücherPrinzessin Insomnia & der alptraumfarbene NachtmahrWeihnachten auf der LindwurmfesteDer BücherdracheDie Insel der Tausend Leuchttürme Auß Einhörnchen, das rückwärts leben wollte
Walter Moers was born in 1957 and is a writer, cartoonist, painter and sculptor. He has refused to be photographed ever since his comic strips The Little Asshole and Adolf were published, the latter leading him to be declared persona non grata by the political right in Germany. Walter Moers lives in Hamburg.
"Was dich nicht umbringt, macht dich zwar nicht stärker, aber es bringt dich auch nicht um."
Eigentlich hangelt man sich ja in so einem Leben von schönen Momenten zu schönen Momenten: geliebte Menschen nach langer Zeit wiedersehen, Geburtstage, Konzerte der Lieblingsband, besondere Highlights im Kino, Weihnachten, ... sowas halt. Für mich gehören auch Tage ganz weit nach oben auf diese Liste, an denen ein neues Walter-Moers-Buch erscheint.
Aber zum Buch. Den Gallertprinzen Qwert Zuiopü kennen wir schon aus "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" – hier treffen wir ihn nun wieder, nachdem er in ein Dimensionsloch gefallen ist. Gelandet ist er in Ormea und im Körper des berühmten Ritters Prinz Kaltbluth. Und dann geht's auch schon los, ihm passiert etwas weltbedrohend Dummes und dann fällt er von Abenteuer zu Abenteuer. Es ist spannend, es ist witzig, es ist unfassbar kreativ, und ein Twist jagt den nächsten. Und OMG, Schneesturm ist einfach mein neuer Lieblingscharakter! 💜 Ich habe beim Lesen geschnauft vor Lachen, ich habe "Oh nein!!!" gerufen, ich habe vor Begeisterung das Buch zugeklappt und ans Herz gedrückt.
Moers hatte eventuell in den Jahren mal sein Orm verloren, aber er hat es wiedergefunden. Mein Herz ist voll und ich bin so froh, dass ich in einer Zeit lebe, in der es Walter-Moers-Bücher gibt.
... kennt ihr das, wenn man nach einem Thema gefragt wird, das man richtig dolle liebt? Und vor Aufregung und weil man so viel auf einmal sagen will, sagt man nur zusammenhanglosen gibberish?! So geht's mir gerade.
Na ja.
Qwert ist toll. ❤️
PS. Für die volle Qwert-Experience sollte man vorher "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär", "Die Stadt der Träumenden Bücher" und "Die Insel der 1000 Leuchttürme" gelesen haben. Just saying.
Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, ist verwirrt. Er ist sich selbst fremd und seine Umgebung ist ihm auch fremd. Wieso fühlt er sich auf einmal wie ein Ritter Kaltbluth? Und, zum Donnerwetter, wieso sieht er auch noch wie ein Prinz Kaltbluth aus? Das ist doch der Typ aus den Ritterromanen, die er so gerne liest. Offensichtlich ist er in ein Dimensionsloch gefallen und im Körper dieses attraktiven Ritters gelandet ist. Als er sich umblickt, sieht er eine junge Frau, die gefesselt ist. Sie wird von einem dreiköpfigen Monster bewacht. Natürlich muss Ritter Kaltbluth die holde Jungfer befreien.
Dies ist bereits der elfte Roman, der irgendwie in Zamonien angesiedelt ist. Die Bücher beziehen sich meist nicht direkt aufeinander. Allerdings ist Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, vielleicht schon aus Käpt’n Blaubär bekannt. Hier muss sich Qwert sowohl in einem anderen Körper als auch in einer anderen Dimension zurechtfinden. Und schnell merkt er, dass ihm bei der Rettung der jungen Dame ein kleines Missgeschick unterlaufen ist. Damit hat sich Prinz Kaltbluth den Unmut etlicher anderer Bewohner des Paralleluniversums, in dem er gelandet ist, auf sich gezogen. Zum Glück stößt seine Knappe Oyo zu ihm, der ihm die Welt Orméa ein wenig erklären kann.
Ein neuer Zamonien-Roman von Walter Moers kann schon mal auf einem Weihnachtswunsch-zettel landen. Die liebevolle Gestaltung die phantasievollen Zeichnungen machen unbedingt was her. Und mit einem Ritteroman aus einer anderen Dimension hat der Autor auch eine Idee verwirklicht, die schon beim Lesen des Klappentextes den unbedingten Wunsch weckt, das Buch zu lesen. Im Roman entspinnt sich ein Feuerwerk von Einfällen, skurrilen Person, absurden Situationen und unerwarteten Settings. Dabei gewinnt man den Eindruck, dass das Ganze mit Liebe und Witz entwickelt wurde. Irgendwie fühlt man sich tatsächlich ein wenig wie in einem klassischen Ritterroman, mit dem romantischen Helden und der holden Maid. Dass die Protagonisten ihre Rollen nur bedingt erfüllen, macht den Lesespaß eher größer.
Leider hat mich Qwert trotz hoher Erwartungen SEHR unterwältigt. Der Schreibstil ist bei Weitem nicht mehr so schön literarisch wie bei früheren Werken Moers', sondern gespickt von Jugendsprache und pseudomodernen Dialogen. Sehr nervig zu lesen. Ja, mir ist bewusst, dass mehrmals darauf hingewiesen wird, dass dies ein Werk der Trivialliteratur darstellen soll, jetzt nach dem Lesen des gesamten Buches bin ich mir allerdings sehr unsicher, ob Moers sein Niveau mit Absicht heruntergeschraubt hat oder ob Moers das Orm verlassen hat...
Am meisten gestört hat mich die Tatsache, dass der Qwert aus diesem Roman rein gar nichts mit dem liebenswerten Qwert aus "Käpt'n Blaubär" zu tun hat. Ich habe den Charakter nach den ersten paar Seiten nicht wiedererkannt. Ja, er wacht im Körper von Prinz Kaltbluth auf und lebt fortan dessen Leben, aber dadurch vergisst man doch nicht seine komplette Vergangenheit. Qwert akzeptiert fast augenblicklich, dass er keinen Gallertwesenkörper mehr hat, weiß andauernd irgendwelche Dinge nicht, die ihm als Nachtschulabsolvent bestens vertraut sein sollten und freut sich kein bisschen über die fliegenden Teppich der Kamelianer - er kommentiert sie nicht einmal. Abgesehen vom Namen und der Tatsache des Dimensionslochsturzes ist es ein völlig anderer, neuer Protagonist.
Auch die Handlung selbst schwankt immer wieder zwischen Langeweile und Recycling alter Moers-Stoffe. Mir fehlte komplett die überbordende Fantasie und Cleverness der älteren Romane wie Blaubär, Rumo oder Stadt der träumenden Bücher. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt wird's spannend, löste sich das Ganze wieder in einem völlig absehbaren Twist auf.
Ich hoffe, dass kommende Werke wieder etwas inspirierter sein werden.
3,5⭐ Das Buch ist eine Hommage an die Trivialliteratur, bleibt aber dementsprechend auch auf dieser Ebene. Ein Deus ex machina- Moment jagt den nächsten und die Geschichte bleibt insgesamt eher oberflächlich ohne lang angelegten Spannungsbogen oder - aufbau. Es ist trotzdem unterhaltsam und ich hatte Spaß beim Lesen!
"Flamingo!" Walter Moers hat einen neuen Roman geschrieben. "Qwert" heißt der und ist grandios-herrlich!
Protagonist ist der namengebende Qwert, eigentlich Gallertprinz aus der 2364. Dimension, der einst über eine Teppichfalte stolperte, in ein Dimensionsloch fiel und in Zamonien landete. Dort stürzte er nun wieder in ein Dimensionsloch und landet in Orméa, einer Welt, die er aus den Prinz-Kaltbluth-Romanen kennt. Genau in dessen Körper - also dem von Prinz Kaltbluth - ist er jetzt auch gelandet und muss plötzlich Aventuiren bestehen. Gleich die erste vermasselt er und befreit eine Janusmeduse. Das kann ja nicht gut enden. Oder vielleicht doch? Immerhin hat er den Knappen Oyo und das Reitwürmchen Schneesturm an seiner Seite.
Walter Moers hat mit "Qwert" mal wieder ein von vor Fantasie nur so funkelnden Roman geschaffen, der mir sehr viel Freude gemacht hat. Ein klassischer Heldenreise-Roman - nur eben auf Walter-Moers-Art.
Von mir aus hätte er ein bisschen kürzer sein können und der lose rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht, hätte etwas fester sein können, aber das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Ich hatte so viel Spaß mit diesem Buch und möchte jetzt wieder mehr von Moers lesen, der einmal mehr über das Schreiben schreibt und auch nach der Verantwortung von Autor:innen fragt.
A fabulously ridiculous Zamonien novel that is not set in Zamonien. Qwert (and writing the name I see it’s origin, ha ha) has fallen through a worm hole and landed himself as a knight in a strange world. He falls into a series of misadventures of the most far fetched and fanciful kinds. Sometimes being saved by a mysterious voice in his head. Funny, adventurous and ridiculous in the true spirit of the author!
Wieder ein Buch voller Irrwitz, Humor, absolutem Wahnsinn, wilden Wortneuschöpfungen und seltsamen Abenteuern von Moers. Das Thema des Buches mit den Dimensionssprüngen ist wohl auch eine Anspielung auf ähnliche wilde Geschehnisse in anderen Pop-Culture Universen ( z.B. Marvel). Diesmal begleiten wir Qwert, einen Gallertprinzen, der plötzlich in einer neuen Dimension im Körper des unschlagbaren Ritters Prinz Kaltbluth aufwacht... dabei werden wilde Abenteuer bestanden, unbesiegbare Feinde besiegt, Prinzessinnen und Medusen befreit und sich in sie verliebt und es werden auch durch UnWahrZüs ( unwahrscheinliche Zufälle) alte Bekannte getroffen. Das Buch macht Spaß, wartet mit dem üblichen Wortwitz auf und weiß, wie man unterhält. Diesmal ist es auch wieder etwas mehr geeignet für Kinder. Aber- an Blaubär und Rumo, oder auch die Insel der tausend Leuchttürme kommt es leider nicht heran. Irgendwie fehlt mir persönlich der Funke, der nicht auf mich überspringen will.
4.5 Sterne. Ein Hoch auf die Trivialliteratur - perfekt für die Zeit zwischen Weihnachten und dem Start ins neue Jahr, wenn man sich nich nicht so richtig anstrengen kann oder will.
Quert - oder sollte ich Prinz Kaltbluth sagen - dümpelt von einem Abenteuer ins nächste. Die Figuren sind liebevoll erdacht, wie alle Moers-Charaktere und eine Idee absurder als die andere. So mag ich das.
Abzug gibt es dafür, dass gewisse Aventiuren und auch der Twist gegen Ende doch sehr vorhersehbar waren (zumindest wenn man schon einige Moers-Romane gelesen hat). Insgesamt fand ich Quert nicht ganz so fesselnd wie den Blaubären - unterhalten hat es mich aber sehr gut.
"Wir sehen uns wieder. Wenn nicht in dieser Welt, dann in einer anderen."
Kurzweilig und nichts dramatisches. Leichte Kost, zum abschalten zwischendurch ganz wunderbar.
Die Welt Orméa ist fantastisch und märchenhaft, aber auch etwas random und stellenweise klischeebehaftet. Meinem Verständnis nach soll das allerdings wohl teilweise (oder komplett) Absicht sein. Der Roman scheint eine Art "Hommage an die Trivialliteratur", was durch das Buch selbst und diverse Rezensionen/Kritikerstimmen auch öfter Erwähnung findet. Eben das kann man sich von diesem Buch auch erwarten. Nicht alles hat mir persönlich zugesagt, die Dialoge waren teilweise recht salopp, wobei ... das war generell auch der Vibe im Buch. Das passte an sich schon, mein Geschmack war es aber persönlich nicht so ganz, war jetzt aber auch nicht schlimm. Im Prinzip wurde von einer prekären Situation zur anderen gestolpert aus denen unsere Helden durch immer wieder neue Zufälle gerettet wurden und Zack! - Weiter geht's. Ein wenig repetitiv war dieses Konzept für mich dann schon irgendwann, aber unterhaltsam war es alle mal. Die Ideen (wenn auch nicht alle in gleichem Maß) waren interessant/witzig und ich wurde gut "bei Laune gehalten". Ich hätte mir teilweise mehr zu einzelnen Abenteuern gewünscht und dafür vllt. die ein oder andere Szene gestrichen. Den Plot mit den Nichtilisten z.B. da hätte man einiges mehr rausholen können meiner Meinung nach, aber ich schätze, wenn ich so darüber nachdenke, hätte das wohl nicht wirklich zum Konzept des Buches gepasst da so einen großen einzelnen Storystrang draus zu machen.
Insgesamt war es eine schönes & unterhaltsames Buch, ein kurzweiliges Vergnügen. Ich hatte viel Freude beim Lesen.
Flamingo! Was für ein unfassbar gutes Buch! Ich habe jede Seite verschlungen und muss sagen, dass der Sprung weg von Zamonien Walter Moers sehr gut gelungen ist. Die neuen Charaktere sind allesamt überzeugend geschrieben und lassen Orméa sehr lebendig wirken. Die verschiedenen Aventiuren, die Qwert/Prinz Kaltbluth erlebt, sind ein Meisterwerk der Fantasie und des Orms, von dessen Spuren es in diesem Buch nur so wimmelt. Auch die Illustrationen mit Moers' zum Teil relativ altertümlich wirkendem Stil sind wieder einmal wundervoll geworden und tragen sehr gut zum Charme des Buches bei.
Qwert kann für mich wahrlich mit Büchern wie der Insel der tausend Leuchttürme mithalten und ist für mich ein weiterer Klassiker der Zamonien-Reihe.
Der einzige Kritikpunkt, den ich an dem Buch habe, ist, dass es sich hierbei nicht wirklich (wie eigentlich von mir erhofft) um ein Buch über Qwert handelt. Es geht eigentlich ausschließlich um Prinz Kaltbluth, was das Buch zwar kein Stück schlechter macht, aber leider meine Hoffnungen, mehr über Qwert zu erfahren, nicht erfüllt hat. Seine Vorgeschichte wird nur selten (und immer sehr oberflächlich) behandelt und er gewöhnt sich für meine Verhältnisse etwas zu schnell an die für ihn doch eigentlich sehr neue und ungewöhnliche Situation, dass er plötzlich im Körper von Prinz Kaltbluth steckt. Hier hätte es von mir aus gerne noch ein "Selbstfindungskapitel" mehr geben können.
Trotz dessen würde ich das Buch absolut jedem weiterempfehlen, der sich für Fantasy und/oder natürlich insbesondere Walter Moers interessiert. Ein wahres Meisterwerk!
Ich weiß nicht genau, woran es lag. Ob am Schreibstil von Walter Moers, daran, dass ich Zamonien einfach vermisst habe oder an den Illustrationen. Ich habe dieses Buch auf jeden Fall verschlungen. Durch die einzelnen Aventuiren(Kapitel) kam es mir stellenweise so vor, als würde ich viele kurze Kurzgeschichten lesen. Trotzdem blieb das Buch insgesamt sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Welt ist extrem schön, detailreich und fantasievoll. Als großer Fan von Walter Moers hatte ich beim Lesen durchgehend ein Lächeln auf dem Gesicht.
Es hatte sehr starke Käpt'n Blaubär Vibes, aber ich habs sehr gern gelesen. Im Vergleich zu den früheren Werken wie "Der Schrecksenmeister" und "Die Stadt der träumenden Bücher" und "Rumo" ist es zwar immer noch schwächer, aber trotzdem lustig zu lesen.
Gut und unterhaltsam aber etwas zu geradlinig und vorhersehbar für meinen Geschmack. Wenn auch die Handlungen von Walter Moers generell nicht besonders verschachtelt sind, ist es mir in diesem Buch besonders aufgefallen. Obwohl die Charaktere sehr außergewöhnlich sind, fand ich die Handlung teilweise etwas langweilig.
Ich würde behaupten, dass mich die Klassiker – so nenne ich sie gerne, ach, die guten Bücher von Moers – durch meine ganze Jugend begleitet und geprägt haben. Ich konnte wahnsinnig gut in seine Welten eintauchen, mich hineinsteigern, mitfiebern und mitleben.
Dann kamen jedoch seine ziemlich schlechten Bücher. Prinzessin Insomnia und wie sie nicht alle heißen. Lange Zeit habe ich mich gefragt, ob diese Bücher vielleicht von einem Praktikanten geschrieben wurden, so wenig kamen sie qualitativ und kreativ an die Klassiker heran. Also begann ich, Rezensionen zu lesen und diese Bücher nicht mehr zu kaufen, sondern höchstens auszuleihen – oder gleich ganz zu ignorieren.
Nun kam “Qwert“ heraus. Das Erste, was ich tat, war wieder die Rezensionen zu lesen, die sich diesmal erstaunlich vielversprechend anhörten. Viele schrieben, es sei wieder „wie die Klassiker“. Da ich aber vorsichtig geworden bin und 42 € wirklich sehr viel finde, habe ich mir das Buch in der Bücherei ausgeliehen. Gott sei Dank – das war eine gute Entscheidung.
Meine Güte, war das ein trockenes Buch.
Ich weiß nicht, ob es an meinem Alter liegt. Beim Lesen dachte ich erst, ich sei vielleicht „herausgewachsen“ aus diesen Romanen. Doch je weiter ich las, desto mehr Punkte sammelte ich, warum dieses Buch für mich wirklich schlecht ist.
1. Alles ist vorhersehbar
Es gibt keine Spannung, keine Überraschungen, nichts, was mich dazu gebracht hätte, weiterzulesen. Ich konnte gegen Ende ganze Kapitel überspringen und habe trotzdem nichts verpasst.
2. Die Fantasie ist faul geworden
Die Hälfte der Figuren und Ereignisse wirkt recycelt. Die gleichen Charaktere tauchen auf und tun genau das, was sie eben immer tun. Ritter Kaltbuüt mit Th wird wie immer von seinem dämlichen Reittier gerettet – welch Spannung. Die Welt selbst wirkt unfassbar klein. Früher habe ich Moers’ „Aufzählungen“ geliebt, weil darin immer etwas Spannendes oder Witziges steckte. Heute sind es nur noch trockene Aufzählungen.
3. Die Dialoge sind dröge, langweilig und unrealistisch
Sie sind meinem Empfinden nach viel zu modern, affektiert und einfach schlecht geschrieben. Teilweise machen diese Dialoge die Hälfte des Buches aus. Ich musste vielleicht ein- oder zweimal im ganzen Buch lachen – und das finde ich wirklich traurig.
4. Kapitel über die Kamelianer – unterstes Niveau
Ich bin niemand, der empfindlich auf Klischees oder Stereotype reagiert, aber dieses Kapitel war wirklich schwach. Ich habe nichts dagegen, wenn Elemente aus der realen Welt eine Fantasiegeschichte inspirieren. Doch die Kombination aus halb Kamel, arabischen Namen und plumpen Stereotypen hatte für mich einen unangenehmen Beigeschmack. Vor allem war es unfassbar unkreativ.
Ich könnte sicher noch weitere Punkte nennen, warum mir dieses Buch den letzten Nerv geraubt hat – besonders, weil ich so viel Hoffnung hineingesteckt hatte. Aber ich belasse es dabei. Ich habe letzte Nacht ohnehin schon viel zu lange darüber gegrübelt.
Somebody recently suggested their theory to me that Walter Moers these does not actually write his books himself anymore, but only works as an illustrator while somebody else tries their best to imitate his style. While I don’t literally think that’s the case, it seems all too plausible: “Qwert” (I read the book in German but am sticking to English in my review for consistency’s sake) is fine, perfectly fine … and the art is stunning. That’s it. It did not drag along quite as much as “Die Insel der Tausend Leuchttürme” but did not have such a distinctive mood, either. Instead, we get 42 interconnected adventures from the life of Prinz Kaltbluth, in whose body our favorite space prince Qwert Zuiopü suddenly finds himself after the events of “Käpt’n Blaubär.” So far, so original. These adventures try to be a parody of 20th-century fantasy, which I’m all for, except the parodistic elements are never particularly witty, the earnest ones never particularly elegant or profound, and, most importantly, there is absolutely no reason why any of this should involve the character of Qwert at all. It would have worked just as well as a standalone story—all the handful of interdimensional travelers showing up in here achieve is do a modicum of clumsy fan service, and make the reader imagine what a book like this could have been in the hands of younger Moers! In “Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär,” there were veritable firestorms of the imagination; there were more bizarre ideas packed into a single chapter than there are in this entire book. Moreover, the language was resonant, virtuosic, it actually made me enjoy the reading experience for the sentences alone. In “Quert,” there is one single sentence I enjoyed in its own right; there are two or three fun ideas, and a few dozen more that do the job. The illustrations, as always, are stunning, and had me turn the pages frantically even if I didn’t care about the events themselves. And the change of setting was refreshing, even if the world building itself is en-par with a 14-years old first attempts at writing fantasy. You can read that as parody if you’d like—you can also just read it as the work of an author who’s lost the Orm. If presented in the gladiatorial arena of Atlantis, “Qwert” would illicit a polite round of applause. Blaubär himself would make fun of it, have a good chuckle together with Qwert himself who, in all seriousness, deserved better. But I am fond of Moers and wherever his stories take us; I am deeply impressed by his effort to continue making exceptionally beautiful books, and I have to admit that some of “Die Insel der Tausend Leuchttürme”—which I was also very disappointed by at the time—stuck with me for quite a while longer than I could have anticipated. So I did not regret buying nor reading this. I’m just starting to accept that we will never get more of the magic of iore.
Wenn man Moers-Fan ist und “Die 13/1/2 Leben des Käpt’n Blaubär” zu seinen absoluten Lieblingsbüchern zählt, kann man garnicht anders, als sich auf dieses Buch zu freuen. Denn Qwert ist zusammen mit dem Blaubär auf die Nachtschule bei Professor Dr. Abdul Nachtigaller gegangen und war Blaubärs bester Freund - ein wichtiger und bedeutsamer Charakter also. Qwert ist aber eigentlich ein Gallertprinz aus der 2364ten Dimension und durch ein Dimensionsloch in Zamonien gelandet. Deshalb macht es auch absolut Sinn, dass Moers Qwert bei seinem neusten Roman erneut durch ein Dimensionsloch schickt. Mit anderen Dimensionen ist das so eine Sache. Nicht nur sind es andere Welten, nein, auch die Naturgesetzte können völlig anders sein und man kann froh sein, wenn man in der Lage ist, sich auch rein physisch an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Qwert landet nun nach seinem Dimensionslochsturz in der Welt namens Orméa (der Name der Welt an sich ist schon ein bekanntes Wortspiel); das Besondere dabei ist aber, dass Qwert nicht in seiner Gestalt als Galleertprinz dort landet, sondern im Körper von Prinz Kaltbluth. Prinz Kaltbluth wiederum ist niemand geringerer als eine Romanfigur vom in Zamonien bekannten Schriftsteller Graf Zamoniak Klanthu zu Kainomaz. Ihr seht also, dieser Roman ist quasi eine Matroschka-Puppe des Moers-Universums. Man kann diesen Roman rein theoretisch losgelöst von den anderen Zamonien-Romanen lesen, jedoch hat man glaube ich den meisten Spaß daran, wenn man sich im Moersschen Universum bereits auskennt; auch sollte man „Die Insel der Tausend Leuchttürme“ schon gelesen haben, ansonsten spoilert man sich. Der Roman hatte viele Zutaten, die Moers-Fans lieben und kennen und auch wenn „Qwert“ für mich nicht an die geliebten Klassiker, wie der Blaubär, die Stadt der Träumenden Bücher oder Rumo herankommt, so hatte ich doch eine wundervolle Zeit mit Qwert in Orméa und habe ich seine Abenteuer, oder besser gesagt Aventiuren (wie es in diesem Roman heißt), mit viel Spaß verfolgt, das Wiedersehen mit ein paar Charakteren bzw. Wesen und die zahlreichen Easter-Eggs durchweg genossen. Und die Kraft der Kofferwörter werde ich mir fortan merken und vielleicht auch anwenden 🤭
Gallertprinz Qwert Zuiopü stürzt durch ein Dimensionsloch in eine fremde, mittelalterlich anmutende Welt namens Orméa. Er erwacht aber nicht etwa in seiner gewohnten Gestalt, sondern im Körper von Prinz Kaltbluth, einem klassischen Ritterhelden. Mit Hilfe seines unsichtbaren Degens „Tarnmeister“ und seinem Knappen Oyo Pagenherz begibt er sich auf eine Mission: Er soll eine gefährliche Janusmeduse besiegen – doch im Verlauf der Geschichte verliebt er sich in genau diese Meduse.
🗡️
Moers bleibt ein Meister der absurd-kreativen Weltgestaltung: skurrile Wesen, surreale Orte, verspielte Namensgebung und einzigartige sprachliche Verrenkungen. Die Handlung ist ungewöhnlich schnell für einen Zamonien-Roman. Kaum hat man sich an eine Situation gewöhnt, folgt schon die nächste Wendung. Das macht den Roman sehr unterhaltsam und kurzweilig. Dieses Mal verliert sich unser Protagonist nicht in kreativen Ausschweifungen und detaillierten Beschreibungen.
🤪
Trotz des abenteuerlichen Settings geht es ebenfalls um Identität, Selbstbestimmung und die Frage, ob man seine Rolle wählen darf oder ob man in eine Rolle hineingezwungen wird. Wer bin ich, wenn ich nicht in meinem „eigenen“ Körper bin?
🫥
Die Illustrationen (über 70 Stück) sind ein echtes Highlight und machen das Buch zu einem kleinen Kunstwerk und geben die Atmosphäre perfekt wieder.
❤️
„Qwert“ ist ein in sich geschlossener Roman, der sowohl Fans der klassischen Zamonien-Werke als auch Neueinsteiger begeistern kann.
🥰
Es ist ein wilder Ritt durch eine absurde Ritterwelt voller Abenteuer, Chaos, Humor und Herz. Moers liefert wieder seinen unverkennbaren Mix aus Fantasie, Wortwitz und verrückten Einfällen – diesmal aber schneller und sprunghafter als gewohnt.
Das zwölfte Buch der Zamonien-Reihe von Walter Moers, und was soll ich sagen? ich finde, er ist wieder stark zu seinen Anfängen zurückgekehrt, im positiven Sinne. Und damit meine ich nicht nur, das er mit Qwert eine alte Figur zurück brachte, vom Stil und der Qualität erinnert mich das Buch sehr stark an Blaubär und Rumo und kann sich mit ihnen messen. Es ist wieder unglaublich kreativ, und auch wenn es leicht vorhersehbar ist, freut man sich doch über die verrückten Dinge die passieren. Man lernt eine neue Welt kennen, die sich von Zamonien losreist, ohne seinen Charme zu verlieren. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich das Buch in einem Tag durch gehabt, aber ich wollte es mir bewusst aufteilen. Das Episodenhafte vom Anfang verliert sich später ein wenig und es entsteht mehr eine Zusammenhängende Geschichte.
Also, in meinen Augen ein voller Erfolg, nicht perfekt aber nah dran. Danke Moers für dieses Erlebnis!
Qwert (scheinbar bekannt aus “Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär”, das ist aber bei mir drei Ewigkeiten her, dass ich das gelesen habe) landet nach einem Dimensionslochsturz im Körper des gut aussehenden Prinz Kaltbluth, dessen Ritter-Abenteuer ihm aus Trivialromanen bereits bekannt sind. Zusammen mit seinem Knappen Oyo (ebenfalls ein alter Bekannter, wenn man “Die Insel der tausend Leuchttürme” gelesen hat) stolpert er in der für ihn neuen Welt Orméa von Abenteuer zu Abenteuer, und vor allem von einer brenzligen Situation zur nächsten.
So befreit er vermeintlich eine Jungfer in Nöten, die sich dann aber als die böse Janus-Meduse herausstellt, die die ganze Welt versteinern will. Dumm nur, dass sowohl Qwert als auch die Meduse sich ineinander verknallt haben…
Es folgen: Riesenzwerge, rostige Gnome, Wüsten-Tentakel, fleischfressende Berge, ewige Abgründe, Buhorte (Ritterduelle), ein Reitwürmchen namens Schneesturm, Riesengemüse, und natürlich alle möglichen Ritter. Also alles so fantasievoll wie immer!
Es war nicht ganz so toll wie “Die Insel der tausend Leuchttürme”, aber mal wieder herrlich skurril, clever, und wortgewandt. Ich habe mich wie immer beömmelt und über Wortneuschöpfungen und Anspielungen gefreut, wie die UnWahrZus (unwahrscheinlichen Zufälle), oder den Ausspruch “Flamingo!”. Ein schönes, in sich abgeschlossenes Abenteuer in einer fantastievollen Welt, die mich gut unterhalten hat.
Walter Moers hat das Orm wiedergefunden. Wer die "13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" kennt wird einen Riesenspaß mit diesem Roman haben. Qwert Zuiopü der Gallertprinz stürzt in ein Dimensionsloch und landet im Körper des Prinzen Kaltbluth. Als dieser muss er sich zahlreichen Abenteuern stellen. Ich liebe die komplett unkonventionelle Fantasie von Moers ja. Da gibt es Janusmedusen, fliegenden Treibstaub, Baumritter, Kristallskorpione, Riesengletscherzwerge und und und... da alles bewusst dem Genre Trivialliteratur entsprechen soll, muss er sich nicht so ernst nehmen. Fand es wirklich richtig gut.
Dreieinhalb. Das hat mein Hirn in der Klausurenphase gebraucht. Reittier tatsächlich ein sehr schönes Palindrom. Auf dem Weg in die Stadt auch erstmal eine Umkürzung gelaufen (sie dauert nicht länger, sondern anders).
Zwischendrin dachte ich schon es wird irgendwann langweilig. Wurde es auch kind of, hat mit dem einsamen Denker und den Musen dann aber doch noch die Kurve gekriegt und war fast ein bisschen spannend am Ende
Der neue Moers hat mir gut gefallen. Fantasievoll und sehr unterhaltsam. Zwischendrin die ein oder andere Länge, aber im Moers Universum ist das ja trotzdem gut auszuhalten. Und trotz der Längen war mir das Buch dann am Ende doch "zu kurz". Es nützt wohl nichts, bis zum nächsten Buch muss wohl ein anderer Moers noch mal gelesen werden :)
Das war mein Weihnachtsbuch an dem ich so lang wie möglich drinherumlesen wollte.Jetzt ist es doch fertig geworden. Ich liebe dem Walter Moers seine Geschichten,einfach wunderbar!Und die Zeichnungen immer dazu!Einfach genial!