In sehr unaufdringlicher Weise führt Schroeter den Leser durch eine Woche voller Selbstreflektion. Anhand eines typisch gesellschaftlich Gehetzten, der eigentlich nur einen Angeltrip gebucht hat, um seine erste Meerforelle zu fangen, gelingt es dem Leser - der offen ist für diese Art der kritischen Selbstbetrachtung - sich selber mitten in der Geschichte wieder zu finden. Ein "Aha" des Protagonisten ist ein "Aha" eines selbst. Die augen-öffnenden Beschreibungen des alten Leiff zielen genau auf die Schwächen und Ängsten des eigenen Lebens. "Back to the roots" ist sein Mantra, das, anders als in vielen anderen "Selbstfindung"-Büchern, nicht aufdringlich wiedergekäut wird. Vielmehr zieht er Erkenntnisfäden, die am Ende in einer Mitte zusammenlaufen.