L'extrême droite est aux portes du pouvoir et le patronat français, loin de s'opposer à cette issue, se prépare à collaborer avec elle. Enquête inédite sur ces complicités idéologiques et financières et comment certains milieux d'affaires – des hautes sphères du CAC40 aux simples PME – œuvrent, ou se résolvent avec enthousiasme, à l'ascension d'un pouvoir toujours plus autoritaire et ultralibéral. Une partie des élites économiques françaises tisse depuis quelques années des liens avec l'extrême droite, jusqu'à s'y rallier parfois ouvertement. Depuis la dissolution de l'Assemblée en juin 2024, ce mouvement s'accélère : des chefs d'entreprise, grands et petits, renoncent au " barrage républicain " et se préparent à collaborer avec le RN et ses alliés. Laurent Mauduit lève le voile sur ces complicités qui, discrètes hier encore, sont aujourd'hui de plus en plus souvent assumées. Rencontres en coulisse, alliances d'intérêts, fascination pour le capitalisme autoritaire et libertarien promu par Trump, Musk ou Milei... L'auteur décrypte cette dynamique inquiétante où les milieux d'affaires trouvent dans l'extrême droite une opportunité pour imposer leur agenda. Si les positions de Bernard Arnault, Charles Beigbeder, Vincent Bolloré ou Pierre-Édouard Stérin, sont désormais publiques, nombre d'autres patrons, plus discrets, mus par des intérêts purement mercantiles, leur emboîtent le pas et participent aujourd'hui activement à la montée d'un projet politique raciste et liberticide. Dans cette enquête inédite, Laurent Mauduit nous entraîne des salons feutrés de l'Ouest parisien, où évoluent les grands patrons, jusqu'aux PME de province, dévoilant un processus en cours qui fait écho aux heures les plus sombres de notre histoire. Comment ne pas penser, comme le montre l'auteur, aux années 1930, lorsque le patronat, déjà, jouait un rôle majeur dans l'accession au pouvoir des régimes fascistes et nazi ? Aujourd'hui, alors que le capitalisme traverse une crise prolongée, les milieux d'affaires sont à nouveau des acteurs pleinement engagés dans la montée de l'extrême droite.
Das Buch Enquête sur l'extrême droite et les milieux d'affaires von Laurent Mauduit ist eine detaillierte Untersuchung der Beziehungen zwischen französischen Wirtschaftskreisen und der extremen Rechten, insbesondere im Kontext der politischen Entwicklungen im Frühjahr 2024. Laurent Mauduit wurde durch die EU-Wahlen und die Auflösung der Nationalversammlung zur Auseinandersetzung mit dem Thema motiviert, verstärkt durch die Wiederwahl von Donald Trump mit Unterstützung von Elon Musk. Das Buch zeigt, wie das französische Patronat seine traditionelle "republikanische Barriere" gegen die extreme Rechte aufgegeben hat, um stattdessen eine potenzielle Zusammenarbeit zu erwägen, aus Angst vor einem Wahlsieg der Linken. Es untersucht auch die Rolle der Medien und anderer politischer Akteure bei der Normalisierung der extremen Rechten und zieht Parallelen zu historischen Perioden, in denen Wirtschaftsführer autoritäre Regime unterstützten. Trotz des Mangels an offiziellen Interviews konnte Laurent Mauduit durch alternative Quellen tiefergehende und alarmierende Verbindungen zwischen der Geschäftswelt und der extremen Rechten aufdecken, die eine mögliche demokratische Katastrophe signalisieren. Seine Analyse berücksichtigt die Komplexität und Heterogenität des Patronats und beleuchtet die globale Tendenz, dass Wirtschaftsführer mit ultrareaktionären Kräften paktieren. Laurent Mauduit untersucht in seinem Buch die Verflechtungen zwischen französischen Wirtschaftskreisen und der extremen Rechten – mit besonderem Blick auf die politischen Umbrüche des Jahres 2024. Ausgelöst durch Ereignisse wie die Europawahlen, die Auflösung der Nationalversammlung und die erneute Wahl Donald Trumps, unterstützt von Elon Musk, geht der Autor der Frage nach, weshalb das französische Patronat seine traditionelle „republikanische Barriere“ gegen die extreme Rechte aufgab. Das Buch zeichnet eine historische Entwicklung nach. Vor dem Zweiten Weltkrieg unterstützten viele Unternehmensführer rechtsextreme Ligen und profitierten später von der Kollaboration mit dem Vichy-Regime. Nach 1945 jedoch etablierte sich die „republikanische Barriere“, die lange Zeit eine offene Zusammenarbeit verhinderte. So mobilisierten 2002 die Eliten zugunsten Jacques Chiracs gegen Jean-Marie Le Pen und unterstützten 2017 wie 2022 Emmanuel Macron gegen Marine Le Pen. Eine seltene Ausnahme bildete Laurence Parisot, die 2011 als Präsidentin des Arbeitgeberverbands MEDEF öffentlich vor den Gefahren der extremen Rechten warnte. Im Frühjahr 2024 kam es zu einem Bruch. Aus Furcht vor einem Sieg der Linken akzeptierten die Arbeitgeberverbände zunehmend eine Zusammenarbeit mit dem Rassemblement National (RN). Dessen wirtschaftspolitisches Programm, das von Marine Le Pen und Jordan Bardella auf einen klar liberaleren Kurs gebracht wurde, erschien vielen Unternehmensführern als verhandelbar und damit als das „kleinere Übel“. Mauduit dokumentiert verdeckte Kontakte und geheime Gespräche zwischen führenden CEOs und der RN-Spitze. Henri Proglio, ehemaliger Vorstandschef von EDF und Veolia, trat als erster prominenter Unternehmer offen an die Seite Marine Le Pens. Er bestätigte, dass nahezu alle großen Wirtschaftsführer Kontakt zu ihr suchten – nur nicht öffentlich. Die Sorge um die „demokratische Frage“ spiele für sie, so die These des Autors, kaum noch eine Rolle. Vielmehr fungiere das Patronat inzwischen als Sprungbrett für den Aufstieg der extremen Rechten. Besonders hervorgehoben wird Vincent Bolloré. Mit seinem Medienimperium – CNews, Journal du Dimanche und Europe 1 – hat er die Normalisierung der extremen Rechten maßgeblich vorangetrieben. Als einer der wenigen großen Unternehmer mit ideologischem Sendungsbewusstsein propagiert er offen einen „Kreuzzug zur Verteidigung des christlichen Abendlandes“. Seine Positionen, geteilt auch von anderen einflussreichen Persönlichkeiten wie Bernard Arnault, prägen die französische Medienlandschaft und das politische Klima. Mauduit ordnet die französische Entwicklung in einen globalen Kontext ein. In den USA etwa stützen libertäre Milliardäre wie Elon Musk und Peter Thiel die Präsidentschaft Donald Trumps. Ihr Ziel einer weitgehenden Deregulierung des „libertären Kapitalismus“ findet Resonanz auch in Frankreichs Tech-Branche, wo die von „Big Tech“ geprägte maskulinistische „Bro-Kultur“ zunehmend Einfluss gewinnt. Das Fazit des Buches ist unmissverständlich: Während die Geschäftseliten früher eine klare Distanz zur extremen Rechten hielten, zeigt das heutige Patronat eine pragmatische Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Demokratische Prinzipien treten hinter die Sicherung wirtschaftlicher Interessen zurück. Diese Analyse wirft auch für Deutschland drängende Fragen auf. Noch gilt die AfD in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft als kein akzeptabler Partner. Große Unternehmensverbände wie BDI und BDA warnen vor den Folgen eines Erstarkens der Partei: Gefährdung von Fachkräftezuwanderung, internationale Isolation und Risiken für den Euro. In einer Umfrage vom Mai 2024 des Instituts der deutschen Wirtschaft sahen 77 % der befragten Unternehmensführer die AfD als Gefahr für den Wirtschaftsstandort, fast jedes zweite Unternehmen bezieht inzwischen auch öffentlich Stellung gegen sie. Doch die Parallelen zu Frankreich sind nicht von der Hand zu weisen. Auch in Deutschland gibt es erste Fälle, in denen Unternehmer offen warnen und damit ökonomische Kosten tragen – wie Reinhold Würth, der nach seiner Anti-AfD-Haltung Umsatzeinbußen in Millionenhöhe hinnehmen musste. Gleichzeitig zeigen regionale Unterschiede, dass gerade in Ostdeutschland Unternehmen seltener öffentlich Stellung beziehen, teils aus Sorge vor Reaktionen von Kundschaft und Belegschaft. Hier wird die „Barriere“ bereits vorsichtiger gehandhabt. Wie in Frankreich könnte sich auch in Deutschland die Haltung ändern, wenn Unternehmer linke oder progressive Parteien als wirtschaftlich bedrohlicher empfinden – etwa wegen Steuererhöhungen, Energiewende oder Regulierung. In einer solchen Situation könnte die AfD als verhandelbares „kleineres Übel“ erscheinen. Mauduits Studie ist deshalb mehr als eine Analyse französischer Verhältnisse. Sie ist ein Warnsignal für Europa: Die Geschichte zeigt, wie schnell ökonomische Interessen die Abwehrhaltung gegenüber antidemokratischen Kräften verdrängen können. Der Bruch der „republikanischen Barriere“ in Frankreich mahnt Deutschland, die eigene Brandmauer nicht als selbstverständlich zu betrachten. Auch in Deutschland wird die ‚Brandmauer‘ gegen die extreme Rechte brüchig. Im Januar 2025 zeigte sich dies im Bundestag, als die CDU/CSU-Fraktion bereit war, gemeinsam mit der AfD über das Gesetz zur Zustrombegrenzung abzustimmen. Damit wird deutlich, dass politische Interessen selbst auf Bundesebene eine Annäherung an die extrem rechte Partei möglich machen – eine Parallele zur aufgegebenen ‚republikanischen Barriere‘ in Frankreich.
Enquête essentielle qui montre pleins de liens cachés (ou non) entre l'extrême droite et les entreprises. L'extrême droite a tout à gagné avec le capitalisme. Par contre, il y a beaucoup de nom de personnes et d'organisation qui rendent ce texte très technique.