Als Melanie Sommer ihre Tochter Malin zur Welt bringt, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Das Kind, das sie sich so sehr gewünscht hatte, gibt es nicht. Stattdessen liegt da ein kleines Mädchen mit Down-Syndrom und einem schweren Herzfehler vor ihr – und mit ihm eine Zukunft, die plötzlich ganz anders aussieht … Ein berührendes Memoir einer Mutter, die mit sich und ihrem Schicksal hadert. Und die langsam begreift, dass nicht das Kind sich ändern muss, sondern sie selbst.
Mit einer unverblümten Ehrlichkeit berichtet Melanie Sommer über ihre Gedankengänge & Erfahrungen mit der überraschenden Diagnose zur Geburt ihrer Tochter.
Dieses Buch hat mich emotional ganz schön mitgenommen. In jeder Zeile sind die Emotionen deutlich spürbar. Diese Ungewissheit nach der Geburt, aber das untrügerliche Gefühl – hier stimmt was nicht. Ich war wirklich sprachlos, wie hier langsam, Häppchenweise, erst eine Information an die frischgebackenen Eltern erfolgte. Dieses ständige Warten auf Gewissheit, den nächsten Schritt, das Umdenken im Alltag und aufsaugen von Wissen in Eigenrecherche.
Wie geht man mit der Diagnose um, wenn man es nicht vorher gewusst hat und sich nun das Leben anders gestaltet?
Ich mochte ihre klaren Gedanken, auch die negativen. Es ist vollkommen menschlich sich überfordert zu fühlen und nicht gleich optimistisch einfach weiterzumachen. Man funktioniert, lernt, gewöhnt sich an die neue Situation und braucht einen Austausch. Sehr gelungen finde ich die Aufklärung welche viel zu wenig Gehör in der Gesellschaft findet. Schrecklich all die Vorurteile in den Köpfen und das zu viele dieser Kinder keine Chance erhalten. Das zerreißt mir das Herz.
Ich nehme mich nicht raus, habe mich vorher auch nie bewusst mit der Thematik auseinandergesetzt, wurde erst durch eine sehr enge Freundin nach der Geburt ihres Sohnes darauf aufmerksam. Umso wissbegieriger bin ich nun.
Es fehlen wirklich mehr Alltagsberichte, individuelle Erfahrungen. Jedes Kind ist anders in seinen Entwicklung. Ich wünsche mir von Herzen mehr Sichtbarkeit & Unterstützung für betroffene Familien.
Definitiv eine sehr große Leseempfehlung von meiner Seite! Vielleicht schaut ihr mal rein und lasst Melanie Sommer wissen, wie wertvoll ihre Offenheit ist. Es brauch solch starke Eltern, um das Denken der Gesellschaft zum positiven zu drehen, betroffenen Eltern Mut & Zuversicht an die Hand zu geben.
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an tief berührt. Die Autorin schildert die Geburt ihres Kindes, das unerwartet mit Trisomie 21 zur Welt kommt, so authentisch und einfühlsam, dass man jede Emotion miterlebt. Ihre Worte gehen unter die Haut – mal sanft, mal voller Kraft – und lassen einen die Achterbahn der Gefühle, die sie durchlebt, hautnah spüren.
Mehrfach musste ich mir beim Lesen die Tränen aus den Augen wischen, so ehrlich und offen teilt sie ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen. Und dennoch bleibt die Geschichte nicht in der Schwere stecken: Sie hinterlässt einen mit Wärme im Herzen und einem tiefen Respekt vor der Stärke und Liebe, die in diesen Seiten mitschwingt.
Ein ergreifendes, bewegendes und zugleich hoffnungsvolles Buch, das lange nachhallt und den Blick auf das Leben bereichert.